Mit digitalem Wissen für neue Krebstherapien

Novartis beteiligt sich an Initiativen, die Datennutzung und Digitalisierung in der Krebsmedizin in Deutschland stärken wollen.

Juni 21, 2022

Digitalisierung und Daten haben geholfen, die Pandemie effektiver zu bekämpfen – das ist eine der Lehren aus der Corona-Krise. In Deutschland zum Beispiel wurde das Meldesystem für Infektionserkrankungen digitalisiert. In Israel halfen bereits elektronische Patientenakten dabei, die Pandemie einzudämmen.

Auch in anderen medizinischen Bereichen versprechen Daten und Digitalisierung große Chancen. Zum Beispiel können sie Verfahren für die Vorbeugung, Früherkennung und Diagnose bösartiger Tumoren sowie die Therapie und Versorgung von Krebspatient*innen verbessern. Darüber hinaus kann die Erforschung von Tumorerkrankungen profitieren.

Grundsätzlich entstehen Daten im Gesundheitswesen überall: in der Versorgung in Kliniken und bei niedergelassenen Ärzten, bei den Krankenkassen, in klinischen Studien und so weiter. Das Problem: Die systematische, zielorientierte Nutzung dieser Daten – streng anonymisiert und unter strikter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz, denn noch werden zum Beispiel die Daten der unterschiedlichen Player im Gesundheitswesen nicht einheitlich erfasst. Dieses Daten-Klein-Klein erschwert Big-Data-Analysen immens. 

Um hier die Entwicklung voranzubringen, beteiligt Novartis sich an mehreren Initiativen, die durch Digitalisierung sowie Nutzung und Auswertung von Daten die Zahl der Krebserkrankungen bzw. Todesfälle durch Tumoren verringern wollen. Beispiele:

digiOnko

Dieses Projekt des Bayerischen Innovationsbündnisses gegen Krebs wendet sich an Frauen mit Brustkrebs in der Region Nordost-Bayern. Ziel: eine digitale Betreuungsstruktur zur wohnortunabhängigen, optimalen Versorgung von Brustkrebspatientinnen in Nordbayern zu schaffen. Dazu will digiOnko – gefördert vom Bayerischen Sozialministerium – die Bereiche E-Health, Telemedizin und sektorenübergreifende Datenvernetzung stärken.

Die Patientinnen nehmen Medikamente ein, werden operiert, oft auch bestrahlt, brauchen Nachsorgeuntersuchungen. All das erfordert viele Fahrten zu Kliniken und niedergelassenen Ärzten. Lange Wege gerade im ländlichen Bereich können extrem anstrengend sein. Die Digitalisierung kann hier eine enorme Verbesserung ermöglichen. 

Zusammen mit der Universitätsfrauenklinik Erlangen, dem Medical Valley und Siemens Healthineers bildet Novartis ein Netzwerk, in dem die Beteiligten sich durch Telemedizin austauschen können – die Patientinnen können also viele Termine wohnortnah wahrnehmen. Diese Daten sowie Daten aus Studien von Novartis werden in eine gemeinsame Datenbank eingespeist und von der Universität Erlangen-Nürnberg durch Künstliche Intelligenz ausgewertet. 

Diese Initiative wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert. 

Mehr Informationen: https://www.digionko-bayern.de

Bayerisches Innovationsbündnis gegen Krebs

Das Bayerische Innovationsbündnis gegen Krebs wurde auf Initiative des Medical Valley EMN e.V. – einem interdisziplinären Netzwerk aus Wirtschaft, Forschung und Gesundheitsversorgung in der Metropolregion Nürnberg –, von Siemens Healthineers und Novartis gegründet. Es bündelt Kräfte aus Politik, Wirtschaft, Ärzteschaft, Krankenkassen und Patientenvertretern. Ziel ist, alle Akteure an einen Tisch zu bringen, um Innovationen in der Krebsforschung und Patientenversorgung schneller und bürgernah zu etablieren. Damit soll Bayern zum Impulsgeber der “Nationalen Dekade gegen Krebs”, die von der Bundesregierung 2019 ausgerufen wurde, werden. 

Das erste konkrete Projekt des Bayerischen Innovationsbündnisses gegen Krebs ist das oben beschriebene Projekt digiOnko.

Nationale Dekade gegen Krebs

Das Bundesministerien für Bildung und Forschung hat 2019 – gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und weiteren Partnern – die Nationale Dekade gegen Krebs ausgerufen. Unter ihrem Dach bündeln relevante Akteure der deutschen Krebsforschung ihre Kräfte, um mehr Krebserkrankungen zu verhindern, die Heilungschancen Betroffener zu verbessern bzw. ihre Lebenszeit und -qualität zu erhöhen. Novartis ist einer der Unterstützer dieser Initiative. 

Die Ziele und Handlungsfelder der Nationalen Dekade gegen Krebs decken sehr viele Bereiche der Onkologie ab: Das Bewusstsein über aktive Prävention und Früherkennung stärken, moderne Behandlungsmethoden standardisieren und die onkologische Versorgung flächendeckend verbessern. Auch sollen die patientenorientierte Krebsforschung sowie Nachwuchsförderung ausgebaut werden, damit der Forschungsstandort Deutschland wieder führend wird.

Mehr Informationen: https://www.dekade-gegen-krebs.de

Vision Zero e.V. 

Vision Zero e.V. ist ein Unterstützer der Nationalen Dekade gegen Krebs. In diesem breiten Bündnis haben sich Fachgesellschaften, Pharmaunternehmen, Politik und andere zusammengeschlossen, um ein Ziel zu erreichen: Die Zahl der vermeidbaren Todesfälle durch Krebs deutlich zu senken, idealerweise gegen null. 

Hierfür ist die smarte Nutzung von Daten und Digitalisierung unerlässlich. Ein Beispiel: Heutzutage werden Daten nicht systematisch erhoben, beispielsweise bei familiärer Häufung bestimmter Krebserkrankungen. Im Idealfall hingegen können Forschende auf genetische Daten von Patient*innen zugreifen und können diese analysieren, um Therapien zu optimieren.

Als Unterstützer von Vision Zero ist es Novartis ein großes Anliegen, durch Therapien und Forschungsaktivitäten neue Wege und Möglichkeiten für die Behandlung von Krebspatient*innen zu finden – mit der gemeinsamen Vision, letztendlich Heilung zu ermöglichen. Novartis ist federführend engagiert bei der Entwicklung innovativer Zell- und Gentherapien.

Mehr Informationen: https://www.vision-zero-oncology.de

Derlei Bündnisse mit starken Partnern im Gesundheitswesen fördern letztlich auch ein neues Denken in der Krebsmedizin. Nämlich: Krebs nicht länger als unvermeidbares Schicksal zu betrachten. Sondern als Erkrankung, die mithilfe moderner Technologie immer effektiver und schonender zu therapieren ist. Oder von vornherein zu vermeiden.