Jun 29, 2018
  • Die strategische Überprüfung von Alcon ergibt, dass ein 100%iger Spin-off im besten Interesse der Aktionäre ist und im Einklang mit der Strategie von Novartis steht, sich als Arzneimittelunternehmen zu fokussieren
  • Durch den geplanten Spin-off würde ein weltweit führendes Unternehmen für ophthalmologische Produkte entstehen
  • Das Portfolio ophthalmologischer Arzneimittel von Alcon wird bei Novartis verbleiben und deren führendes Geschäft mit ophthalmologischen Arzneimitteln weiter stärken
  • Die Transaktion wird für Novartis voraussichtlich steuerneutral sein und von den allgemeinen Marktbedingungen, steuerlichen Entscheidungen und Stellungnahmen, der endgültigen Zustimmung des Verwaltungsrats und der Genehmigung durch die Aktionäre an der Generalversammlung im Februar 2019 abhängen; der Abschluss wird für das erste Halbjahr 2019 erwartet
  • Mike Ball, CEO von Alcon, wird designierter Präsident des Verwaltungsrats, und COO David Endicott, wird zum CEO von Alcon befördert; beide Ernennungen gelten per 1. Juli 2018
  • Alcon würde in der Schweiz registriert, wobei Fort Worth ein wichtiger Standort bliebe. Kotierungen an der SIX Swiss Exchange und der New York Stock Exchange sind geplant
  • Geplanter Aktienrückkauf von bis zu USD 5 Mrd. bis Ende 2019 im Einklang mit den strategischen Prioritäten der Kapitalallokation unterstreicht das Vertrauen in Wachstum und Margenausweitung


Basel, 29. Juni 2018 - Novartis hat heute die Absicht bekannt gegeben, ihre Augenheilkunde-Division Alcon als separat gehandeltes eigenständiges Unternehmen auszugliedern. Der geplante Spin-off würde es Novartis und Alcon ermöglichen, sich voll und ganz auf ihre jeweiligen Wachstumsstrategien zu konzentrieren. Der Abschluss der Transaktion ist abhängig von den allgemeinen Marktbedingungen, von steuerlichen Entscheidungen und Stellungnahmen, der endgültigen Zustimmung des Verwaltungsrats und der Genehmigung durch die Aktionäre an der Generalversammlung 2019 in Einklang mit dem Schweizer Gesellschaftsrecht.

Novartis kündigte ebenfalls einen Aktienrückkauf von bis zu USD 5 Milliarden an, der bis Ende 2019 umgesetzt werden soll[1]. Finanziert werden soll diese Massnahme im Wesentlichen mit dem Erlös aus der Veräusserung des Anteils am Joint-Venture im Bereich Consumer Health an GSK, abzüglich der Zahlungen für den Erwerb von AveXis.
Jörg Reinhardt, Präsident des Verwaltungsrats von Novartis, sagte: «Bei unserer strategischen Überprüfung haben wir alle Optionen für Alcon untersucht, vom Verbleib, Verkauf, Börsengang bis zu einem Spin-off. Die Überprüfung ergab, dass eine Ausgliederung im besten Interesse der Aktionäre von Novartis wäre, und der Verwaltungsrat beabsichtigt, an der Generalversammlung 2019 die Genehmigung der Aktionäre für einen Spin-off einzuholen. Diese Transaktion würde es unseren Aktionären ermöglichen, von möglichen zukünftigen Erfolgen einer stärker fokussierten Novartis und einer eigenständigen Alcon zu profitieren, denn Alcon würde damit zu einem börsenkotierten, weltweit führenden Medtech-Unternehmen mit Sitz hier in der Schweiz.»

Als Novartis im Jahr 2011 Alcon übernahm, umfasste das Geschäft die Bereiche Augenchirurgie, Vision Care und ophthalmologische Arzneimittel. Im Januar 2016 leitete Novartis mit der Übertragung der ophthalmologischen Arzneimittel von Alcon an die Division Novartis Innovative Medicines den Aufbau zweier Best-in-Class-Geschäftsbereiche ein. Der führende Bereich ophthalmologische Arzneimittel, der 2017 einen Umsatz von USD 4,6 Milliarden verzeichnete und das potenzielle Blockbuster-Medikament RTH258 (Brolucizumab) für neovaskuläre AMD und diabetisches Makulaödem in der Entwicklung hat, wird sich als Teil von Novartis weiterentwickeln. Die Division Alcon konzentriert sich nun vollständig auf Augenchirurgie und Vision Care und bleibt Weltmarktführerin bei ophthalmologischen Produkten.

Vas Narasimhan, M.D., CEO von Novartis, sagte: «Wir setzen unsere Strategie zur Fokussierung von Novartis als führendes Arzneimittelunternehmen weiter um. Alcon ist zu einer Position der Stärke zurückgekehrt, und es ist an der Zeit, dem Bereich mehr Flexibilität für die Verfolgung seiner eigenen Wachstumsstrategie als weltweit führendes Unternehmen für opththalmologische Produkte zu geben. Wir werden uns bemühen, einen reibungslosen Übergang für die Mitarbeitenden von Alcon und Novartis zu gewährleisten, während wir uns auf die Einführung von RTH258 vorbereiten und unser führendes Geschäft für ophthalmologische Arzneimittel ausbauen.»

Dr. Narasimhan kommentierte den Aktienrückkauf wie folgt: «Der Aktienrückkauf ist vollständig in Einklang mit unseren strategischen Prioritäten bei der Kapitalallokation. Er spiegelt unsere strenge Finanzdisziplin wider und unser Vertrauen in zukünftiges Wachstum und Margenausweitung.»

Die Führung von Alcon
Mike Ball wird per 1. Juli 2018 designierter Präsident des Verwaltungsrats von Alcon und berichtet an Vas Narasimhan, CEO von Novartis. Mike Ball wird sich darauf konzentrieren, Alcon auf die geplante Ausgliederung vorzubereiten. Zudem wird er zur Vorbereitung auf einen möglichen Spin-off mit der Rekrutierung eines Verwaltungsrats für Alcon beginnen sowie Aktionäre von Novartis und andere potenzielle Investoren treffen. Falls Alcon ein unabhängiges Unternehmen wird, würde Mike Ball Präsident des Verwaltungsrats von Alcon. Um sich voll auf die Ausgliederung von Alcon zu konzentrieren, wird Mike Ball am 1. Juli 2018 aus der Geschäftsleitung von Novartis ausscheiden.

David Endicott, seit Juli 2016 Chief Operating Officer (COO) von Alcon, wird ebenfalls per 1. Juli 2018 zum CEO von Alcon befördert. Angesichts des möglichen Spin-offs wird David Endicott nicht Mitglied der Geschäftsleitung von Novartis. Bis zur möglichen Ausgliederung wird er ebenfalls an Vas Narasimhan berichten. In den kommenden Wochen wird Mike Ball die operative Geschäftsführung an David Endicott übergeben.

David Endicott ist eine sehr erfahrene Führungskraft im Bereich Medizintechnik und Pharmazeutika und hatte zuvor auch leitende Positionen bei Allergan und Hospira inne. Als COO von Alcon war er massgeblich am Turnaround des Bereichs beteiligt.

Mike Ball, CEO von Alcon, sagte: «Dies verspricht der Beginn eines spannenden neuen Kapitels für alle zu sein, die mit Alcon verbunden sind. Die geplante Ausgliederung ist der Schlüssel zur Stärkung unserer Führungsposition im grossen, attraktiven und wachsenden Weltmarkt für ophthalmologische Produkte. Als designierter Präsident des Verwaltungsrats freue ich mich darauf, eng mit David Endicott und dem gesamten Team von Alcon zusammenzuarbeiten, um unseren Kunden und Patienten weitere Innovationen zu bieten und gleichzeitig durch langfristiges, nachhaltiges Wachstum Shareholder Value zu schaffen.»

Falls die Ausgliederung von Alcon abgeschlossen wird, entsteht ein neues global aufgestelltes Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das über 20 000 Mitarbeitende beschäftigt und im Jahr 2017 einen Umsatz von rund USD 7 Milliarden erzielt hat. Fort Worth wird ein wichtiger Standort für Alcon bleiben.

Die Anfang dieses Jahres eingeleiteten Massnahmen mit dem Ziel, Alcon zu einem operativ eigenständigen Medizintechnik-Unternehmen zu machen, werden zur Vorbereitung auf eine Abspaltung fortgesetzt.

Details der Transaktion
Der erfolgreiche Abschluss der geplanten Ausgliederung hängt von den allgemeinen Marktbedingungen, der Genehmigung der Aufsichtsbehörden, der endgültigen Zustimmung des Verwaltungsrats und der Genehmigung der Aktionäre ab. Die erforderliche Unterrichtung und Konsultation der betroffenen Mitarbeitenden und Arbeitnehmervertreter ist für das zweite Halbjahr 2018 geplant. Für den Fall, dass alle Genehmigungen erteilt werden, wird die geplante Ausgliederung voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen. Es wird erwartet, dass die Transaktion für Novartis steuerneutral ist, wenn die entsprechenden Stellungnahmen und Entscheidungen positiv ausfallen. Eine Dividendenpolitik für Alcon wurde noch nicht festgelegt, doch Novartis beabsichtigt, weiterhin eine starke und wachsende Dividende in Schweizer Franken auszuschütten, ausgehend von den im März 2018 gezahlten CHF 2.80 pro Aktie. Die vorgeschlagene Ausschüttungsquote wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Neben der Registrierung in der Schweiz ist beabsichtigt, die Aktien von Alcon an der SIX Swiss Exchange und an der New York Stock Exchange zu kotieren.

Telefonkonferenzen / Kapitalmarkttage
Novartis führt heute um 15 Uhr MEZ einen Investoren- und Analystenwebcast durch: https://edge.media-server.com/m6/p/3q53orhv

Novartis wird weiterhin regelmässig über die potenzielle Transaktion informieren, unter anderem bei der Präsentation der Quartalsergebnisse. Im vierten Quartal 2018 sind für Alcon ebenfalls Kapitalmarkttage geplant.

Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren beinhalten, die zur Folge haben können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten Ergebnissen, Leistungen oder Errungenschaften abweichen, wie sie in den zukunftsbezogenen Aussagen enthalten oder impliziert sind. Einige der mit diesen Aussagen verbundenen Risiken sind in der englischsprachigen Version dieser Mitteilung und dem jüngsten Dokument 'Form 20-F' der Novartis AG, das bei der 'US Securities and Exchange Commission' hinterlegt wurde, zusammengefasst. Dem Leser wird empfohlen, diese Zusammenfassungen sorgfältig zu lesen.

Über Novartis
Novartis bietet innovative medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften einzugehen. Novartis, mit Hauptsitz in Basel (Schweiz), verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen: mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten sowie Biopharmazeutika und Produkten für die Augenheilkunde. Novartis hat weltweit führende Positionen in diesen Bereichen inne. Im Jahr 2017 erzielte der Konzern einen Nettoumsatz von USD 49,1 Milliarden und wies Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von rund USD 9,0 Milliarden aus. Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 124 000 Mitarbeitende (Vollzeitstellenäquivalente). Die Produkte von Novartis werden in rund 155 Ländern weltweit verkauft. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

Über Alcon
Alcon ist Weltmarktführer in der Augenheilkunde. Als Divison von Novartis bieten wir das umfassendste Portfolio von Produkten, die das Sehvermögen und damit das Leben der Menschen verbessern. Unsere Produkte beeinflussen jedes Jahr das Leben von mehr als 260 Millionen Menschen, die mit Leiden wie dem grauen Star, Glaukomen, Netzhauterkrankungen und Refraktionsfehlern leben - und es gibt Millionen weitere, die auf Lösungen der Augenheilkunde für ihre Beschwerden warten. Wir wollen die Augenheilkunde neu denken und tun dies durch innovative Produkte, Partnerschaften mit Augenspezialisten und Programme, die den Zugriff auf Qualitäts-Augenheilkunde erleichtern. Erfahren Sie mehr unter www.alcon.com.

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[1] Die derzeitige Ermächtigung der GV (d.h. das 7. Aktienrückkaufprogramm) erlaubt einen Rückkauf von bis zu CHF 2,9 Milliarden, weshalb den Aktionären an der GV 2019 ein neues Rahmenprogramm vorgeschlagen würde

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