Herzinsuffizienz ist ein Hauptgrund für Krankenhausaufenthalte – das muss aber nicht so sein!

Das muss nicht so sein.

Jul 01, 2021

Herzinsuffizienz ist die dritthäufigste Ursache für Krankenhausaufenthalten bei Menschen über 65 Jahren.1 Es mag überraschen, aber weltweit leben etwa 26 Millionen Menschen mit einer Herzinsuffizienz.2

Der Begriff “Herzinsuffizienz” kann beängstigend erscheinen. Es klingt, als ob das Herz plötzlich aufhören könnte zu schlagen, oder ob man kurz davorsteht, einen Herzinfarkt zu erleiden. Aber nichts davon stimmt. Herzinsuffizienz ist eine fortschreitende Erkrankung, bei der der Herzmuskel steif oder schwach wird. Dies bedeutet, dass er nicht mehr in der Lage ist, den Körper mit ausreichend Blut zu versorgen.3 Diese Unterversorgung wird von Betroffenen durch zunehmende Luftnot, Schwäche oder Müdigkeit wahrgenommen, anfänglich meist nur unter körperlicher Belastung, später auch in Ruhe.4

Spitalsaufenthalte haben enormen Einfluss auf die Patienten

Icon Herz Novartis

Menschen mit einer Herzinsuffizienz haben meist eine schlechtere Prognose als Menschen, bei denen eine Reihe von häufigen Krebsarten diagnostiziert wird. Darunter auch Prostatakrebs oder Brustkrebs.5 Darüber hinaus hat Herzinsuffizienz meist erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität.6

Im Jahr 2010 wurden etwa 1 Million Patienten alleine in den USA aufgrund ihrer Herzinsuffizienz im Krankenhaus aufgenommen.7 Diese Aufenthalte stellen jedes Mal einen Einschnitt im Leben der Betroffenen dar.

In der Regel dauert ein Krankenhausaufenthalt, bedingt durch die Herzinsuffizienz, durchschnittlich zwischen fünf und zehn Tagen.8 Das Erschreckende daran: Etwa 25% der Patientinnen und Patienten werden innerhalb von 30 Tagen nach der Entlassung wieder erneut im Spital aufgenommen.9 Diese wiederkehrenden Einlieferungen können nervenaufreibend sein und das Leben der Patientinnen und Patienten sowie ihrer Angehörigen nachhaltig beeinträchtigen.

Die Behandlung steht im Vordergrund

Es gibt keine Heilung der Erkrankung, jedoch ist es überaus wichtig, dass die Patientinnen und Patienten eine schnelle und nachhaltige Behandlung erhalten. Denn auch wenn keine akuten Symptome vorliegen, kommt es weiterhin zu einer Schädigung des Herzens. Für Patienten mit Herzinsuffizienz sind Krankenhausaufenthalte somit eine wichtige Möglichkeit, um über ihre Erkrankung mit dem behandelnden Arzt zu sprechen. Dadurch kann der Arzt oder die Ärztin den Zustand neu bewerten und entscheiden, wie die Therapie in Zukunft verbessert werden könnte.

Längeres Leben für Herzinsuffizienz-Patienten

Junge Frau schiebt ältere Dame im Rollstuhl
Bildbeschreibung: Junge Frau schiebt ältere Dame im Rollstuhl

Der richtige Therapie- und Pflegeplan macht einen großen Unterschied für Menschen mit Herzinsuffizienz. Ein breit aufgestelltes Krankenhausteam bietet die beste ganzheitliche Betreuung und Unterstützung von Herzinsuffizienz-Patienten und ihren Angehörigen. Krankenschwestern und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, Physiotherapeuten und Beraterinnen können alle verschiedene Aspekte des Lebens einer Patientin oder eines Patienten überprüfen. Darauf basierend wird entscheiden, wie der Betroffene am besten mit seiner Erkrankung umgehen kann.

Es ist wichtig, dass das Krankheitsbewusstsein weiterhin gestärkt wird, damit Patienten und ihre Betreuer aktiver mit ihrer Krankheit umgehen können. Rechtzeitige Diagnose, Information und Aufklärung sind wichtige Faktoren, die helfen können Krankenhausaufenthalte für die Patientinnen und Patienten möglichst zu vermeiden.10

Für die Gesundheitspolitik ist es wichtig, dass registriert wird, dass Herzinsuffizienz eine dringende Herausforderung für die Gesundheitssysteme darstellt. Und dass integrierte Strategien zur Verbesserung der Patientenversorgung benötigt werden.

Novartis setzt sich weiterhin bei der Aufklärung und Förderung des Dialogs über Herzinsuffizienz ein, damit Patientinnen und Patienten ein längeres und gesünderes Leben führen können.

Referenzen

  1. McDermott K, Elixhauser A, Sun R. Trends in hospital inpatient stays in the United Sates, 2005-2014. HCUP. 2017; Agency for Healthcare Research and Quality, Rockville, MD. www.hcup-us.ahrq.gov/reports/statbriefs/sb225-Inpatient-US-Stays-Trends.pdf
  2. Savarese G and Lund LH. Global Public Health Burden of Heart Failure Card Fail Rev. 2017 Apr; 3(1): 7-11.
  3. NHS Choices. Heart failure. Available here: https://www.nhs.uk/conditions/heart-failure/. Letzter Zugriff am 30.06.2021
  4. Gesundheit.gv.at. https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/herz-kreislauf/herzinsuffizienz/inhalt , letzter Zugriff am 30.06.2021
  5. Mamas MA, Sperrin M, Watson MC, et al. 2017. Do patients have worse outcomes in heart failure than in cancer? A primary care-based cohort study with 10-year follow-up in Scotland. Eur J Heart Fail 19(9): 1095-104
  6. Jeon YH, Kraus SG, Jowsey T, et al. 2010. The experience of living with chronic heart failure: a narrative review of qualitative studies. BMC Health Serv Res 10: 77
  7. Ziaeian B, Fonarow GC. The Prevention of Hospital Readmissions in Heart Failure. Prog Cardiovasc Dis. 2017;58(4):379-385. doi: 10.1016/j.pcad.2015.09.004.
  8. Ponikowski P et al., 2014. Heart failure. Preventing disease and death worldwide. Available at: https://www.escardio.org/static_file/Escardio/Subspecialty/HFA/WHFA-whitepaper-15-May-14.pdf. Letzter Zugriff am 30.06.2021
  9. Dharmarajan K, Hsieh AF, Lin Z, et al., Diagnoses and Timing of 30-Day Readmissions after Hospitalization For Heart Failure, Acute Myocardial Infarction, or Pneumonia. JAMA. 2013;309(4):355-363.
  10. The handbook of multidisciplinary and integrated heart failure care. September 2018. Available here: https://www.hfpolicynetwork.org/wp-content/uploads/The-handbook-of-multidisciplinary-and-integrated-heart-failure-care-singles.pdf , Letzter Zugriff am 30.06.2021