Novartis übernimmt Arctos Medical und erweitert damit ihr Optogenetik-Portfolio, um Patientinnen und Patienten mit einem schwerem Verlust des Sehvermögens Gentherapien anbieten zu können

Sep 21, 2021
  • Mit der Übernahme unterstreicht Novartis ihre Absicht, das Sehvermögen von Patientinnen und Patienten mit einem fortgeschrittenen Sehverlust mittels Optogenetik wiederherzustellen

  • Novartis sichert sich präklinisches Optogenetik-AAV*-Gentherapieprogramm sowie die unternehmenseigene Technologie mit speziellem Wirkmechanismus von Arctos

  • Die Technologie ergänzt das immer grösser werdende Entwicklungsportfolio von Novartis für die Behandlung des Sehkraftverlusts

Basel, 21. September 2021 — Novartis hat heute die Übernahme von Arctos Medical bekanntgegeben. Das Unternehmen erweitert dadurch sein Portfolio in der Augenheilkunde um das präklinische AAV*-Gentherapieprogramm sowie die entsprechende Technologie von Arctos. Die Übernahme unterstreicht das Engagement von Novartis, Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Sehkraftverlust zu finden, und verdeutlicht das Potenzial der Optogenetik als Grundlage für erfolgreiche Therapien.

«Die Optogenetik entwickelt sich zu einem vielversprechenden Therapieansatz, um das Sehvermögen von Patientinnen und Patienten, die blind eingestuft sind, wiederherzustellen», so Jay Bradner, Präsident der Novartis Institutes for BioMedical Research. «Die Technologie von Arctos entspricht unserer Überzeugung, dass die Optogenetik für Patienten im Kampf gegen schlimme Augenerkrankungen eine grosse Hilfe sein kann.»

Arctos hat die Technologie als potenzielle Behandlungsmethode bei hereditären Netzhautdystrophien und anderen Krankheiten wie der altersbedingten Makuladegeneration, die mit einem Verlust der Photorezeptoren einhergehen, entwickelt. Bestehende Gentherapien korrigieren jeweils nur ein spezifisches Gen, wovon nur eine kleine Gruppe von Patientinnen und Patienten profitieren kann. Die Arctos-Technologie beschränkt sich nicht auf ein bestimmtes Gen und kann damit unabhängig von der zugrunde liegenden Mutation potenziell zur Behandlung zahlreicher Formen der erblichen Netzhautdystrophie eingesetzt werden. Im Zuge der Gentherapie wird das lichtsensible Optogen von Arctos in spezifische Netzhautzellen eingebracht, wodurch diese zu Ersatz-Photorezeptorzellen werden. Wenn sich der Ansatz als erfolgreich erweist, könnten mit einem auf dieser Technologie basierenden Medikament alle Krankheiten behandelt werden, die aufgrund abgestorbener Photorezeptoren zu Blindheit führen.

«Wir haben verfolgt, wie diese Technologie entwickelt wurde und zu einem Therapieprogramm herangereift ist. Dieses ergänzt unser bestehendes Portfolio und gibt uns neue optogenetische Möglichkeiten, Patientinnen und Patienten mit einer durch Krankheit hervorgerufenen Erblindung dringend benötigte Behandlungsmöglichkeiten zu bieten», so Cynthia Grosskreutz, Global Head of Ophthalmology bei den Novartis Institutes for BioMedical Research.

Erbliche Netzhautdystrophien, von denen weltweit mehr als 2 Millionen Menschen betroffen sind und die häufig zu einer vollständigen Erblindung führen, können durch Mutationen in mehr als 100 verschiedenen Genen hervorgerufen werden.1 Die altersbedingte Makuladegeneration ist die führende Ursache von Sehbehinderungen und betrifft schätzungsweise 170 Millionen Menschen weltweit.2 Derzeit gibt es keine kurativen Therapiemöglichkeiten für die altersbedingte Makuladegeneration.

Die Arctos-Technologie basiert auf Entdeckungen der wissenschaftlichen Mitbegründer von Arctos, Dr. Sonja Kleinlogel und Dr. Michiel van Wyk von der Universität Bern. Arctos wurde ursprünglich von +ND Capital inkubiert und später im Rahmen einer von +ND Capital organisierten Finanzierungsrunde (Serie A) vom Novartis Venture Fund unterstützt.

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*AVV: Adeno-assoziierte Viren

Referenzen

  1. Francis, PJ. Genetics of inherited retinal disease. Journal of the Royal Society of Medicine. 2006 DOI: 10.1258/jrsm.99.4.189
  2. Xu, X., Wu, J., Yu, X. et al. Regional differences in the global burden of age-related macular degeneration. BMC Public Health 20, 410 (2020). DOI: 10.1186/s12889-020-8445-y

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