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Report a suspected side effect (also known as an adverse event) related to a Novartis Pharmaceutical drug or a Novartis Vaccine.

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January 25, 2012 07:00 CET

Novartis erzielt 2011 eine starke zugrundeliegende finanzielle Performance und erwartet für 2012 einen Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2011

  • Der Umsatz stieg im vierten Quartal bei konstanten Wechselkursen (kWk) um 5%, während sich das operative Kernergebnis[1] um 17% (kWk) verbesserte; im Gesamtjahr wuchs der Umsatz um 12% (kWk) und das operative Kernergebnis um 16% (kWk)
    • Der Nettoumsatz stieg um 4% (+5% kWk) auf USD 14,8 Milliarden; im Gesamtjahr wuchs der Nettoumsatz um 16% (+12% kWk) auf USD 58,6 Milliarden
    • Das operative Kernergebnis verbesserte sich im vierten Quartal um 12% (+17% kWk) auf USD 3,6 Milliarden; im Gesamtjahr stieg es um 14% (+16% kWk) auf USD 15,9 Milliarden; die Kerngewinnmarge erhöhte sich im vierten Quartal um 2,7 Prozentpunkte (kWk) auf 24,0% und im Gesamtjahr um 1,1 Prozentpunkte (kWk) auf 27,2%
    • Der Kerngewinn pro Aktie stieg von USD 1,14 im Vorjahresquartal um 8% auf USD 1,23 (+13% kWk); im Gesamtjahr wuchs der Kerngewinn pro Aktie um 8% (+11% kWk) auf USD 5,57
    • Das operative Ergebnis ging im vierten Quartal um 47% (-38% kWk) und im Gesamtjahr um 5% (+1 kWk) zurück, was auf ausserordentliche Aufwendungen im vierten Quartal in Höhe von netto insgesamt USD 1,5 Milliarden zurückzuführen war; der Gewinn pro Aktie verringerte sich im vierten Quartal um 48% (‑40% kWk) beziehungsweise um 11% (‑5% kWk) im Gesamtjahr
    • Der Free Cashflow belief sich im vierten Quartal auf USD 3,9 Milliarden und im Gesamtjahr auf USD 12,5 Milliarden
    • Dividende von CHF 2,25 pro Aktie für 2011 vorgeschlagen; 15. Dividendenerhöhung in Folge

  • Das diversifizierte Gesundheitsportfolio und die branchenführende Pipeline werden voraussichtlich unsere Fähigkeiten verstärken, unser Wachstum trotz ablaufender Patente aufrechtzuerhalten
    • Alcon, Weltmarktführer in der Augenheilkunde, wurde als zweitgrösste Division vollständig in das Konzernportfolio von Novartis integriert
    • Die Verjüngung des Portfolios gewinnt weiter an Dynamik: die jüngsten Produkte des Konzerns erzielten im Jahr 2011 einen Zuwachs von 38% und steuerten 25% (USD 14,4 Milliarden) zum Nettoumsatz bei
    • Starke Ergebnisse der pharmazeutischen Pipeline mit 15 Zulassungen in den USA, der EU und Japan im Jahr 2011; weltweit laufen Zulassungsanträge für Afinitor zur Behandlung von Brustkrebs

  • Ausblick 2012: Novartis erwartet trotz ablaufender Patente für Diovan und der Einbussen bei Rasilez/Tekturna einen Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2011; die operative Kerngewinn­marge (kWk) dürfte geringfügig unter dem Niveau von 2011 liegen

Kennzahlen

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 14 781 14 199 4 5 58 566 50 624 16 12
Operatives Ergebnis 1 317 2 467 -47 -38 10 998 11 526 -5 1
Reingewinn 1 210 2 265 -47 -37 9 245 9 969 -7 -2
Gewinn pro Aktie (USD) 0,49 0,95 -48 -40 3,83 4,28 -11 -5
Free Cashflow 3 909 4 180 -6 12 503 12 346 1
Kernergebnisse[1]
Operatives Ergebnis 3 550 3 166 12 17 15 909 14 006 14 16
Reingewinn 3 011 2 803 7 12 13 490 12 029 12 15
Gewinn pro Aktie (USD) 1,23 1,14 8 13 5,57 5,15 8 11

kWk - bei konstanten Wechselkursen

[1] Definition der Kernergebnisse sowie weitere Informationen: siehe Seite 57

Basel, 25. Januar 2012 - Die Ergebnisse kommentierte Joseph Jimenez, CEO von Novartis:
"Novartis erzielte im vierten Quartal wie auch im Gesamtjahr 2011 ein solides Umsatzwachstum und eine starke operative Leistungsfähigkeit. Wir setzten unsere Innovationsdynamik auch in diesem Jahr fort und konnten 15 wichtige Zulassungen erreichen sowie unsere bereits robuste Pipeline weiter ausbauen. Dank gezielter Initiativen zur Steigerung der Produktivität ist es uns gelungen, unsere Kerngewinnmargen zu verbessern. Im vierten Quartal erlebten wir jedoch einige Enttäuschungen mit Rasilez/Tekturna und in Bezug auf die notwendige Verbesserung unserer Qualitätsstandards an einigen Produktionsstandorten. Wir setzen uns konsequent für die Sicherstellung eines einheitlich hohen Qualitätsstandards im ganzen Unternehmen ein und werden die notwendigen Mittel investieren, um dieses Ziel in allen Divisionen zu erreichen. Novartis ist gut positioniert, um dem erwarteten Ablauf von Patenten zu begegnen und wird weiterhin neue Therapien entwickeln, die dazu beitragen, die Gesundheit von Patienten auf der ganzen Welt zu verbessern."

KONZERNÜBERSICHT

Viertes Quartal

Die jüngsten Produkte sorgten für ein kräftiges Wachstum des Nettoumsatzes
Der Nettoumsatz stieg im vierten Quartal um 4% (+5% kWk) auf USD 14,8 Milliarden. Durch das Erstarken des US-Dollars gegenüber den meisten wesentlichen Währungen wurde die Umsatzentwicklung um 1% beeinträchtigt.

Die Verjüngung unseres Portfolios trieb das Wachstum des Konzerns insgesamt weiter voran. So erzielten unsere jüngst eingeführten Produkte gegenüber dem Vorjahresquartal einen Zuwachs um 30% (in USD) auf USD 3,7 Milliarden. Diese Produkte steigerten ihren Anteil am Nettoumsatz des Konzerns gegenüber dem Vorjahresquartal von 20% auf 25% (in USD).

Die Division Pharmaceuticals steigerte ihren Nettoumsatz um 4% (+5% kWk) auf USD 8,3 Milliarden. Dabei wurden Volumensteigerungen von zehn Prozentpunkten durch Generikakonkurrenz und die Veräusserung von Produkten geschmälert, die einen negativen Effekt von fünf Prozentpunkten hatten. Der Nettoumsatz von Alcon stieg auf Pro-forma-Basis um 6% (+7% kWk) auf USD 2,4 Milliarden, während der Nettoumsatz von Sandoz infolge zusätzlicher Konkurrenz für Enoxaparin um 5% (-4% kWk) auf USD 2,3 Milliarden zurückging. Die Division Vaccines and Diagnostics steigerte ihren Nettoumsatz um 86% (+86% kWk) auf USD 671 Millionen. Der Nettoumsatz des Segments Consumer Health, das OTC (Selbstmedikation) und Animal Health umfasst, ging um 7% (-6% kWk) auf USD 1,1 Milliarden zurück. Ursache dafür waren Rückstellungen für den Rückruf von OTC-Produkten aufgrund der temporären Aussetzung der Produktion an einem der Consumer-Health-Standorte in den USA.

Das operative Ergebnis ging um 47% (-38% kWk) auf USD 1,3 Milliarden zurück. Im vierten Quartal fielen ausserordentliche Erträge und Aufwendungen an, die zu einem Nettoaufwand von USD 1,5 Milliarden führten, gegenüber einem Aufwand von USD 397 Millionen im Vorjahr. Das Erstarken des US-Dollars hatte in Kombination mit dem bereits starken Schweizer Franken einen negativen Währungseffekt von neun Prozentpunkten zur Folge.

Die ausserordentlichen Aufwendungen von netto USD 1,5 Milliarden (2010: USD 397 Millionen) beinhalteten einen Aufwand von USD 1,7 Milliarden (2010: USD 789 Millionen), der durch einen ausserordentlichen Ertrag von USD 186 Millionen (2010: USD 392 Millionen, vor allem aus der Desinvestition von Enablex®) teilweise kompensiert wurde. Die ausserordentlichen Aufwendungen beinhalten: einen Betrag von USD 903 Millionen für Rasilez/Tekturna, USD 163 Millionen im Zusammenhang mit der Einstellung der Entwicklungsprojekte PRT128 (Elinogrel) und SMC021 (orale Formulierung von Calcitonin), einen Aufwand von USD 115 Millionen im Zusammenhang mit der temporären Aussetzung der Produktion an einem unserer Consumer-Health-Standorte in den USA, Aufwendungen für die Integration von Alcon von USD 61 Millionen sowie Restrukturierungskosten von USD 288 Millionen. Die ausserordentlichen Erträge beinhalten die Verringerung einer Verpflichtung zur bedingten Kaufpreiszahlung von USD 106 Millionen bei Sandoz. Die Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten beliefen sich auf USD 742 Millionen im Vergleich zu USD 302 Millionen im Vorjahr. Die Erhöhung steht vor allem im Zusammenhang mit Alcon.

Das operative Kernergebnis wuchs deutlich schneller als der Umsatz
Das operative Kernergebnis, das die oben angeführten Sonderpositionen sowie Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausschliesst, stieg um 12% (+17% kWk) auf USD 3,6 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 2,7 Prozentpunkte. Diese Verbesserung wurde jedoch durch einen negativen Währungseinfluss von 1,0 Prozentpunkten geschmälert, was eine Nettoverbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 1,7 Prozentpunkte auf 24,0% des Nettoumsatzes zur Folge hatte.

Der Reingewinn verringerte sich entsprechend dem Rückgang des operativen Ergebnisses um 47% (-37% kWk). Aufgrund der erhöhten Anzahl ausgegebener Aktien im Zusammenhang mit der Fusion mit Alcon ging der Gewinn pro Aktie um 48% (-40% kWk) und damit etwas stärker zurück als der Reingewinn. Dies wurde durch den Einfluss der geringeren nicht beherrschenden Anteile teilweise kompensiert.

Der Kernreingewinn stieg um 7% (+12% kWk) und damit weniger stark als das operative Kernergebnis. Dies war auf einen höheren Kernsteueraufwand (15% gegenüber 10% im Vorjahr) zurückzuführen. Der Kerngewinn pro Aktie erhöhte sich um 8% (+13% kWk).

Der Free Cashflow belief sich auf USD 3,9 Milliarden. Er lag damit um 6% unter dem Niveau des Vorjahresquartals, was vor allem auf den Erlös von USD 392 Millionen aus der Veräusserung von Enablex® im vierten Quartal 2010 zurückzuführen war.

Geschäftsjahr

Zweistellige Wachstumsrate des Nettoumsatzes
Der Nettoumsatz stieg um 16% (+12% kWk) auf USD 58,6 Milliarden, wobei ein positiver Währungseffekt von 4% auf die fast während des gesamten Jahres 2011 bestehende Schwäche des US-Dollars gegenüber den meisten wesentlichen Währungen zurückzuführen ist.

Die jüngst eingeführten Produkte erzielten gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs um 38% (in USD, ohne Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe, einschliesslich Alcon auf Pro-forma-Basis für 2010) auf USD 14,4 Milliarden. Diese Produkte steigerten ihren Beitrag zum Nettoumsatz des Konzerns gegenüber 2010 von 19% auf 25%.

Die Division Pharmaceuticals steigerte ihren Nettoumsatz um 7% (+4% kWk) auf USD 32,5 Milliarden, der Nettoumsatz von Alcon stieg auf Pro-forma-Basis um 10% (+7% kWk) auf USD 10,0 Milliarden. Sandoz steigerte den Nettoumsatz ebenfalls um 10% (+7% kWk) auf USD 9,5 Milliarden. Der Nettoumsatz der Division Vaccines and Diagnostics ging um 32% (-34% kWk) auf USD 2,0 Milliarden zurück, was vor allem auf die Verkäufe von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen im Jahr 2010 (USD 1,3 Milliarden) zurückzuführen war. Die beiden Geschäftsbereiche von Consumer Health steigerten ihren gemeinsamen Nettoumsatz um 6% (+3% kWk) auf USD 4,6 Milliarden.

Das operative Ergebnis verringerte sich um 5% (+1% kWk) auf USD 11,0 Milliarden. Im Laufe des Jahres fielen ausserordentliche Erträge und Aufwendungen von netto insgesamt USD 1,9 Milliarden an (2010: USD 1,3 Milliarden). Die Schwäche des US-Dollars führte in Kombination mit der Stärke des Schweizer Frankens zu einem negativen Währungseffekt von sechs Prozentpunkten.

Die ausserordentlichen Aufwendungen von netto USD 1,9 Milliarden (2010: USD 1,3 Milliarden) beinhalten Aufwendungen von USD 2,9 Milliarden (2010: USD 2,1 Milliarden), die teilweise durch ausserordentliche Erträge von USD 1,0 Milliarden (2010: USD 732 Millionen) kompensiert werden. Die ausserordentlichen Aufwendungen beinhalten: Aufwendungen für Rasilez/Tekturna (USD 903 Millionen), USD 348 Millionen im Zusammenhang mit der Einstellung der Entwicklungsprojekte PRT128 (Elinogrel), SMC021 (orale Formulierung von Calcitonin), AGO178 (Agomelatin) und PTK796, Aufwendungen von USD 115 Millionen für die temporäre Aussetzung der Produktion an einem unserer Consumer-Health-Standorte in den USA, sonstige Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 71 Millionen vor allem im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten, Wertminderungen auf Finanzanlagen von USD 192 Millionen, integrationsbezogene Aufwendungen von USD 250 Millionen (vor allem für Alcon) sowie Restrukturierungs- und damit verbundene Kosten von USD 492 Millionen. Die ausserordentlichen Erträge beinhalten Veräusserungsgewinne von USD 480 Millionen und die Verringerung einer Verpflichtung zur bedingten Kaufpreiszahlung von USD 106 Millionen bei Sandoz. Die Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten beliefen sich im Jahr 2011 auf USD 3,0 Milliarden im Vergleich zu USD 1,1 Milliarden im Vorjahr. Die Erhöhung steht vor allem im Zusammenhang mit der ganzjährigen Konsolidierung von Alcon.

Die Kerngewinnmarge steigt bei konstanten Wechselkursen um 1,1 Prozentpunkte
Das operative Kernergebnis, das die oben angeführten Sonderpositionen sowie Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausschliesst, stieg um 14% (+16% kWk) auf USD 15,9 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 1,1 Prozentpunkte. Diese Verbesserung wurde jedoch durch einen negativen Währungseffekt von 1,6 Prozentpunkten aufgehoben, was zu einem Nettorückgang der operativen Kerngewinnmarge um 0,5 Prozentpunkte auf 27,2% des Nettoumsatzes führte.

Der Reingewinn verringerte sich um 7% (-2% kWk) auf USD 9,2 Milliarden und ging damit stärker zurück als das operative Ergebnis. Dies war auf einen geringeren Ertrag aus assoziierten Gesellschaften und höhere Finanzierungskosten nach der Übernahme von Alcon zurückzuführen, was durch einen niedrigeren Steuersatz (14,2% gegenüber 14,8%) teilweise kompensiert wurde. Der Gewinn pro Aktie sank um 11% (-5% kWk) und damit stärker als der Reingewinn, was auf die höhere Anzahl ausgegebener Aktien nach der Fusion mit Alcon zurückzuführen ist. Dies wurde durch den Einfluss der geringeren nicht beherrschenden Anteile teilweise kompensiert.

Der Kernreingewinn wuchs um 12% (+15% kWk) auf USD 13,5 Milliarden und damit etwa ebenso stark wie das operative Kernergebnis. Der Kerngewinn pro Aktie stieg um 8% (+11% kWk) und damit weniger stark als der Reingewinn, was auf die höhere Anzahl ausstehender Aktien im Jahr 2011 zurückzuführen ist.

Der Free Cashflow belief sich auf USD 12,5 Milliarden (2010: USD 12,3 Milliarden) und lag damit um 1% über dem Niveau des Vorjahres. Der Free Cashflow des Vorjahres beinhaltete erhebliche Zuflüsse von USD 1,8 Milliarden aus dem Verkauf von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen.

Umsetzung der strategischen Prioritäten: Innovation, Wachstum und Produktivität

Die Strategie von Novartis ist auf ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum ausgerichtet und basiert auf der Förderung wissenschaftlicher Fortschritte, um weltweit die Bedürfnisse der Patienten im gesamten Gesundheitsspektrum zu erfüllen. Die Strategie stützt sich auf die konsequente Ausrichtung auf drei entscheidende Prioritäten: Innovation, Wachstum und Produktivität. In allen diesen Bereichen erzielte Novartis im Jahr 2011 bedeutende Fortschritte. Die wichtigsten Entwicklungen im vierten Quartal sind nachfolgend aufgeführt.

Innovation: Entwicklung innovativer neuer Medikamente für die Patienten

Im Mittelpunkt der Strategie von Novartis steht die wissenschaftliche Innovation. Wir wollen unser branchenführendes Engagement in Forschung und Entwicklung fortsetzen, das es uns ermöglichen soll, gezielte neue Therapien für Patienten auf der ganzen Welt zu erforschen und zu entwickeln. Die Erfolgsbilanz unserer Innovationskraft, die sich in einer der produktivsten Pipelines der gesamten pharmazeutischen Industrie manifestiert, dürfte es uns ermöglichen, unsere Wachstumsdynamik trotz erwarteter Umsatzeinbussen durch auslaufende Patente fortzusetzen.

Laufende Zulassungsanträge für Afinitor gegen Brustkrebs
Novartis reichte im vierten Quartal weltweit Zulassungsanträge für Afinitor (Everolimus) zur Behandlung von Östrogenrezeptor-positivem HER2-negativem (ER+/HER2‑) Brustkrebs (HER2: humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2) im fortgeschrittenen Stadium ein. Afinitor könnte den ersten grossen Durchbruch seit 15 Jahren in der Behandlung dieser Erkrankung darstellen. Der Zulassungsantrag stützte sich auf aktualisierte Daten aus einer Phase-III-Studie (BOLERO-2) mit Everolimus in Kombination mit Exemestan bei postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs, deren Erkrankung trotz Hormontherapie wieder aufgetreten oder fortgeschritten war. Die Zulassung dieser Indikation von Everolimus - das bereits zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Nierenkarzinomen, fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse und subependymalen Riesenzellastrozytomen im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose sowie für andere nicht-onkologische Indikationen zugelassen ist - würde die Forschungsstrategie von Novartis, die auf dem Verständnis der molekularen Signalwege von Krankheiten beruht, weiter bestätigen.

Der primäre Endpunkt einer separaten Phase-III-Studie (GRANITE-1) mit Everolimus in der Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs wurde nicht erreicht. Dabei ergab Everolimus in Kombination mit bestmöglichen unterstützenden Behandlungsmassnahmen in Bezug auf das Gesamtüberleben keinen statistisch signifikanten Unterschied gegenüber Placebo und bester unterstützender Behandlung.

Vielversprechende Phase-III-Daten zu ACZ885 für die Behandlung von Kindern mit Arthritis
Im Rahmen einer Studie mit ACZ885 zur Behandlung von Kindern mit aktiver systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (SJIA) konnte der Einsatz von Steroiden bei 45% der Kinder innerhalb von 28 Wochen nach Beginn der Behandlung mit ACZ885 wesentlich gesenkt werden. Ausserdem zeigte die Studie, dass SJIA-Patienten, die ein Placebo erhielten, ein dreimal höheres Risiko hatten, einen neuen Schub zu erleiden als Patienten unter der Behandlung mit ACZ885. Als Subtyp der häufigeren juvenilen idiopathischen Arthritis ist SJIA die schwerwiegendste Form von Arthritis bei Kindern. Die positiven Ergebnisse dieser Studie stellen einen weiteren Erfolg für das Engagement von Novartis dar, das auf die Entwicklung neuer Therapien abzielt - insbesondere in Bereichen, in denen Patienten neue Behandlungsoptionen benötigen.

Zwei Phase-III-Studien belegten erneut die Überlegenheit von Tasigna gegenüber Glivec
Daten aus zwei Studien (ENESTcmr und ENESTnd) ergänzten die zunehmenden Belege dafür, dass erwachsene Patienten mit Philadelphiachromosom-positiver chronisch-myeloischer Leukämie (Ph+ CML) unter der Behandlung mit Tasigna auf molekularer Ebene besser ansprechen als Patienten, die das seit Langem als Standardbehandlung etablierte Glivec erhalten.

Aktuelle positive Phase-III-Ergebnisse zu INC424 bei Myelofibrose
Zwei zulassungsrelevante Studien der Phase III (COMFORT-I und -II) belegten das signifikante Potenzial des Januskinasehemmers INC424 in der Behandlung von Patienten mit Myelofibrose, einer lebensbedrohenden Blutkrebserkrankung. Den COMFORT-II-Daten zufolge erzielte INC424 bei allen Bewertungen Symptomverbesserungen gegenüber der besten verfügbaren Therapie. Die Daten verdeutlichten die erheblichen vorteilhaften Auswirkungen, die INC424 auf die Lebensqualität der Patienten haben kann, die an dieser stark beeinträchtigenden Krankheit leiden. Darüber hinaus ergab die Analyse von COMFORT-I, dass INC424 gegenüber Placebo einen frühen Vorteil im Hinblick auf das Gesamtüberleben mit sich brachte.

Die Wirksamkeit von Gilenya wird in gross angelegten klinischen Studien bestätigt; Überprüfung der Vorteile und Risiken durch die FDA und die EMA
Die Wirksamkeit von Gilenya, unserem bahnbrechenden Medikament zur oralen Behandlung multipler Sklerose (MS), wurde im Rahmen von Phase-III-Studien weiterhin bestätigt. Mehr als 25 000 Patienten werden bereits mit Gilenya behandelt. Im vierten Quartal zeigten neue Daten aus der FREEDOMS-II-Studie, dass sich die Schubrate bei Patienten mit schubförmig verlaufender (rezidivierend-remittierender) multipler Sklerose unter der Behandlung mit Gilenya im Vergleich zu Placebo um 48% verringerte. Diese Ergebnisse, die sich mit den Erkenntnissen aus zwei früheren Studien decken, unterstreichen das Potenzial, das Gilenya für die Patienten und die gesamte MS-Gemeinschaft besitzt.

Novartis arbeitet bei den Prüfungen der Vorteile und Risiken von Gilenya mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) zusammen. Diese Überprüfungen wurden eingeleitet, nachdem die Meldung über den Tod eines Patienten eingegangen war, der innerhalb von 24 Stunden nach Verabreichung der ersten Dosis von Gilenya im November 2011 verstorben war. Die FDA teilte mit, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht eindeutig feststellen kann, ob der Tod des Patienten im November 2011 auf das Medikament zurückzuführen ist. Der EMA zufolge ist die Todesursache dieses Patienten nach wie vor ungeklärt. Darüber hinaus bezeichnete die EMA zehn andere Todesfälle als potenziell von Bedeutung, vermerkte jedoch, dass die Rolle von Gilenya bei diesen Todesfällen nicht erwiesen ist. Diese anderen Vorfälle gingen dem Todesfall im November 2011 voraus und wurden den Gesundheitsbehörden regulär gemeldet.

Während des Überprüfungsverfahrens der EMA und nach der jüngsten Konsultation mit dem Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) ist Novartis jetzt dabei, Ärzte über neue Interimsempfehlungen bezüglich der Einleitung einer Behandlung mit Gilenya in der EU zu informieren, die ab sofort in Kraft sind. Dazu zählt die ergänzende kontinuierliche Überwachung der Patienten mittels Elektrokardiogramm (EKG) während der sechsstündigen Beobachtungsfrist nach Verabreichung der ersten Dosis. Die Überwachung des Patienten nach Verabreichung der ersten Dosis wird in der Fachinformation zu Gilenya bereits empfohlen. Bei Patienten, die bestimmte Kriterien erfüllen, sollte die Überwachung verlängert werden.

Positive Phase-II-Ergebnisse zu DEB025 bei Hepatitis C
Ergebnisse einer Studie mit DEB025, dem ersten Vertreter einer neuen Medikamentenkategorie, deuten darauf hin, dass der Arzneimittelkandidat bei zuvor unbehandelten Patienten mit Infektionen der Genotypen 2 und 3 des Hepatitis-C-Virus (HCV) eine schnelle Virusabreicherung bewirken kann. DEB025 zielt nicht direkt auf das Virus ab, sondern auf Wirtsproteine, die für die Replikation aller HCV-Typen entscheidend sind. DEB025 könnte eine wirksame Behandlungsoption mit guter Verträglichkeit und hoher Resistenzbarriere gegen verschiedene HCV-Genotypen darstellen. Für die weltweit mehr als 170 Millionen Menschen, die mit HCV infiziert sind, ist das eine vielversprechende Entwicklung.

ALTITUDE-Studie mit Rasilez/Tekturna eingestellt
Ende Dezember gab Novartis nach der siebten Zwischenanalyse der Daten aus der ALTITUDE-Studie mit Rasilez/Tekturna bekannt, dass die Studie aufgrund der Empfehlung des zuständigen unabhängigen Datenüberwachungsausschusses eingestellt wurde. Der Ausschuss war zu dem Schluss gekommen, dass die Patienten wahrscheinlich nicht von einer Zusatzbehandlung neben Standard-Blutdrucksenkern profitieren würden. Bei den Patienten, die Rasilez/Tekturna im Rahmen der Studie zusätzlich zur Standardbehandlung erhielten, stellte der Ausschuss zudem höhere Nebenwirkungen fest. Nach Gesprächen mit Gesundheitsbehörden empfahl Novartis in einem Schreiben an medizinische Fachkräfte weltweit, Bluthochdruck-Patienten mit Diabetes nicht mit Rasilez/Tekturna oder Aliskiren-Kombinationspräparaten zu behandeln, wenn sie Hemmer des Agiotensin-konvertierenden Enzyms (ACE-Hemmer) oder Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) erhalten. Als zusätzliche Vorsichtsmassnahme stellte Novartis die Werbung für Produkte auf der Basis von Rasilez/Tekturna zur Kombination mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptorblockern ein.

Produkte von Alcon in Japan zugelassen
Das EX-PRESS Glaukom-Filtrationsimplantat (P50PL und P200PL) sowie der WaveLight Allegretto Wave Eye-Q Refractive Laser wurden im vierten Quartal in Japan zugelassen. Das EX-PRESS Glaukom-Filtrationsimplantat ist das erste derartige Gerät in Japan und ergänzt die pharmazeutischen Augentropfen von Alcon, wie z.B. Travatan Z und DuoTrav, in der ärztlichen Behandlung von grünem Star. Das Glaukom-Filtrationsimplantat erleichtert dem Chirurgen das Ableiten von Kammerwasser aus der vorderen Augenkammer im Vergleich zum gegenwärtigen Verfahren der Trabekulektomie und ermöglicht dadurch ein einheitlicheres Operationsvorgehen und zuverlässigere Ergebnisse für die Patienten. Der Eye-Q Excimer Laser verfügt über eine erhöhte Pulsfrequenz von 400 Hertz, ermöglicht ein innovatives und zuverlässiges Eyetracking (Erfassung der Augenbewegungen) und bietet Ärzten und Patienten eine bessere Ergonomie.

Positives CHMP-Gutachten für Nepafenac
Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA gab im vierten Quartal ein positives Gutachten zu einer Indikationserweiterung von Nepafenac heraus, einer Augentropfensuspension zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen der Augen nach Operationen des grauen Stars (Katarakt). Die zusätzliche Indikation betrifft den Einsatz von Nepafenac zur Senkung des Risikos postoperativer Makulaödeme im Zusammenhang mit Katarakt-Operationen bei Diabetes-Patienten. Das Makulaödem ist eine schwere Komplikation, die bei Diabetes-Patienten, die sich einer Katarakt-Operation unterziehen, zum permanenten Verlust des Sehvermögens führen kann.

Das Angebot von Alcon in der refraktiven Chirurgie wird durch eine Zulassung in den USA erweitert
Der WaveLight EX500 Excimer Laser wurde im vierten Quartal in den USA zugelassen. Das System WaveLight EX500 verbessert die refraktiven Ergebnisse und bietet zusätzliche Präzision und Sicherheit bei Augenlaseroperationsverfahren. Diese Zulassung folgt auf die Zertifizierung des WaveLight FS200 Femtosekundenlasers im Jahr 2010. Damit kann Alcon Ärzten eine integrierte Refractive Suite anbieten, bei der die beiden Laser miteinander kommunizieren - was die Laserbehandlung verkürzt und die refraktiven Ergebnisse verbessert.

Zwei zusätzliche Phase-III-Studien unterstreichen die Führungsposition von Sandoz im Bereich der Biosimilars
Im Januar informierte Sandoz über zwei klinische Phase-III-Studien zur täglichen Verabreichung von Filgrastim (Generikum von Neupogen®) und zur einmal pro Zyklus erfolgenden Verabreichung von Pegfilgrastim (Generikum von Neulasta®) bei Patientinnen mit Brustkrebs, für die eine myelosuppressive Chemotherapie in Frage kommt. Filgrastim ist ein Analogon des Granulozytenkolonie-stimulierenden Faktors (G-CSF). Es dient zur Vorbeugung und Behandlung von Neutropenie, einer häufigen Nebenwirkung von Chemotherapien, die durch eine niedrige Anzahl weisser Blutkörperchen gekennzeichnet ist. Das Filgrastim-Biosimilar von Sandoz wird bereits in mehr als 30 Ländern ausserhalb der USA unter dem Markennamen Zarzio vermarktet. Die Studie soll eine Ausweitung der Vermarktung auf die USA unterstützen. Die Pegfilgrastim-Studie ist der nächste wichtige Schritt im weltweiten Biosimilar-Entwicklungsprogramm von Sandoz, das darauf abzielt, den weltweit führenden umfassenden Geschäftsbereich für Medikamente auf Basis des G-CSF zu schaffen.

Wachstum: Gesundheitsbedürfnisse weltweit erfüllen

Die jüngsten Produkte kurbelten das Wachstum an
Dank Investitionen in die Innovation besitzt Novartis eine starke Wachstumsplattform und verfügt über mehrere potenzielle Blockbuster-Produkte im Portfolio der Division Pharmaceuticals. Dazu zählen Gilenya, Tasigna, Lucentis, Galvus, Afinitor, Xolair und Onbrez Breezhaler. Die seit 2007 eingeführten Produkte kurbelten das Wachstum weiter an. Sie steuerten im vierten Quartal USD 3,7 Milliarden sowie im Gesamtjahr USD 14,4 Milliarden beziehungsweise 25% zum Nettoumsatz bei.

Nach seiner Einführung in den USA im Oktober 2010 und in Teilen der EU im März 2011 setzte Gilenya, das erste Medikament zur oralen Behandlung von Patienten mit multipler Sklerose, seinen dynamischen Wachstumskurs fort und erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von USD 203 Millionen (USD 494 Millionen im Gesamtjahr). Dieses einmal täglich zu verabreichende Medikament stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung multipler Sklerose dar, einer chronischen, stark beeinträchtigenden Erkrankung. Das verdeutlicht auch die Zahl der mehr als 25 000 Patienten, die heute weltweit mit Gilenya behandelt werden.

Auch Tasigna (USD 207 Millionen, +65% kWk) erzielte als Therapie der nächsten Generation für Patienten mit chronisch-myeloischer Leukämie (CML) kräftige Zuwächse. Studien belegen weiterhin die Überlegenheit von Tasigna in der Behandlung von Patienten mit dieser lebensbedrohenden Form von Blutkrebs - selbst gegenüber Glivec. Tasigna erzielte im Gesamtjahr einen Umsatz von USD 716 Millionen (+74% kWk) und macht heute 19% unseres gesamten Produktbereichs zur CML-Behandlung aus.

Ausserdem leistete das Medikament Lucentis (USD 550 Millionen, +39% kWk), das das Sehvermögen von Patienten mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration signifikant verbessert, einen sehr wichtigen Beitrag zum Wachstum der Division Pharmaceuticals. Lucentis wurde im ersten Halbjahr 2011 in der EU und der Schweiz auch für die Behandlung von Sehbehinderungen durch diabetische Makulaödeme oder durch Makulaödeme infolge von Retinalvenenverschluss zugelassen, was zusätzlich zum Wachstum beitrug. Der Umsatz von Lucentis belief sich im Gesamtjahr auf USD 2,0 Milliarden (+26% kWk).

Wachstumsbeschleunigung in den Schwellenländern
Unsere fest etablierte Präsenz in den Schwellenländern unterstützt unser langfristiges Wachstum. In unseren sechs wichtigsten Schwellenländern - Brasilien, China, Indien, Russland, Südkorea und Türkei - stieg der Umsatz im vierten Quartal um 15% auf USD 1,5 Milliarden beziehungsweise 10% des Nettoumsatzes des Konzerns. Für diese starke Performance waren insbesondere die Geschäfte in Russland und China verantwortlich. Im Gesamtjahr erreichte der Umsatz der sechs wichtigsten Schwellenländer insgesamt USD 5,8 Milliarden, entsprechend 10% des Konzernumsatzes.

Solide Performance der Divisionen
Die Divisionen Pharmaceuticals, Alcon sowie Vaccines and Diagnostics sorgten im vierten Quartal für ein starkes zugrundeliegendes Wachstum. Trotz Herausforderungen durch verlorene Exklusivrechte und den Preisdruck erzielte die Division Pharmaceuticals weiterhin eine starke Performance. Der Nettoumsatz stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 4% (+5% kWk) auf USD 8,3 Milliarden und profitierte von einem 38-prozentigen Zuwachs (kWk) der jüngsten Produkte.

Die Division Alcon, die für Novartis eine neue Wachstumsplattform darstellt, steuerte im vierten Quartal USD 2,4 Milliarden zum Nettoumsatz bei. Das entspricht auf Pro-forma-Basis einer Zunahme um 6% (+7% kWk) gegenüber dem Vorjahreszeitraum und beruht auf der besonders starken Performance der Produkte für die Ophthalmochirurgie und der ophthalmologischen Pharmazeutika.

Der Nettoumsatz der Division Sandoz war durch die zusätzliche Konkurrenz für Enoxaparin beeinträchtigt und ging im vierten Quartal um 5% (-4% kWk) auf USD 2,3 Milliarden zurück. Enoxaparin, unser erster generischer Blockbuster, erzielte 2011 einen Umsatz von USD 1,0 Milliarden (USD 225 Millionen im vierten Quartal).

Mit einem Nettoumsatz von USD 671 Millionen erzielte die Division Vaccines and Diagnostics im vierten Quartal einen Zuwachs von 86% (+86% kWk). Die Umsatzentwicklung profitierte von Fortschritten im Bereich der Meningokokken-Impfstoffe, insbesondere von Menveo, das im Gesamtjahr einen Nettoumsatz von USD 142 Millionen erzielte. Auch die Behebung von Lieferverzögerungen, die in früheren Quartalen aufgetreten waren, trug zum Wachstum bei.

Die beiden Geschäfte von Consumer Health, OTC und Animal Health, verzeichneten im vierten Quartal einen Rückgang des Nettoumsatzes um 7% (-6% kWk) auf USD 1,1 Milliarden. Die Umsatzentwicklung war durch die temporäre Aussetzung der Produktion an einem unserer Consumer-Health-Standorte in den USA im Dezember beeinträchtigt.

Produktivität: Effizienzsteigerung und Optimierung der Performance

Um Ressourcen für Reinvestitionen freizusetzen, die zukünftiges Wachstum und höhere Aktionärsrenditen sicherstellen sollen, konzentriert sich Novartis auf Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen in allen Bereichen. Der Nettoumsatz stieg im Gesamtjahr um 12% (kWk), während sich das operative Kernergebnis um 16% (kWk) verbesserte. Diese Performance führte zu einer Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 1,1 Prozentpunkte bei konstanten Wechselkursen. Ein negativer Währungseinfluss von 1,6 Prozentpunkten führte jedoch zu einem Nettorückgang der operativen Kerngewinnmarge um 0,5 Prozentpunkte auf 27,2% des Nettoumsatzes. Dieses Ergebnis liegt deutlich über den Erwartungen, die wir zu Jahresbeginn im Hinblick auf die "Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen" bekannt gegeben hatten. Die verbesserte Performance wurde sowohl durch eine stärkere operative Leistung als auch durch Produktivitätssteigerungen erzielt, was Ressourcen im Umfang von mehr als vier Prozentpunkten des Umsatzes schuf.

Im vierten Quartal stieg der Nettoumsatz um 5% (kWk), während sich das operative Kernergebnis um 17% (kWk) verbesserte. Diese Performance führte zu einer Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 2,7 Prozentpunkte bei konstanten Wechselkursen. Ein negativer Währungseinfluss von 1,0 Prozentpunkten hatte jedoch eine Nettoverbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 1,7 Prozentpunkte auf 24,0% des Nettoumsatzes zur Folge.

In der Produktion verfolgen wir zwei Hauptziele: die Schaffung von Kompetenzzentren, die die globale Tätigkeit aller sechs Geschäftsbereiche von Novartis unterstützen können, sowie die Optimierung der Kostenstruktur in allen Divisionen und die Steigerung der Auslastung der strategischen Standorte auf ein branchenführendes Niveau von 80% der Kapazität. Wir gaben im Jahr 2011 die vollständige oder teilweise Schliessung von zehn Standorten bekannt, was die Aufgabe von insgesamt 14 Standorten seit Beginn des Programms ergibt. Diese Massnahmen versetzten uns in die Lage, Kapazitätsüberschüsse abzubauen und die strategische Produktion auf technologische Kompetenzzentren zu verlagern.

Für Schliessungen, Wertminderungen und Abschreibungen auf Vorräten wurden im vierten Quartal 2011 Aufwendungen von USD 92 Millionen, im Gesamtjahr USD 269 Millionen und kumulativ seit Beginn des Programms im vierten Quartal 2010 USD 332 Millionen erfasst.

Zusätzliche Effizienzgewinne sind durch die weitere Optimierung unserer Marketing- und Verkaufsausgaben zu erwarten. Dies ist Bestandteil umfangreicherer Massnahmen von Novartis zur weiteren geografischen Neuverteilung der Ressourcen bei gleichzeitiger Vereinfachung der Abläufe innerhalb der Organisation. Der Aufwand für Marketing und Verkauf ging in Prozent des Nettoumsatzes gegenüber dem Vorjahr von 26,3% auf 25,7% 2011 zurück.

Das Beschaffungswesen ist eine wichtige Quelle für Einsparungen. Durch die Nutzung von Skaleneffekten, Einführung eines globalen Kategorien-Managements sowie die Errichtung landesspezifischer Kompetenzzentren in wichtigen Märkten erzielten wir jährliche Einsparungen von USD 1,3 Milliarden.

Was den Aufwand für Administration und allgemeine Kosten betrifft, werden die Straffung der Kernprozesse im gesamten Unternehmen und die Einführung von Kerndienstleistungszentren für Funktionen wie Human Resources und Finanzen die operative Leistungsfähigkeit voraussichtlich weiter steigern.

In der Division Alcon, die jetzt als zweitgrösste Division vollständig im Portfolio des Novartis Konzerns integriert ist, wurden fusionsbedingte Kostensynergien entsprechend den Erwartungen erzielt. Nach der Integration realisierte Alcon Synergien von USD 41 Millionen im vierten Quartal beziehungsweise USD 75 Millionen im Gesamtjahr.

Free Cashflow


Die Nachhaltigkeit unserer Strategie beruht auf der Generierung eines Geldflusses, der die Mittel für Reinvestitionen bereitstellt und den Aktionären ihre Rendite sichert. Der Geldfluss wird durch eine anhaltende Fokussierung auf die Geldumschlagsdauer und Verbesserungen des Geldflusses aus operativer Tätigkeit unterstützt. Der Free Cashflow belief sich im vierten Quartal auf USD 3,9 Milliarden. Er lag damit um 6% unter dem Niveau des Vorjahresquartals, was vor allem auf die Desinvestition von Enablex® im vierten Quartal 2010 (USD 392 Millionen) zurückzuführen war. Im Jahr 2011 belief sich der Free Cashflow auf USD 12,5 Milliarden und lag damit um 1% über dem Niveau des Vorjahres. Der Free Cashflow des Vorjahres beinhaltete erhebliche Zuflüsse von USD 1,8 Milliarden aus dem Verkauf von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen.

Kapitalausstattung und Nettoverschuldung

Dank starker Geldflüsse und einer soliden Kapitalausstattung war Novartis selbst in turbulenten Zeiten in der Lage, mit Forschung und Entwicklung sowie Akquisitionen in die Zukunft des Unternehmens zu investieren und zugleich ihr AA-Rating als Zeichen finanzieller Stärke zu halten. Eine gute Ausgewogenheit zwischen attraktiven Aktionärsrenditen, Investitionen in die Geschäftsentwicklung und einer soliden Kapitalausstattung wird auch in Zukunft vorrangig bleiben.

Der Free Cashflow von USD 12,5 Milliarden wurde für die Dividendenzahlung in Höhe von USD 5,4 Milliarden und Aktienrückkäufe in Höhe von USD 5,9 Milliarden (einschliesslich USD 2,4 Milliarden die indirekt via Alcon, Inc. zurückgekauft wurden, um den verwässernden Einfluss der anschliessenden Fusion von Alcon, Inc. in die Novartis AG zu reduzieren) genutzt. Insgesamt wurden 90% des Free Cashflows des Konzerns im Jahr 2011 für Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe genutzt.

Im vierten Quartal kaufte Novartis über die erste Handelslinie 12,2 Millionen eigene Aktien für insgesamt USD 0,6 Milliarden. Diese Aktien sollen als eigene Aktien gehalten und vor allem für zukünftige Mitarbeiterbeteiligungsprogramme eingesetzt werden. Im Jahr 2011 kaufte Novartis 59,8 Millionen Aktien für insgesamt USD 3,5 Milliarden zurück. Davon dienten USD 2,4 Milliarden dem Rückkauf von 39,4 Millionen Aktien über die zweite Handelslinie, um den Verwässerungseffekt der Aktienemission im Zusammenhang mit der Fusion mit Alcon zu reduzieren; USD 1,1 Milliarden wurden für den Kauf von 20,4 Millionen Aktien über die erste Handelslinie genutzt, um vor allem für zukünftige Mitarbeiterbeteiligungsprogramme eingesetzt zu werden. Zu diesem Zweck wird das Unternehmen gelegentlich weiterhin eigene Aktien erwerben, um zusammen mit der Dividende voraussichtlich einen Grossteil des Free Cashflow an die Aktionäre zurückfliessen zu lassen.

Die Nettoverschuldung des Konzerns belief sich per 31. Dezember 2011 auf USD 15,2 Milliarden. Das entspricht einer Nettozunahme um USD 0,3 Milliarden seit dem 31. Dezember 2010. Der höchste Stand der Nettoschulden von Novartis betrug USD 22,7 Milliarden und wurde zu Beginn des zweiten Quartals 2011 erreicht. Davon wurden bis zum Ende des Jahres 2011 USD 7,5 Milliarden zurückbezahlt. Die langfristige Bonität des Unternehmens von AA (Moody's Aa2; Standard & Poor's AA-; Fitch AA) bleibt unverändert.

Konzernausblick 2012
(Vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse)

Auf Konzernebene wird bei konstanten Wechselkursen mit einem Nettoumsatz auf dem Niveau des Jahres 2011 gerechnet.

Die seit 2007 eingeführten Produkte dürften voraussichtlich weiterhin starke Zuwächse erzielen und die negativen Auswirkungen von Generikakonkurrenz, die niedrigeren Umsätze von Rasilez/Tekturna (die voraussichtlich weniger als die Hälfte des Umsatzes 2011 betragen werden), die erwarteten Preissenkungen sowie die voraussichtlichen Umsatzeinbussen bei Enoxaparin wettmachen. Diese Erwartung beruht auf der Annahme, dass die Anlage in Lincoln ihre Auslieferungen Mitte des Jahres wieder aufnehmen wird.

Den Erwartungen zufolge dürfte die operative Kerngewinnmarge des Konzerns bei konstanten Wechselkursen geringfügig unter dem Niveau des Jahres 2011 liegen.

Obwohl Produktivitätssteigerungen und Verbesserungen der Margen auf den seit 2007 eingeführten Produkten wichtige Beiträge zur Erhöhung der Rentabilität leisten, werden sie die Margeneinbussen durch Generikakonkurrenz, den Preisverfall, die neuen Investitionen in Marketing und Verkauf zur Förderung des Wachstums neuer Produkte sowie die Auswirkungen im Fall des Eintretens einer verzögerten Wiederinbetriebnahme der Anlage in Lincoln voraussichtlich nicht vollständig wettmachen können.

Ordentliche Generalversammlung

Dividendenvorschlag
Der Verwaltungsrat schlägt für 2011 eine Dividende von CHF 2,25 pro Aktie vor. Das würde einer Erhöhung um 2% gegenüber der Vorjahresdividende von CHF 2,20 pro Aktie entsprechen und wäre seit der Gründung von Novartis im Dezember 1996 die 15. Dividendenerhöhung in Folge. Die Aktionäre werden im Rahmen der nächsten Generalversammlung am 23. Februar 2012 über diesen Vorschlag abstimmen. Die Ausschüttungsquote in Prozent des Reingewinns stieg von 54,8% auf 63,2%.

Wahl von Mitgliedern in den Verwaltungsrat von Novartis
Der Verwaltungsrat von Novartis wird der Generalversammlung am 23. Februar 2012 die Wiederwahl von Prof. Dr. Srikant Datar, Dr. Andreas von Planta und Dr. Ing. Wendelin Wiedeking jeweils für eine dreijährige Amtszeit vorschlagen. Ausserdem wird die Wiederwahl von Prof. Dr. William Brody und Prof. Dr. Rolf M. Zinkernagel wegen des Erreichens der in den Statuten festgelegten Altersgrenze jeweils für eine zweijährige Amtszeit vorgeschlagen.

Darüber hinaus empfiehlt der Verwaltungsrat von Novartis die Wahl von Dr. Dimitri Azar in den Verwaltungsrat für eine dreijährige Amtszeit. Dr. Azar ist US-amerikanischer Staatsbürger und Dekan des College of Medicine sowie Professor für Ophthalmologie, Bioengineering und Pharmakologie der Universität von Illinois in Chicago, USA. Er besitzt einen medizinischen Hochschulabschluss der Amerikanischen Universität in Beirut, Libanon, einen Honorary Master of Arts der Harvard University sowie einen Executive Master of Business Administration der Booth School of Business der Universität von Chicago. Dr. Azar ist ein international anerkannter Augenchirurg und erfolgreicher Wissenschaftler. Seit 1994 wurde er jedes Jahr in den Listen "The Best Doctors in America" und "Castle Connolly Top Doctors in America" genannt. Er hat mehrere Positionen in Ausschüssen der American Academy of Ophthalmology inne, ist Mitglied der American Ophthalmological Association und des Stiftungsrats der Chicago Ophthalmological Society sowie der Association of Research in Vision and Ophthalmology. Er wurde als Führungspersönlichkeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem 2009 Lans Distinguished Award der International Society of Refractive Surgery.

OPERATIVE PERFORMANCE DES KONZERNS UND DER DIVISIONEN

Konzern

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 14 781 14 199 4 5 58 566 50 624 16 12
Operatives Ergebnis 1 317 2 467 -47 -38 10 998 11 526 -5 1
In % des Nettoumsatzes 8,9 17,4 18,8 22,8
Reingewinn 1 210 2 265 -47 -37 9 245 9 969 -7 -2
Gewinn pro Aktie (USD) 0,49 0,95 -48 -40 3,83 4,28 -11 -5
Free Cashflow 3 909 4 180 -6 12 503 12 346 1
Kernergebnisse
Operatives Ergebnis 3 550 3 166 12 17 15 909 14 006 14 16
In % des Nettoumsatzes 24,0 22,3 27,2 27,7
Reingewinn 3 011 2 803 7 12 13 490 12 029 12 15
Gewinn pro Aktie (USD) 1,23 1,14 8 13 5,57 5,15 8 11

Viertes Quartal

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg im vierten Quartal um 4% (+5% kWk) auf USD 14,8 Milliarden. Durch das Erstarken des US-Dollars gegenüber den meisten wesentlichen Währungen wurde die Umsatzentwicklung um 1% beeinträchtigt. Das Umsatzwachstum beruht vor allem auf der starken Performance der jüngst eingeführten Produkte, die USD 3,7 Milliarden beziehungsweise 25% des gesamten Nettoumsatzes des Konzerns erwirtschafteten und gegenüber dem Vorjahresquartal einen Zuwachs von 30% (in USD, unter Ausschluss des Effekts der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe) erzielten.

Operatives Ergebnis Konzern
Das operative Ergebnis ging um 47% (-38% kWk) auf USD 1,3 Milliarden zurück. Im vierten Quartal fielen ausserordentliche Erträge und Aufwendungen an, die zu einem Nettoaufwand von USD 1,5 Milliarden führten, gegenüber einem Aufwand von USD 397 Millionen im Vorjahr. Das Erstarken des US-Dollars hatte in Kombination mit dem bereits starken Schweizer Franken einen negativen Währungseffekt von neun Prozentpunkten zur Folge.

Die ausserordentlichen Aufwendungen von netto USD 1,5 Milliarden (2010: USD 397 Millionen) beinhalteten einen Aufwand von USD 1,7 Milliarden (2010: USD 789 Millionen), der durch einen ausserordentlichen Ertrag von USD 186 Millionen (2010: USD 392 Millionen, vor allem aus der Desinvestition von Enablex®) teilweise kompensiert wurde. Die ausserordentlichen Aufwendungen beinhalten: USD 903 Millionen für Rasilez/Tekturna (worin Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 250 Millionen und auf Sachanlagen von USD 314 Millionen sowie USD 339 Millionen sonstige ausserordentliche Aufwendungen enthalten sind), USD 163 Millionen im Zusammenhang mit der Einstellung der Entwicklungsprojekte PRT128 (Elinogrel) und SMC021 (orale Formulierung von Calcitonin) - (worin Wertminderungen von USD 103 Millionen auf immateriellen Vermögenswerten und von USD 47 Millionen auf Sachanlagen sowie sonstige ausserordentliche Aufwendungen von USD 13 Millionen enthalten sind), Aufwendungen von USD 115 Millionen (Wertminderung auf immateriellen Vermögenswerten von USD 10 Millionen und USD 105 Millionen sonstige ausserodentliche Aufwendungen) im Zusammenhang mit der temporären Aussetzung der Produktion an einem unserer Consumer-Health-Standorte in den USA, Aufwendungen von USD 61 Millionen für die Integration von Alcon sowie Restrukturierungskosten von USD 288 Millionen (einschliesslich USD 92 Millionen für die Straffung unseres Produktionsnetzes, davon USD 53 Millionen in der Schweiz, sowie sonstige Restrukturierungskosten von USD 196 Millionen, davon USD 154 Millionen in der Schweiz). Die ausserordentlichen Erträge beinhalten die Verringerung einer Verpflichtung zur bedingten Kaufpreiszahlung von USD 106 Millionen bei Sandoz. Im Vorjahr war ein ausserordentlicher Ertrag von USD 392 Millionen verbucht worden. Der akquisitionsbedingte Aufwand belief sich im vierten Quartal auf USD 61 Millionen, gegenüber einem Betrag von USD 386 Millionen im Vorjahresquartal, der vor allem im Zusammenhang mit Alcon stand. Die Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten beliefen sich auf USD 742 Millionen im Vergleich zu USD 302 Millionen im Vorjahr. Die Erhöhung steht vor allem im Zusammenhang mit Alcon.

Das operative Kernergebnis, das die oben angeführten Sonderpositionen sowie Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausschliesst, stieg um 12% (+17% kWk) auf USD 3,6 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 2,7 Prozentpunkte. Diese Verbesserung wurde jedoch durch einen negativen Währungseinfluss von 1,0 Prozentpunkten geschmälert, was eine Nettoverbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 1,7 Prozentpunkte auf 24,0% des Nettoumsatzes zur Folge hatte.

Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 175 Millionen auf USD 130 Millionen zurück. Die Auswirkungen des gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 75 Millionen auf USD 119 Millionen erhöhten Beitrags von Roche wurde durch den im Vorjahr erfassten ausserordentlichen zusätzlichen Gewinn von USD 174 Millionen aus der Neubewertung der anfänglichen 25%-Beteiligung an Alcon, Inc. mehr als aufgehoben.

Zinsaufwand sowie übriger Finanzertrag/-aufwand
Der Zinsaufwand verringerte sich im vierten Quartal von USD 196 Millionen um 11% auf USD 174 Millionen. Unter dem übrigen Finanzertrag/-aufwand wurde im vierten Quartal 2011 ein Nettoaufwand von USD 12 Millionen erfasst im Vergleich zu USD 26 Millionen im Vorjahresquartal, dank einem weniger negativen Währungsergebnis, das die niedrigeren Erträge aus Investitionen infolge der geringeren durchschnittlichen Liquidität überkompensierte.

Steuern
Der Steuersatz (Prozentsatz der Steuern auf dem Vorsteuergewinn) sank im vierten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode von 6,4% auf 4,0%. Dies was vor allem auf den Steuervorteil auf den ausserordentlichen Aufwendungen in Ländern mit hohen Steuersätzen im Jahr 2011 zurückzuführen.

Der Kernsteuersatz (Prozentsatz der Steuern auf dem Vorsteuer-Kerngewinn) stieg 2011 gegenüber dem Vorjahr von 9,9% auf 15,3%, was vor allem auf die vorteilhafte zeitliche Verteilung von Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung im vierten Quartal 2010 zurückzuführen war.

Reingewinn und Gewinn pro Aktie
Der Reingewinn verringerte sich entsprechend dem Rückgang des operativen Ergebnisses um 47% (-37% kWk). Aufgrund der erhöhten Anzahl ausgegebener Aktien im Zusammenhang mit der Fusion mit Alcon ging der Gewinn pro Aktie um 48% (-40% kWk) und damit etwas stärker zurück als der Reingewinn. Dies wurde durch den Einfluss der geringeren nicht beherrschenden Anteile teilweise kompensiert. Durch die Aktienemission im Zusammenhang mit der Übernahme von Alcon stieg die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien im vierten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2 290 Millionen um 5% auf 2 413 Millionen. Per 31. Dezember 2011 hatte Novartis insgesamt 2 407 Millionen Aktien ausstehend.

Der Kernreingewinn stieg um 7% (+12% kWk) und damit weniger stark als das operative Kernergebnis, was auf einen höheren Kernsteueraufwand zurückzuführen war. Der Kerngewinn pro Aktie erhöhte sich um 8% (+13% kWk).

Geschäftsjahr

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg um 16% (+12% kWk) auf USD 58,6 Milliarden, wobei ein positiver Effekt von 4% auf die während fast des gesamten Jahres bestehende Schwäche des US-Dollars gegenüber den meisten wesentlichen Währungen zurückzuführen ist. Die jüngst eingeführten Produkte (ohne Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe, einschliesslich Alcon auf Pro-forma-Basis für 2010) steuerten USD 14,4 Milliarden beziehungsweise 25% zum Nettoumsatz bei, was einer Steigerung von 38% (USD) im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Operatives Ergebnis Konzern
Das operative Ergebnis verringerte sich um 5% (+1% kwk) auf 11,0 Milliarden. Im Laufe des Jahres fielen ausserordentliche Erträge und Aufwendungen von netto insgesamt USD 1,9 Milliarden an (2010: USD 1,3 Milliarden). Die Schwäche des US-Dollars führte in Kombination mit der Stärke des Schweizer Frankens zu einem negativen Währungseffekt von sechs Prozentpunkten.

Die ausserordentlichen Aufwendungen von netto USD 1,9 Milliarden (2010: USD 1,3 Milliarden) beinhalten Aufwendungen von USD 2,9 Milliarden (2010: USD 2,1 Milliarden), die teilweise durch ausserordentliche Erträge von USD 1,0 Milliarden (2010: USD 732 Millionen) kompensiert werden. Die ausserordentlichen Aufwendungen beinhalten: Rasilez/Tekturna (USD 903 Millionen, worin Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 250 Millionen und auf Sachanlagen von USD 314 Millionen sowie USD 339 Millionen sonstige ausserordentliche Aufwendungen enthalten sind), USD 348 Millionen im Zusammenhang mit der Einstellung der Entwicklungsprojekte PRT128 (Elinogrel), SMC021 (orale Formulierung von Calcitonin), AGO178 (Agomelatin) und PTK796 (worin Wertminderungen von USD 288 Millionen auf immateriellen Vermögenswerten und von USD 47 Millionen auf Sachanlagen sowie sonstige ausserordentliche Aufwendungen von USD 13 Millionen enthalten sind), Aufwendungen von USD 115 Millionen im Zusammenhang mit der temporären Aussetzung der Produktion an einem unserer Consumer-Health-Standorte in den USA (worin Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 10 Millionen und USD 105 Millionen sonstige ausserodentliche Aufwendungen enthalten sind), sonstige Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 71 Millionen, Wertminderungen auf Finanzanlagen von USD 192 Millionen, integrationsbezogene Aufwendungen von USD 250 Millionen (USD 243 Millionen für Alcon), sowie Restrukturierungskosten von USD 492 Millionen (einschliesslich USD 269 Millionen für die Straffung unseres Produktionsnetzes, davon USD 100 Millionen in der Schweiz, sowie sonstige Restrukturierungskosten von USD 223 Millionen, davon USD 154 Millionen in der Schweiz). Die ausserordentlichen Erträge von USD 1,0 Milliarden im Jahr 2011 (2010: USD 732 Millionen) beinhalten Veräusserungsgewinne von USD 480 Millionen und die Verringerung einer Verpflichtung zur bedingten Kaufpreiszahlung von USD 106 Millionen bei Sandoz. In der Berichtsperiode beliefen sich die im Wesentlichen auf Alcon entfallenden akquisitionsbezogenen Aufwendungen auf USD 250 Millionen (2010: USD 600 Millionen). Die Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten beliefen sich auf USD 3,0 Milliarden im Vergleich zu USD 1,1 Milliarden im Vorjahr. Die Erhöhung steht vor allem im Zusammenhang mit Alcon.

Das operative Kernergebnis, das die oben angeführten ausserordentlichen Positionen sowie Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausschliesst, stieg um 14% (+16% kWk) auf USD 15,9 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge stieg bei konstanten Wechselkursen um 1,1 Prozentpunkte. Die Verbesserung wurde jedoch durch negative Währungseffekte von 1,6 Prozentpunkten aufgehoben, so dass netto eine Verringerung um 0,5 Prozentpunkte auf 27,2% des Nettoumsatzes resultierte.

Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften ging 2011 gegenüber dem Vorjahr von USD 804 Millionen auf USD 528 Millionen zurück. Der Beitrag von Roche erhöhte sich von USD 380 Millionen auf USD 499 Millionen. Der Ertrag des Vorjahres beinhaltete einen Beitrag von USD 433 Millionen von Alcon, der seit der vollständigen Konsolidierung von Alcon, Inc. ab 25. August 2010 entfällt.

Zinsaufwand sowie übriger Finanzertrag/-aufwand
Der Zinsaufwand stieg im Gesamtjahr 2011 von USD 692 Millionen um 9% auf USD 751 Millionen. Unter dem übrigen Finanzertrag/-aufwand wurde 2011 ein Nettoaufwand von USD 2 Millionen erfasst, während im Vorjahr ein Nettoertrag von USD 64 Millionen ausgewiesen worden war. Ursache dafür waren vor allem niedrigere Erträge aus Investitionen infolge der geringeren durchschnittlichen Liquidität. Das Währungsergebnis blieb unverändert.

Steuern
Der Steuersatz (Prozentsatz der Steuern auf dem Vorsteuergewinn) sank 2011 gegenüber dem Vorjahr von 14,8% auf 14,2%, was vor allem auf den vorteilhaften Einfluss der vollständigen Konsolidierung von Alcon, Inc. und die damit verbundene Reorganisation der Steuerstruktur zurückzuführen war.

Der Kernsteuersatz (Prozentsatz der Steuern auf dem Vorsteuer-Kerngewinn) sank 2011 gegenüber dem Vorjahr von 16,6% auf 15,3%, was vor allem auf den vorteilhaften Einfluss der vollständigen Konsolidierung von Alcon, Inc. und die damit verbundene Reorganisation der Steuerstruktur zurückzuführen war.

Reingewinn und Gewinn pro Aktie
Der Reingewinn verringerte sich um 7% (-2% kWk) auf USD 9,2 Milliarden und ging damit stärker zurück als das operative Ergebnis. Dies war auf einen geringeren Ertrag aus assoziierten Gesellschaften und höhere Finanzierungskosten nach der Übernahme von Alcon zurückzuführen, was durch einen niedrigeren Steuersatz (14,2% gegenüber 14,8%) teilweise kompensiert wurde. Der Gewinn pro Aktie sank um 11% (-5% kWk) und damit stärker als der Reingewinn, was auf die höhere Anzahl ausgegebener Aktien nach der Fusion mit Alcon zurückzuführen ist. Dies wurde durch den Einfluss der geringeren nicht beherrschenden Anteile teilweise kompensiert. Die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien stieg 2011 gegenüber dem Vorjahr von 2 286 Millionen um 4% auf 2 382 Millionen. Am 31. Dezember 2011 hatte Novartis insgesamt 2 407 Millionen Aktien ausstehend.

Der Kernreingewinn wuchs um 12% (+15% kWk) auf USD 13,5 Milliarden und damit etwa ebenso stark wie das operative Kernergebnis. Der Kerngewinn pro Aktie stieg um 8% (+11% kWk) und damit weniger stark als der Reingewinn, was auf die höhere Anzahl ausstehender Aktien im Jahr 2011 zurückzuführen ist.

Pharmaceuticals

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 8 313 7 970 4 5 32 508 30 306 7 4
Operatives Ergebnis 825 2 201 -63 -53 8 296 8 471 -2 4
In % des Nettoumsatzes 9,9 27,6 25,5 28,0
Operatives Kernergebnis 2 289 2 187 5 12 10 040 9 586 5 8
In % des Nettoumsatzes 27,5 27,4 30,9 31,6

Viertes Quartal

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg um 4% (+5% kWk) auf USD 8,3 Milliarden, wobei Volumensteigerungen von zehn Prozentpunkten bei stabilen Preisen durch die kombinierten Auswirkungen der Einführung von Generika und der Veräusserung von Produkten um fünf Prozentpunkte geschmälert wurden. Die seit 2007 eingeführten Produkte generierten einen Nettoumsatz von USD 2,5 Milliarden und verzeichneten damit bei konstanten Wechselkursen einen Zuwachs um 38% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese jüngsten Produkte - Lucentis, Exforge, das Exelon Pflaster, Exjade, Aclasta/Reclast, Rasilez/Tekturna, Tasigna, Afinitor, Onbrez Breezhaler, Ilaris, Fanapt und Gilenya - steigerten damit ihren Anteil am Divisionsumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal von 23% auf 30%.

In Europa (USD 2,8 Milliarden, 0% kWk) machten anhaltend starke Volumensteigerungen von 13 Prozentpunkten den negativen Preiseffekt von sieben Prozentpunkten und die Auswirkungen der Einführung von Generika von sechs Prozentpunkten mehr als wett. Die jüngst eingeführten Produkte verzeichneten in europäischen Ländern weiterhin ein kräftiges Wachstum und steuerten 38% zum Nettoumsatz der Region bei. Die Umsätze in den USA (USD 2,6 Milliarden, 2% kWk) profitierten vom starken Wachstum von Tasigna und Gilenya, wobei die Einbussen durch Generikakonkurrenz für Femara und Lotrel in hoher Dosierung wettgemacht wurden. Die Geschäfte in Lateinamerika und Kanada (USD 0,8 Milliarden, +12% kWk) erzielten kräftige Zuwächse. Die Umsatzsteigerung in Japan (USD 1,1 Milliarden, +7% kWk) gegenüber der Vorjahresperiode beruhte vor allem auf Neueinführungen. Das Geschäft in den sechs wichtigsten Schwellenländern (USD 0,8 Milliarden, +12% kWk) profitierte von besonders starken Zuwächsen in China, Indien und Russland.

Die meisten strategischen Bereiche trugen zur Geschäftsexpansion bei. Das starke zugrunde liegende Wachstum der Onkologie (USD 2,7 Milliarden, +2% kWk) wurde durch Einbussen infolge generischer Konkurrenz für Femara (USD 134 Millionen, ‑62% kWk) in den USA und Europa geschmälert. Das Wachstum beruhte auf der anhaltenden positiven Umsatzentwicklung von Glivec/Gleevec und Tasigna (gemeinsamer Umsatz USD 1,4 Milliarden, +14% kWk) sowie von Sandostatin (USD 374 Millionen, +7% kWk) und dem kürzlich eingeführten Produkt Afinitor, das einen Umsatz von USD 133 Millionen (+66% kWk) erzielte. Die Performance der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselmedikamente (USD 1,9 Milliarden, ‑7% kWk) profitierte von der weiterhin guten Aufnahme von Galvus (USD 199 Millionen, +63% kWk) und Exforge (USD 323 Millionen, +30% kWk), war jedoch durch Umsatzeinbussen von Diovan (USD 1,3 Milliarden, ‑17% kWk) nach dem Verlust der Marktexklusivität in der EU beeinträchtigt. Der Bereich für Neurologie und Augenheilkunde (USD 1,3 Milliarden, +41% kWk) verzeichnete kräftige Zuwächse nach der erfolgreichen Einführung von Gilenya (USD 203 Millionen) in den USA und der EU sowie starke Zuwächse von Lucentis (USD 550 Millionen, +39% kWk).

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis ging um 63% (‑53% kWk) auf USD 0,8 Milliarden zurück. Sonderpositionen einschliesslich Abschreibungen führten zu einem Nettoaufwand von insgesamt USD 1,5 Milliarden, gegenüber einem Ertrag von USD 14 Millionen im Vorjahr. Zu den Sonderpositionen zählen Aufwendungen für Rasilez/Tekturna von USD 903 Millionen, ein Restrukturierungsaufwand von USD 274 Millionen - vor allem im Zusammenhang mit der im Finanzbericht zum dritten Quartal angekündigten Umstrukturierung von Forschung und Entwicklung und der Straffung des Produktionsnetzes - sowie Wertminderungen und andere Aufwendungen von USD 163 Millionen im Zusammenhang mit der Einstellung der Entwicklungsprogramme PRT128 (Elinogrel) und SMC021. In der Vorjahresperiode war dagegen ein Gewinn von USD 392 Millionen aus der Desinvestition von Enablex® verbucht worden.

Das operative Kernergebnis verbesserte sich um 5% (+12% kWk) auf USD 2,3 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 1,9 Prozentpunkte; diese Erhöhung wurde jedoch durch einen negativen Währungseinfluss von 1,8 Prozentpunkten grösstenteils aufgehoben, was eine Nettoverbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 0,1 Prozentpunkte auf 27,5% des Nettoumsatzes zur Folge hatte. Vor negativen Währungseffekten von 0,6 Prozentpunkten ging die Bruttomarge aufgrund höherer Lizenzgebühren für Lucentis und Gilenya sowie wegen der ungünstigen Zusammensetzung des Produktsortiments um 1,5 Prozentpunkte zurück. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung ging in Relation zum Nettoumsatz bei konstanten Wechselkursen um 1,3 Prozentpunkte zurück. Die Aufwendungen für Marketing und Verkauf sowie Administration und allgemeine Kosten profitierten von den weiteren Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität und sorgten trotz bedeutender Investitionen in die Einführung neuer Produkte für eine Margenverbesserung um 1,3 Prozentpunkte (kWk). Vor allem wegen der zeitlichen Verteilung von Kosten im Vorjahresquartal trugen die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) 0,8 Prozentpunkte (kWk) zur Erhöhung der Marge bei.

Geschäftsjahr

Nettoumsatz
Die Division Pharmaceuticals steigerte ihren Nettoumsatz um 7% (+4% kWk) auf USD 32,5 Milliarden. Dabei wurden Volumensteigerungen von neun Prozentpunkten durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt sowie einen kombinierten negativen Effekt von vier Prozentpunkten durch Generikakonkurrenz und die Veräusserung von Produkten geschmälert. Die jüngst eingeführten Produkte steuerten USD 9,2 Milliarden zum Nettoumsatz bei und verzeichneten bei konstanten Wechselkursen einen Zuwachs um 35% gegenüber dem Vorjahr. Damit steigerten diese Produkte ihren Anteil am Divisionsumsatz gegenüber dem Vorjahr von 22% auf 28%.

Europa war für die Division Pharmaceuticals nach wie vor die umsatzstärkste Region (USD 11,6 Milliarden, +2% kWk). Das Europageschäft profitierte vor allem von den jüngsten Produkten, die 35% des Nettoumsatzes erwirtschafteten, so dass die Kostensenkungsmassnahmen im Gesundheitswesen und der Preisverfall durch Generika mehr als wettgemacht wurden. Das Geschäft in den USA (USD 10,0 Milliarden, 0% kWk) steuerte 31% zum Nettoumsatz der Division bei. Dank Neueinführungen verbesserte sich die Performance in Japan (USD 3,9 Milliarden, +7% kWk) gegenüber dem Vorjahr. Die Geschäfte in Lateinamerika und Kanada (USD 3,0 Milliarden, +10% kWk) erreichten kräftige Wachstumsraten. Die sechs wichtigsten Schwellenländer (USD 3,2 Milliarden, +7% kWk) profitierten vor allem von zweistelligen Zuwächsen in China und Indien.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis ging um 2% (+4% kWk) auf USD 8,3 Milliarden zurück. Die Sonderpositionen einschliesslich Abschreibungen führten 2011 zu einem Nettoaufwand von USD 1,7 Milliarden gegenüber USD 1,1 Milliarden im Vorjahr. Zu den Sonderpositionen zählten Aufwendungen von USD 903 Millionen für Rasilez/Tekturna, Restrukturierungskosten von USD 420 Millionen und andere Wertminderungen von USD 302 Millionen auf immateriellen Vermögenswerten (vor allem infolge der Einstellung der Entwicklungsprojekte AGO178, PTK796, PRT128 und SMC021). Diese wurden durch höhere Wertminderungen im Vorjahr sowie durch Gewinne aus der Veräusserung von Elidel® (USD 324 Millionen) und von ophthalmologischen Pharmazeutika im Zusammenhang mit der Übernahme von Alcon (USD 81 Millionen) teilweise wettgemacht.

Das operative Kernergebnis stieg um 5% (+8% kWk) auf USD 10,0 Milliarden. Dank anhaltender Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität verbesserte sich die operative Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 1,4 Prozentpunkte. Diese Verbesserung wurde jedoch durch einen negativen Währungseinfluss von 2,1 Prozentpunkten aufgehoben, was einen Nettorückgang der operativen Kerngewinnmarge um 0,7 Prozentpunkte auf 30,9% des Nettoumsatzes zur Folge hatte. Die zugrunde liegende Bruttomarge ging vor allem aufgrund höherer Lizenzgebühren um 0,6 Prozentpunkte (kWk) zurück. Die Funktionskosten, die Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten, Marketing und Verkauf sowie Forschung und Entwicklung umfassen, verbesserten sich dank Produktivitätssteigerungen bei Marketing und Verkauf sowie Forschung und Entwicklung um 2,0 Prozentpunkte - trotz bedeutender Investitionen in die Einführung neuer Produkte. Die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) blieben bei konstanten Wechselkursen unverändert.

Alcon

Angepasst 4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Mio. USD Mio. USD Mio. USD Mio. USD
Nettoumsatz 2 425 2 285 9 958 4 446
Operatives Ergebnis 236 308 1 472 796
In % des Nettoumsatzes 9,7 13,5 14,8 17,9
Operatives Kernergebnis 796 718 3 492 1 350
In % des Nettoumsatzes 32,8 31,4 35,1 30,4

Pro forma 4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 2 425 2 277 6 7 9 949 9 031 10 7
Operatives Ergebnis 236 232 2 -8 1 461 1 181 24 14
In % des Nettoumsatzes 9,7 10,2 14,7 13,1
Operatives Kernergebnis 796 717 11 8 3 490 3 095 13 9
In % des Nettoumsatzes 32,8 31,5 35,1 34,3

Da die angepassten Angaben zu den Nettoumsätzen vor dem 25. August 2010 nur CIBA Vision und die Augenheilmittel der Division Pharmaceuticals umfassen, basieren alle nachfolgenden Kommentare auf Pro-forma-Angaben zum Jahr 2010.

Viertes Quartal

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg auf Pro-forma-Basis um 6% (+7% kWk) auf USD 2,4 Milliarden. Diese anhaltend starke Performance beruhte auf den kräftigen weltweiten Zuwächsen der ophthalmologischen Pharmazeutika von 8% (+9% kWk) und dem Wachstum der Ophthalmochirurgie von 8% (+9% kWk).

In den USA wurde ein Zuwachs von 8% verzeichnet, der von einer starken Performance der ophthalmologischen Pharmazeutika (vor allem der Produkte gegen Infektionen/Entzündungen, trockene Augen und Otologika/Rhinologika) sowie den Kontaktlinsen getragen war. In den Märkten ausserhalb der USA wurde ein Zuwachs um 5% (+6% kWk) auf USD 1,5 Milliarden verzeichnet, der vor allem den ophthalmologischen Pharmazeutika und der Ophthalmochirurgie zuzuschreiben war. In den sechs wichtigsten Schwellenländern stieg der Umsatz um 18% (+23% kWk), wozu vor allem die Geschäfte in China, Südkorea und Indien beitrugen.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis erhöhte sich im vierten Quartal auf Pro-forma-Basis um 2% (-8% kWk) auf USD 236 Millionen und beinhaltet Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten (USD 477 Millionen) sowie Integrationskosten (USD 61 Millionen).

Das operative Kernergebnis verbesserte sich auf Pro-forma-Basis um 11% (+8% kWk) auf USD 796 Millionen. Dank Produktivitätssteigerungen und der Realisierung integrationsbedingter Synergien (USD 41 Millionen) erzielte Alcon eine starke operative Leistungsfähigkeit. Die operative Kerngewinnmarge stieg auf Pro-forma-Basis bei konstanten Wechselkursen um 0,2 Prozentpunkte, bei einem positiven Währungseffekt von 1,1 Prozentpunkten, was eine Nettoerhöhung der operativen Kerngewinnmarge um 1,3 Prozentpunkte auf 32,8% des Nettoumsatzes zur Folge hatte. Die Bruttogewinnmarge entsprach 74,1% des Nettoumsatzes und lag etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung lag mit 9,7% des Nettoumsatzes ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Der Aufwand für Marketing und Verkauf verbesserte sich trotz erhöhter Investitionen in den Schwellenländern um 1,5 Prozentpunkte und entsprach 26,7% des Nettoumsatzes. Dank erfolgreichen Kostenmanagements und fusionsbedingter Kostensynergien gingen die Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten gegenüber der Vorjahresperiode von 5,8% auf 5,1% des Nettoumsatzes zurück.

Geschäftsjahr

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg auf Pro-forma-Basis um 10% (+7% kWk) auf USD 10,0 Milliarden. Dafür sorgten vor allem die ophthalmologischen Pharmazeutika mit starken weltweiten Zuwächsen von 12% (+10% kWk), die augenchirurgischen Produkte mit Zuwächsen um 11% (+8% kWk) und die Geschäfte in den sechs wichtigsten Schwellenländern mit einer Umsatzsteigerung von 26% (+22% kWk) gegenüber dem Vorjahr.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis verbesserte sich auf Pro-forma-Basis um 24% (+14% kWk) auf USD 1,5 Milliarden. Im Gesamtjahr war das operative Ergebnis durch einen ausserordentlichen Ertrag aus der Beilegung eines Rechtsstreits (USD 183 Millionen), durch Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten (USD 1,9 Milliarden), Integrationskosten (USD 221 Millionen) und die Auswirkungen im Zusammenhang mit der Optimierung der Produktionskapazitäten (USD 57 Millionen) beeinflusst.

Das operative Kernergebnis verbesserte sich auf Pro-forma-Basis um 13% (+9% kWk) auf USD 3,5 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge stieg auf Pro-forma-Basis bei konstanten Wechselkursen um 0,7 Prozentpunkte; dazu kam ein positiver Währungseffekt von 0,1 Prozentpunkten, was eine Nettoerhöhung der operativen Kerngewinnmarge um 0,8 Prozentpunkte auf 35,1% des Nettoumsatzes zur Folge hatte.

Sandoz

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 2 294 2 420 -5 -4 9 473 8 592 10 7
Operatives Ergebnis 394 292 35 33 1 422 1 321 8 10
In % des Nettoumsatzes 17,2 12,1 15,0 15,4
Operatives Kernergebnis 408 419 -3 -4 1 921 1 742 10 11
In % des Nettoumsatzes 17,8 17,3 20,3 20,3

Viertes Quartal

Nettoumsatz
Mit einer Volumensteigerung von fünf Prozentpunkten, die durch den Preisverfall von neun Prozentpunkten mehr als aufgehoben wurde, verzeichnete die Division Sandoz einen Rückgang des Nettoumsatzes um 5% (-4% kWk) auf USD 2,3 Milliarden. Neben der positiven Entwicklung der Biosimilars beruhte die Volumensteigerung auf der starken Performance in Russland, Frankreich, Spanien, Japan und Italien.

Die Retail-Generika und Biosimilars in den USA (USD 727 Millionen, -4% kWk) verzeichneten einen Umsatzrückgang, der auf zusätzliche Konkurrenz und einen entsprechenden Preisverfall von Enoxaparin (Generikum von Lovenox®) zurückzuführen war. Ausserdem hatte die Umsatzentwicklung im Vorjahresquartal von den bedeutenden Markteinführungen der zugelassenen Generika Gemcitabin und Lansoprazol von Sandoz mit 180-tägiger Marktexklusivität profitiert. In Deutschland ging der Umsatz der Retail-Generika und Biosimilars (USD 343 Millionen, -4% kWk) gegenüber dem Vorjahresquartal zurück, verbesserte sich aber wesentlich gegenüber der Performance der ersten neun Monate 2011, wobei die Preiseffekte der Rabattausschreibungen der gesetzlichen Krankenversicherungen und die neuen niedrigeren Festpreise teilweise kompensiert wurden. Gestützt auf eine starke Performance in Frankreich, Spanien und Italien erzielte das Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars in Westeuropa (+9% kWk) erhebliche Zuwächse. Das Wachstum in den Schwellenländern beruhte vor allem auf den Umsatzsteigerungen in Lateinamerika (+14% kWk) and Asien (+10% kWk).

Die Division untermauerte ihre globale Führungsposition im Segment der Biosimilars (USD 77 Millionen, +46%, +48% kWk), wobei alle drei Produkte - Omnitrope (humanes Wachstumshormon), Binocrit (Epoetin alfa) und Zarzio (Filgrastim) - eine starke Dynamik aufwiesen. Alle drei Produkte sind in ihren jeweiligen Marktsegmenten das führende Biosimilar.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis stieg bei konstanten Wechselkursen um 33% auf USD 394 Millionen. Die operative Gewinnmarge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,1 Prozentpunkte auf 17,2% des Nettoumsatzes. Der Anstieg der operativen Gewinnmarge lag um 4,6 Prozentpunkte über dem Anstieg der operativen Kerngewinnmarge. Dies war vor allem auf die Verringerung einer Verpflichtung zur bedingten Kaufpreiszahlung um USD 106 Millionen zurückzuführen, die durch Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in den USA teilweise kompensiert wurde.

Das operative Kernergebnis ging bei konstanten Wechselkursen um 4% auf USD 408 Millionen zurück. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 17,8% des Nettoumsatzes. Die Wechselkurse hatten einen positiven Effekt von 0,5 Prozentpunkten, wodurch die operative Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen unverändert blieb. Die Bruttogewinnmarge stieg um 2,1 Prozentpunkte (kWk), dank einer günstigen Zusammensetzung der Umsätze und Produktivitätssteigerungen, die durch den Preisverfall und Investitionen in die Steigerung der Produktqualität teilweise wettgemacht wurden. Der Aufwand für Marketing und Verkauf (-1,1 Prozentpunkte kWk) erhöhte sich aufgrund höherer Investitionen in wachsende Geschäftsbereiche in Westeuropa und den Schwellenländern. Investitionen in die Entwicklung differenzierter Generika wie Biosimilars und Atemwegsmedikamente, die durch Produktivitätssteigerungen teilweise wettgemacht wurden, führten zu einem Anstieg des Aufwands für Forschung und Entwicklung (-0,2 Prozentpunkte kWk). Der Aufwand für Administration und allgemeine Kosten (-0,4 Prozentpunkte kWk) erhöhte sich aufgrund des Umsatzrückgangs im vierten Quartal. Die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto, -0,4 Prozentpunkte kWk) stiegen vor allem wegen höherer Restrukturierungskosten im Jahr 2011 (unter der Schwelle für einen Ausschluss aus der Kernergebnisberechnung).

Geschäftsjahr

Nettoumsatz
Sandoz erzielte 2011 kräftige Umsatzsteigerungen (USD 9,5 Milliarden, +10%, +7% kWk) gegenüber dem Vorjahr. Ursache dafür waren bedeutende Zuwächse des Geschäfts mit Retail-Generika und Biosimilars in den USA (+22% kWk), wozu Enoxaparin einen Umsatz von über USD 1 Milliarde beitrug. Auch die Geschäfte in Kanada (+13% kWk), Westeuropa (+13% kWk), Lateinamerika (+12% kWk), Asien (+12% kWk) sowie Mittel- und Osteuropa (+6% kWk) trugen mit einer starken Performance zum Wachstum im Gesamtjahr bei. In Deutschland wurde bei Retail-Generika und Biosimilars ein Rückgang (-13% kWk) gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, während der Markt aufgrund der Rabattausschreibungen der gesetzlichen Krankenversicherungen und der niedrigeren neuen Festpreise netto schätzungsweise um 17% schrumpfte. Der Umsatz der Biosimilars wuchs bei konstanten Wechselkursen weltweit um 37% auf USD 261 Millionen. Dank der Einführung neuer Produkte stieg das Umsatzvolumen um 14 Prozentpunkte. Das von Alcon übernommene Generikageschäft Falcon steuerte zusätzlich zwei Prozentpunkte zum Wachstum bei, so dass der Preisverfall von neun Prozentpunkten mehr als wettgemacht wurde.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen gegenüber dem Vorjahr um 10% auf USD 1,4 Milliarden. Die operative Gewinnmarge verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,5 Prozentpunkte. Diese Erhöhung wurde jedoch durch einen negativen Währungseffekt von 0,9 Prozentpunkten aufgehoben, was einen Nettorückgang um 0,4 Prozentpunkte auf 15,0% des Nettoumsatzes zur Folge hatte. Die Verbesserung der operativen Gewinnmarge bei konstanten Wechselkursen war auf Produktivitätssteigerungen, die Eingliederung des Geschäfts von Falcon und einen Ertrag aus der Verringerung einer Verpflichtung zur bedingten Kaufpreiszahlung zurückzuführen, die durch Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in den USA (USD 204 Millionen) sowie den Preisverfall geschmälert wurden.

Das operative Kernergebnis verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 11% auf USD 1,9 Milliarden, wobei der Zuwachs des Umsatzvolumens, die Einführung neuer Produkte und die Produktivitätssteigerungen in allen Bereichen den Preisverfall mehr als wettmachten. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,8 Prozentpunkte auf 21,2% des Nettoumsatzes. Der Währungseffekt war negativ, die operative Kerngewinnmarge betrug 20,3%.

Vaccines and Diagnostics

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 671 361 86 86 1 996 2 918 -32 -34
Operatives Ergebnis 42 -253 n.a. n.a. -249 612 n.a. n.a.
In % des Nettoumsatzes 6,3 -70,1 -12,5 21,0
Operatives Kernergebnis 101 -121 n.a. n.a. 135 1 066 -87 -85
In % des Nettoumsatzes 15,1 -33,5 6,8 36,5

n.a. - nicht anwendbar

Viertes Quartal

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg im vierten Quartal auf USD 671 Millionen, was bei konstanten Wechselkursen einem Zuwachs um 86% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dieses Wachstum beruhte vor allem auf der anhaltenden Stärke unserer Meningokokken-Impfstoffe, auf der zeitlichen Verteilung des Geschäfts mit Impfstoffkomponenten für pädiatrische Impfstoffe nach der Behebung der Lieferverzögerungen in früheren Quartalen sowie auf höheren Umsätzen im Diagnostikgeschäft. Ausserdem erzielten wir im vierten Quartal einmalige Umsätze mit Präpandemie-Impfstoffen, die zum Nettoumsatzwachstum gegenüber der Vorjahresperiode beitrugen.

Operatives Ergebnis
Trotz anhaltender Investitionen in die Pipeline und den Bereich der Meningokokken-Impfstoffe belief sich das operative Ergebnis im vierten Quartal auf USD 42 Millionen, während im Vorjahreszeitraum ein Verlust von USD 253 Millionen ausgewiesen worden war. Die Verbesserung beruht auf einem höheren Umsatz im vierten Quartal 2011 sowie auf ausserordentlichen Wertminderungen auf Finanzanlagen und Restrukturierungskosten von USD 75 Millionen im Vorjahresquartal.

Im Berichtszeitraum wurde ein operativer Kerngewinn von USD 101 Millionen erzielt, während im Vorjahreszeitraum ein Verlust von USD 121 Millionen ausgewiesen worden war.

Geschäftsjahr

Nettoumsatz
Im Jahr 2011 belief sich der Nettoumsatz auf USD 2,0 Milliarden (-34% kWk), während im Vorjahr USD 2,9 Milliarden erzielt worden waren. Der Hauptgrund für diesen Unterschied gegenüber dem Vorjahr war der Verkauf von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen im Umfang von USD 1,3 Milliarden im Vorjahr, der sich 2011 nicht wiederholte.

Unter Ausschluss des Effekts der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe im Jahr 2010 erzielte die Division bei konstanten Wechselkursen eine Nettoumsatzsteigerung von 22%. Dazu trugen neben dem Wachstum in allen strategischen Bereichen vor allem die Meningokokken-Impfstoffe massgeblich bei.

Der Zuwachs im Bereich der Meningokokken-Impfstoffe wurde durch Menveo unterstützt, das sowohl in den USA als auch in anderen Ländern weiterhin Marktsegmentanteile erobert und 2011 einen Nettoumsatz von USD 142 Millionen erzielte.

Operatives Ergebnis
Im Gesamtjahr wurde ein operativer Verlust von USD 249 Millionen ausgewiesen, gegenüber einem operativen Gewinn von USD 612 Millionen im Vorjahr. Dies war im Wesentlichen auf den operativen Gewinn aus dem Verkauf der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe im Vorjahr zurückzuführen, der sich 2011 nicht wiederholte.

Unter Ausschluss des Effekts der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe verbesserte sich die Rentabilität dank solider zugrundeliegender Umsatzsteigerungen - trotz weiterer Investitionen in die Pipeline und den Bereich der Meningokokken-Impfstoffe. Im Jahr 2011 wurden Wertminderungen von USD 143 Millionen auf Finanzanlagen und immateriellen Vermögenswerten vorgenommen, gegenüber USD 98 Millionen im Vorjahr. Ausserdem waren im Vorjahr ein Aufwand von USD 45 Millionen für die Beilegung einer Rechtsstreitigkeit und ein Restrukturierungsaufwand von USD 52 Millionen angefallen.

Im Jahr 2011 wurde ein operativer Kerngewinn von USD 135 Millionen verzeichnet, während im Vorjahr USD 1,1 Milliarden ausgewiesen worden waren. Unter Ausschluss des Effekts der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe verbesserte sich auch das operative Kernergebnis gegenüber dem Vorjahr.

Consumer Health

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 1 078 1 163 -7 -6 4 631 4 362 6 3
Operatives Ergebnis 27 124 -78 -61 727 778 -7 4
In % des Nettoumsatzes 2,5 10,7 15,7 17,8
Operatives Kernergebnis 166 144 15 30 873 845 3 12
In % des Nettoumsatzes 15,4 12,4 18,9 19,4

Viertes Quartal

Nettoumsatz
Consumer Health verzeichnete im vierten Quartal einen Umsatzrückgang von 7% (‑6% kWk).

Das OTC-Geschäft verzeichnete im vierten Quartal einen Rückgang des Nettoumsatzes, der vor allem auf eine temporäre Aussetzung des Betriebs und den freiwilligen Rückruf der Produkte Excedrin, Bufferin, NoDoz und Gas-X des Produktionsstandorts in Lincoln (Nebraska) in den USA zurückzuführen war. Die Produkte des Werks in Lincoln steuern etwa 25% zum Gesamtumsatz von OTC bei und werden vor allem an Kunden in den USA, Kanada und Lateinamerika verkauft. Die Veräusserung von Produkten im früheren Verlauf des Jahres trug ebenfalls zum Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal bei. In den Schwellenländern, in erster Linie in China und Russland, wo die Geschäftseinheit einen Rekord des monatlichen Marktanteils erzielte, wurden weiterhin zweistellige Zuwächse verzeichnet. Auch in Deutschland konnte das OTC-Geschäft seine Position weiter stärken und erzielte dank Produktinnovationen und erfolgreicher Verkaufsaktivitäten trotz eines rückläufigen Marktes einen Zuwachs des Verbrauchs im hohen einstelligen Prozentbereich.

Der Umsatz von Animal Health wuchs ausserhalb der USA deutlich stärker als der Markt, wobei in den wichtigsten Schwellenländern zweistellige Wachstumsraten erzielt wurden. In den USA wurde im Nutztiergeschäft ein zweistelliger Zuwachs verzeichnet, der den negativen Einfluss des zunehmend wettbewerbsintensiven Haustiergeschäfts im Bereich der Herzwurm- und Flohbekämpfung weitgehend wettmachte. In Europa behauptet sich Milbemax nach wie vor als Nummer eins der Entwurmungsmittel für Katzen und Hunde, wobei eine neue Kautablettenformulierung das Umsatzwachstum ankurbelte. Das vor kurzem eingeführte Onsior, ein nicht-steroidaler Entzündungshemmer für Katzen und Hunde, eroberte in den wichtigsten europäischen Märkten und Japan weitere Segmentanteile.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis ging um 78% (-61% kWk) auf USD 27 Millionen zurück. Dies war vor allem auf die erforderlichen Rückstellungen zurückzuführen, die für den freiwilligen Rückruf bestimmter Produkte vorgenommen wurden. Die Wechselkurse hatten einen negativen Effekt von 17 Prozentpunkten, da sich ein relativ grosser Anteil der Kostenbasis von Consumer Health in der Schweiz befindet. Die operative Gewinnmarge sank um 8,2 Prozentpunkte auf 2,5% des Nettoumsatzes, wobei 2,0 Prozentpunkte des Rückgangs auf negative Währungseffekte zurückzuführen waren.

Das operative Kernergebnis stieg um 15% (+30% kWk) auf USD 166 Millionen. Der ausserordentliche Aufwand von USD 115 Millionen im Zusammenhang mit dem Produktrückruf ist im operativen Kernergebnis nicht enthalten. Die operative Kerngewinnmarge stieg bei konstanten Wechselkursen um 4,7 Prozentpunkte. USD 73 Millionen des ausserordentlichen Aufwands für den Produktrückruf beziehen sich auf Warenretouren. Da auf Ebene des Nettoumsatzes keine entsprechende Anpassung erfolgte, wirkte sich dies mit 1,0 Prozentpunkten positiv auf die operative Kerngewinnmarge aus. Die zugrundeliegende Verbesserung von 3,7 Prozentpunkten beruht im Quartalsvergleich auf einem niedrigen Niveau im Vorjahresquartal, das durch ein aussergewöhnlich hohes Ausgabenniveau des OTC-Geschäfts geprägt war.

Aufgrund von Margenverbesserungen durch Effizienzsteigerungen in der Produktion erhöhte sich die Bruttokerngewinnmarge geringfügig (+0,1 Prozentpunkte) gegenüber dem Vorjahr. Dank einer rigorosen Kostenkontrolle bei OTC im Vergleich zum aussergewöhnlich hohen Ausgabenniveau im Vorjahresquartal verbesserte sich der Marketing- und Verkaufsaufwand deutlich um 2,5 Prozentpunkte (kWk). Diese Verbesserung wurde durch höhere Investitionen in das US-Geschäft von Animal Health teilweise kompensiert. Aufgrund unseres anhaltenden Engagements für Innovation erhöhten sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung geringfügig (-0,1 Prozentpunkte kWk), während sich die Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten dank Massnahmen zur Kostenkontrolle und Produktivitätssteigerungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 Prozentpunkte (kWk) stark verbesserten. Die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) verbesserten sich um 0,4 Prozentpunkte (kWk).

Geschäftsjahr

Nettoumsatz
Die Geschäfte OTC und Animal Health erzielten 2011 gemeinsam ein Umsatzwachstum von 6% (+3% kWk).

Das OTC-Geschäft verzeichnete dank Beiträgen der Schwellenländer und der prioritären Marken ein Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich. In neun der zehn wichtigsten Länder von OTC wurden Volumensteigerungen über dem Marktdurchschnitt erzielt. Die Husten- und Erkältungsmedikamente, einschliesslich Theraflu, verzeichneten kräftige Umsatzsteigerungen, in denen anhaltende Investitionen und eine im Vergleich zum Vorjahr stärkere Saison in mehreren Märkten zum Tragen kamen. Voltaren erzielte dank des Einsatzes innovativer Verkaufsmodelle und einer Ausrichtung auf Marketing-Grundlagen weitere Zuwächse, während Prevacid24HR von einer gegenüber dem Vorjahr normalisierten Lagerentwicklung profitierte. Aufgrund der vorübergehenden Betriebseinstellung und des freiwilligen Rückrufs von Produkten des OTC-Standorts in Lincoln ging der Umsatz von Excedrin in den USA im vierten Quartal zurück. Ausgelaufene Vertriebsverträge und veräusserte Marken hatten ebenfalls einen negativen Einfluss auf das Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr.

Animal Health erzielte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, das von den Geschäften in Deutschland, Japan, Australien und den Schwellenländern getragen wurde. CliK und Vetrazin behaupteten in Australien und Grossbritannien ihre führenden Marktpositionen im Bereich der Medikamente für Schafe. Als führendes Entwurmungsmittel für Katzen und Hunde in Europa verzeichnete Milbemax eine zweistellige Wachstumsrate, während Onsior in den wichtigsten europäischen Ländern und Japan neue Marktsegmentanteile eroberte. Im Bereich der Therapeutika für Schweine erzielte Denagard insbesondere in den USA weiterhin starke zweistellige Zuwächse. Insgesamt blieb der Umsatz in den USA trotz des negativen Einflusses neuer Konkurrenz im Bereich der Herzwurm- und Flohbekämpfung unverändert.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis ging im Jahr 2011 bei konstanten Wechselkursen um 7% (+4% kWk) auf USD 727 Millionen zurück, wobei sich die operative Gewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 0,2 Prozentpunkte erhöhte. Diese Erhöhung wurde jedoch durch einen negativen Währungseffekt von 2,3 Prozentpunkten aufgehoben, was zu einer operativen Gewinnmarge von 15,7% des Nettoumsatzes führte.

Das operative Kernergebnis verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 3% (+12% kWk) auf USD 873 Millionen. Der ausserordentliche Aufwand von USD 115 Millionen im Zusammenhang mit dem Produktrückruf ist im operativen Kernergebnis nicht enthalten. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 1,8 Prozentpunkte. Dank einer starken operativen Leistungsfähigkeit, die in diesem Ergebnis zum Ausdruck kommt, stieg das operative Kernergebnis deutlich stärker als der Umsatz. USD 73 Millionen des ausserordentlichen Aufwands für den Produktrückruf beziehen sich auf Warenretouren. Da auf Ebene des Nettoumsatzes keine entsprechende Anpassung erfolgte, wirkte sich dies mit 0,4 Prozentpunkten positiv auf die operative Kerngewinnmarge aus. Die Wechselkursentwicklung wirkte sich mit 2,3 Prozentpunkten negativ auf die operative Kerngewinnmarge aus, was einen Nettorückgang der operativen Kerngewinnmarge um 0,5 Prozentpunkte auf 18,9% des Nettoumsatzes zur Folge hatte.

Dank Produktivitätsgewinnen, die durch die Zusammensetzung des Produktsortiments teilweise kompensiert wurden, verbesserte sich die Bruttomarge geringfügig um 0,1 Prozentpunkte (kWk). Dank Effizienzsteigerungen bei OTC, die durch höhere Investitionen bei Animal Health teilweise aufgehoben wurden, ging der Marketing- und Verkaufsaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte (kWk) zurück. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte (kWk), wobei die Massnahmen zur Steigerung der Produktivität die anhaltenden Investitionen in Innovation mehr als wettmachten. Der Aufwand für Administration und allgemeine Kosten ging dank einer strikten Kostenkontrolle um 0,2 Prozentpunkte (kWk) zurück. Vor allem aufgrund der Gewinne aus der Veräusserung kleinerer Produkte verbesserten sich die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) um 0,3 Prozentpunkte (kWk).

BILANZ UND GELDFLUSS DES KONZERNS

Bilanz

Vermögenswerte
Die Bilanzsumme belief sich per 31. Dezember 2011 auf USD 117,5 Milliarden und lag damit um USD 5,8 Milliarden unter dem Betrag zu Jahresbeginn. Das Anlagevermögen verringerte sich seit Jahresbeginn von USD 96,6 Milliarden auf USD 93,4 Milliarden und beinhaltete Goodwill und immaterielle Vermögenswerte, die seit Jahresbeginn von USD 64,9 Milliarden auf USD 61,9 Milliarden zurückgingen. Auch das Umlaufvermögen verringerte sich von USD 26,7 Milliarden auf USD 24,1 Milliarden. Ursachen dafür waren vor allem ein Rückgang der Wertschriften, die sich infolge der Transaktion mit den Minderheitsaktionären von Alcon um USD 3,1 Milliarden verringerten, sowie ein Rückgang der Vorräte um USD 0,2 Milliarden. Demgegenüber war eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um USD 0,5 Milliarden zu verzeichnen.

Finanzverbindlichkeiten
Trotz der Finanzierung von Akquisitionen und Aktienrückkäufen gingen die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, einschliesslich Derivaten, gegenüber dem 31. Dezember 2010 um USD 2,8 Milliarden auf USD 20,2 Milliarden per 31. Dezember 2011 zurück. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten von USD 13,8 Milliarden setzen sich aus Anleihen und Euro Medium Term Notes von insgesamt USD 12,7 Milliarden sowie anderen langfristigen Finanzdarlehen von USD 1,1 Milliarden zusammen. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von USD 6,4 Milliarden umfassen Commercial Papers von USD 2,2 Milliarden und anderes kurzfristiges Fremdkapital von insgesamt USD 4,2 Milliarden.

Eigenkapital des Konzerns
Das Eigenkapital des Konzerns sank gegenüber dem Jahresende 2010 um USD 3,8 Milliarden auf USD 65,9 Milliarden per 31. Dezember 2011. Das Gesamtergebnis belief sich auf USD 7,3 Milliarden, vor allem aufgrund des Reingewinns von 2011 (USD 9,2 Milliarden), kompensiert durch versicherungsmathematische Nettoverluste aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen (USD 1,4 Milliarden) und negative Währungsumrechnungsdifferenzen (USD 0,6 Milliarden). Dies wurde mehr als aufgehoben durch Dividenden (USD 5,4 Milliarden), den Nettoeffekt des Rückkaufs eigener Aktien (USD 3,5 Milliarden) in Kombination mit dem Erwerb der verbleibenden USD 2,9 Milliarden nicht beherrschender Anteile an Alcon, Inc. sowie durch die Erhöhung aktienbasierter Vergütungen (USD 0,8 Milliarden).

Die Übernahme der verbleibenden nicht beherrschenden Anteile an Alcon, Inc. erfolgte 2011 in zwei wesentlichen Schritten. Vor dem 8. April 2011 wurden 4,8% an Alcon, Inc. erworben, was zu einer Reduktion des Eigenkapitals um USD 2,4 Milliarden führte. Am 8. April 2011 wurden die restlichen ausstehenden nicht beherrschenden Anteile durch den Tausch von Novartis Aktien mit einem Marktwert von USD 9,2 Milliarden zuzüglich einer wertabhängigen Barzahlung von USD 0,5 Milliarden erworben. Einschliesslich der vom Eigenkapital in Abzug gebrachten akquisitionsbedingten Kosten von USD 0,1 Milliarden führte dies zu einer Reduktion des Eigenkapitals um USD 12,2 Milliarden, die durch eine Verringerung des Wertes der nicht beherrschenden Anteile um USD 6,5 Milliarden teilweise kompensiert wurde. Damit betrug die Nettoverringerung des Eigenkapitals USD 5,7 Milliarden. Die nicht beherrschenden Anteile reduzierten sich um USD 6,6 Milliarden, was vor allem auf die oben beschriebene Transaktion zurückzuführen ist.

Liquidität
Der Verschuldungsgrad (Debt/Equity Ratio) des Konzerns verbesserte sich per 31. Dezember 2011 gegenüber dem Jahresende 2010 von 0,33:1 auf 0,31:1, da der Effekt des geringeren Eigenkapitals durch den Effekt der geringeren Finanzverbindlichkeiten mehr als wettgemacht wurde. Die Liquidität des Konzerns verringerte sich gegenüber dem Jahresende 2010 von USD 8,1 Milliarden auf USD 5,1 Milliarden per 31. Dezember 2011. Die Nettoverschuldung belief sich per 31. Dezember 2011 auf USD 15,2 Milliarden gegenüber dem Betrag von USD 14,9 Milliarden zu Jahresbeginn.

Geldfluss

Der Free Cashflow belief sich im vierten Quartal 2011 auf USD 3,9 Milliarden, gegenüber USD 4,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Diese Differenz war vor allem auf den Erlös von USD 0,4 Milliarden aus einer ersten Barzahlung aus der Veräusserung von Enablex® zurückzuführen, der in der Vorjahresperiode verbucht worden war. Der Geldfluss aus operativer Tätigkeit belief sich trotz höherer Steuerzahlungen und eines grösseren Bedarfs an Umlaufvermögen auf USD 4,7 Milliarden und lag damit deutlich über dem Niveau des operativen Ergebnisses.

Der Geldfluss für Investitionstätigkeit belief sich auf USD 0,8 Milliarden und war vor allem auf die Anschaffung von Sachanlagen zurückzuführen. Im Vorjahreszeitraum hatte der Geldfluss für Investitionstätigkeit USD 0,6 Milliarden betragen.

Der Geldabfluss für Finanzierungstätigkeit belief sich im vierten Quartal 2011 auf USD 4,2 Milliarden, was vor allem auf die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten von USD 3,4 Milliarden und Transaktionen mit eigenen Aktien in Höhe von USD 0,7 Milliarden zurückzuführen ist.

Der Free Cashflow belief sich im Gesamtjahr auf USD 12,5 Milliarden, was einer Zunahme um 1% beziehungsweise USD 0,2 Milliarden gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Geldfluss aus operativer Tätigkeit betrug USD 14,3 Milliarden, was einer Zunahme um lediglich USD 0,2 Milliarden entspricht, da in der Vorjahresperiode hohe Zahlungseingänge für Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe erfolgt waren.

Der Geldabfluss für Investitionstätigkeit belief sich auf USD 0,8 Milliarden, gegenüber USD 15,8 Milliarden in der Vorjahresperiode. Der Geldabfluss für Investitionen in Sachanlagen (USD 2,2 Milliarden) und in immaterielle und finanzielle Vermögenswerte (USD 0,4 Milliarden) sowie für Akquisitionen (USD 0,6 Milliarden), insbesondere für Genoptix, Inc., wurden durch Zuflüsse aus dem Verkauf von Wertschriften (USD 1,6 Milliarden) und Erlöse aus dem Verkauf verschiedener Anlagen (USD 0,8 Milliarden, vor allem Vermarktungsrechte für Elidel®) teilweise kompensiert. Im Vorjahreszeitraum wurden die Geldabflüsse für Investitionen in Sachanlagen (USD 1,7 Milliarden) und in immaterielle und finanzielle Vermögenswerte (USD 0,7 Milliarden) sowie für Akquisitionen (USD 26,7 Milliarden), insbesondere für Alcon, teilweise durch den Verkauf von Wertschriften (USD 12,6 Milliarden) und Erlöse aus dem Verkauf verschiedener Anlagen (USD 0,7 Milliarden) finanziert.

Der Geldabfluss für Finanzierungs­tätigkeit belief sich im Jahr 2011 auf USD 15,0 Milliarden. Er umfasste Geldabflüsse von USD 5,4 Milliarden für die Dividendenausschüttung, USD 3,5 Milliarden für den Rückkauf eigener Aktien, USD 3,2 Milliarden für die Übernahme der nicht beherrschenden Anteile an Alcon, USD 2,8 Milliarden für die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und USD 0,1 Milliarden für andere Finanzierungspositionen.

PRODUKTÜBERSICHT

Division Pharmaceuticals - Produktübersicht

Alle folgenden Erläuterungen beziehen sich auf Veränderungen im vierten Quartal.

Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Medikamente gegen Bluthochdruck
Diovan 1 318 1 576 -16 -17 5 665 6 053 -6 -9
Exforge 323 251 29 30 1 209 904 34 30
Zwischentotal
Valsartan-Gruppe
1 641 1 827 -10 -10 6 874 6 957 -1 -4
Rasilez/Tekturna 108 133 -19 -18 557 438 27 24
Zwischentotal Blut-hochdruck 1 749 1 960 -11 -11 7 431 7 395 0 -3
Galvus 199 124 60 63 677 391 73 66
Total strategische Produkte 1 948 2 084 -7 -7 8 108 7 786 4 1
Etablierte Medikamente 245 309 -21 -22 1 027 1 369 -25 -29
Total 2 193 2 393 -8 -8 9 135 9 155 0 -4

Unser Portfolio der Bluthochdruckmedikamente umfasst die Valsartan-Gruppe (welche die Produktgruppen Diovan und Exforge einschliesst) sowie Rasilez/Tekturna.

Aufgrund des Verlusts der Marktexklusivität in der EU ging der weltweite Umsatz der Diovan Gruppe (USD 1,3 Milliarden, ‑17% kWk) zurück. Die Produkte der Diovan Gruppe behaupteten ihre Position als weltweit meistverkaufte Bluthochdruck-Medikamente mit einem Anteil von 13,27% am Weltmarkt der Blutdrucksenker.

Die Exforge Gruppe (USD 323 Millionen, +30% kWk) erzielte weltweit kräftige Zuwächse. Die Umsatzentwicklung profitierte vom anhaltenden Umfang der Verschreibungen in der EU, den USA und weiteren wichtigen Regionen sowie von der laufenden Einführung von Exforge HCT in Europa, Asien und Lateinamerika. Exforge, ein Kombinationspräparat aus Diovan und dem Kalziumkanalblocker Amlodipin, verzeichnet weltweit hervorragende Umsatzsteigerungen und ist jetzt für Patienten in mehr als 80 Ländern erhältlich. Die Dreifachkombination Exforge HCT, die zusätzlich das Diuretikum Hydrochlorothiazid enthält, steht heute in mehr als 40 Ländern zur Verfügung und soll 2012 in weiteren Märkten eingeführt werden.

Der Umsatz von Rasilez/Tekturna (Aliskiren; USD 108 Millionen, ‑18% kWk) ging im vierten Quartal zurück. Ende Dezember gab Novartis nach der Analyse der Daten aus der ALTITUDE-Studie mit Rasilez/Tekturna bekannt, dass die Studie aufgrund der Empfehlung des zuständigen unabhängigen Datenüberwachungsausschusses eingestellt wurde. Als zusätzliche Vorsichtsmassnahme stellte Novartis die Werbung für Produkte auf der Basis von Rasilez/Tekturna zur Kombination mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptorblockern ein.

Die Galvus Gruppe (USD 199 Millionen, +63% kWk), die Therapien zur oralen Behandlung von Typ-2-Diabetes mit dem Wirkstoff Vildagliptin umfasst, verzeichnete seit der Markteinführung 2007 ein starkes Wachstum in Japan und vielen Ländern Europas, Lateinamerikas und der Region Asien/Pazifik. Im vierten Quartal wurde die Zulassung von Galvus in der EU für den Einsatz bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und mittelschweren bis schweren Nierenfunktionsstörungen erweitert. Zudem befürwortete der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) den Einsatz von Galvus als Monotherapie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, für die Metformin nicht geeignet ist. Inzwischen ist Vildagliptin in fast 90 Ländern erhältlich, wobei für 2012 zudem die Markteinführung in China geplant ist.

Onkologie

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Bcr-Abl-Franchise
Glivec/Gleevec 1 238 1 143 8 9 4 659 4 265 9 5
Tasigna 207 126 64 65 716 399 79 74
Zwischentotal Bcr-Abl-Franchise 1 445 1 269 14 14 5 375 4 664 15 11
Zometa 368 395 -7 -7 1 487 1 511 -2 -5
Sandostatin 374 351 7 7 1 443 1 291 12 9
Femara 134 351 -62 -62 911 1 376 -34 -37
Exjade 229 209 10 10 850 762 12 8
Afinitor 133 80 66 66 443 243 82 77
Übrige 46 37 24 26 163 181 -10 -15
Total 2 729 2 692 1 2 10 672 10 028 6 3

Unsere Bcr-Abl-Produktgruppe, die Glivec/Gleevec und Tasigna umfasst, verzeichnete weiterhin starke Zuwächse und erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von USD 1,4 Milliarden (+14% kWk).

Das anhaltende Wachstum von Glivec/Gleevec (USD 1,2 Milliarden, +9% kWk) beruht auf seinen Eigenschaften als zielgerichtetes Medikament im Therapiebereich der Philadelphiachromosom-positiven chronisch-myeloischen Leukämie (Ph+ CML) und in der Behandlung von metastasierenden, inoperablen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) sowie in der adjuvanten (postoperativen) Behandlung von KIT-positiven (KIT+) GIST.

Tasigna (USD 207 Millionen, +65% kWk) verzeichnet ein rapides Wachstum als gezielte Therapie der nächsten Generation für erwachsene Patienten mit Ph+ CML in der chronischen Phase. Inzwischen ist Tasigna in mehr als 50 Märkten weltweit zur Primärtherapie zugelassen, unter anderem in den USA, der EU, Japan und der Schweiz. Zusätzliche Zulassungsanträge werden in weiteren Ländern weltweit geprüft. In über 95 Ländern ist Tasigna für die Sekundärbehandlung der Ph+ CML in der chronischen und beschleunigten Phase zugelassen. Sowohl in der Primär- als auch in der Sekundärtherapie der Ph+ CML erobert Tasigna nach wie vor weitere Marktanteile.

Zometa (USD 368 Millionen, -7% kWk) ist ein führendes Medikament zur Verringerung oder Verzögerung von Skelettkomplikationen bei Patienten mit Knochenmetastasen (Tochtergeschwülsten) von soliden Tumoren und multiplem Myelom. In Europa und den USA ist Zometa in einer gebrauchsfertigen Formulierung erhältlich, die eine einfachere Verabreichung ermöglicht. Obwohl der Umsatz in Europa stieg, führte die Konkurrenz in den USA insgesamt zu einem Umsatzrückgang im vierten Quartal um 5%.

Sandostatin (USD 374 Millionen, +7% kWk) profitiert in wichtigen Märkten weiterhin vom zunehmenden Einsatz von Sandostatin LAR in der symptomatischen Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren sowie von Zulassungen in mehr als 25 Ländern zur Verzögerung des Tumorwachstums bei Patienten mit Mitteldarmkarzinoiden. In mehr als 20 weiteren Ländern wird die Zulassung für diese Indikation geprüft.

Femara (USD 134 Millionen, -62% kWk), ein Medikament zur Behandlung postmenopausaler Frauen mit Brustkrebs im frühen oder fortgeschrittenen Stadium, verzeichnete erwartungsgemäss Umsatzeinbussen aufgrund der Einführung mehrerer Generika in den USA, Europa und anderen wichtigen Märkten.

Exjade (USD 229 Millionen, +10% kWk) ist zur einmal täglichen oralen Behandlung transfusionsbedingter Eisenüberladung in mehr als 100 Ländern zugelassen und erzielte ausserhalb der USA weiterhin zweistellige Zuwächse. Zulassungsanträge für den Einsatz von Exjade bei nicht transfusionsabhängigen Thalassämie-Patienten wurden in der EU eingereicht und sind für die USA in Vorbereitung. Die Anträge basieren auf Ergebnissen der zulassungsrelevanten Studie THALASSA, die im Dezember auf der Tagung der American Society of Hematology vorgestellt wurden.

Afinitor (USD 133 Millionen, +66% kWk), ein oral zu verabreichender Hemmer des mTOR-Signalwegs zur Behandlung mehrerer verschiedener Erkrankungen, verzeichnete in wichtigen Märkten weiterhin ein starkes Wachstum. Als erstes Medikament zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Nierenzellkarzinomen nach einer gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) gerichteten Therapie ist Afinitor gegenwärtig in über 80 Ländern zugelassen. Zudem ist Afinitor in 39 Ländern, unter anderem in den USA, der EU und Japan, zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse zugelassen. Darüber hinaus ist der Wirkstoff von Afinitor, Everolimus, in 40 Ländern (beispielsweise in den USA unter dem Namen Afinitor und in der EU unter dem Namen Votubia) zur Behandlung von Patienten mit subependymalen Riesenzellastrozytomen im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose zugelassen. Everolimus ist unter den Handelsnamen Certican und Zortress auch für nicht-onkologische Indikationen erhältlich und für die Verwendung in medikamentenbeschichteten Stents exklusiv an Abbott lizenziert sowie an Boston Scientific unterlizenziert.

Neurologie und Augenheilmittel

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Lucentis 550 394 40 39 2 050 1 533 34 26
Exelon/Exelon Pflaster 271 256 6 8 1 067 1 003 6 4
Comtan/Stalevo 152 157 -3 -3 614 600 2 -1
Gilenya 203 11 n.a. n.a. 494 15 n.a. n.a.
Extavia 39 40 -3 -4 154 124 24 19
Übrige (inkl. Fanapt) 45 41 10 12 159 190 -16 -23
Total strategische Produkte 1 260 899 40 41 4 538 3 465 31 25
Etablierte Medikamente 133 148 -10 -9 547 567 -4 -8
Total 1 393 1 047 33 34 5 085 4 032 26 21

n.a. - nicht anwendbar

Als einzige Anti-VEGF-Therapie, die für drei ophthalmologische Indikationen zugelassen ist, erzielte Lucentis (USD 550 Millionen, +39% kWk) weiterhin kräftige Zuwächse. Lucentis dient zur Behandlung der feuchten Form altersbedingter Makuladegeneration (AMD) sowie zur Behandlung von Sehbehinderungen durch diabetische Makulaödeme (DME) oder durch Makulaödeme infolge von Retinalvenenverschluss. In der Behandlung feuchter AMD ist Lucentis als primäre Standardtherapie etabliert und in mehr als 100 Ländern die einzige zugelassene Therapie, die das Sehvermögen betroffener Patienten massgeblich verbessert. Im Dezember wurde es auch in China für diese Indikation zugelassen. Für die Behandlung von Sehbehinderungen durch DME oder Makulaödeme infolge von Retinalvenenverschluss ist Lucentis in mehr als 50 Ländern zugelassen - seit dem vierten Quartal auch in Australien. Genentech/Roche besitzt die Rechte an Lucentis in den USA.

Der Gesamtumsatz von Exelon/Exelon Pflaster (USD 271 Millionen, +8% kWk) stieg weiterhin an. Das Exelon Pflaster, die transdermale Verabreichungsform des Medikaments, erzielte im vierten Quartal ein Umsatzwachstum von 13% und erreichte damit einen Anteil von über 78% am Gesamtumsatz von Exelon. Das Exelon Pflaster ist in mehr als 80 Ländern für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Formen der Alzheimer-Demenz zugelassen. In über 20 dieser Länder ist es auch für die Behandlung von Demenz im Zusammenhang mit der Parkinsonkrankheit zugelassen.

Gilenya (USD 203 Millionen) erzielte als einmal täglich oral zu verabreichende Therapie für Erwachsene mit schubförmig remittierenden und/oder schubförmig verlaufenden Formen von multipler Sklerose (MS) weiterhin dynamische Umsatzsteigerungen. Gilenya ist jetzt in mehr als 55 Ländern zugelassen, wobei im Rahmen der kommerziellen Vermarktung über 25 000 Patienten mit dem Medikament behandelt werden. Gilenya wird von der Mitsubishi Tanabe Pharma Corporation einlizenziert.

Der Umsatz von Extavia (USD 39 Millionen, ‑4% kWk), der unternehmenseigenen Marke von Betaferon®/Betaseron® (Interferon Beta-1b) zur Behandlung schubförmig verlaufender Formen von multipler Sklerose, war im vierten Quartal 2011 durch die zeitliche Verschiebung von Ausschreibungsverfahren beeinträchtigt. Das Medikament verzeichnete jedoch in wichtigen Märkten weitere Zuwächse und erzielte bezogen auf das Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung von 19%. Extavia wurde seit der EU-Zulassung 2008 in mehr als 35 Ländern zugelassen. Betaferon® und Betaseron® sind eingetragene Marken von Bayer.

Atemwegserkrankungen

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Xolair 130 102 27 33 478 369 30 29
TOBI 79 72 10 10 296 279 6 4
Onbrez Breezhaler 32 17 88 94 103 33 n.a. n.a.
Total strategische Produkte 241 191 26 30 877 681 29 27
Etablierte Medikamente 46 48 -4 -3 172 174 -1 -6
Total 287 239 20 23 1 049 855 23 21

n.a. - nicht anwendbar

Onbrez Breezhaler (USD 32 Millionen, +94% kWk) verzeichnete in allen Märkten weiterhin ein starkes Wachstum. Als einmal täglich zu verabreichender Beta-2-Agonist mit lang anhaltender Wirkung wird Onbrez Breezhaler bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zur bronchialerweiternden Erhaltungstherapie der Atemwegsobstruktion eingesetzt. Onbrez Breezhaler ist mittlerweile in mehr als 80 Ländern zugelassen, unter anderem in den USA unter dem Handelsnamen Arcapta Neohaler sowie in Japan. Zur stärkeren Unterstützung von COPD-Patienten in Japan schloss Novartis eine Vereinbarung zur gemeinsamen Vermarktung mit Eisai Co. Ltd., die am 1. Dezember 2011 in Kraft trat. Die Vereinbarung betrifft Onbrez Inhalationskapseln und im Fall einer Zulassung die Arzneimittelkandidaten NVA237 (Glycopyrroniumbromid) und QVA149 (eine Fixdosiskombination von Indacaterolmaleat und Glycopyrroniumbromid). In Deutschland waren die Umsätze im vierten Quartal beeinträchtigt, nachdem die Erstattung für Onbrez Breezhaler unter den Preis generischer Beta-2-Agonisten mit lang anhal­tender Wirkung gesenkt wurde. Da die Behandlung mit Onbrez Breezhaler entsprechend der in der EU zugelassenen Indikation gegenüber herkömmlichen Beta-2-Agonisten mit lang anhal­tender Wirkung zusätzliche Vorteile bietet, liess Novartis die Preise in Deutschland unverändert. Deshalb müssen zahlreiche Patienten in Deutschland Zuzahlungen zu Onbrez Breezhaler leisten.

Xolair (USD 130 Millionen, +33% kWk), ein biotechnologisch hergestelltes Medikament, das in Europa zur Behandlung von schwerem persistierendem allergischem Asthma und in den USA zur Behandlung von mittelschwerem bis schwerem persistierendem allergischem Asthma zugelassen ist, erreichte im vierten Quartal einen weltweiten Jahresumsatz von USD 1 Milliarde und avancierte damit zum Blockbuster-Präparat. Xolair ist zurzeit in 90 Ländern zugelassen und verzeichnet in Europa, in wichtigen lateinamerikanischen Märkten sowie in Japan weiterhin starke Zuwächse. In China läuft eine Phase-III-Studie zur Unterstützung der dortigen Zulassung. Xolair Liquid, eine neue Darreichungsform in Fertigspritzen, die die Verabreichung gegenüber der ursprünglichen lyophilisierten Formulierung vereinfacht, wird in weiteren europäischen Ländern eingeführt. Ausserdem laufen derzeit Phase-III-Studien für eine mögliche weitere Indikation - chronisch-idiopathische Urtikaria. In den USA wird Xolair von Novartis und Genentech gemeinsam vermarktet, wobei Novartis am operativen Gewinn beteiligt ist, aber keine US-Umsätze verbucht. Novartis besitzt die alleinigen Rechte zur Vermarktung von Xolair ausserhalb der USA.

TOBI Podhaler (USD 79 Millionen, inkl. TOBI Verneblerlösung) ist in der EU und in Kanada zur Behandlung chronischer Pseudomonas-aeruginosa-Infektionen der Lunge bei Mukoviszidose-Patienten ab einem Alter von sechs Jahren zugelassen. Bei TOBI Podhaler (Inhalationspulver) handelt es sich um eine neue Trockenpulver-Formulierung des Antibiotikums Tobramycin. Das Medikament wird mit einem praktischeren, patientenfreundlicheren Gerät verabreicht, das bei vergleichbarer Wirksamkeit die Anwendungszeit gegenüber TOBI (Verneblerlösung) um 72% verkürzt. TOBI Podhaler fand nach der Markteinführung schnelle Akzeptanz, was die Vorteile des Medikaments für die Patienten im Hinblick auf Unabhängigkeit und Anwendungszeit verdeutlicht.

Integrierte Krankenhausversorgung

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010
Veränderung
in %
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010
Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Neoral/Sandimmun 234 235 0 -2 903 871 4 -2
Myfortic 146 114 28 31 518 444 17 15
Certican/Zortress 49 39 26 29 187 144 30 25
Ilaris 12 10 20 32 48 26 85 82
Übrige 92 79 16 15 363 293 24 19
Total strategische Produkte 533 477 12 12 2 019 1 778 14 9
Etablierte Medikamente 366 400 -9 -8 1 453 1 469 -1 -4
Total 899 877 3 3 3 472 3 247 7 3

Certican/Zortress (USD 49 Millionen, +29% kWk) ist zur Prävention der Organabstossung bei erwachsenen Herz- und Nierentransplantierten indiziert und in mehr als 85 Ländern verfügbar. Das Medikament verzeichnet nach wie vor ein solides Wachstum, insbeson­dere in den USA, wo es seit April 2010 unter dem Handelsnamen Zortress zur Behandlung erwachsener Nierentransplantierter erhältlich ist. Everolimus wird unter den Handelsnamen Afinitor und Votubia auch in anderen Indikationen vermarktet. Für die Verwendung in medikamentenbeschichteten Stents wurde Everolimus exklusiv an Abbott lizenziert sowie an Boston Scientific unterlizenziert.

Ilaris (USD 12 Millionen, +32% kWk) ist in über 50 Ländern für die Behandlung von Erwachsenen und Kindern mit Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndromen zugelassen. Dabei handelt es sich um eine Gruppe seltener autoinflammatorischer Erkrankungen. Vor kurzem wurde das Medikament in Japan eingeführt.

Alcon - Produktübersicht

Alle folgenden Erläuterungen beziehen sich auf Veränderungen im vierten Quartal und stellen Pro-forma-Angaben dar.

Surgical (Ophthalmochirurgie)

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010*
Veränderung
in %*
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010*
Veränderung
in %*
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Kataraktchirurgie 732 711 3 4 2 858 2 668 7 4
Intraokularlinsen (IOL) für Kataraktchirurgie 318 319 0 1 1 276 1 207 6 3
Produkte für Vitreoretinal-chirurgie 136 113 20 21 529 424 25 21
Produkte für refraktive Chirurgie/Übrige 60 36 67 65 200 129 55 51
Total 928 860 8 9 3 587 3 221 11 8

*Pro forma

Mit einem Umsatz von USD 928 Millionen weltweit erzielte der Augenchirurgiebereich im vierten Quartal eine Steigerung um 8% (+9% kWk) gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Geschäft in den Schwellenländern expandierte stark, während sich das Wachstum des Intraokularlinsengeschäfts in den USA gegenüber dem Vorjahreszeitraum verlangsamte. Der weltweite Umsatz der technologisch fortschrittlichen Intraokularlinsen profitierte vor allem vom starken Verkauf der Intraokularlinsen AcrySof IQ Toric und AcrySof IQ ReSTOR+3.0 und stieg um 10% (+13% kWk). Der Femtosekundenlaser LenSx für die refraktive Kataraktchirurgie verzeichnete im vierten Quartal starke Absatzzahlen. Weltweit wurden mittlerweile mehr als 500 Chirurgen im Einsatz dieser bahnbrechenden Technologie geschult. Das Vitreoretinalchirurgie-System Constellation trug zu einer robusten Umsatzsteigerung dieses Bereichs bei. Das starke Wachstum im Segment der refraktiven Chirurgie beruhte insbesondere auf den Verkäufen von chirurgischer Ausrüstung wie auch auf Marktanteilsgewinnen in den USA.

Ophthalmologische Pharmazeutika

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010*
Veränderung
in %*
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010*
Veränderung
in %*
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Produkte zur Glaukombehandlung 315 297 6 7 1 287 1 136 13 10
Antiallergika/Otologika/
Rhinologika
164 151 9 10 884 813 9 7
Produkte gegen Infektionen/Entzündungen 240 219 10 11 967 839 15 14
Produkte gegen trockene Augen/Übrige 197 182 8 11 810 727 11 10
Total 916 849 8 9 3 948 3 515 12 10

*Pro forma

Der Umsatz der ophthalmologischen Pharmazeutika stieg weltweit um 8% (+9% kWk) auf USD 916 Millionen. Dank der Umsatzentwicklung der ausserhalb der USA erhältlichen Kombinationspräparate DuoTrav und Azarga, die gemeinsam einen Zuwachs von 29% (+30% kWk) erzielten, stieg der Umsatz der Produkte gegen grünen Star (Antiglaukomatosa) um 6% (+7% kWk). Der Umsatz der Produkte gegen Infektionen und Entzündungen wuchs um 10% (+11% kWk). Dazu trugen in erster Linie das starke Wachstum der Augentropfensuspension Nevanac sowie die solide Performance der Augentropfensuspension Durezol bei. Systane und Systane Balance leisteten die wichtigsten Beiträge zum Wachstum der Produkte gegen trockene Augen.

Vision Care

4. Quartal
2011
4. Quartal
2010*
Veränderung
in %*
Geschäfts-
jahr 2011
Geschäfts-
jahr 2010*
Veränderung
in %*
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Kontaktlinsen 408 398 3 3 1 701 1 579 8 3
Pflegelösungen/Übrige 173 170 2 1 713 716 0 -4
Total 581 568 2 2 2 414 2 295 5 1

*Pro forma

Der Umsatz des Bereichs Vision Care stieg weltweit um 2% (+2% kWk) auf USD 581 Millionen. Das Umsatzwachstum der Kontaktlinsen beruhte neben den starken Zuwächsen der Produktgruppe Dailies in den USA vor allem auf der anhaltend starken Performance der Produktfamilie Air Optix, die im Multifokal-Segment marktführend ist und gegenüber dem vierten Quartal des Vorjahres ein Wachstum von 11% (kWk) erzielte. Die Umsatzentwicklung des Kontaktlinsenbereichs wurde durch die Einstellung des Geschäfts mit Spezialkontaktlinsen und durch ein langsameres Marktwachstum in europäischen Ländern beeinträchtigt. Die Umsatzentwicklung der Kontaktlinsenpflegelösungen profitierte vom kräftigen, zweistelligen Zuwachs der Wasserstoffperoxidlösung Clear Care, wurde jedoch durch die schwache Entwicklung in der Kategorie der Mehrzwecklösungen beeinträchtigt.

AKTUELLER STAND DER INNOVATIONEN

Zu den wichtigsten Entwicklungen im vierten Quartal 2011 zählen:

Neuzulassungen und positive Gutachten

  • Lucentis (Ranibizumab) wurde durch die chinesische Gesundheitsbehörde zur Behandlung der feuchten Form altersbedingter Makuladegeneration zugelassen und ist damit für Patienten in China das erste verfügbare Medikament, das in dieser Therapieklasse zugelassen ist.
  • Rasitrio, ein Kombinationspräparat von Aliskiren, Amlodipin und Hydrochlorothiazid, wurde in der EU zugelassen. Rasitrio ist für die Behandlung von Bluthochdruckpatienten indiziert, deren Blutdruck sich durch die gleichzeitige Gabe von Aliskiren, Amlodipin und Hydrochlorothiazid in der Dosierung des Kombinationspräparats adäquat kontrollieren lässt. Gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden bespricht Novartis die Folgerungen aus der ALTITUDE-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardio-Renal Endpoints) für Kombinationspräparate, die Aliskiren enthalten.
  • In der EU wurde die Zulassung von Galvus (Vildagliptin) für den Einsatz bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und mittelschweren bis schweren Nierenfunktionsstörungen erweitert. Zudem befürwortete der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) den Einsatz von Galvus als Monotherapie bei Patienten mit Typ-2-Diabetes, für die Metformin nicht geeignet ist.
  • Certican/Zortress (Everolimus) wurde in Japan zur Prävention von Organabstossungsreaktionen bei erwachsenen Patienten nach Nierentransplantationen zugelassen. Für Herztransplantierte ist Certican in Japan bereits zugelassen.
  • Afinitor (Everolimus) wurde in Japan zur Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse zugelassen. Afinitor ist in Japan auch zur Behandlung von Patienten mit inoperablen metastasierten Nierenzellkarzinomen (fortgeschrittenem Nierenkrebs) zugelassen.
  • Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) gab im Januar 2012 ein positives Gutachten für Signifor (SOM230, Pasireotid) zur Behandlung des Cushing-Syndroms heraus. Im Fall einer Zulassung wäre Signifor in der EU das erste Medikament gegen diese Erkrankung. Eine Entscheidung der EMA wird in diesem Jahr erwartet.
  • Ebenfalls im Januar 2012 verabschiedete der CHMP eine positive Stellungnahme zu Glivec (Imatinib) für die verlängerte adjuvante Behandlung von Patienten mit resektierten KIT-positiven (KIT+) gastrointestinalen Stromatumoren. Dabei stützte sich der Ausschuss auf Daten, die bei einer dreijährigen gegenüber einer einjährigen Behandlung einen signifikanten Überlebensvorteil zeigten. Die FDA leitete eine vorrangige Prüfung dieser Daten zur Aktualisierung der Indikation ein, deren Ergebnis im ersten Halbjahr 2012 erwartet wird.
  • Das EX-PRESS Glaukom-Filtrationsimplantat (P50PL und P200PL) sowie der WaveLight Allegretto Wave Eye-Q Refractive Laser wurden im vierten Quartal in Japan zugelassen. Das Glaukom-Filtrationsimplantat erleichtert dem Chirurgen das Ableiten von Kammerwasser aus der vorderen Augenkammer im Vergleich zum gegenwärtigen Verfahren der Trabekulektomie und ermöglicht dadurch ein einheitlicheres Operationsvorgehen und zuverlässigere Ergebnisse für die Patienten. Der Eye-Q Excimer Laser verfügt über eine erhöhte Pulsfrequenz von 400 Hertz, ermöglicht ein innovatives und zuverlässiges Eyetracking (Erfassung der Augenbewegungen) und bietet Ärzten und Patienten eine bessere Ergonomie.
  • Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA gab im vierten Quartal ein positives Gutachten zu einer Indikationserweiterung von Nepafenac heraus. Die zusätzliche Indikation betrifft den Einsatz von Nepafenac zur Senkung des Risikos postoperativer Makulaödeme im Zusammenhang mit Katarakt-Operationen bei Diabetes-Patienten.
  • Der WaveLight EX500 Excimer Laser wurde im vierten Quartal in den USA zugelassen. Der Laser verbessert die refraktiven Ergebnisse und bietet zusätzliche Präzision und Sicherheit bei LASIK-Verfahren (Augenlaseroperationen).

Aktueller Stand von Zulassungsverfahren

  • Novartis arbeitet bei den Prüfungen der Vorteile und Risiken von Gilenya mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) zusammen. Diese Überprüfungen wurden eingeleitet, nachdem die Meldung über den Tod eines Patienten eingegangen war, der innerhalb von 24 Stunden nach Verabreichung der ersten Dosis von Gilenya im November 2011 verstorben war. Die FDA teilte mit, dass sie zu diesem Zeitpunkt nicht eindeutig feststellen kann, ob der Tod des Patienten im November 2011 auf das Medikament zurückzuführen ist. Der EMA zufolge ist die Todesursache dieses Patienten nach wie vor ungeklärt. Darüber hinaus bezeichnete die EMA zehn andere Todesfälle als potenziell von Bedeutung, vermerkte jedoch, dass die Rolle von Gilenya bei diesen Todesfällen nicht erwiesen ist. Diese anderen Vorfälle gingen dem Todesfall im November 2011 voraus und wurden den Gesundheitsbehörden regulär gemeldet. Während des Überprüfungsverfahrens der EMA und nach der jüngsten Konsultation mit dem Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) ist Novartis jetzt dabei, Ärzte über neue Interimsempfehlungen bezüglich der Einleitung einer Behandlung mit Gilenya in der EU zu informieren, die ab sofort in Kraft sind. Dazu zählt die ergänzende kontinuierliche Überwachung der Patienten mittels Elektrokardiogramm (EKG) während der sechsstündigen Beobachtungsfrist nach Verabreichung der ersten Dosis. Die Überwachung des Patienten nach Verabreichung der ersten Dosis wird in der Fachinformation zu Gilenya bereits empfohlen. Bei Patienten, die bestimmte Kriterien erfüllen, sollte die Überwachung verlängert werden.
  • In der EU wird die im dritten Quartal 2011 beantragte Zulassung von NVA237 (Glycopyrroniumbromid) unter dem Handelsnamen Seebri Breezhaler zur einmal täglichen Erhaltungstherapie bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung geprüft. Im vierten Quartal wurde für NVA237 die Zulassung in Japan beantragt, wo es im Fall einer positiven Entscheidung gemeinsam mit Eisai Co. Ltd. vermarktet werden würde. Im Hinblick auf die für die US-Zulassung erforderlichen zusätzlichen klinischen Daten ist Novartis im Dialog mit der FDA. Für QVA149, eine Festdosiskombination von Glycopyrroniumbromid und Indacaterolmaleat, sollen die entsprechenden Zulassungsanträge in Ländern ausserhalb der USA plangemäss ab dem vierten Quartal 2012 eingereicht werden.
  • Für QTI571 (Imatinib) soll gegen Ende des ersten Quartals 2012 in den USA und der EU die Zulassung zur Behandlung von pulmonal-arteriellem Bluthochdruck (PAH) beantragt werden. Der Zulassungsantrag wird sich auf Phase-III-Daten stützen, die eine signifikante Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit gegenüber Placebo belegten, wenn QTI571 als Zusatzmedikation zu zwei oder mehreren PAH-spezifischen Therapien gegeben wurde. Ausserdem wird der Zulassungsantrag Daten aus einer Verlängerung der Phase-III-Studie IMPRES enthalten, welche die langfristige Wirksamkeit und das Sicherheitsprofil von QTI571 bestätigen.
  • Die Phase-III-Studien von Alcon zur Unterstützung der neuen, einmal täglich zu verabreichenden Dosierung von Nepafenac zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen nach Katarakt-Operationen wurden erfolgreich abgeschlossen, und ein entsprechender Zulassungsantrag wurde eingereicht.
  • Bei Alcon wurden die Phase-III-Studien mit Durezol für die neue Indikation der Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut) erfolgreich abgeschlossen und ein entsprechender Zulassungsantrag eingereicht.
  • Für Dailies Total 1, eine neue Technologie für Einweg-Tages-Kontaktlinsen der Division Alcon, wurde in den USA unter 510(k) die Zulassung als Medizinprodukt beantragt.

Ergebnisse laufender Studien

  • Am San Antonio Breast Cancer Symposium 2011 wurden aktualisierte Ergebnisse der Phase-III-Studie BOLERO-2 mit Afinitor vorgestellt. Im Rahmen der Studie wurde Afinitor (Everolimus) in der Behandlung von fortgeschrittenem ER+/HER2‑ Brustkrebs untersucht. Die Beurteilung durch lokale Prüfärzte ergab, dass die Zusatzbehandlung mit Everolimus neben der Hormontherapie das progressionsfreie Überleben gegenüber der alleinigen Hormontherapie von 3,2 Monaten auf 7,4 Monate mehr als verdoppelte. Eine zusätzliche Analyse auf Basis einer zentral durchgeführten unabhängigen Beurteilung anhand radiologischer Befunde zeigte, dass Everolimus das progressionsfreie Überleben von 4,1 Monaten auf 11,0 Monate verlängerte. Gegenwärtig werden weltweit Zulassungsanträge eingereicht, die Entscheidungen der FDA und der EMA werden 2012 erwartet.
  • Im Rahmen der ersten placebokontrollierten Studie THALASSA zur Behandlung nicht transfusionsabhängiger Thalassämie-Patienten senkte Exjade (Deferasirox) signifikant die Eisenkonzentration in der Leber, womit der primäre Endpunkt der Studie erreicht wurde. Nicht-transfusionsabhängige Thalassämie ist eine genetisch bedingte Blutkrankheit, bei der sich im Körper der Betroffenen überschüssiges Eisen anreichern kann.
  • Neue Daten der klinischen Studie ENESTnd belegten erneut die Überlegenheit von Tasigna sogar gegenüber Glivec in der Primärtherapie erwachsener Patienten mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver chronisch-myeloischer Leukämie (Ph+ CML): Unter Tasigna zeigten signifikant mehr Patienten ein komplettes molekulares Ansprechen (32% der zweimal täglich mit 300 Milligramm Tasigna behandelten Patienten, gegenüber 15% der einmal täglich mit 400 Milligramm Glivec behandelten Patienten). Im Vergleich zu Glivec schritt die Erkrankung bei weniger Patienten in die fortgeschrittene Phase oder die Blastenkrise fort, was unter Tasigna zu einer signifikanten Verringerung CML-bedingter Todesfälle gegenüber Glivec führte.
  • Im Rahmen der ersten explorativen randomisierten Studie ENESTcmr mit Patienten mit Ph+ CML wurde untersucht, wie sich ein Wechsel zu Tasigna bei erwachsenen Patienten mit einer Resterkrankung nach mindestens zweijähriger Behandlung mit Glivec auswirkt. Den Ergebnissen zufolge erreichten 23% der zu Tasigna gewechselten Patienten nicht nachweisbare Bcr-Abl-Niveaus innerhalb von zwölf Monaten gegenüber 11% der mit Glivec weiterbehandelten Patienten. Die Studie zeigte auch ein bestätigtes komplettes molekulares Ansprechen bei 13% der Patienten unter Tasigna gegenüber 6% der Patienten unter Glivec und damit eine Verdoppelung des kompletten molekularen Ansprechens, die jedoch statistisch nicht signifikant war (p=0,108).
  • Weitere Daten aus zwei zulassungsrelevanten Phase-III-Studien mit INC424 (Ruxolitinib) zeigten vielversprechende Ergebnisse in der Behandlung von Myelofibrose, einer lebensbedrohlichen Form von Blutkrebs. Den Ergebnissen aus der Studie COMFORT-II zufolge berichteten die mit INC424 behandelten Patienten eine erhebliche Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie der Myelofibrose-Symptome, während Patienten unter der besten verfügbaren Therapie keine Veränderung oder eine Verschlechterung berichteten. Darüber hinaus ergab die Analyse von COMFORT-I, dass INC424 gegenüber Placebo einen frühen Vorteil im Hinblick auf das Gesamtüberleben mit sich brachte.
  • Im Rahmen der Phase-III-Studie GRANITE-1 wurden Wirksamkeit und Sicherheit von Everolimus gegenüber Placebo neben bestmöglichen unterstützenden Behandlungs­massnahmen bei Patienten mit fortgeschrittenem Magenkrebs untersucht, wobei der primäre Endpunkt (Verbesserung des Gesamtüberlebens) nicht erreicht wurde. Die Studienergebnisse wurden im Rahmen des Gastrointestinal Cancers Symposium 2012 der American Society of Clinical Oncology vorgestellt: Patienten, die zusätzlich zur besten unterstützenden Behandlung Everolimus erhielten, überlebten im Durchschnitt 5,39 Monate gegenüber einer Überlebenszeit von 4,34 Monaten bei Patienten unter Placebo und bester unterstützender Behandlung (p=0,12). Das Sicherheitsprofil entsprach den Ergebnissen früherer Studien mit Everolimus in onkologischen Indikationen.
  • Ende Dezember traf Novartis nach der siebten Zwischenanalyse der Daten aus der ALTITUDE-Studie mit Rasilez/Tekturna (Aliskiren) die Entscheidung, die Studie aufgrund der Empfehlung des zuständigen unabhängigen Datenüberwachungsausschusses einzustellen. Der Ausschuss war zu dem Schluss gekommen, dass die Patienten wahrscheinlich nicht von einer Zusatzbehandlung neben Standard-Blutdrucksenkern profitieren würden. Bei den Patienten, die Rasilez/Tekturna im Rahmen der Studie zusätzlich zur Standardbehandlung erhielten, stellte der Ausschuss zudem höhere Nebenwirkungen fest. Novartis empfahl in einem Schreiben an medizinische Fachkräfte weltweit, Bluthochdruck-Patienten mit Diabetes nicht mit Rasilez/Tekturna oder Aliskiren-Kombinationspräparaten zu behandeln, wenn sie Hemmer des Agiotensin-konvertierenden Enzyms (ACE-Hemmer) oder Angiotensin-Rezeptorblocker (ARB) erhalten. Als zusätzliche Vorsichtsmassnahme stellte Novartis die Werbung für Produkte auf der Basis von Rasilez/Tekturna zur Kombination mit ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptorblockern ein.
  • Im Januar informierte Sandoz über zwei klinische Phase-III-Studien zur täglichen Verabreichung von Filgrastim (Generikum von Neupogen®) und die einmal pro Zyklus erfolgende Verabreichung von Pegfilgrastim (Generikum von Neulasta®) bei Patientinnen mit Brustkrebs, für die eine myelosuppressive Chemotherapie in Frage kommt. Das Unternehmen untermauerte damit seine globale Führungsposition im Segment der Biosimilars. Das Filgrastim-Biosimilar von Sandoz wird bereits in mehr als 30 Ländern ausserhalb der USA unter dem Markennamen Zarzio vermarktet. Die Studie soll eine Ausweitung der Vermarktung auf die USA unterstützen. Die Pegfilgrastim-Studie ist der nächste wichtige Schritt im weltweiten Biosimilar-Entwicklungsprogramm von Sandoz, das darauf abzielt, den weltweit führenden umfassenden Geschäftsbereich für Medikamente auf Basis des Granulozytenkolonie-stimulierenden Faktors (G-CSF) zu schaffen.

Portfoliomanagement

  • Im Rahmen der laufenden Prioritätensetzung innerhalb der Pipeline stellte Novartis die Entwicklung von PRT128 (Elinogrel) ein, einem intravenös und oral zu verabreichenden Arzneimittelkandidaten zur Gerinnungshemmung.
  • Ausserdem wird Novartis die klinische Entwicklung von SMC021 zur Behandlung von Osteoporose und Osteoarthritis nicht weiterverfolgen. Im Rahmen von Studien der Phase III zeigte SMC021 ein günstiges Sicherheitsprofil, entscheidende Studienendpunkte bezüglich der Wirksamkeit wurden jedoch nicht erreicht.

Eine vollständige Übersicht über den aktuellen Stand der Pipeline befindet sich auf der Novartis Website unter http://www.novartis.com.

Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren beinhalten, die zur Folge haben können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten Ergebnissen, Leistungen oder Errungenschaften abweichen, wie sie in den zukunfts­bezogenen Aussagen enthalten oder impliziert sind. Einige der mit diesen Aussagen verbundenen Risiken sind in der englischsprachigen Version dieser Mitteilung und dem jüngsten Dokument 'Form 20-F' der Novartis AG, das bei der 'US Securities and Exchange Commission' hinterlegt wurde, zusammengefasst. Dem Leser wird empfohlen, diese Zusammenfassungen sorgfältig zu lesen.

Über Novartis
Novartis bietet innovative medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz) und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, ophthalmologischen Produkten, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen, rezeptfreien Medikamenten und tiermedizinischen Produkten. Novartis ist das einzige global tätige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2011 erzielten die fortzuführenden Geschäfts­bereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 58,6 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 9,6 Milliarden (USD 9,2 Milliarden unter Ausschluss von Wertminderungen und Abschreibungen) in Forschung und Entwicklung. Die Novartis Konzern­gesellschaften beschäftigen rund 124 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Voll­zeitstellen­äquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

Der Geschäftsbericht 2011 von Novartis wurde heute veröffentlicht und steht auf der Konzernwebsite unter www.novartis.com zur Verfügung. Novartis wird den Geschäftsbericht heute auch auf Form 20-F bei der US Securities and Exchange Commission einreichen und den vorliegenden Finanzbericht unter www.novartis.com zur Verfügung stellen. Die Aktionäre von Novartis erhalten auf Anfrage eine kostenlose gedruckte Kopie jedes dieser Dokumente, die unsere vollständige geprüfte Jahresrechnung beinhalten.

Wichtige Termine
23. Februar 2012 Ordentliche Generalversammlung der Aktionäre
24. April 2012 Ergebnisse des ersten Quartals 2012
19. Juli 2012 Ergebnisse des zweiten Quartals und ersten Halbjahrs 2012
19. Oktober 2012 Ergebnisse des dritten Quartals 2012

Bei den Produktbezeichnungen in kursiver Schrift handelt es sich um eigene oder in Lizenz genommene Warenzeichen der Novartis Konzerngesellschaften.

 

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