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#  Mehr Sicherheit, weniger Wege: Digitale Begleitung für Brustkrebspatientinnen 

Als Petra\* nach dem Gespräch das Behandlungszimmer verlässt, ist nichts mehr wie zuvor. Die Diagnose: Brustkrebs – hormonrezeptorpositiv, HER2-negativ. Von einem Moment auf den anderen verändert sich ihr Alltag. Untersuchungen, Gespräche, Therapieentscheidungen – vieles muss neu sortiert werden.



 

 Okt 28, 2026 

Dann beginnt die nächste Phase: eine zielgerichtete orale Therapie, die die 53-Jährige zu Hause einnimmt. Doch ihre medizinische Begleitung endet nicht an der Kliniktür. Gerade in den ersten Monaten muss genau beobachtet werden, wie sie die Therapie verträgt. Treten Nebenwirkungen auf? Verändern sie sich? Muss die Behandlung angepasst werden?

Für Patientinnen wie Petra bedeutet das: regelmäßige Kontrollen und zusätzliche Termine. Allein in den ersten 20 Wochen einer CDK4/6-Inhibitor-Therapie können acht zusätzliche Untersuchungen anfallen. Und jeder dieser Termine muss in den Alltag passen.

### Wenn Entfernung zur zusätzlichen Belastung wird

Petra lebt in der Lausitz. Für einen Kontrolltermin muss sie nicht nur Zeit für die Untersuchung selbst einplanen. Hinzu kommen Anfahrt, Organisation und Wartezeit.

Gerade in ländlichen Regionen trifft dieser Aufwand auf begrenzte ambulante Kapazitäten. Gleichzeitig werden moderne Krebstherapien komplexer und erfordern eine noch engere medizinische Begleitung.

„Man lebt plötzlich von Termin zu Termin. Das wird manchmal einfach zu viel. Und gleichzeitig die ständige Frage, wie der Körper auf die Therapie reagiert. Zwischendurch fühle mich damit richtig alleine gelassen“, sagt Petra.

Wie herausfordernd diese Phase sein kann, zeigt auch die Zahl der Therapieabbrüche: 25 bis 31 Prozent der Patientinnen brechen eine CDK4/6-Therapie innerhalb der ersten sechs bis zwölf Monate ab.

Ein solcher Abbruch ist nicht allein eine Frage der individuellen Patientin. Er lenkt den Blick auch darauf, wie Versorgung organisiert sein muss, damit Betroffene während einer anspruchsvollen Therapie möglichst gut unterstützt werden.

Was wäre also, wenn Petras Behandlungsteam auch zwischen zwei Terminen besser wüsste, wie es ihr geht?

### Die Verbindung zwischen Zuhause und Behandlungsteam

Genau an diesem Punkt setzt ein neues regionales Versorgungskonzept in der Lausitz an.

Gemeinsam mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem und Luscii, eine Plattform für digitale Versorgung, mit der Behandlungsteams Patientinnen sicher zu Hause begleiten, erprobt Novartis ein digitales Konzept für Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem Brustkrebs während einer oralen Therapie.

Über die Plattform von Luscii dokumentieren Patientinnen regelmäßig ihre Symptome und mögliche Nebenwirkungen. Das Behandlungsteam erhält die Angaben übersichtlich aufbereitet und kann sie direkt einsehen.

Für Petra bedeutet das: Treten neue oder stärkere Beschwerden auf, müssen diese nicht erst beim nächsten persönlichen Termin zur Sprache kommen. Petra muss auch nicht automatisch in die Klinik fahren. Stattdessen kann ihr Behandlungsteam die übermittelten Informationen verfolgen und bei kritischen Veränderungen sehr gezielt reagieren.

Das digitale Angebot ersetzt dabei nicht die persönliche medizinische Betreuung, sondern ergänzt das bestehende ärztliche Angebot und onkologische Pflegesprechstunden.

„Gerade in einer Region mit begrenzten ambulanten Ressourcen müssen wir neue Wege finden, um Patientensicherheit und Versorgungskontinuität langfristig sicherzustellen. Ein strukturiertes Nebenwirkungsmanagement kann dazu beitragen, kritische Entwicklungen früher zu erkennen und bei Bedarf gezielt einzugreifen“, so Dr. Nikola Bangemann, Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem.

 ![v.l.n.r.: Gerrit-René Teixeira, Manager Health Care System Partnerships, Novartis; Dr. Nikola Bangemann Chefärztin Brustzentrum & systemische Gynäkoonkologie, Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem; Bastian Loosmann, Head Network Management Solid Tumors, Novartis; Annick Sauer, Implementation & Customer Success Lead Germany, Luscii Healthtech B.V.; Annika Beck, Teamleitung Brustzentrum, Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem; Lisa Köhler, Projektassistenz, Medizinische Universität Lausitz - Ca](/de-de/sites/novartis_de/files/styles/crop_freeform/public/2026-10/Remote-Care-Projekt-MUL-CT.jpg?itok=HjZIZlUp "v.l.n.r.: Gerrit-René Teixeira, Manager Health Care System Partnerships, Novartis; Dr. Nikola Bangemann Chefärztin Brustzentrum & systemische Gynäkoonkologie, Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem; Bastian Loosmann, Head Network Management Solid Tumors, Novartis; Annick Sauer, Implementation & Customer Success Lead Germany, Luscii Healthtech B.V.; Annika Beck, Teamleitung Brustzentrum, Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem; Lisa Köhler, Projektassistenz, Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem.")

 

v.l.n.r.: Gerrit-René Teixeira, Manager Health Care System Partnerships, Novartis; Dr. Nikola Bangemann Chefärztin Brustzentrum &amp; systemische Gynäkoonkologie, Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem; Bastian Loosmann, Head Network Management Solid Tumors, Novartis; Annick Sauer, Implementation &amp; Customer Success Lead Germany, Luscii Healthtech B.V.; Annika Beck, Teamleitung Brustzentrum, Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem; Lisa Köhler, Projektassistenz, Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem.### Nicht jeder Kontakt muss ein Termin sein

Für Patientinnen wie Petra kann Remote Care damit zweierlei bedeuten: mehr Sicherheit im Umgang mit Nebenwirkungen und zugleich weniger Wege und Termine im ohnehin belastenden Therapiealltag. Sie bleiben enger mit ihrem Behandlungsteam verbunden, erhalten mehr Orientierung im Umgang mit Beschwerden und werden dabei unterstützt, ihre Therapie wie vorgesehen fortzuführen.

Ronald Scheffer, Co-Founder von Luscii beschreibt den Ansatz des Versorgungskonzepts in der Lausitz so: „**Wir glauben, dass die Versorgung der Patientin folgen sollte.** Mit unserer Plattform schlagen wir eine Brücke über geografische Distanzen hinweg. Patientinnen können ihre Symptome und relevante Informationen einfach **von zu Hause aus** übermitteln. Das medizinische Team **entscheidet dann selbst, wann ein Kontakt wirklich nötig ist.** So lassen sich unnötige Termine vermeiden, und Versorgungsteams können sich stärker auf medizinisch relevante Entscheidungen konzentrieren.“

### Versorgung neu denken

Was Petra im Alltag konkret entlasten kann, führt zu einer größeren Frage: Wie lassen sich digitale Lösungen so in die onkologische Versorgung integrieren, dass sie Patientinnen im Behandlungsalltag entlasten?

In der Lausitz wird dies nun praktisch erprobt – durch ein regional geprägtes Versorgungskonzept, das medizinische Begleitung und digitales Monitoring enger miteinander verzahnt.

Für Novartis und Luscii ist es bereits das zweite gemeinsame Remote-Care-Projekt für Brustkrebspatientinnen: Ende 2025 starteten beide Partner gemeinsam mit dem varisano Klinikum Frankfurt Höchst ein digitales Monitoring-Konzept für Patientinnen unter CDK4/6-Inhibitor-Therapie. Auch in die neue Partnerschaft bringt Novartis seine wissenschaftliche Erfahrung in der Erforschung und Behandlung von Brustkrebs ein und arbeitet gemeinsam mit den Partnern daran, die Erkenntnisse aus dem Projekt weiterzuentwickeln.

„Echter Nutzen für Patientinnen und Patienten entsteht nicht nur durch innovative Therapien. Wir brauchen auch innovative Versorgungsmodelle“, erläutert Nicolas X. Weber, Head of Strategy &amp; Innovation, Novartis. „Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir untersuchen, wie digitale Begleitung Brustkrebspatientinnen während ihrer Behandlung unterstützen kann. Im Mittelpunkt stehen dabei Patientensicherheit, Orientierung im Therapieverlauf und die Weiterentwicklung nachhaltiger Versorgungskonzepte.“

Für Petra geht es dabei vor allem darum, sich auch zwischen zwei Terminen gut angebunden zu wissen – und darum, dass die Qualität ihrer Betreuung nicht davon abhängt, wie nah sie am nächsten Behandlungszentrum wohnt.

Weil jede Frau mit Brustkrebs die Chance verdient, bestmöglich begleitet zu werden – unabhängig davon, wo sie wohnt, wie sie lebt und wo sie behandelt wird.

*\* Petra steht beispielhaft für Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem Brustkrebs. Sowohl die dargestellte Person und als auch die Situation dienen der Veranschaulichung.*