- Novartis steigerte im dritten Quartal bei konstanten Wechselkursen den Umsatz um 12% sowie das operative Kernergebnis um 15% und stellte damit eine gute operative Leistungsfähigkeit unter Beweis
- Der Nettoumsatz stieg um 18% (+12% bei konstanten Wechselkursen, kWk) auf USD 14,8 Milliarden; in den ersten neun Monaten wuchs der Nettoumsatz um 20% (+15% kWk) auf USD 43,8 Milliarden
- Das operative Kernergebnis verbesserte sich um 11% (+15% kWk) auf USD 4,1 Milliarden; die Kerngewinnmarge erhöhte sich im dritten Quartal um 0,6 Prozentpunkte (kWk) auf 27,7% und in den ersten neun Monaten um 0,5 Prozentpunkte (kWk) auf 28,2%
- Der Kerngewinn pro Aktie wuchs von USD 1,36 im Vorjahreszeitraum um 7% auf USD 1,45 (+10% kWk)
- Der Free Cashflow erhöhte sich um 27% auf USD 3,7 Milliarden
- Unsere branchenführende Pipeline bringt Neuzulassungen hervor und erweitert damit unsere Möglichkeiten, die Bedürfnisse der Patienten zu erfüllen und unser Wachstum langfristig fortzusetzen
- Votubia/Afinitor wurde in der EU für zwei weitere Indikationen zugelassen; der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) gab ein positives Gutachten über Rasitrio zur Behandlung von Bluthochdruck heraus
- Das bahnbrechende Medikament Gilenya zur Behandlung von multipler Sklerose wurde in Japan zugelassen
- Eine zulassungsrelevante Phase-III-Studie mit Afinitor in Kombination mit Exemestan belegt, dass das Medikament bei Frauen mit Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium den Zeitraum ohne ein Fortschreiten der Erkrankung signifikant verlängert
- Novartis ergreift weitere Massnahmen, um die Produktivität zu steigern und dem Preisdruck zu begegnen
- Novartis kündigt heute zusätzliche Kostensenkungsmassnahmen an, die über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren umgesetzt werden sollen. Diese Massnahmen beinhalten folgende Elemente: Umverteilung von Produktionsaktivitäten innerhalb des Netzwerks von Novartis und nachfolgende Schliessung zweier Standorte in der Schweiz und einer Anlage in Italien; Neustrukturierung der Entwicklungsorganisation, überwiegend in der Schweiz und den USA, sowie Verlagerung einiger Forschungsaktivitäten aus der Schweiz in die USA
- Insgesamt sollen vorbehaltlich der erforderlichen Konsultierung der Mitarbeitenden konzernweit rund 2 000 Stellen abgebaut werden, vor allem in der Schweiz und den USA, wobei abgebaute Positionen durch 700 neu geschaffene Stellen in Niedrigkosten- und anderen Ländern teilweise kompensiert werden
Kennzahlen
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 14 843 | 12 578 | 18 | 12 | 43 785 | 36 425 | 20 | 15 |
| Operatives Ergebnis | 2 951 | 2 587 | 14 | 22 | 9 681 | 9 059 | 7 | 11 |
| Reingewinn | 2 488 | 2 319 | 7 | 15 | 8 035 | 7 704 | 4 | 9 |
| Gewinn pro Aktie (USD) | 1,02 | 0,99 | 3 | 9 | 3,34 | 3,34 | 0 | 5 |
| Free Cashflow | 3 675 | 2 895 | 27 | 8 594 | 8 166 | 5 | ||
| Kernergebnisse[1] | ||||||||
| Operatives Ergebnis | 4 112 | 3 699 | 11 | 15 | 12 359 | 10 840 | 14 | 16 |
| Reingewinn | 3 539 | 3 146 | 12 | 16 | 10 479 | 9 226 | 14 | 16 |
| Gewinn pro Aktie (USD) | 1,45 | 1,36 | 7 | 10 | 4,34 | 4,00 | 9 | 11 |
kwk - bei konstanten Wechselkursen
[1] Definition der Kernergebnisse sowie weitere Informationen: siehe Seite 50
Basel, 25. Oktober 2011 - Die Ergebnisse kommentierte Joseph Jimenez, CEO von Novartis:
"Die Bandbreite unseres Geschäfts- und Produktportfolios hat es uns im dritten Quartal erneut ermöglicht, starke finanzielle Ergebnisse und eine gute operative Leistungsfähigkeit zu erzielen. Gleichzeitig konnten wir unsere Pipeline wesentlich vorantreiben. Um unsere zukünftige Position zu stärken, haben wir Massnahmen zur Reduktion unserer Kostenbasis im Lauf der nächsten Jahre forciert. Diese Massnahmen sind notwendig, um sicherzustellen, dass unsere Organisation gut positioniert ist, um weiterhin unsere Zielsetzung zu erfüllen, den Patienten innovative neue Medikamente zur Verfügung zu stellen."
KONZERNÜBERSICHT
Drittes Quartal
Die jüngsten Produkte sorgen für ein kräftiges Wachstum des Nettoumsatzes
Der Nettoumsatz stieg im dritten Quartal um 18% (+12% kWk) auf USD 14,8 Milliarden. Das Umsatzwachstum beruht vor allem auf der starken Performance der jüngst eingeführten Produkte, die USD 3,6 Milliarden beziehungsweise 25% des gesamten Nettoumsatzes des Konzerns erwirtschafteten und gegenüber dem Vorjahresquartal einen Zuwachs von 31% erzielten. Die Schwäche des US-Dollars gegenüber den meisten bedeutenden Währungen kam der Umsatzentwicklung mit 6% zugute.
Die Division Pharmaceuticals steigerte ihren Nettoumsatz um 9% (+3% kWk) auf USD 8,2 Milliarden. Dabei wurden Volumensteigerungen von zehn Prozentpunkten durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt sowie den negativen Effekt von sechs Prozentpunkten durch Generikakonkurrenz und die Veräusserung von Produkten geschmälert. Die jüngst eingeführten Produkte steuerten USD 2,4 Milliarden beziehungsweise 29% zum Divisionsumsatz bei und erzielten damit gegenüber dem Vorjahresquartal eine Umsatzsteigerung von 36% bei konstanten Wechselkursen.
Der Nettoumsatz von Alcon stieg auf Pro-forma-Basis um 12% (+7% kWk) auf USD 2,5 Milliarden, wobei die Märkte ausserhalb der USA (+17%, +9% kWk) sowie die ophthalmologischen Pharmazeutika und augenchirurgischen Produkte eine besonders starke Performance erzielten. In den sechs wichtigsten Schwellenländern, zu denen Brasilien, China, Indien, Russland, Südkorea und die Türkei gehören, stieg der Umsatz um 29% (+24% kWk).
Der Nettoumsatz der Division Sandoz stieg um 6% (+1% kWk) auf USD 2,3 Milliarden, wozu vor allem die Umsätze der jüngsten Produkte, eine gute Performance in Nordamerika, Westeuropa und Lateinamerika sowie kräftige Umsatzsteigerungen der Biosimilars beitrugen. Gleichzeitig war die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahreszeitraum durch die im drittel Quartal 2010 erfolgte Einführung von Enoxaparin gedämpft. Der Umsatz der Division Vaccines and Diagnostics stieg um 4% (-2% kWk) auf USD 655 Millionen. Dabei kompensierte das anhaltende Wachstum des Bereichs der Meningokokken-Impfstoffe die bisherige Schwäche der Grippesaison 2011 und die Verzögerung gewisser Produktlieferungen. Die Division Consumer Health, die die Geschäftseinheiten OTC und Animal Health umfasst, steigerte ihren Umsatz um 8% (+3% kWk) auf USD 1,2 Milliarden.
Das operative Ergebnis wächst schneller als der Umsatz
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 14% (+22% kWk) auf USD 3,0 Milliarden. Die Schwäche des US-Dollars hatte in Kombination mit der Stärke des Schweizer Frankens einen negativen Währungseffekt von acht Prozentpunkten zur Folge. Zu den Sonderpositionen, die das operative Ergebnis des dritten Quartals 2011 beeinflussten, zählten Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 134 Millionen (davon USD 87 Millionen für die Einstellung des Agomelatin-Entwicklungsprojekts bei Pharmaceuticals); Wertminderungen von USD 69 Millionen auf Finanzanlagen (davon USD 52 Millionen bei Vaccines and Diagnostics); Kosten von USD 80 Millionen für die Integration von Alcon sowie Restrukturierungskosten von USD 93 Millionen (vor allem für die Straffung des Produktionsnetzes).
Das operative Kernergebnis, das Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausschliesst, erhöhte sich um 11% (+15% kWk) auf USD 4,1 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,6 Prozentpunkte; diese Erhöhung wurde jedoch durch einen negativen Währungseinfluss von 2,3 Prozentpunkten aufgehoben, was zu einem Nettorückgang um 1,7 Prozentpunkte auf 27,7% führte.
Das operative Kernergebnis der Division Pharmaceuticals erhöhte sich um 1% (+6% kWk). Aufgrund anhaltender Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität verbesserte sich die operative Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 0,7 Prozentpunkte. Die Division Alcon steigerte ihr operatives Kernergebnis auf Pro-forma-Basis um 20% (+13% kWk) auf USD 909 Millionen. Dank Produktivitätsgewinnen verbesserte sich die Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 2,1 Prozentpunkte.
Das operative Kernergebnis von Sandoz sank um 12% (-10% kWk), wobei sich die Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 2,6 Prozentpunkte verringerte. Hauptursachen für den Rückgang waren das sehr starke Vorjahresquartal, in dem die Markteinführung von Enoxaparin und das erstmalige Bestücken der Lieferkette mit Enoxaparin erfolgten, sowie höhere Investitionen in die Entwicklung differenzierter Produkte (Biosimilars und Produkte gegen Atemwegserkrankungen).
Das operative Kernergebnis der Division Vaccines and Diagnostics erhöhte sich bei anhaltenden Investitionen in die Pipeline und dem Ausbau des Bereichs der Meningokokken-Impfstoffe gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 126 Millionen auf USD 147 Millionen. Die Division Consumer Health verzeichnete einen Rückgang des operativen Kernergebnisses um 21% (-16% kWk), wobei sich die Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 4,6 Prozentpunkte verringerte. Dies war vor allem auf eine geplante Erhöhung des Marketing- und Verkaufsaufwands zugunsten einer grösseren Ausgewogenheit der Ausgaben im zweiten Halbjahr zurückzuführen.
Deutliche Steigerung des Reingewinns und des Geldflusses
Der Reingewinn stieg dank einer starken Verbesserung des operativen Ergebnisses um 7% (+15% kWk). Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften ging vor allem aufgrund der vollständigen Konsolidierung von Alcon ab dem 25. August 2010 zurück. Der damit verbundene ausserordentliche Gewinn von USD 204 Millionen aus der Neubewertung der anfänglichen 25%-Beteiligung an Alcon trug ebenfalls zum Rückgang des Ertrags aus assoziierten Gesellschaften bei. Darüber hinaus war der Reingewinn durch den höheren Nettofinanzaufwand infolge der Finanzierungskosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Alcon beeinträchtigt. Der Steuersatz verbesserte sich von 17,0% auf 14,4%. Der Kernreingewinn wuchs um 12% (+16% kWk).
Aufgrund der erhöhten Anzahl ausgegebener Aktien im Zusammenhang mit der Fusion mit Alcon stieg der Gewinn pro Aktie um 3% (+9% kWk) und damit weniger stark als der Reingewinn. Der Kerngewinn pro Aktie erhöhte sich um 7% (+10% kWk).
Der Free Cash Flow belief sich auf USD 3,7 Milliarden und lag damit um 27% über dem Niveau des Vorjahresquartals.
Neun Monate
Zweistellige Wachstumsrate des Nettoumsatzes
Der Nettoumsatz stieg um 20% (+15% kWk) auf USD 43,8 Milliarden, wobei sich die Schwäche des US-Dollars gegenüber den meisten bedeutenden Währungen mit 5% positiv auf die Umsatzentwicklung auswirkte. Die jüngst eingeführten Produkte (ohne Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe) erzielten gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von 41% und erwirtschafteten USD 10,7 Milliarden beziehungsweise 24% des Gesamtnettoumsatzes des Konzerns.
Die Division Pharmaceuticals steigerte ihren Nettoumsatz um 8% (+3% kWk) auf USD 24,2 Milliarden. Dabei wurden Volumensteigerungen von neun Prozentpunkten durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt sowie den negativen Effekt von fünf Prozentpunkten durch Generikakonkurrenz und die Veräusserung von Produkten geschmälert. Mit einem Beitrag von USD 6,7 Milliarden steigerten die jüngst eingeführten Produkte ihren Anteil am Divisionsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 21% auf 28%.
Der Nettoumsatz von Alcon stieg auf Pro-forma-Basis um 11% (+7% kWk) auf USD 7,5 Milliarden. Die starke Performance beruht auf der robusten Umsatzsteigerung der ophthalmologischen Pharmazeutika von 14% (+10% kWk) weltweit. Auch in den sechs führenden Schwellenländern wurde mit einem Wachstum von 28% (+22% kWk) gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine starke Performance verzeichnet.
Sandoz steigerte den Nettoumsatz um 16% (+12% kWk) auf USD 7,2 Milliarden. Ursachen dafür waren Volumensteigerungen dank der Einführung neuer Produkte, starke Zuwächse des Geschäfts mit Retail-Generika und Biosimilars in den USA sowie ein kräftiges Wachstum in Kanada, Westeuropa und den Schwellenländern. Der Umsatz der Division Vaccines and Diagnostics ging um 48% (-51% kWk) auf USD 1,3 Milliarden zurück, vor allem aufgrund der Verkäufe von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen im Jahr 2010 (USD 1,3 Milliarden). Die beiden Geschäftseinheiten der Division Consumer Health steigerten ihren Umsatz um 11% (+6% kWk) auf USD 3,6 Milliarden.
Gute operative Leistungsfähigkeit
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 7% (+11% kWk) auf USD 9,7 Milliarden. Die Schwäche des US-Dollars führte in Kombination mit der Stärke des Schweizer Frankens zu einem negativen Währungseffekt von vier Prozentpunkten.
Zu den Sonderpositionen, die das operative Ergebnis der ersten neun Monate 2011 beeinflussten, zählten Veräusserungsgewinne von USD 382 Millionen (davon netto USD 324 Millionen aus dem Verkauf von Elidel® bei Pharmaceuticals sowie USD 44 Millionen bei Consumer Health). Diese positiven Effekte wurden aufgehoben durch Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 243 Millionen (davon USD 194 Millionen bei Pharmaceuticals), Wertminderungen auf Finanzanlagen von USD 167 Millionen (davon USD 133 Millionen bei Vaccines and Diagnostics), akquisitionsbedingte ausserordentliche Aufwendungen von USD 87 Millionen (hauptsächlich Kosten für die Integration von Alcon in Höhe von USD 151 Millionen, die durch Veräusserungsgewinne von USD 81 Millionen bei Pharmaceuticals teilweise kompensiert wurden) sowie Restrukturierungskosten von USD 187 Millionen (vor allem für die Straffung des Produktionsnetzes).
Das operative Kernergebnis, das Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausschliesst, verbesserte sich um 14% (+16% kWk) auf USD 12,4 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,5 Prozentpunkte; diese Erhöhung wurde jedoch durch einen negativen Währungseffekt von 2,1 Prozentpunkten aufgehoben, was einen Nettorückgang um 1,6 Prozentpunkte auf 28,2% zur Folge hatte.
Die Division Pharmaceuticals steigerte ihr operatives Kernergebnis um 5% (+7% kWk) auf USD 7,8 Milliarden, wobei sich die operative Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 1,3 Prozentpunkte verbesserte. Dies war vor allem den anhaltenden Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität zu verdanken, während gleichzeitig bedeutende Investitionen in die Einführung neuer Produkte getätigt wurden. Die Division Alcon steigerte ihr operatives Kernergebnis auf Pro-forma-Basis um 13% (+9% kWk) auf USD 2,7 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,9 Prozentpunkte.
Der operative Kerngewinn von Sandoz stieg um 14% (+17% kWk) und wuchs damit schneller als der Umsatz. Die Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 1,0 Prozentpunkte, da Volumen- und Produktivitätssteigerungen den Preisverfall mehr als wettmachten. Die Division Vaccines and Diagnostics verzeichnete ein operatives Kernergebnis von USD 34 Millionen, während im Vorjahreszeitraum vor allem wegen des Beitrags der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe USD 1,2 Milliarden erzielt worden waren. Das operative Kernergebnis der Division Consumer Health war durch höhere Investitionen in den Aussendienst und die zeitliche Verteilung von Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung beeinträchtigt und erhöhte sich um 1% (+9% kWk). Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,6 Prozentpunkte.
Steigerung des Reingewinns und des Geldflusses
Der Reingewinn stieg um 4% (+9% kWk) auf USD 8,0 Milliarden. Der geringere Ertrag aus assoziierten Gesellschaften und der höhere Nettofinanzaufwand als Folge der Finanzierungskosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Alcon wurden durch einen günstigeren Steuersatz von 15,5% teilweise kompensiert. Der Kernreingewinn wuchs um 14% (+16% kWk) auf USD 10,5 Milliarden.
Vor allem aufgrund der erhöhten Anzahl ausgegebener Aktien im Zusammenhang mit der Fusion mit Alcon blieb der Gewinn pro Aktie unverändert (+5% kWk) und damit hinter dem Wachstum des Reingewinns zurück. Der Kerngewinn pro Aktie stieg um 9% (+11% kWk).
Der Free Cash Flow belief sich auf USD 8,6 Milliarden und lag damit um 5% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums, der durch eine ausserordentlich starke Performance geprägt war.
Umsetzung der strategischen Prioritäten: Innovation, Wachstum und Produktivität
Die Wachstumsstrategie von Novartis ist auf höchste wissenschaftliche Kompetenz in den verschiedenen wachstumsstarken Sektoren des Gesundheitswesens ausgerichtet. So nimmt das Unternehmen in den Bereichen für Arzneimittel, Augenheilkunde, Generika, Impfstoffe und Diagnostik sowie im Bereich der rezeptfreien Medikamente und der Tiergesundheit Führungspositionen ein und bringt in allen diesen Sektoren kontinuierlich innovative neue Angebote auf den Markt. Wir sind davon überzeugt, dass wir dank der Bandbreite unseres Medikamentenangebots die Chancen des expandierenden globalen Gesundheitsmarkts nutzen und uns zugleich gegen einige der makroökonomischen Trends absichern können, die unsere Branche negativ beeinflussen. Weiter gehen wir davon aus, dass uns die Vielfalt unseres Geschäfts- und Produktportfolios dabei unterstützen wird, unseren Wachstumskurs trotz Umsatzeinbussen durch auslaufende Patente fortzusetzen. Darüber hinaus verhilft uns die Integration von Alcon zu einer noch stärkeren Präsenz im attraktiven und wachstumsstarken Sektor der Augenheilkunde, dessen Dynamik auf der Alterung der Weltbevölkerung und der steigenden Nachfrage in den Schwellenländern beruht.
Novartis konzentriert sich in ihrem gesamten Tätigkeitsspektrum weiterhin auf drei entscheidende Prioritäten:
- Innovation: Unser Engagement für Forschung und Entwicklung versetzt uns in die Lage, neue Produkte zu entwickeln, die unser Medikamentenportfolio erweitern und auf unerfüllte Bedürfnisse der Patienten eingehen.
- Wachstum: Durch den Ausbau unserer Präsenz in wachstumsstarken Segmenten des Gesundheitswesens und in den Schwellenländern sind wir gut positioniert, um wichtige Marktchancen nutzen zu können.
- Produktivität: Wir setzen uns ständig für eine optimale Effizienz unserer Tätigkeit ein, um unsere Flexibilität für zukunftsorientierte Investitionen sicherzustellen und die Rendite für unsere Aktionäre zu erhöhen.
Innovation: Entwicklung innovativer neuer Medikamente für die Patienten
Mit ihrer Erfolgsquote klinischer Studien nimmt Novartis im Bereich Forschung und Entwicklung die Spitzenposition der Branche ein. Diese Erfolgsbilanz der Innovationskraft manifestiert sich in einer robusten Pipeline, die unser langfristiges Wachstum unterstützen soll. Gleichwohl setzt Novartis ihre Anstrengungen fort, für Patienten mit bisher unerfüllten medizinischen Bedürfnissen neue, gezielte Therapien zu entwickeln.
Drei Neuzulassungen sowie ein positives Gutachten des CHMP in Europa
Im dritten Quartal trafen die EU-Behörden zwei wichtige Zulassungsentscheidungen für Everolimus. Erstens wurde Everolimus unter dem Namen Afinitor zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren (NET) der Bauchspeicheldrüse zugelassen. Für diese aggressive Krebserkrankung standen bisher nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zweitens wurde Everolimus unter dem Namen Votubia zur Behandlung von Patienten mit subependymalen Riesenzellastrozytomen (SEGA) im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose (TSC) zugelassen. Votubia wird oral verabreicht und stellt für diese Patienten die erste Behandlungsalternative zu einer Gehirnoperation dar. Ausserdem kam der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zu einem positiven Gutachten für Rasitrio, das erste Dreifachkombinationspräparat in Europa auf Basis von Rasilez, das zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt wird. Die Tatsache, dass bis zu 85% der Bluthochdruckpatienten mit mehreren Medikamenten behandelt werden müssen, unterstreicht die Bedeutung eines wirksamen Kombinationspräparats wie Rasitrio.
Die Division Alcon erhielt in der EU die Zulassung für Dailies Total 1, eine Ein-Tages-Kontaktlinse, die auf der Silikon-Hydrogel-Technologie basiert und im vierten Quartal in ausgewählten europäischen Märkten eingeführt werden soll.
Zwei Neuzulassungen in Japan
Sowohl Gilenya (Fingolimod), unser bahnbrechendes, oral zu verabreichendes Medikament zur Behandlung von Patienten mit multipler Sklerose, als auch Ilaris (Canakinumab) zur Behandlung von Patienten mit Cryopyrin-assoziiertem periodischem Syndrom (CAPS) wurden im dritten Quartal in Japan zugelassen. Gilenya ist das erste oral zu verabreichende Medikament für Patienten mit multipler Sklerose in Japan, während Ilaris überhaupt das erste zugelassene Medikament für alle Patienten mit CAPS darstellt. Diese Zulassungen sind Ausdruck unserer laufenden Anstrengungen, unser Portfolio weltweit zu entwickeln, um besser auf die Bedürfnisse der Patienten auf der ganzen Welt einzugehen.
Positive Ergebnisse der Phase-III-Studie zu ACZ885
Im dritten Quartal wurden mehrere wichtige Ergebnisse aus Phase-III-Studien vorgestellt. Erstens zeigte eine Studie zu ACZ885 (Canakinumab), dass dieses Medikament Patienten mit systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (SJIA) eine signifikante Linderung der Symptome ermöglicht. SJIA ist eine seltene, schwere autoinflammatorische Erkrankung bei Kindern. Die positiven Ergebnisse dieser Studie sind ein weiterer Erfolg des laufenden Engagements von Novartis, Therapien für seltene Krankheiten zur Verfügung zu stellen. Für den Einsatz von ACZ885 zur Behandlung von Gichtarthritis-Patienten hat die US-amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) in einem vollständigen Antwortschreiben ("Complete Response Letter") weitere klinische Daten zur Stützung der Zulassung angefordert. Novartis arbeitet derzeit mit der Behörde zusammen, um die nächsten Schritte vorzubereiten.
Vielversprechende Phase-III-Daten zu Afinitor für mehrere Indikationen
Für Afinitor (Everolimus) liegen überzeugende Phase-III-Daten zu mehreren neuen Behandlungsindikationen vor. So zeigte sich, dass das Medikament in Kombination mit der Hormontherapie Exemestan das progressionsfreie Überleben von Frauen mit Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium signifikant verlängerte. Dieses Ergebnis verspricht die Möglichkeit einer wichtigen neuen Behandlungsoption für Brustkrebspatientinnen. Eine gesonderte Studie belegte den Erfolg von Afinitor in der Verringerung der Tumorgrösse bei subependymalen Riesenzellastrozytomen - gutartigen Tumoren - bei Patienten mit tuberöser Sklerose (TSC). Bis zur Entwicklung von Everolimus hatte die einzige Behandlungsmöglichkeit für TSC-Patienten mit wachsenden Tumoren in einer Gehirnoperation bestanden. Schliesslich erwies sich Afinitor zudem als wirksam in der Behandlung von TSC-Patienten mit gutartigen Nierentumoren, die bei bis zu 80% dieser Patientengruppe auftreten.
Wichtige Neuigkeiten vom Kongress der European Respiratory Society
Novartis veröffentlichte auf der Jahrestagung der European Respiratory Society in Amsterdam, Niederlande, mehrere wichtige Studienergebnisse. Dazu zählten die Ergebnisse aus einer bedeutenden Phase-III-Studie zu QTI571 (Imatinib), wonach das Medikament die körperliche Leistungsfähigkeit von Patienten mit pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) signifikant erhöhte. Pulmonal-arterieller Bluthochdruck ist eine stark beeinträchtigende Herz- und Lungenerkrankung, an der weltweit mehr als eine Viertelmillion Menschen leiden. Weiter gab Novartis die Ergebnisse aus einer Phase-III-Studie bekannt, die belegen, dass NVA237 bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) die Lungenfunktion verbesserte und dazu beitrug, die Krankheitssymptome zu mildern. Für NVA237 wurde in der EU vor kurzem die Zulassung unter dem Handelsnamen Seebri Breezhaler beantragt. Ausserdem präsentierte Novartis neue Datenanalysen, die die Wirksamkeit des derzeit in über 70 Ländern zugelassenen Onbrez Breezhaler in der Behandlung von COPD bestätigten. Wie diese Ergebnisse zeigen, ist das Portfolio von Novartis gut positioniert, um weiter auf die Bedürfnisse von COPD-Patienten einzugehen.
Phase-III-Studie zu Rituximab untermauert die Führungsposition von Sandoz auf dem Gebiet der Biosimilars
Für eine Studie der Phase III mit dem Biosimilar des monoklonalen Antikörpers Rituximab (Rituxan®/MabThera®) startete Sandoz im Oktober die Rekrutierung von Patienten. Diese Meilensteinstudie mit Patienten, die an bisher unbehandeltem follikulärem Lymphom leiden, ergänzt eine laufende Phase-II-Studie, die im Dezember 2010 mit Patienten mit rheumatoider Arthritis begonnen wurde. Das follikuläre Lymphom zählt zu den häufigsten Formen von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL). Diese Blutkrebserkrankungen beeinträchtigen das lymphatische System, das im Körper dazu beiträgt, Bakterien und Krankheiten abzuwehren. Neuesten Daten zufolge treten jedes Jahr weltweit mehr als 300 000 Neuerkrankungen von NHL auf. Wir freuen uns darauf, Rituximab auf den Markt zu bringen und den Patienten dieses entscheidende biologische Medikament zur Verfügung stellen zu können.
Wachstum: Erfüllung von Gesundheitsbedürfnissen weltweit
Novartis erzielte im dritten Quartal ein Nettoumsatzwachstum von 18% (+12% kWk), wobei sich die Schwäche des US-Dollars gegenüber den meisten bedeutenden Währungen mit 6% positiv auf die Umsatzentwicklung auswirkte. Dank der Bandbreite unseres Geschäftsportfolios konnten wir unsere starke Umsatzdynamik aufrecht erhalten und unseren Nettoumsatz in den ersten neun Monaten um 20% (+15% kWk) auf USD 43,8 Milliarden steigern. Auch unsere Investitionen in die Forschung und Entwicklung machten sich weiterhin bezahlt. So erzielten unsere jüngst eingeführten Produkte (ohne Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe) auf Konzernebene einen Zuwachs von 31% gegenüber dem Vorjahresquartal sowie von 41% gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres. Wir sind deshalb überzeugt, dass es uns dank unserer Innovationskraft gelingen wird, die Folgen auslaufender Patente durch die Entwicklung neuer Medikamente wettzumachen.
Wachstumsbeschleunigung in den Schwellenländern
Entsprechend unserer langfristigen Wachstumsstrategie bauen wir unsere Präsenz in den wachstumsstarken Schwellenländern weiter aus, stellen neue Medikamente zur Verfügung und gehen Kooperationen mit lokalen Behörden und Kunden ein. Der Nettoumsatz in den für uns wichtigsten sechs Schwellenländern stieg im dritten Quartal 2011 um 23% (+19% kWk) auf USD 1,5 Milliarden. Diese sechs Märkte erwirtschafteten im dritten Quartal sowie in den ersten neun Monaten 10% des Nettoumsatzes des Konzerns. Besonders erfolgreich waren wir in China, wo wir im dritten Quartal auf Konzernebene einen Zuwachs von 42% (+35% kWk) erzielten. Um diese Wachstumsdynamik fortzusetzen, entwickeln wir unser Portfolio der Division Pharmaceuticals in China weiter, wobei führende Marken wie Diovan für kräftige Zuwächse sorgen.
Solide Performance in allen Divisionen
Das Nettoumsatzvolumen der Division Pharmaceuticals stieg im dritten Quartal um 10%. Diese Steigerung beruhte vor allem auf den Zuwächsen der jüngsten Produkte (USD 2,4 Milliarden, +36%), die im dritten Quartal 29% des gesamten Divisionsumsatzes ausmachten. Unter unseren jüngsten Produkten verzeichnete Gilenya im dritten Quartal erneut ein starkes Wachstum und erzielte einen Umsatz von USD 153 Millionen bzw. USD 291 Millionen in den ersten neun Monaten. Lucentis (USD 515 Millionen, +19% kWk) profitierte vom kräftigen Zuwachs im Bereich der bestehenden Indikation der feuchten Form altersbedingter Makuladegeneration und von der ersten Expansion in den kürzlich zugelassenen Indikationen im Zusammenhang mit diabetischem Makulaödem und Retinalvenenverschluss.
Die Onkologie, der grösste Bereich der Division Pharmaceuticals, setzte ihren Wachstumskurs fort und profitierte dabei vor allem von der Umsatzentwicklung von Glivec (USD 1,1 Milliarden, +6% kWk) und der Expansion von Tasigna (USD 186 Millionen, +63% kWk) als Behandlungsalternative bei chronisch-myeloischer Leukämie. Afinitor (USD 118 Millionen, +69% kWk) entwickelt sich weiterhin gut und wird voraussichtlich für den Umsatz des Onkologiebereichs eine zunehmend wichtige Rolle spielen, da Studienergebnisse für die Möglichkeit zusätzlicher Indikationserweiterungen sprechen.
Die Division Alcon, die im hoch attraktiven Augenheilkundesegment tätig ist, setzte ihre starke diesjährige Performance im dritten Quartal fort und steigerte den Nettoumsatz auf Pro-forma-Basis um 12% (+7% kWk). In den Märkten ausserhalb der USA stieg der Umsatz um 17% (+9% kWk) auf USD 1,5 Milliarden, wobei die Bereiche der ophthalmologischen Pharmazeutika und der augenchirurgischen Produkte die wichtigsten Beiträge leisteten. In den sechs führenden Schwellenländern stieg der Umsatz um 29% (+24% kWk), was vor allem den Geschäften in China, Südkorea und Indien zu verdanken war. In den USA wurde ein Umsatzwachstum von 4% erzielt, das in erster Linie auf der starken Performance der ophthalmologischen Pharmazeutika beruhte (vor allem der Produkte gegen grünen Star, Infektionen/Entzündungen und trockene Augen). Die Umsatzentwicklung in den USA war jedoch gleichzeitig durch niedrigere Verkäufe der Mehrzwecklösungen für die Kontaktlinsenpflege beeinträchtigt.
Mit einer Volumensteigerung von fünf Prozentpunkten sowie zwei Prozentpunkten aus der Eingliederung von Falcon machte die Division Sandoz den Preisverfall von sechs Prozentpunkten mehr als wett und erzielte im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Nettoumsatzsteigerung um 6% (+1% kWk) auf USD 2,3 Milliarden. Dabei war die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahreszeitraum durch die im drittel Quartal 2010 erfolgte Einführung von Enoxaparin gedämpft. Wachstumstreiber waren die Umsätze der jüngsten Produkte, wie beispielsweise Gemcitabin (Generikum von Gemzar®), die erfolgreiche Einführung von Docetaxel (Taxotere®) in den USA, die starke Performance in Kanada, Frankreich, Spanien, Russland und Japan sowie das kräftige globale Wachstum der Biosimilars.
Die Division Vaccines and Diagnostics erzielte ein Wachstum von 4% (-2% kWk). Die im Vergleich zum aussergewöhnlich starken Vorjahr geringeren Verkäufe von Grippemedikamenten und die Auswirkungen der Verzögerung gewisser Produktlieferungen an wichtige Kunden wurden durch das Wachstum im Bereich der Meningokokken-Impfstoffe teilweise wettgemacht.
Die Division Consumer Health, die rezeptfreie Medikamente (OTC) und Produkte für die Tiergesundheit umfasst, steigerte ihren Nettoumsatz um 8% (+3% kWk). Die anhaltend starke Performance der Geschäftseinheit OTC im dritten Quartal beruhte auf zweistelligen Zuwächsen der Marken mit hoher Priorität, die durch eine schwache Sommersaison (vor allem in Deutschland und Polen) geschmälert wurden. Die Geschäftseinheit Animal Health erzielte ausserhalb der USA eine starke Performance und wuchs stärker als der Markt.
Produktivität: Wertsteigerung und Optimierung der Performance
Um die Patienten möglichst effizient zu bedienen, arbeitet Novartis daran, die Produktivität ständig zu verbessern. Während der Nettoumsatz im dritten Quartal bei konstanten Wechselkursen um 12% gesteigert wurde, verbesserte sich das operative Kernergebnis bei konstanten Wechselkursen um 15%. Damit wurde eine starke operative Leistungsfähigkeit erzielt, vor allem in den Divisionen Pharmaceuticals und Alcon, die von anhaltenden Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität profitierten. Teilweise wurden diese Verbesserungen durch die Divisionen Sandoz und Consumer Health aufgehoben, die beide eine ausserordentlich hohe Vergleichsbasis des Vorjahres aufweisen.
Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich im dritten Quartal bei konstanten Wechselkursen um 0,6 Prozentpunkte. Produktivitätsverbesserungen trugen 3,9 Prozentpunkte zur Margenerhöhung bei, was die Fortschritte unterstreicht, die das Unternehmen bei der Steigerung der Produktivität und der operativen Leistungsfähigkeit weiterhin erzielt. Diese Margenverbesserung wurde jedoch durch den Preisverfall und Reinvestitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Marketing und Verkauf um 3,3 Prozentpunkte geschmälert. In den ersten neun Monaten verbesserte sich die operative Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 0,5 Prozentpunkte, wobei Produktivitätsverbesserungen vor Reinvestitionen 4,1 Prozentpunkte zur Margenerhöhung beitrugen.
Auch bei unseren Anstrengungen zur Optimierung unserer Produktionskapazitäten verzeichneten wir weitere Fortschritte. In diesem Zusammenhang wurde der Ausstieg aus dem Chemiestandort im italienischen Torre bekanntgegeben. Vorbehaltlich der erforderlichen Anhörung der Mitarbeitenden planen wir zudem die Schliessung des OTC-Produktionsstandorts im schweizerischen Nyon und einer Chemieanlage in Basel, deren Aktivitäten an andere Standorte im Netzwerk von Novartis verlegt werden sollen. Mit diesen Massnahmen bauen wir Überschusskapazitäten ab und ermöglichen eine Umstellung der strategischen Produktion auf technologische Kompetenzzentren.
Für Schliessungen, Wertminderungen und Abschreibungen auf Vorräten wurden im dritten Quartal 2011 Aufwendungen von USD 77 Millionen, in den ersten neun Monaten USD 176 Millionen und kumulativ seit Beginn des Programms im vierten Quartal 2010 USD 239 Millionen erfasst.
Novartis hat zudem die Umsetzung einer Reihe von Massnahmen zur weiteren Straffung und Vereinfachung der Organisation forciert. Diese Massnahmen beinhalten die Konsolidierung sowie die geplante Reduktion und Auslagerung bestimmter Entwicklungsfunktionen überwiegend in den USA und der Schweiz, wie technische Forschung und Entwicklung, Datenverwaltung, Überwachung klinischer Studien, Arzneimittelsicherheit, -epidemiologie und -zulassung sowie Verlagerung einiger Forschungsaktivitäten aus der Schweiz in die USA.
Novartis verfolgt das Ziel, mit den Ergebnissen ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten nach wie vor eine Spitzenposition innerhalb der Branche einzunehmen. Deshalb müssen wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Standorten, an denen unsere Kompetenzen und Projekte angesiedelt sind, und unseren bestehenden Kostenstrukturen finden, damit wir unsere Pipeline weiter ausbauen können. Diese Massnahmen zur Straffung unserer Organisation und zur Steigerung der Produktivität werden Novartis in die Lage versetzen, weiterhin Ressourcen in neue wissenschaftliche Plattformen für zukünftiges Wachstum zu reinvestieren.
Nach der erforderlichen Anhörung der Mitarbeitenden werden die erwähnten Änderungen bei ihrem Abschluss zu einem Stellenabbau um rund 2 000 Stellen vor allem in der Schweiz und den USA führen (kompensiert durch 700 neu geschaffene Stellen in Niedrigkosten- und anderen Ländern) und jährliche Einsparungen von mehr als USD 200 Millionen ermöglichen. Im Zusammenhang mit diesen Initiativen ist für das vierte Quartal 2011 ein Restrukturierungsaufwand von rund USD 300 Millionen vorgesehen.
Geldfluss
Die Nachhaltigkeit unserer Strategie beruht auf der Generierung eines Geldflusses, der die Mittel für Reinvestitionen bereitstellt und den Aktionären ihre Rendite sichert. Der Geldfluss wird durch eine anhaltende Fokussierung auf die Geldumschlagsdauer und Verbesserungen des Geldflusses aus operativer Tätigkeit unterstützt. Der Free Cash Flow belief sich im dritten Quartal auf USD 3,7 Milliarden und lag damit um 27% über dem Niveau des Vorjahres. In den ersten neun Monaten belief sich der Free Cash Flow auf USD 8,6 Milliarden und erhöhte sich damit gegenüber dem ausserordentlich hohen Niveau des Vorjahreszeitraums um 5%.
Kapitalausstattung und Nettoverschuldung
Dank starker Geldflüsse und einer soliden Kapitalausstattung war Novartis selbst in turbulenten Zeiten in der Lage, mit Forschung und Entwicklung sowie Akquisitionen in die Zukunft des Unternehmens zu investieren und zugleich ihr AA-Rating als Zeichen finanzieller Stärke zu halten. Eine gute Ausgewogenheit zwischen attraktiven Aktionärsrenditen, Investitionen in die Geschäftsentwicklung und einer soliden Kapitalausstattung wird auch in Zukunft vorrangig bleiben.
Novartis führte die Aktienrückkäufe durch, die zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Fusion mit Alcon festgelegt worden waren. Diese Aktienrückkäufe (einschliesslich des Kaufs von Alcon Aktien und eines Rückkaufs von 39,4 Millionen Novartis Aktien) beliefen sich auf insgesamt rund USD 5 Milliarden. Der Rückkauf all dieser Novartis Aktien über die zweite Handelslinie war im ersten Halbjahr 2011 erfolgt. Im dritten Quartal 2011 wurden keine Aktien über die zweite Handelslinie erworben. Novartis kaufte im dritten Quartal 8,2 Millionen eigene Aktien über die erste Handelslinie zu einem Gesamtbetrag von USD 0,5 Milliarden. Diese Aktien sollen als eigene Aktien gehalten und für zukünftige Mitarbeiterbeteiligungsprogramme eingesetzt werden.
Die Nettoverschuldung belief sich per 30. September 2011 auf USD 18,3 Milliarden, wobei im Rahmen der Commercial-Paper-Programme USD 5,4 Milliarden ausstehend waren. Das entspricht einer Nettozunahme um USD 3,4 Milliarden seit dem 31. Dezember 2010, die vor allem auf die Dividendenausschüttung (USD 5,4 Milliarden), Aktienrückkäufe und eine wertabhängige Barzahlung im Zusammenhang mit Alcon (USD 5,3 Milliarden) sowie den Kauf eigener Aktien über die erste Handelslinie (USD 0,5 Milliarden) zurückzuführen ist. Die langfristige Bonität des Unternehmens von AA (Moody's Aa2; Standard & Poor's AA-; Fitch AA) bleibt unverändert.
Konzernausblick 2011
(Vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse)
Novartis erzielte im dritten Quartal erneut ein kräftiges Wachstum und baute ihr Produktportfolio weiter aus, um auf bisher unerfüllte Bedürfnisse von Patienten einzugehen. Unsere Erfolgsbilanz in der Entwicklung und Einführung neuer Medikamente beweist unsere Fähigkeit, Einbussen durch auslaufende Patente mit den Umsätzen unserer neuen und jüngst eingeführten Produkte wettzumachen.
Basierend auf der Konsolidierung von Alcon im Viermonatszeitraum 2010 rechnet das Unternehmen auf Konzernebene mit einem Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich bei konstanten Wechselkursen.
In der Division Pharmaceuticals wird ein Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich erwartet, wobei Volumensteigerungen den Einfluss von Generikakonkurrenz und Preisdruck mehr als wettmachen. Diovan wird im vierten Quartal wie erwartet seine Marktexklusivität in Europa verlieren. Alcon dürfte auf Pro-forma-Basis voraussichtlich ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erzielen. Bei Sandoz wird mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich gerechnet, wobei davon auszugehen ist, dass die Annualisierung der Umsätze und die zunehmende Konkurrenz für Enoxaparin das Umsatzwachstum im vierten Quartal dämpfen werden.
Durch weitere Produktivitätssteigerungen im gesamten Unternehmen erwarten wir eine Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen, wobei die Auswirkungen von Preissenkungen und Generikakonkurrenz sowie der Wegfall der Umsätze mit Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen wettgemacht und Investitionen in die Zukunft getätigt werden sollen.
Der US-Dollar verlor im dritten Quartal gegenüber den meisten anderen Währungen an Wert, wobei die Kursentwicklung erheblichen Schwankungen unterworfen war. Sollten sich die Wechselkurse im restlichen Jahresverlauf auf dem Niveau von Ende September halten, rechnen wir mit einem positiven Effekt (+4%) auf den Umsatz beziehungsweise einem negativen Einfluss (-6%) auf das operative Ergebnis des Gesamtjahres.
ÜBERSICHT ÜBER DAS GESUNDHEITSGESCHÄFT
Pharmaceuticals
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 8 159 | 7 500 | 9 | 3 | 24 195 | 22 336 | 8 | 3 |
| Operatives Ergebnis | 2 219 | 1 765 | 26 | 35 | 7 471 | 6 270 | 19 | 23 |
| In % des Nettoumsatzes | 27,2 | 23,5 | 30,9 | 28,1 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 2 510 | 2 489 | 1 | 6 | 7 751 | 7 399 | 5 | 7 |
| In % des Nettoumsatzes | 30,8 | 33,2 | 32,0 | 33,1 | ||||
Drittes Quartal
Nettoumsatz
Dank Volumensteigerungen von zehn Prozentpunkten, die durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt (vor allem aufgrund von Kostensenkungsmassnahmen im Gesundheitswesen) und durch die kombinierten Auswirkungen der Einführung von Generika und der Veräusserung von Produkten von weiteren sechs Prozentpunkten geschmälert wurden, stieg der Nettoumsatz um 9% (+3% kWk) auf USD 8,2 Milliarden. Die seit 2007 eingeführten Produkte generierten einen Nettoumsatz von USD 2,4 Milliarden und verzeichneten damit bei konstanten Wechselkursen einen Zuwachs um 36% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese jüngsten Produkte - Lucentis, Exforge, das Exelon Pflaster, Exjade, Aclasta/Reclast, Rasilez/Tekturna, Tasigna, Afinitor, Onbrez Breezhaler, Ilaris, Fanapt und Gilenya - steigerten damit ihren Anteil am Divisionsumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal von 22% auf 29%.
Mit elf Prozentpunkten wurden die Umsatzvolumen in Europa (USD 2,9 Milliarden, +4% kWk) weiterhin stark gesteigert und der negative Preiseffekt von vier Prozentpunkten sowie die Auswirkungen der Einführung von Generika von drei Prozentpunkten mehr als wettgemacht. Die jüngst eingeführten Produkte verzeichneten weiterhin ein kräftiges Wachstum und steuern nun 36% zum Nettoumsatz der Region bei. In den USA (USD 2,5 Milliarden, -2% kWk) gingen die Umsätze, trotz der erfolgreichen Einführung von Tasigna und Gilenya, gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Ursachen dafür waren die Generikakonkurrenz für Femara und Lotrel in hoher Dosierung sowie die Desinvestition von Enablex®. Die Geschäfte in Lateinamerika und Kanada (USD 0,8 Milliarden, +9% kWk) erreichten solide Wachstumsraten. Die Umsatzsteigerung in Japan (USD 1,0 Milliarden, +11% kWk) gegenüber der Vorjahresperiode beruhte vor allem auf Neueinführungen. Das Geschäft in den sechs wichtigsten Schwellenländern (USD 0,8 Milliarden, +7% kWk) profitierte von besonders starken Zuwächsen in China und Indien.
Alle strategischen Bereiche trugen zur Geschäftsexpansion bei. Die Onkologie (USD 2,6 Milliarden, +1% kWk), der grösste Bereich der Division Pharmaceuticals, profitierte vom anhaltenden Wachstum von Glivec/Gleevec und Tasigna (USD 1,3 Milliarden, +12% kWk) sowie von Sandostatin (USD 367 Millionen, +11% kWk) und dem kürzlich eingeführten Produkt Afinitor, das einen Umsatz von USD 118 Millionen (+69% kWk) erzielte. Die Umsatzentwicklung von Femara (USD 182 Millionen, -51% kWk) wurde durch die Einführung von Generika in den USA und einigen europäischen Ländern beeinträchtigt. Der Bereich der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselmedikamente (USD 2,1 Milliarden, +4% kWk) wies gestützt auf die anhaltend gute Aufnahme von Galvus (USD 181 Millionen, +65% kWk) weiterhin eine solide Wachstumsdynamik auf. Der Bereich für Neurologie und Augenheilkunde (USD 1,2 Milliarden, +28% kWk) profitierte vom robusten Wachstum von Lucentis (USD 515 Millionen, +19% kWk) und dem kürzlich eingeführten Gilenya (USD 153 Millionen), das seit seiner erfolgreichen Einführung in den USA und Europa hohe Umsätze verzeichnet.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 26% (+35% kWk) auf USD 2,2 Milliarden. Das Ergebnis beinhaltet einen Restrukturierungsaufwand von USD 92 Millionen vor allem im Zusammenhang mit der Straffung des Produktionsnetzes sowie Wertminderungen von USD 87 Millionen infolge der Einstellung des Entwicklungsprogramms für Agomelatin (gegenüber Wertminderungen von USD 592 Millionen im Vorjahr).
Das operative Kernergebnis verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 6% auf USD 2,5 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,7 Prozentpunkte; diese Erhöhung wurde jedoch durch einen negativen Währungseinfluss von 3,1 Prozentpunkten aufgehoben, was einen Nettorückgang um 2,4 Prozentpunkte auf 30,8% zur Folge hatte. Vor negativen Währungseffekten von 1,2 Prozentpunkten ging die Bruttomarge aufgrund der ungünstigen Zusammensetzung des Produktsortiments und höherer Lizenzgebühren um 1,2 Prozentpunkte zurück. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung ging in Relation zum Nettoumsatz bei konstanten Wechselkursen um 0,6 Prozentpunkte zurück. Die Aufwendungen für Marketing und Verkauf sowie Administration und allgemeine Kosten profitierten von den weiteren Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität und sorgten trotz bedeutender Investitionen in die Einführung neuer Produkte für eine Margenverbesserung um 1,2 Prozentpunkte (kWk). Die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) verbesserten die Marge geringfügig um 0,1 Prozentpunkte (kWk).
Neun Monate
Nettoumsatz
Die Division Pharmaceuticals steigerte ihren Nettoumsatz um 8% (+3% kWk) auf USD 24,2 Milliarden. Dabei wurden Volumensteigerungen von neun Prozentpunkten durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt sowie einen zusätzlichen negativen Effekt von fünf Prozentpunkten durch Generikakonkurrenz und die Veräusserung von Produkten geschmälert. Die jüngst eingeführten Produkte steuerten USD 6,7 Milliarden zum Nettoumsatz bei und steigerten damit ihren Anteil am Nettoumsatz der Division gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 21% auf 28%.
Europa war für die Division Pharmaceuticals nach wie vor die umsatzstärkste Region (USD 8,8 Milliarden, +3% kWk). Das Europageschäft profitierte vor allem von den jüngsten Produkten, die 34% des Nettoumsatzes erwirtschafteten. Das Geschäft in den USA (USD 7,4 Milliarden, -1% kWk) steuerte 31% zum Gesamtumsatz der Division bei. Dank Neueinführungen verbesserte sich die Performance in Japan (USD 2,8 Milliarden, 6% kWk) gegenüber dem Vorjahr. Die Geschäfte in Lateinamerika und Kanada (USD 2,3 Milliarden, +10% kWk) verzeichneten weiterhin solide Wachstumsraten. Die sechs wichtigsten Schwellenländer (USD 2,4 Milliarden, +6% kWk) profitierten vor allem von zweistelligen Zuwächsen in China und Indien.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 19% (+23% kWk) auf USD 7,5 Milliarden. Dabei machten Gewinne aus der Veräusserung von Elidel® (USD 324 Millionen) und von ophthalmologischen Pharmazeutika (USD 81 Millionen) im Zusammenhang mit der Übernahme von Alcon die Wertminderungen von USD 194 Millionen mehr als wett.
Das operative Kernergebnis stieg um 5% (+7% kWk) auf USD 7,8 Milliarden. Dank anhaltender Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität verbesserte sich die operative Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 1,3 Prozentpunkte; diese Verbesserung wurde jedoch durch einen negativen Währungseinfluss von 2,4 Prozentpunkten aufgehoben, was einen Nettorückgang um 1,1 Prozentpunkte auf 32,0% zur Folge hatte. Die zugrunde liegende Bruttomarge ging vor allem aufgrund höherer Lizenzgebühren um 0,1 Prozentpunkte (kWk) geringfügig zurück. Trotz bedeutender Investitionen in die Einführung neuer Produkte verbesserten sich die Funktionskosten dank anhaltender Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität um 1,9 Prozentpunkte. Bei den Übrigen Erträgen und Aufwendungen (netto) erhöhten sich die Aufwendungen vor allem vor dem Hintergrund der Abgabe im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform in den USA um 0,5 Prozentpunkte (kWk).
Division Pharmaceuticals - Produktübersicht
Alle folgenden Erläuterungen beziehen sich auf Veränderungen im dritten Quartal.
Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Medikamente gegen Bluthochdruck | ||||||||
| Diovan | 1 429 | 1 483 | -4 | -7 | 4 347 | 4 477 | -3 | -7 |
| Exforge | 317 | 222 | 43 | 36 | 886 | 653 | 36 | 29 |
| Zwischentotal Valsartan-Gruppe | 1 746 | 1 705 | 2 | -2 | 5 233 | 5 130 | 2 | -2 |
| Rasilez/Tekturna | 159 | 113 | 41 | 34 | 449 | 305 | 47 | 41 |
| Zwischentotal Blut-hochdruck | 1 905 | 1 818 | 5 | 0 | 5 682 | 5 435 | 5 | 0 |
| Galvus | 181 | 101 | 79 | 65 | 478 | 267 | 79 | 67 |
| Total strategische Produkte | 2 086 | 1 919 | 9 | 4 | 6 160 | 5 702 | 8 | 3 |
| Etablierte Medikamente | 260 | 344 | -24 | -30 | 782 | 1 060 | -26 | -31 |
| Total | 2 346 | 2 263 | 4 | -1 | 6 942 | 6 762 | 3 | -2 |
Unser Portfolio der Bluthochdruckmedikamente, das die Valsartan-Gruppe (welche die Diovan Gruppe und Exforge einschliesst) und Rasilez/Tekturna umfasst, konnte im dritten Quartal seine starke Position erwartungsgemäss behaupten, da sich der Schwerpunkt weiter von Diovan zu Exforge und Rasilez/Tekturna verlagert. Die Valsartan-Gruppe verzeichnete auf globaler Basis einen Rückgang um 2% (kWk), erzielte jedoch in Japan und den Schwellenländern kräftige Zuwächse.
Der Umsatz der Diovan Gruppe (USD 1,4 Milliarden, -7% kWk) ging weltweit zurück, was auf die im ersten Quartal erfolgte Einführung eines Generikums von Valsartan in bestimmten Märkten zurückzuführen war. Die Produkte der Diovan Gruppe behaupteten ihre Position als weltweit meistverkaufte Markenmedikamente zur Blutdrucksenkung mit einem Anteil von 13,5% am Weltmarkt der Blutdrucksenker (Januar bis August 2011) gegenüber dem Marktanteil von 13,4% im selben Zeitraum des Vorjahres.
Die Exforge Gruppe (USD 317 Millionen, +36% kWk) erzielte weltweit solide Zuwächse. Die Umsatzentwicklung profitierte vom anhaltenden Umfang der Verschreibungen in der EU, den USA und weiteren wichtigen Regionen sowie von der laufenden Einführung von Exforge HCT in Europa, Asien und Lateinamerika. Exforge ist ein Kombinationspräparat aus Diovan und dem Kalziumkanalblocker Amlodipin und verzeichnet seit seiner Markteinführung 2007 weltweit hervorragende Umsatzsteigerungen. Exforge wird derzeit in China und Japan eingeführt, zwei wichtigen Märkten mit besonders umfangreicher Verwendung von Kalziumkanalblockern. Exforge HCT ist die erste moderne Dreifachkombination gegen Bluthochdruck, die in einer Einzeltablette auch ein Diuretikum enthält. Exforge HCT steht heute Patienten in mehr als 40 Ländern zur Verfügung, wobei für 2011 und 2012 mit weiteren Markteinführungen gerechnet wird.
Rasilez/Tekturna (USD 159 Millionen, +34% kWk) erzielte weiterhin weltweit hohe Zuwachsraten, unter anderem in der EU, den USA, Lateinamerika und Japan. Der Marktanteil von Rasilez/Tekturna am Gesamtmarkt für Blutdrucksenker stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 1,1% (Januar bis August 2011). Im dritten Quartal gab der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA ein positives Gutachten für Rasitrio heraus, die Dreifachkombination auf der Basis von Rasilez mit Amlodopin und Hydrochlorothiazid.
Die Galvus Gruppe (USD 181 Millionen, +65% kWk), die Medikamente mit dem Wirkstoff Vildagliptin zur oralen Behandlung von Typ-2-Diabetes umfasst, erzielte weiterhin starke Zuwächse. Dafür sorgte teilweise die Umsatzentwicklung in Japan, wo die zweiwöchige Verschreibungsbeschränkung aufgehoben wurde. Das Kombinationspräparat Eucreas/Galvus (Vildagliptin und Metformin) verzeichnete gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres eine Umsatzsteigerung von 48% und erwirtschaftete 65% des Umsatzes der Produktgruppe. In vielen Märkten (in denen sie verfügbar ist) wuchs die Galvus Gruppe im dritten Quartal schneller als der Marktführer.
Onkologie
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Bcr-Abl-Franchise | ||||||||
| Glivec/Gleevec | 1 142 | 1 015 | 13 | 6 | 3 421 | 3 122 | 10 | 4 |
| Tasigna | 186 | 109 | 71 | 63 | 509 | 273 | 86 | 78 |
| Zwischentotal | 1 328 | 1 124 | 18 | 12 | 3 930 | 3 395 | 16 | 10 |
| Zometa | 370 | 363 | 2 | -3 | 1 119 | 1 116 | 0 | -4 |
| Sandostatin | 367 | 318 | 15 | 11 | 1 069 | 940 | 14 | 9 |
| Femara | 182 | 343 | -47 | -51 | 777 | 1 025 | -24 | -28 |
| Exjade | 210 | 182 | 15 | 10 | 621 | 553 | 12 | 7 |
| Afinitor | 118 | 67 | 76 | 69 | 310 | 163 | 90 | 82 |
| Übrige | 42 | 54 | -22 | -25 | 117 | 144 | -19 | -25 |
| Total | 2 617 | 2 451 | 7 | 1 | 7 943 | 7 336 | 8 | 3 |
Unsere Bcr-Abl-Produktgruppe, die Glivec/Gleevec und Tasigna umfasst, verzeichnete weiterhin starke Zuwächse und erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von USD 1,3 Milliarden (12% kWk).
Das anhaltende Wachstum von Glivec/Gleevec (USD 1,1 Milliarden, +6% kWk) beruht auf seinen Eigenschaften als zielgerichtetes Medikament im Therapiebereich der Philadelphiachromosom-positiven chronisch-myeloischen Leukämie (Ph+ CML) und in der Behandlung von metastasierenden, inoperablen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) sowie in der adjuvanten (postoperativen) Behandlung von GIST.
Tasigna (USD 186 Millionen, +63% kWk) verzeichnet ein rapides Wachstum als gezielte Therapie der nächsten Generation für erwachsene Patienten mit Ph+ CML in der chronischen Phase. Inzwischen ist Tasigna in 50 Märkten weltweit zur Primärbehandlung zugelassen, unter anderem in den USA, der EU, Japan und der Schweiz. Zusätzliche Zulassungsanträge werden in weiteren Ländern weltweit geprüft. Tasigna verzeichnet nach wie vor Marktanteilsgewinne in der Sekundärbehandlung der Ph+ CML. In dieser Indikation ist das Medikament in über 90 Ländern zugelassen.
Zometa (USD 370 Millionen, -3% kWk) ist ein führendes Medikament zur Verringerung oder Verzögerung von Skelettkomplikationen bei Patienten mit Knochenmetastasen (Tochtergeschwülsten) von soliden Tumoren und multiplem Myelom. Obwohl der Umsatz in Europa im dritten Quartal stieg, führte die Konkurrenz in den USA insgesamt zu einem Umsatzrückgang um 3%.
Sandostatin (USD 367 Millionen, +11% kWk) profitiert in wichtigen Märkten weiterhin vom zunehmenden Einsatz von Sandostatin LAR in der symptomatischen Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren sowie von Zulassungen in 19 Ländern zur Verzögerung des Tumorwachstums bei Patienten mit Mitteldarmkarzinoiden. Sandostatin LAR ist auch zur Behandlung von Patienten mit Akromegalie zugelassen.
Femara (USD 182 Millionen, -51% kWk), ein Medikament zur Behandlung postmenopausaler Frauen mit Brustkrebs im frühen oder fortgeschrittenen Stadium, verzeichnete Umsatzeinbussen aufgrund der Einführung mehrerer Generika in den USA, Europa und anderen wichtigen Märkten.
Exjade (USD 210 Millionen, +10% kWk) expandierte im dritten Quartal mit zweistelliger Wachstumsrate. Es ist derzeit in 108 Ländern zugelassen und ist das einzige Medikament gegen transfusionsbedingte Eisenüberladung, das einmal täglich oral eingenommen wird.
Afinitor (USD 118 Millionen, +69% kWk), ein oral zu verabreichender Hemmer des mTOR-Signalwegs, verzeichnete in wichtigen Märkten weiterhin ein starkes Wachstum. Es ist das einzige Medikament, das zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Nierenzellkarzinomen nach VEGF-gerichteter Therapie zugelassen ist. Afinitor ist in den USA und der EU auch zur Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse zugelassen. Der Wirkstoff von Afinitor/Votubia, Everolimus, ist in den USA, der EU, der Schweiz und Kanada auch zur Behandlung von Patienten mit subependymalen Riesenzellastrozytomen im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose zugelassen. Für die Verwendung in medikamentenbeschichteten Stents wurde Everolimus exklusiv an Abbott lizenziert sowie an Boston Scientific unterlizenziert.
Neurologie und Augenheilmittel
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Lucentis | 515 | 398 | 29 | 19 | 1 500 | 1 139 | 32 | 22 |
| Exelon/Exelon Pflaster | 281 | 244 | 15 | 10 | 796 | 747 | 7 | 2 |
| Comtan/Stalevo | 156 | 152 | 3 | -2 | 462 | 443 | 4 | -1 |
| Gilenya | 153 | 4 | n.a. | n.a. | 291 | 4 | n.a. | n.a. |
| Extavia | 37 | 26 | 42 | 34 | 115 | 84 | 37 | 29 |
| Übrige (inkl. Fanapt) | 36 | 42 | -14 | -28 | 114 | 149 | -23 | -33 |
| Total strategische Produkte | 1 178 | 866 | 36 | 28 | 3 278 | 2 566 | 28 | 20 |
| Etablierte Medikamente | 136 | 137 | -1 | -8 | 414 | 419 | -1 | -8 |
| Total | 1 314 | 1 003 | 31 | 23 | 3 692 | 2 985 | 24 | 16 |
n.a. - nicht anwendbar
Lucentis (USD 515 Millionen, +19% kWk) erzielte weiterhin kräftige Zuwächse. Dieses Medikament ist in mehr als 100 Ländern die einzige zugelassene Therapie, die das Sehvermögen von Patienten mit der feuchten Form altersbedingter Makuladegeneration massgeblich verbessert. In der AMD-Behandlung ist Lucentis als Standardtherapie etabliert. In mehr als 50 Ländern ist Lucentis auch zur Behandlung von Patienten mit Sehbehinderungen durch diabetische Makulaödeme oder durch Makulaödeme infolge von Retinalvenenverschluss zugelassen. Genentech/Roche besitzt die Rechte an Lucentis in den USA.
Der kombinierte Umsatz von Exelon/Exelon Pflaster (USD 281 Millionen, +10% kWk) wurde aufgrund neuer Konkurrenz durch oral einzunehmende Generika in den USA beeinträchtigt, obwohl nach wie vor Patienten von der oralen zur transdermalen Behandlung wechseln. Das Exelon Pflaster, die transdermale Verabreichungsform des Medikaments, erzielte im dritten Quartal ein Umsatzwachstum von 17% und erreichte damit einen Anteil von über 75% am Gesamtumsatz von Exelon. Das Exelon Pflaster ist in mehr als 80 Ländern für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Formen der Alzheimer-Demenz zugelassen. In über 20 dieser Länder ist es auch für die Behandlung von Demenz im Zusammenhang mit der Parkinsonkrankheit zugelassen.
Gilenya (USD 153 Millionen) erzielte als einmal täglich oral zu verabreichende, krankheitsmodifizierende Behandlung für Erwachsene mit schubförmig remittierenden und/oder schubförmig verlaufenden Formen von multipler Sklerose (MS) weiterhin dynamische Umsatzsteigerungen. Gilenya ist jetzt in mehr als 50 Ländern zugelassen, wobei die US-Umsätze das Wachstum insgesamt vorantreiben. Ausserdem laufen Zulassungsverfahren in weiteren Ländern weltweit. Novartis erhielt im dritten Quartal in Japan die Zulassung für Gilenya zur Schubprävention und zur Verzögerung der Progression körperlicher Behinderungen bei Erwachsenen mit multipler Sklerose. Gilenya wird von der Mitsubishi Tanabe Pharma Corporation lizenziert.
Extavia (USD 37 Millionen, +34% kWk), die unternehmenseigene Marke von Betaferon®/Betaseron® (Interferon Beta-1b) zur Behandlung schubförmig verlaufender multipler Sklerose, verzeichnete in wichtigen Märkten weitere Zuwächse. Extavia wurde seit seiner Zulassung 2008 in der EU in mehr als 35 Ländern zugelassen. Betaferon® und Betaseron® sind eingetragene Marken von Bayer.
Atemwegserkrankungen
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Xolair | 116 | 97 | 20 | 17 | 348 | 267 | 30 | 28 |
| TOBI | 76 | 70 | 9 | 6 | 217 | 207 | 5 | 2 |
| Onbrez Breezhaler | 25 | 8 | n.a. | n.a. | 71 | 16 | n.a. | n.a. |
| Total strategische Produkte | 217 | 175 | 24 | 20 | 636 | 490 | 30 | 26 |
| Etablierte Medikamente | 38 | 37 | 3 | -8 | 126 | 126 | 0 | -7 |
| Total | 255 | 212 | 20 | 15 | 762 | 616 | 24 | 20 |
n.a. - nicht anwendbar
Onbrez Breezhaler (USD 25 Millionen) erzielte weiterhin ein starkes Wachstum in allen Märkten. Das Medikament wurde erstmals im November 2009 in der EU zugelassen und wird als einmal täglich zu verabreichender Beta-2-Agonist mit lang anhaltender Wirkung bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zur bronchialerweiternden Erhaltungstherapie der Atemwegsobstruktion eingesetzt. Onbrez Breezhaler ist nun in mehr als 70 Ländern zugelassen, unter anderem in den USA und seit Juli 2011 auch in Japan. Im vierten Quartal 2011 wird mit weiteren Zulassungen und Markteinführungen gerechnet. Nach einer Überprüfung der Festpreise in Deutschland wurde die Erstattung für Onbrez Breezhaler ab 1. Oktober unter den Preis generischer Beta-2-Agonisten mit lang anhaltender Wirkung gesenkt. Aufgrund der Überzeugung, dass die einmal tägliche Verabreichung von Onbrez Breezhaler entsprechend der in der EU zugelassenen Indikation gegenüber herkömmlichen Beta-2-Agonisten mit lang anhaltender Wirkung zusätzliche Vorteile bietet, wird Novartis die gegenwärtigen Preise in Deutschland beibehalten. Infolgedessen werden zahlreiche Patienten in Deutschland Zuzahlungen zu Onbrez Breezhaler leisten müssen.
Xolair (USD 116 Millionen, +17% kWk) ist ein biotechnologisch hergestelltes Medikament, das in Europa zur Behandlung von schwerem persistierendem allergischem Asthma und in den USA zur Behandlung von mittelschwerem bis schwerem persistierendem allergischem Asthma zugelassen ist. Es verzeichnete weiterhin starke Zuwächse in Europa, in wichtigen lateinamerikanischen Märkten und in Japan. Xolair ist in mehr als 85 Ländern zugelassen. In China läuft eine Phase-III-Studie zur Unterstützung der dortigen Zulassung. Xolair Liquid, eine neue Darreichungsform in Fertigspritzen, die die Verabreichung gegenüber der ursprünglichen lyophilisierten Formulierung vereinfacht, wird in weiteren europäischen Ländern eingeführt. In den USA wird Xolair von Novartis und Genentech/Roche gemeinsam vermarktet, wobei Novartis am operativen Gewinn beteiligt ist.
Integrierte Krankenhausversorgung
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Neoral/Sandimmun | 228 | 207 | 10 | 1 | 669 | 636 | 5 | -2 |
| Myfortic | 117 | 122 | -4 | -7 | 372 | 330 | 13 | 9 |
| Certican/Zortress | 46 | 35 | 31 | 22 | 138 | 105 | 31 | 24 |
| Ilaris | 13 | 6 | 117 | 86 | 36 | 16 | 125 | 110 |
| Übrige | 92 | 74 | 24 | 17 | 271 | 214 | 27 | 20 |
| Total strategische Produkte | 496 | 444 | 12 | 5 | 1 486 | 1 301 | 14 | 8 |
| Etablierte Medikamente | 360 | 380 | -5 | -8 | 1 087 | 1 069 | 2 | -2 |
| Total | 856 | 824 | 4 | -1 | 2 573 | 2 370 | 9 | 3 |
Certican/Zortress (USD 46 Millionen, +22% kWk) ist für die Verhinderung der Organabstossung bei erwachsenen Herz- und Nierentransplantierten indiziert und heute in mehr als 85 Ländern verfügbar. Das Medikament verzeichnet nach wie vor ein solides Wachstum, insbesondere in den USA, wo es seit April 2010 unter dem Handelsnamen Zortress zur Behandlung erwachsener Nierentransplantierter erhältlich ist. Für die Verwendung in medikamentenbeschichteten Stents wurde der Wirkstoff exklusiv an Abbott lizenziert sowie an Boston Scientific unterlizenziert.
Ilaris (USD 13 Millionen, +86% kWk) ist in über 50 Ländern für die Behandlung von Erwachsenen und Kindern ab vier Jahren mit Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndromen (CAPS) zugelassen. Dabei handelt es sich um eine Gruppe seltener autoinflammatorischer Erkrankungen. Vor kurzem wurde Ilaris in Japan zur Behandlung von CAPS zugelassen.
Alcon
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | |||||
| Mio. USD | Mio. USD | Mio. USD | Mio. USD | |||||
| Nettoumsatz | 2 492 | 1 138 | 7 533 | 2 161 | ||||
| Operatives Ergebnis | 341 | 233 | 1 236 | 488 | ||||
| In % des Nettoumsatzes | 13,7 | 20,5 | 16,4 | 22,6 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 909 | 362 | 2 696 | 632 | ||||
| In % des Nettoumsatzes | 36,5 | 31,8 | 35,8 | 29,2 | ||||
| Pro forma | 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 2 492 | 2 234 | 12 | 7 | 7 524 | 6 754 | 11 | 7 |
| Operatives Ergebnis | 341 | 276 | 24 | 6 | 1 225 | 949 | 29 | 20 |
| In % des Nettoumsatzes | 13,7 | 12,4 | 16,3 | 14,1 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 909 | 760 | 20 | 13 | 2 694 | 2 378 | 13 | 9 |
| In % des Nettoumsatzes | 36,5 | 34,0 | 35,8 | 35,2 | ||||
Da die angepassten Angaben zu den Nettoumsätzen nur CIBA Vision und die Augenheilmittel der Division Pharmaceuticals bis zum 25. August 2010 umfassen, basieren alle nachfolgenden Kommentare auf Pro-forma-Angaben.
Drittes Quartal
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg auf Pro-forma-Basis um 12% (+7% kWk) auf USD 2,5 Milliarden. Diese anhaltend starke Performance wurde in allen wichtigen Regionen und bei allen Produkten verzeichnet.
In den Märkten ausserhalb der USA wurde ein Zuwachs um 17% (+9% kWk) auf USD 1,5 Milliarden verzeichnet, der vor allem von den ophthalmologischen Pharmazeutika und der Ophthalmochirurgie getragen war. In den sechs führenden Schwellenländern stieg der Umsatz um 29% (+24% kWk), was vor allem den Geschäften in China, Südkorea und Indien zu verdanken war. In den USA wurde ein Umsatzwachstum von 4% erzielt, das in erster Linie auf der starken Performance der ophthalmologischen Pharmazeutika beruhte (vor allem der Produkte gegen grünen Star, Infektionen/Entzündungen und trockene Augen). Die Umsatzentwicklung in den USA war jedoch gleichzeitig durch niedrigere Verkäufe der Mehrzwecklösungen für die Kontaktlinsenpflege beeinträchtigt.
Operatives Ergebnis
Auf Pro-forma-Basis erhöhte sich das operative Ergebnis um 24% (+6% kWk) auf USD 341 Millionen. Das operative Ergebnis des dritten Quartals beinhaltet Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten (USD 484 Millionen) und Integrationskosten (USD 80 Millionen).
Das operative Kernergebnis stieg auf Pro-forma-Basis um 20% (+13% kWk) auf USD 909 Millionen. Dank Produktivitätssteigerungen und der Realisierung von Synergien aufgrund der Integration (USD 21 Millionen) erzielte Alcon eine starke operative Leistungsfähigkeit. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 2,1 Prozentpunkte, wobei ein positiver Währungseffekt von 0,4 Prozentpunkten zu einer Nettoerhöhung um 2,5 Prozentpunkte auf 36,5% führte. Die Bruttogewinnmarge entsprach 74,6% des Nettoumsatzes und lag etwa auf dem Vorjahresniveau. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung lag mit 8,5% des Nettoumsatzes ebenfalls auf Vorjahresniveau. Der Aufwand für Marketing und Verkauf verbesserte sich trotz erhöhter Investitionen in wichtigen Schwellenländern um 1,5 Prozentpunkte und entsprach 24,8% des Nettoumsatzes. Dank erfolgreichem Kostenmanagement und fusionsbedingten Kostensynergien gingen die Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten gegenüber der Vorjahresperiode von 5,4% auf 4,7% des Nettoumsatzes zurück.
Neun Monate
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg auf Pro-forma-Basis um 11% (+7% kWk) auf USD 7,5 Milliarden. Dazu trugen vor allem die ophthalmologischen Pharmazeutika mit starken weltweiten Zuwächsen um 14% (+10% kWk) und die Geschäfte in den sechs führenden Schwellenländern mit einer Umsatzsteigerung von 28% (+22% kWk) bei.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis verbesserte sich auf Pro-forma-Basis um 29% (+20% kWk) auf USD 1,2 Milliarden. In den ersten neun Monaten war das operative Ergebnis durch einen ausserordentlichen Ertrag aus der Beilegung eines Rechtsstreits (USD 183 Millionen), durch Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten (USD 1,5 Milliarden), Integrationskosten (USD 160 Millionen) und die Auswirkungen der Straffung des Produktionsnetzes (USD 42 Millionen) beeinflusst.
Das operative Kernergebnis verbesserte sich auf Pro-forma-Basis um 13% (+9% kWk) auf USD 2,7 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,9 Prozentpunkte; diese Erhöhung wurde jedoch durch einen negativen Währungseffekt von 0,3 Prozentpunkten beeinträchtigt, was eine Nettoerhöhung um 0,6 Prozentpunkte auf 35,8% zur Folge hatte.
Alcon - Produktübersicht (pro forma)
Alle folgenden Erläuterungen beziehen sich auf Veränderungen im dritten Quartal.
Surgical (Ophthalmochirurgie)
| Pro forma | 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Kataraktchirurgie | 699 | 632 | 11 | 6 | 2 126 | 1 957 | 9 | 4 |
| Intraokularlinsen (IOL) für Kataraktchirurgie | 313 | 285 | 10 | 5 | 958 | 888 | 8 | 3 |
| Produkte für Vitreoretinal-chirurgie | 141 | 103 | 37 | 29 | 393 | 311 | 26 | 21 |
| Produkte für refraktive Chirurgie/Übrige | 47 | 31 | 52 | 49 | 140 | 93 | 51 | 46 |
| Total | 887 | 766 | 16 | 11 | 2 659 | 2 361 | 13 | 8 |
Mit einem Umsatz von USD 887 Millionen weltweit erzielte der Augenchirurgiebereich im dritten Quartal eine Steigerung um 16% (+11% kWk) gegenüber dem Vorjahresquartal. In den Schwellenländern wurde ein starkes Umsatzwachstum erzielt, während das Operationsvolumen im Bereich der Kataraktchirurgie (Operationen bei grauem Star) in den USA geringer ausfiel als erwartet. Ausserdem war das Geschäft in den USA weiterhin durch das Auslaufen des Rückerstattungsprogramms für neue Technologien im Intraokularlinsenbereich beeinträchtigt. Der weltweite Umsatz der technologisch fortschrittlichen Intraokularlinsen profitierte vor allem vom verstärkten Einsatz der Intraokularlinsen AcrySof IQ Toric und AcrySof IQ ReSTOR+3.0 in der Kataraktchirurgie und stieg um 23% (+20% kWk). Der Verkauf der AcrySof IQ ReSTOR Toric Intraokularlinsen, die derzeit nur ausserhalb der USA erhältlich sind, trug zur Wachstumsbeschleunigung der technologisch innovativen Linsen in den internationalen Märkten bei. Das Vitreoretinalchirurgie-System Constellation trug zu einer robusten Umsatzsteigerung dieses Produktbereichs bei. Das starke Wachstum im Segment der refraktiven Chirurgie beruhte insbesondere auf den Verkäufen von chirurgischer Ausrüstung wie auch auf Marktanteilsgewinnen in den USA.
Ophthalmologische Pharmazeutika
| Pro forma | 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Produkte zur Glaukombehandlung | 326 | 280 | 16 | 11 | 972 | 839 | 16 | 11 |
| Antiallergika/Otologika/ Rhinologika | 201 | 194 | 4 | 2 | 720 | 662 | 9 | 6 |
| Produkte gegen Infektionen/Entzündungen | 239 | 208 | 15 | 12 | 727 | 620 | 17 | 15 |
| Produkte gegen trockene Augen/Übrige | 213 | 187 | 14 | 11 | 613 | 545 | 12 | 9 |
| Total | 979 | 869 | 13 | 9 | 3 032 | 2 666 | 14 | 10 |
Der Umsatz der ophthalmologischen Pharmazeutika stieg weltweit um 13% (+9% kWk) auf USD 979 Millionen. Dank der Umsatzentwicklung der Kombinationspräparate DuoTrav und Azarga mit einem gemeinsamen Wachstum von 35% (+25% kWk) und dank der nach wie vor soliden Performance der Augentropfen Travatan und Travatan Z stieg der Umsatz der Produkte gegen grünen Star (Antiglaukomatosa) um 16% (+11% kWk). Der Umsatz der Produkte gegen Infektionen und Entzündungen wuchs um 15% (+12% kWk). Dazu trugen in erster Linie das starke Wachstum der Augentropfensuspension Nevanac sowie die solide Performance der Augentropfensuspension Durezol bei. Systane und das neue Systane Balance leisteten die wichtigsten Beiträge zum Wachstum der Produkte gegen trockene Augen.
Vision Care
| Pro forma | 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Kontaktlinsen | 441 | 409 | 8 | 2 | 1 293 | 1 181 | 9 | 4 |
| Pflegelösungen/Übrige | 185 | 190 | -3 | -6 | 540 | 546 | -1 | -5 |
| Total | 626 | 599 | 5 | -1 | 1 833 | 1 727 | 6 | 1 |
Der Umsatz des Bereichs Vision Care stieg weltweit um 5% (-1% kWk) auf USD 626 Millionen. Das Umsatzwachstum der Kontaktlinsen beruhte neben den starken Zuwächsen der Produktgruppe Dailies in den USA vor allem auf der anhaltend starken Performance der Produktfamilie Air Optix, die im Multifokal-Segment marktführend ist und gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres ein Wachstum von 14% (kWk) erzielte. Die Umsatzentwicklung des Kontaktlinsenbereichs wurde durch die Einstellung des Geschäfts mit Spezialkontaktlinsen und durch ein langsameres Marktwachstum in Europa beeinträchtigt. Der Umsatz der Kontaktlinsenpflegelösungen wurde durch die schwache Entwicklung der Mehrzwecklösungen negativ beeinflusst, was jedoch durch einen kräftigen, zweistelligen Zuwachs der Wasserstoffperoxidlösung Clear Care teilweise wettgemacht wurde.
Sandoz
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 2 340 | 2 198 | 6 | 1 | 7 179 | 6 172 | 16 | 12 |
| Operatives Ergebnis | 333 | 430 | -23 | -18 | 1 028 | 1 029 | 0 | 4 |
| In % des Nettoumsatzes | 14,2 | 19,6 | 14,3 | 16,7 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 446 | 509 | -12 | -10 | 1 513 | 1 323 | 14 | 17 |
| In % des Nettoumsatzes | 19,1 | 23,2 | 21,1 | 21,4 | ||||
Drittes Quartal
Nettoumsatz
Mit einer Volumensteigerung von fünf Prozentpunkten sowie zwei Prozentpunkten aus der Eingliederung des Geschäfts von Falcon machte die Division Sandoz den Preisverfall von sechs Prozentpunkten mehr als wett und erzielte eine Nettoumsatzsteigerung um 6% (+1% kWk) auf USD 2,3 Milliarden. Wachstumstreiber waren die Umsätze der jüngst eingeführten Produkte, wie Gemcitabin (Generikum von Gemzar®) und Docetaxel (Generikum von Taxotere®), die starke Performance der Geschäfte in Russland, Kanada, Frankreich, Spanien und Japan sowie der Biosimilars.
Die Zuwächse der Retail-Generika und Biosimilars in den USA (USD 761 Millionen, +2% kWk) beruhten auf der erfolgreichen Einführung von Docetaxel, Gemcitabin, der Schmelztabletten von Lansoprazol und mehrerer oraler Kontrazeptiva wie beispielsweise der Generika von Yaz® und Yasmin®. Der Umsatz von Enoxaparin (Generikum von Lovenox®) ging um 11% auf USD 259 Millionen zurück, was auf das aussergewöhnlich erfolgreiche dritte Quartal des Vorjahres zurückzuführen war, in dem das erstmalige Bestücken der Lieferkette mit Enoxaparin erfolgt war. Ausserdem erhielt ein zweiter Generikahersteller die Zulassung der FDA für Enoxaparin, so dass im Oktober ein zweites autorisiertes Generikum auf den Markt kam.
In Deutschland ging der Umsatz der Retail-Generika und Biosimilars (USD 335 Millionen, -4% kWk) gegenüber dem Vorjahresquartal zurück, verbesserte sich aber wesentlich gegenüber der Performance des ersten Halbjahres 2011, wobei die Preiseffekte der Rabattausschreibungen der gesetzlichen Krankenversicherungen und die neuen niedrigeren Festpreise teilweise kompensiert wurden. Gestützt auf eine starke Performance in Frankreich und Spanien erzielte das Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars in Westeuropa (+6% kWk) gute Zuwächse. Die Geschäfte in den Schwellenländern verzeichneten kräftige Umsatzsteigerungen in Lateinamerika (+11% kWk) and Asien (+8% kWk).
Die Division behauptete ihre globale Führungsposition im Bereich der Biosimilars (+34% kWk), wobei die jüngsten Neueinführungen von Binocrit (Epoetin alfa) für onkologische Indikationen sowie Marktanteilgewinne von Zarzio (Filgrastim) und Omnitrope (humanes Wachstumshormon) für eine gute Dynamik sorgten.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis ging bei konstanten Wechselkursen um 18% auf USD 333 Millionen zurück. Die operative Gewinnmarge sank gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres - dem bis dahin erfolgreichsten Quartal der Division - um 5,4 Prozentpunkte auf 14,2% des Nettoumsatzes. Dabei ging die operative Gewinnmarge um 1,3 Prozentpunkte stärker zurück als die operative Kerngewinnmarge. Dies war vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahresquartal höheren Wertminderungen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen. Das neu hinzugekommene Geschäft von Falcon steuerte 0,7 Prozentpunkte zum Wachstum bei.
Das operative Kernergebnis ging bei konstanten Wechselkursen um 10% auf USD 446 Millionen zurück. Die operative Kerngewinnmarge verringerte sich bei konstanten Wechselkursen um 2,6 Prozentpunkte, wobei ein negativer Währungseffekt von 1,5 Prozentpunkten einen Nettorückgang um 4,1 Prozentpunkte auf 19,1% zur Folge hatte. Die Bruttogewinnmarge sank um 0,3 Prozentpunkte (kWk). Hauptursachen dafür waren der Preisverfall und Investitionen in Programme zur Steigerung der Produktqualität, die durch Produktivitätssteigerungen im Zusammenhang mit den Herstellungskosten verkaufter Produkte und durch die Eingliederung des Geschäfts von Falcon teilweise wettgemacht wurden. Der Aufwand für Marketing und Verkauf (-0,7 Prozentpunkte kWk) erhöhte sich aufgrund höherer Investitionen in wachsende Geschäftsbereiche in Westeuropa und den Schwellenländern. Erhebliche Investitionen in die Entwicklung differenzierter Generika wie Biosimilars und Atemwegsmedikamente sowie höhere Erträge aus Entwicklungskooperationen im Vorjahresquartal führten zu einer Erhöhung des Aufwands für Forschung und Entwicklung (-2,3 Prozentpunkte kWk). So begannen beispielsweise klinische Studien der Phase III mit unserem Biosimilar des monoklonalen Antikörpers Rituximab zur Behandlung des follikulären Lymphoms. Dank laufender Kostensenkungsmassnahmen blieb der Aufwand für Administration und allgemeine Kosten gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert (kWk). Die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) verbesserten sich um 0,7 Prozentpunkte (kWk).
Neun Monate
Nettoumsatz
Sandoz steigerte den Nettoumsatz in den ersten neun Monaten 2011 um 16% (USD 7,2 Milliarden, +12% kWk) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ursachen dafür waren starke Zuwächse des Geschäfts mit Retail-Generika und Biosimilars in den USA (+34% kWk), ein kräftiges Wachstum in Kanada (+17% kWk), Westeuropa (+15% kWk) und den Schwellenländern, unter anderem in Lateinamerika (+12% kWk) sowie in Mittel- und Osteuropa (+10% kWk), wie auch die anhaltend starken Verkäufe der Biosimilars (+32% kWk). Dank der Einführung neuer Produkte stieg das Umsatzvolumen um 19 Prozentpunkte. Falcon steuerte zusätzlich drei Prozentpunkte zum Wachstum bei, so dass der Preisverfall von zehn Prozentpunkten mehr als wettgemacht wurde.
Operatives Ergebnis
In den ersten neun Monaten 2011 erhöhte sich das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei konstanten Wechselkursen um 4% auf USD 1,0 Milliarden. Die operative Gewinnmarge verringerte sich um 2,4 Prozentpunkte auf 14,3% des Nettoumsatzes. Dies war auf Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in den USA (USD 178 Millionen) sowie den Preisverfall zurückzuführen, die durch Produktivitätssteigerungen und durch die Eingliederung des Geschäfts von Falcon teilweise kompensiert wurden.
Das operative Kernergebnis verbesserte sich um 14% (+17% kWk) auf USD 1,5 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 1,0 Prozentpunkte, wobei der positive Einfluss des zusätzlichen Umsatzvolumens, der Einführung neuer Produkte und der Produktivitätssteigerungen in allen Bereichen den Preisverfall mehr als wettmachten; diese Verbesserung wurde jedoch durch einen negativen Währungseffekt von 1,3 Prozentpunkten aufgehoben, was in einem Nettorückgang um 0,3 Prozentpunkte auf 21,1% resultierte.
Vaccines and Diagnostics
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 655 | 632 | 4 | -2 | 1 325 | 2 557 | -48 | -51 |
| Operatives Ergebnis | 24 | 68 | -65 | -28 | -291 | 865 | n.a. | n.a. |
| In % des Nettoumsatzes | 3,7 | 10,8 | -22,0 | 33,8 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 147 | 126 | 17 | 26 | 34 | 1 187 | n.a. | n.a. |
| In % des Nettoumsatzes | 22,4 | 19,9 | 2,6 | 46,4 | ||||
n.a. - nicht anwendbar
Drittes Quartal
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz belief sich im dritten Quartal 2011 auf USD 655 Millionen (-2% kWk), während er im Vorjahreszeitraum USD 632 Millionen betragen hatte. Die im Vergleich zum äusserst starken Vorjahresniveau geringeren Verkäufe der Grippemedikamente und die Auswirkungen der Verzögerung gewisser Produktlieferungen an wichtige Kunden wurden durch das kräftige Wachstum im Bereich der Meningokokken-Impfstoffe wettgemacht.
Die weltweite Grippesaison ist zwar bereits angelaufen, das Gesamtvolumen der Impfstoffverkäufe entwickelt sich jedoch unter dem Niveau des Vorjahres, wobei die Umsätze im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24% zurückgingen. An Kunden in den USA hat Novartis Vaccines bereits 24 Millionen Impfdosen gegen saisonale Grippe ausgeliefert.
Gestützt auf die Marktanteilsgewinne von Menveo in den USA und die Zuwächse des Meningitis-C-Impfstoffs in den Schwellenländern expandiert der Bereich der Meningokokken-Impfstoffe kräftig. Menveo hat seit Jahresbeginn bereits einen Umsatz von mehr als USD 100 Millionen erzielt.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis belief sich im dritten Quartal 2011 auf USD 24 Millionen, während im Vorjahreszeitraum USD 68 Millionen ausgewiesen worden waren. Das Ergebnis beinhaltet Wertminderungen von USD 60 Millionen im Zusammenhang mit Finanzanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Unter Ausschluss dieser Wertminderungen verbesserte sich das Quartalsergebnis vor allem dank des Verkaufs von Präpandemieimpfstoffen.
Im Berichtszeitraum 2011 wurde ein operativer Kerngewinn von USD 147 Millionen verzeichnet, während im Vorjahreszeitraum ein operativer Kerngewinn von USD 126 Millionen ausgewiesen worden war. Die Division Vaccines and Diagnostics tätigte weitere Investitionen in ihre Pipeline und in den Ausbau des Bereichs der Meningokokken-Impfstoffe.
Neun Monate
Nettoumsatz
In den ersten neun Monaten 2011 belief sich der Nettoumsatz auf USD 1,3 Milliarden (-51% kWk), während in der Vorjahresperiode USD 2,6 Milliarden erzielt worden waren. Der Hauptgrund für diesen Unterschied gegenüber dem Vorjahreszeitraum war der Verkauf von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen im Umfang von USD 1,3 Milliarden im Vorjahr, der sich im Berichtszeitraum 2011 nicht wiederholte.
Unter Ausschluss des Effekts der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe in beiden Jahren beruhte das Wachstum im Berichtszeitraum 2011 (+3% kWk) auf den Verkäufen der Meningokokken- und Grippeimpfstoffe, die jedoch durch die Verzögerung gewisser Produktlieferungen an wichtige Kunden teilweise kompensiert wurden.
Operatives Ergebnis
In den ersten neun Monaten wurde ein operativer Verlust von USD 291 Millionen ausgewiesen, gegenüber einem operativen Gewinn von USD 865 Millionen im Zeitraum des Vorjahres. Dies war vor allem auf das operative Ergebnis im Zusammenhang mit dem Verkauf der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe im Vorjahr zurückzuführen. Ausserdem wurde die Profitabilität durch die Verzögerung gewisser Lieferungen an wichtige Kunden sowie durch anhaltende Investitionen in die Pipeline und den Ausbau des Bereichs der Meningokokken-Impfstoffe geschmälert. In der Berichtsperiode 2011 wurden Wertminderungen von USD 141 Millionen im Zusammenhang mit Finanzanlagen und immateriellen Vermögenswerten vorgenommen, gegenüber USD 75 Millionen in der Vorjahresperiode. Ausserdem war im Vorjahreszeitraum ein Aufwand von USD 45 Millionen für die Beilegung einer Rechtsstreitigkeit angefallen.
Im Berichtszeitraum 2011 wurde ein operativer Kerngewinn von USD 34 Millionen verzeichnet, während im Vorjahreszeitraum ein operativer Kerngewinn von USD 1,2 Milliarden ausgewiesen worden war.
Consumer Health
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 1 197 | 1 110 | 8 | 3 | 3 553 | 3 199 | 11 | 6 |
| Operatives Ergebnis | 210 | 276 | -24 | -17 | 700 | 654 | 7 | 16 |
| In % des Nettoumsatzes | 17,5 | 24,9 | 19,7 | 20,4 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 228 | 290 | -21 | -16 | 707 | 701 | 1 | 9 |
| In % des Nettoumsatzes | 19,0 | 26,1 | 19,9 | 21,9 | ||||
Drittes Quartal
Nettoumsatz
Die Division Consumer Health, die sich aus den Geschäftseinheiten OTC und Animal Health zusammensetzt, erzielte im dritten Quartal 2011 ein Nettoumsatzwachstum von 8% (+3% kWk).
Die Geschäftseinheit OTC erzielte weiterhin zweistellige Zuwächse mit ihren prioritären Marken wie etwa Voltaren in Deutschland. Auch in den sechs führenden Schwellenländern wurde eine zweistellige Wachstumsrate erzielt, vor allem in Russland, Brasilien und China, wo Lamisil in den wachsenden Markt für Antimykotika eingeführt wurde. Geschmälert wurde das Wachstum durch eine schwächere Sommersaison, insbesondere in Deutschland und Polen, wo die Geschäftseinheit über ein bedeutendes Portfolio verfügt. Umsatzeinbussen aufgrund auslaufender Vertriebsverträge und der Veräusserung mehrerer nicht zum Kerngeschäft gehörender Marken sowie aufgrund der Verzögerung von Produktlieferungen wirkten sich im dritten Quartal zusätzlich negativ auf das Wachstum aus.
Da in den sechs führenden Schwellenländern zweistellige Zuwächse erzielt wurden, entwickelte sich die Geschäftseinheit Animal Health ausserhalb der USA weiterhin über dem Marktdurchschnitt. In Europa erwies sich Milbemax nach wie vor als Nummer eins unter den Entwurmungsmitteln für Katzen und Hunde, wobei die neue Kautablettenformulierung das Umsatzwachstum ankurbelte. Die starke Performance von Denagard im US-Geschäft der Therapeutika für Schweine wurde durch geringere Umsätze im US-Haustiergeschäft geschmälert, das im Bereich der Herzwurm- und Flohbekämpfung weiterhin mit einem zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfeld konfrontiert ist.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis ging um 24% (-17% kWk) auf USD 210 Millionen zurück. Dabei kam ein negativer Währungseffekt von sieben Prozentpunkten zum Tragen, da sich ein relativ grosser Anteil der Kostenbasis von Consumer Health in der Schweiz befindet, der in US-Dollar deutlich höher ausfiel. Die operative Gewinnmarge sank um 7,4 Prozentpunkte auf 17,5% des Nettoumsatzes, wobei 2,7 Prozentpunkte des Rückgangs auf negative Währungseffekte zurückzuführen waren.
Das operative Kernergebnis ging um 21% (-16% kWk) auf USD 228 Millionen zurück. Die operative Kerngewinnmarge sank bei konstanten Wechselkursen um 4,6 Prozentpunkte, nachdem im Vorjahr bei OTC eine ausserordentlich hohe Kerngewinnmarge verzeichnet worden war. Diese war die Folge eines ungewöhnlich niedrigen Ausgabenniveaus und eines ausserordentlichen Veräusserungsgewinns im Zeitraum 2010, der unter der Schwelle für eine Anpassung in den Kernergebnissen gelegen hatte. Mit einem negativen Währungseffekt von 2,5 Prozentpunkten führte dies zu einem Nettorückgang der operativen Kerngewinnmarge um 7,1 Prozentpunkte auf 19,0%.
Vor allem aufgrund der Zusammensetzung des Produktsortiments von OTC ging die Bruttomarge im dritten Quartal um 0,6 Prozentpunkte (kWk) zurück. Der Marketing- und Verkaufsaufwand stieg um 1,9 Prozentpunkte (kWk). Zurückzuführen war dies auf die zeitliche Verteilung von Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung, auf höhere Aussendienstinvestitionen sowie auf höhere Ausgaben bei Animal Health zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Portfolios für Floh- und Herzwurmbekämpfung in den USA. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Administration und allgemeine Kosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte (kWk). Aufgrund des im Vorjahr erzielten Veräusserungsgewinns sanken die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) um 2,0 Prozentpunkte (kWk).
Neun Monate
Nettoumsatz
In den ersten neun Monaten 2011 steigerte die Division Consumer Health den Nettoumsatz um 11% (+6% kWk).
Die Geschäftseinheit OTC erzielte dank solider Beiträge der Schwellenländer und der prioritären Marken ein starkes Wachstum. Die Husten- und Erkältungsmedikamente Theraflu und Triaminic verzeichneten kräftige Umsatzsteigerungen, in denen anhaltende Investitionen und eine im Vergleich zur Vorjahresperiode stärkere Grippe-, Husten- und Erkältungssaison in mehreren Märkten zum Tragen kamen. Excedrin setzte seinen Wachstumskurs fort und eroberte dank gezielter Investitionen und deren erfolgreicher Umsetzung 0,4 Marktanteilspunkte am Segment der innerlich anzuwendenen Analgetika für Erwachsene in den USA. Die Umsatzentwicklung von Prevacid24HR profitierte von einer gegenüber den ersten neun Monaten 2010 normalisierten vierteljährlichen Lagerentwicklung und trug dazu bei, die Umsatzeinbussen durch ausgelaufene Vertriebsverträge und veräusserte Marken wie auch die Auswirkungen der schwachen Verkäufe saisonaler Produkte während der Sommersaison in Europa wettzumachen.
Die Geschäftseinheit Animal Health erzielte in den ersten neun Monaten ein solides Wachstum, das von den Geschäften in Australien, Deutschland, Japan und den Schwellenländern getragen wurde. Als führendes Entwurmungsmittel für Katzen und Hunde in Europa verzeichnete Milbemax eine zweistellige Wachstumsrate. Im Bereich der Therapeutika für Schweine erzielte Denagard weiterhin hervorragende Zuwächse mit einer besonders starken Performance in den USA. Dagegen wurden die Umsätze im US-Haustiergeschäft weiterhin durch das zunehmend wettbewerbsintensive Marktumfeld im Bereich der Herzwurm- und Flohbekämpfung beeinträchtigt.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis verbesserte sich in den ersten neun Monaten um 7% (+16% kWk) auf USD 700 Millionen.
Das operative Kernergebnis stieg um 1% (+9% kWk) auf USD 707 Millionen. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,6 Prozentpunkte; diese Erhöhung wurde jedoch durch einen Währungseffekt von 2,6 Prozentpunkten mehr als aufgehoben, was einen Nettorückgang um 2,0 Prozentpunkte auf 19,9% zur Folge hatte. Aufgrund der Zusammensetzung des Produktsortiments und dank Produktivitätsgewinnen verbesserte sich die Bruttomarge um 0,2 Prozentpunkte (kWk). Der Marketing- und Verkaufsaufwand ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,1 Prozentpunkte (kWk) zurück. Dank betrieblicher Effizienz sanken die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Administration und allgemeine Kosten gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,1 Prozentpunkte (kWk). Die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) verbesserten sich um 0,2 Prozentpunkte.
FINANZÜBERSICHT
Drittes Quartal und erste neun Monate
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | Veränderung in % | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | Veränderung in % | |||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 14 843 | 12 578 | 18 | 12 | 43 785 | 36 425 | 20 | 15 |
| Operatives Ergebnis der Divisionen | 3 127 | 2 772 | 13 | 19 | 10 144 | 9 306 | 9 | 13 |
| Nettoergebnis Corporate | -176 | -185 | -5 | -18 | -463 | -247 | 87 | 63 |
| Operatives Ergebnis Konzern | 2 951 | 2 587 | 14 | 22 | 9 681 | 9 059 | 7 | 11 |
| In % des Nettoumsatzes | 19,9 | 20,6 | 22,1 | 24,9 | ||||
| Ertrag aus assoziierten Gesellschaften | 151 | 368 | -59 | -59 | 398 | 629 | -37 | -37 |
| Finanzertrag | 4 | 27 | n.a. | n.a. | 10 | 90 | n.a. | n.a. |
| Zinsaufwand | -198 | -188 | 5 | 1 | -577 | -496 | 16 | 10 |
| Steuern | -420 | -475 | -12 | -6 | -1 477 | -1 578 | -6 | -2 |
| Reingewinn | 2 488 | 2 319 | 7 | 15 | 8 035 | 7 704 | 4 | 9 |
| Gewinn pro Aktie (USD) | 1,02 | 0,99 | 3 | 9 | 3,34 | 3,34 | 0 | 5 |
| Operatives Kernergebnis | 4 112 | 3 699 | 11 | 15 | 12 359 | 10 840 | 14 | 16 |
| In % des Nettoumsatzes | 27,7 | 29,4 | 28,2 | 29,8 | ||||
| Kernreingewinn | 3 539 | 3 146 | 12 | 16 | 10 479 | 9 226 | 14 | 16 |
| Kerngewinn pro Aktie (USD) | 1,45 | 1,36 | 7 | 10 | 4,34 | 4,00 | 9 | 11 |
n.a. - nicht anwendbar
Drittes Quartal
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg im dritten Quartal um 18% (+12% kWk) auf USD 14,8 Milliarden. Dabei profitierte die Umsatzentwicklung mit 6% von der Schwäche des US-Dollars gegenüber den meisten bedeutenden Währungen. Das Umsatzwachstum beruht vor allem auf der starken Performance der jüngst eingeführten Produkte, die USD 3,6 Milliarden beziehungsweise 25% des gesamten Nettoumsatzes des Konzerns erwirtschafteten und gegenüber dem Vorjahresquartal einen Zuwachs von 31% erzielten.
Nettoergebnis Corporate
Das Nettoergebnis von Corporate, das die Kosten des Konzernhauptsitzes beinhaltet, belief sich auf insgesamt USD 176 Millionen. In der Vorjahresperiode hatten sich die Kosten auf insgesamt USD 185 Millionen belaufen.
Operatives Ergebnis Konzern
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 14% (+22% kWk) auf USD 3,0 Milliarden. Die Schwäche des US-Dollars hatte in Kombination mit der Stärke des Schweizer Frankens einen negativen Währungseffekt von acht Prozentpunkten zur Folge. Zu den Sonderpositionen, die das operative Ergebnis des dritten Quartals 2011 beeinflussten, zählten Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 134 Millionen (davon USD 87 Millionen für die Einstellung des Agomelatin-Entwicklungsprojekts bei Pharmaceuticals); Wertminderungen auf Finanzanlagen von USD 69 Millionen (davon USD 52 Millionen bei Vaccines and Diagnostics); Kosten von USD 80 Millionen für die Integration von Alcon sowie Restrukturierungskosten von USD 93 Millionen (vor allem für die Straffung des Produktionsnetzes).
Das operative Kernergebnis, das Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausschliesst, erhöhte sich um 11% (+15% kWk) auf USD 4,1 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,6 Prozentpunkte; diese Erhöhung wurde jedoch durch einen negativen Währungseinfluss von 2,3 Prozentpunkten aufgehoben, was zu einem Nettorückgang um 1,7 Prozentpunkte auf 27,7% führte.
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 368 Millionen auf USD 151 Millionen zurück. Dies war vor allem darauf zurückzuführen, dass Alcon, Inc. im Vorjahr USD 235 Millionen beigesteuert hatte. Seit der vollständigen Konsolidierung wird Alcon nicht mehr als assoziierte Gesellschaft erfasst.
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Es folgt eine Übersicht über die einzelnen Komponenten des Ertrags aus assoziierten Gesellschaften:
| 3. Quartal 2011 | 3. Quartal 2010 | 9 Monate 2011 | 9 Monate 2010 | |
| Mio. USD | Mio. USD | Mio. USD | Mio. USD | |
| Anteil am geschätzten Reingewinn von Roche | 184 | 173 | 544 | 480 |
| Auswirkung von Restrukturierungen | -41 | -43 | ||
| Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten | -44 | -35 | -123 | -101 |
| Einfluss von Roche auf den Reingewinn | 140 | 138 | 380 | 336 |
| Anteil am ausgewiesenen Reingewinn von Alcon, Inc. | 118 | 400 | ||
| Anpassung an den tatsächlichen Reingewinn des Vorjahres von Alcon | -15 | -13 | ||
| Neubewertung der anfänglichen 25%-Beteiligung zum geschätzten fairen Wert | 204 | 204 | ||
| Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten | -72 | -289 | ||
| Einfluss von Alcon auf den Reingewinn | 235 | 302 | ||
| Reingewinn von übrigen assoziierten Gesellschaften | 11 | -5 | 18 | -9 |
| Ertrag aus assoziierten Gesellschaften | 151 | 368 | 398 | 629 |
Auf Vergleichsbasis, den Einfluss von Alcon ausgenommen, stieg das Kernergebnis aus assoziierten Gesellschaften, das die Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausschliesst, im dritten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode um USD 54 Millionen.
Finanzertrag und Zinsaufwand
Der Finanzertrag belief sich im dritten Quartal 2011 auf USD 4 Millionen (einschliesslich Nettowährungsverlusten, die in dieser Kategorie erfasst werden). Im Vorjahresquartal war ein Finanzertrag von USD 27 Millionen ausgewiesen worden. Der Rückgang war auf die deutlich geringere durchschnittliche Liquidität und ein niedrigeres Währungsergebnis zurückzuführen. Der Zinsaufwand erhöhte sich um 5% auf USD 198 Millionen gegenüber dem Betrag von USD 188 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Steuern
Der Steuersatz (Prozentsatz der Steuern auf dem Vorsteuergewinn) sank im dritten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode von 17,0% auf 14,4%. Dies was vor allem auf die Herabsetzung des geschätzten Steuersatzes für das Gesamtjahr 2011 auf 15,5% zurückzuführen, die aus dem günstigen Effekt der vollständigen Konsolidierung von Alcon, Inc. und der damit verbundenen Reorganisation der Steuerstruktur resultierte.
Reingewinn
Der Reingewinn stieg im dritten Quartal um 7% (+15% kWk), der Kernreingewinn wuchs um 12% (+16% kWk).
Gewinn pro Aktie
Der Gewinn pro Aktie stieg im dritten Quartal um 3% (+9% kWk), der Kerngewinn pro Aktie erhöhte sich um 7% (+10% kWk). Aufgrund der höheren Anzahl ausstehender Aktien (nach der Aktienemission für den Erwerb der verbleibenden nicht beherrschenden Anteile an Alcon, abzüglich anschliessender Aktienrückkäufe) stieg der Gewinn pro Aktie weniger stark als der Reingewinn. Die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien stieg im dritten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2 288,1 Millionen um 6% auf 2 424,0 Millionen. Per 30. September 2011 waren insgesamt 2 418,7 Millionen Aktien ausstehend.
Neun Monate
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg um 20% (+15% kWk) auf USD 43,8 Milliarden, wobei sich die Schwäche des US-Dollars gegenüber den meisten bedeutenden Währungen mit 5% positiv auf die Umsatzentwicklung auswirkte. Die jüngst eingeführten Produkte (ohne Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe) erzielten gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Zuwachs von 41% und erwirtschafteten USD 10,7 Milliarden beziehungsweise 24% des Gesamtnettoumsatzes des Konzerns.
Nettoergebnis Corporate
Unter Berücksichtigung eines ausserordentlichen Gewinns von USD 265 Millionen aus Vorsorgeplankürzungen in den ersten neun Monaten 2010 sowie niedrigerer Aufwendungen für Unternehmensführung und Versicherungen lag das Nettoergebnis von Corporate, das die Kosten des Konzernhauptsitzes beinhaltet, unter dem Vorjahresniveau.
Operatives Ergebnis Konzern
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 7% (+11% kWk) auf USD 9,7 Milliarden. Die Schwäche des US-Dollars führte in Kombination mit der Stärke des Schweizer Frankens zu einem negativen Währungseffekt von vier Prozentpunkten.
Zu den Sonderpositionen, die das operative Ergebnis der ersten neun Monate 2011 beeinflussten, zählten Veräusserungsgewinne von USD 382 Millionen (davon netto USD 324 Millionen aus dem Verkauf von Elidel® bei Pharmaceuticals sowie USD 44 Millionen bei Consumer Health). Diese positiven Effekte wurden aufgehoben durch Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 243 Millionen (davon USD 194 Millionen bei Pharmaceuticals), Wertminderungen auf Finanzanlagen von USD 167 Millionen (davon USD 133 Millionen bei Vaccines and Diagnostics), akquisitionsbedingte ausserordentliche Aufwendungen von USD 87 Millionen (hauptsächlich Kosten für die Integration von Alcon in Höhe von USD 151 Millionen, die durch Veräusserungsgewinne von USD 81 Millionen bei Pharmaceuticals teilweise kompensiert wurden) sowie Restrukturierungskosten von USD 187 Millionen (vor allem für die Straffung des Produktionsnetzes).
Das operative Kernergebnis, das Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausschliesst verbesserte sich um 14% (+16% kWk) auf USD 12,4 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 0,5 Prozentpunkte; diese Erhöhung wurde jedoch durch einen negativen Währungseffekt von 2,1 Prozentpunkten aufgehoben, was einen Nettorückgang um 1,6 Prozentpunkte auf 28,2% zur Folge hatte.
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 629 Millionen auf USD 398 Millionen zurück. Der Beitrag von Roche erhöhte sich von USD 336 Millionen auf USD 380 Millionen. Der Ertrag des Vorjahreszeitraums beinhaltete auch einen Beitrag von USD 302 Millionen von Alcon, der seit der vollständigen Konsolidierung von Alcon, Inc. ab 25. August 2010 entfällt. Auf Vergleichsbasis, den Einfluss von Alcon ausgenommen, stieg das Kernergebnis aus assoziierten Gesellschaften in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode von USD 471 Millionen auf USD 588 Millionen.
Finanzertrag und Zinsaufwand
Der Finanzertrag ging in den ersten neun Monaten 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 90 Millionen auf USD 10 Millionen zurück. Ursachen dafür waren vor allem niedrigere Erträge aus Investitionen infolge der geringeren durchschnittlichen Liquidität sowie ein geringeres Währungsergebnis. Der Zinsaufwand stieg von USD 496 Millionen um 16% auf USD 577 Millionen.
Steuern
Der Steuersatz (Prozentsatz der Steuern auf dem Vorsteuergewinn) sank in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode von 17,0% auf 15,5%, was vor allem auf den vorteilhaften Einfluss der vollständigen Konsolidierung von Alcon, Inc. und die damit verbundene Reorganisation der Steuerstruktur zurückzuführen war.
Reingewinn
Der Reingewinn stieg dank der kräftigen Steigerung des operativen Ergebnisses um 4% (+9% kWk), wobei der positive Effekt eines günstigeren Steuersatzes von 15,5% (gegenüber 17,0% im Vorjahreszeitraum) durch einen geringeren Ertrag aus assoziierten Gesellschaften teilweise aufgehoben wurde. Der Kernreingewinn wuchs um 14% (+16% kWk).
Gewinn pro Aktie
Der Gewinn pro Aktie lag mit USD 3,34 auf Vorjahresniveau, was auf die höhere Anzahl ausstehender Aktien nach der Fusion mit Alcon zurückzuführen ist. Der Kerngewinn pro Aktie stieg um 9% (+11% kWk) auf USD 4,34. Die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien stieg in den ersten neun Monaten 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2 284,4 Millionen um 4% auf 2 374,0 Millionen. Per 30. September 2011 waren insgesamt 2 418,7 Millionen Aktien ausstehend.
Bilanz
Die Bilanzsumme belief sich per 30. September 2011 auf USD 121,4 Milliarden und lag damit um USD 1,9 Milliarden unter dem Betrag zu Jahresbeginn. Das Anlagevermögen verringerte sich seit Jahresbeginn von USD 96,6 Milliarden auf USD 95,8 Milliarden und beinhaltete Goodwill und immaterielle Vermögenswerte, die seit Jahresbeginn von USD 64,9 Milliarden auf USD 63,5 Milliarden zurückgingen. Auch das Umlaufvermögen verringerte sich von USD 26,7 Milliarden auf USD 25,6 Milliarden. Ursache dafür war vor allem ein Rückgang der Wertschriften, die sich infolge der Transaktion mit den Minderheitsaktionären von Alcon um USD 2,6 Milliarden verringerten. Demgegenüber war eine Zunahme der Vorräte um USD 0,5 Milliarden (wovon USD 0,2 Milliarden währungsbedingt waren) sowie eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um USD 0,8 Milliarden zu verzeichnen.
Vor allem wegen der Finanzierung von Akquisitionen und Aktienrückkäufen erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten einschliesslich Derivaten gegenüber dem 31. Dezember 2010 von USD 23,0 Milliarden auf USD 23,9 Milliarden per 30. September 2011. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten von USD 13,7 Milliarden setzen sich aus Anleihen und Euro Medium Term Notes von insgesamt USD 12,8 Milliarden sowie anderen langfristigen Finanzdarlehen von USD 0,9 Milliarden zusammen. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umfassen Commercial Papers von USD 5,4 Milliarden und anderes kurzfristiges Fremdkapital von insgesamt USD 4,7 Milliarden.
Das Eigenkapital des Konzerns sank gegenüber dem Jahresende 2010 um USD 3,6 Milliarden auf USD 66,1 Milliarden per 30. September 2011. Das Gesamtergebnis erhöhte sich auf USD 7,0 Milliarden, vor allem aufgrund des Reingewinns der ersten neun Monate (USD 8,0 Milliarden) und positive Währungsumrechnungsdifferenzen (USD 0,4 Milliarden), teilweise kompensiert durch versicherungsmathematische Nettoverluste aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen (USD 1,5 Milliarden). Dies wurde mehr als aufgehoben durch Dividenden (USD 5,4 Milliarden), den Nettoeffekt des Rückkaufs eigener Aktien (USD 2,8 Milliarden) in Kombination mit dem Erwerb der verbleibenden USD 2,9 Milliarden nicht beherrschender Anteile an Alcon, Inc. sowie durch die Erhöhung aktienbasierter Vergütungen (USD 0,6 Milliarden). Die Übernahme der verbleibenden Anteile an Alcon, Inc. erfolgte durch den Kauf von 4,8% nicht beherrschender Anteile für USD 2,4 Milliarden vor der Fusion sowie durch den Erwerb der restlichen nicht beherrschenden Anteile im Rahmen der Fusion am 8. April 2011 durch die Ausgabe von Novartis Aktien mit einem Marktwert von USD 9,2 Milliarden und eine wertabhängige Barzahlung von USD 0,5 Milliarden. Dies führte zu einer Verringerung des Wertes der nicht beherrschenden Anteile um USD 6,5 Milliarden und des Eigenkapitals um USD 5,6 Milliarden. Die Reduktion des Eigenkapitals entspricht der Höhe der Differenz zwischen der ausgetauschten Gegenleistung und dem erfassten Wert der nicht beherrschenden Anteile.
Vor allem aufgrund des oben erwähnten Rückgangs des Eigenkapitals stieg der Verschuldungsgrad (Debt/Equity Ratio) des Konzerns per 30. September 2011 gegenüber dem Jahresende 2010 von 0,33:1 auf 0,36:1. Die Liquidität des Konzerns verringerte sich gegenüber dem Jahresende 2010 von USD 8,1 Milliarden auf USD 5,6 Milliarden per 30. September 2011. Die Nettoverschuldung belief sich per 30. September 2011 auf USD 18,3 Milliarden. Das entspricht einer Zunahme um USD 3,4 Milliarden gegenüber dem Betrag von USD 14,9 Milliarden zu Jahresbeginn.
Geldfluss
Der Free Cash Flow belief sich im dritten Quartal auf USD 3,7 Milliarden, was einer Zunahme um 27% beziehungsweise USD 0,8 Milliarden entspricht. Der Geldfluss aus operativer Tätigkeit belief sich auf USD 4,2 Milliarden und lag damit etwa auf dem Niveau des operativen Ergebnisses nach Anpassungen für zahlungsunwirksame Abschreibungen und Wertminderungen. Das zur Finanzierung der Geschäftsexpansion zusätzlich benötigte Umlaufvermögen wurde durch geringere Steuerzahlungen teilweise kompensiert.
Der Geldfluss für Investitionstätigkeit belief sich auf USD 0,6 Milliarden und war vor allem auf die Anschaffung von Sachanlagen zurückzuführen. Im Vorjahr hatte der Geldfluss für Investitionstätigkeit USD 10,7 Milliarden betragen, wobei die USD 26,2 Milliarden für die Übernahme von Alcon teilweise durch den Verkauf von Wertschriften von USD 15,8 Milliarden finanziert wurden.
Der Geldabfluss für Finanzierungstätigkeit belief sich im dritten Quartal 2011 auf USD 3,8 Milliarden, was vor allem auf die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten von USD 3,0 Milliarden und Transaktionen mit eigenen Aktien in Höhe von USD 0,6 Milliarden zurückzuführen ist.
Der Free Cash Flow belief sich in den ersten neun Monaten auf USD 8,6 Milliarden, was einer Zunahme um 5% beziehungsweise USD 0,4 Milliarden gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Geldfluss aus operativer Tätigkeit betrug USD 9,6 Milliarden, was einer Zunahme um lediglich USD 0,1 Milliarden entspricht, da im Vorjahr hohe Zahlungseingänge für Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe erfolgt waren.
Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit war ausgewogen. Die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Wertschriften (USD 1,6 Milliarden) sowie Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (USD 0,7 Milliarden, vor allem aus den Vermarktungsrechten für Elidel®) entsprachen den Mittelabflüssen für Investitionen von USD 1,7 Milliarden in Sachanlagen, immaterielle und finanzielle Vermögenswerte sowie dem Geldabfluss von USD 0,6 Milliarden für Akquisitionen (insbesondere für Genoptix, Inc.). In der Vorjahresperiode hatte sich der Geldfluss für Investitionstätigkeit auf USD 15,2 Milliarden belaufen. Dies war vor allem auf die Übernahme von Alcon zurückzuführen gewesen, die durch Erlöse aus Investitionen in Wertschriften teilweise kompensiert wurde.
Der Nettogeldabfluss für Finanzierungstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten auf USD 10,8 Milliarden. Dieser Nettogeldabluss umfasst einen Zufluss von USD 0,6 Milliarden aus einer Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten seit Jahresbeginn sowie Abflüsse von USD 5,4 Milliarden für die Dividendenausschüttung, von USD 3,2 Milliarden für die Übernahme der Minderheitsbeteiligungen an Alcon sowie von USD 2,8 Milliarden für den Rückkauf eigener Aktien.
AKTUELLER STAND DER INNOVATIONEN
Zu den wichtigsten Entwicklungen im dritten Quartal 2011 zählen:
Neuzulassungen und positive Gutachten
- Afinitor (Everolimus) wurde in der EU zur Behandlung von fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren (NET) der Bauchspeicheldrüse bei Patienten mit inoperabler, lokal fortgeschrittener oder metastasierender Erkrankung zugelassen. Die Zulassung stützte sich auf Phase-III-Daten, die belegten, dass die Behandlung mit Afinitor bei Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse den Zeitraum ohne Tumorwachstum im Vergleich zu Placebo mehr als verdoppelte.
- Zudem erhielt Everolimus in der EU die Zulassung unter dem Handelsnamen Votubia zur Behandlung von Patienten ab dem Alter von drei Jahren, die an subependymalen Riesenzellastrozytomen im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose leiden und für die eine Operation keine geeignete Behandlungsmöglichkeit darstellt.
- TOBI Podhaler (Tobramycin-Inhalationspulver) wurde in der EU zur Suppressionstherapie chronischer Pseudomonas-aeruginosa-Infektionen der Lunge bei Mukoviszidose-Patienten ab einem Alter von sechs Jahren zugelassen. Bei TOBI Podhaler handelt es sich um eine neue Trockenpulver-Formulierung des Antibiotikums Tobramycin. Das Medikament wird mit einem praktischeren, patientenfreundlicheren Gerät verabreicht, das bei vergleichbarer Wirksamkeit die Anwendungszeit gegenüber TOBI (Verneblerlösung) um 72% verkürzt.
- Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA gab ein positives Gutachten für Rasitrio heraus, eine Dreifachkombination auf der Basis von Rasilez mit Amlodipin und Hydrochlorothiazid. Rasitrio ist für die Behandlung von Bluthochdruckpatienten indiziert, deren Blutdruck sich durch die gleichzeitige Gabe von Aliskiren, Amlodipin und Hydrochlorothiazid in der Dosierung des Kombinationspräparats adäquat kontrollieren lässt.
- Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt liess Gilenya (Fingolimod) zur Schubprävention und zur Verzögerung des Fortschreitens körperlicher Behinderungen bei Erwachsenen mit multipler Sklerose zu.
- In Japan wurde auch Ilaris (Canakinumab) für die Behandlung von Patienten mit Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndromen zugelassen, eine Gruppe seltener autoinflammatorischer Erkrankungen, die die Betroffenen schwer beeinträchtigt.
- Bei Alcon wurde Dailies Total 1, eine neue Technologie für Einweg-Tages-Kontaktlinsen, in der EU zugelassen und soll im vierten Quartal in ausgewählten europäischen Märkten eingeführt werden.
Aktueller Stand von Zulassungsverfahren
- Für NVA237 (Glycopyrroniumbromid) wurde in der EU die Zulassung unter dem Handelsnamen Seebri Breezhaler zur einmal täglichen Erhaltungstherapie bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) beantragt. In den USA verzögert sich der Zulassungsantrag für NVA237, da zusätzliche klinische Daten zur Unterstützung des Antrags benötigt werden. Den Ergebnissen aus der Phase-III-Studie GLOW3 zufolge, die auf der Tagung der European Respiratory Society im September vorgestellt wurden, bewirkte NVA237 in einmal täglicher Dosierung von 50 Mikrogramm bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung eine 21%ige Verbesserung der körperlichen Ausdauer gegenüber Placebo. NVA237 wurde von den Patienten gut vertragen, wobei das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen bei den mit NVA237 behandelten Patienten und den Patienten, die ein Placebo erhielten, vergleichbar war. Die Veränderungen im Entwicklungsprogramm für NVA237 werden auch zu einer Verzögerung des US-Zulassungsantrags für QVA149 führen, da in den USA zusätzliche klinische Studien erforderlich sind. In der EU und den anderen Ländern weltweit ist der Zulassungsantrag für QVA149 nach wie vor für 2012 geplant.
- Im Oktober gewährte die FDA eine vorrangige Prüfung für eine Aktualisierung der Indikation von Glivec (Imatinib). Den entsprechenden eingereichten Daten zufolge wiesen Patienten mit resektierten KIT+ gastrointestinalen Stromatumoren, die nach der Operation über drei Jahre adjuvant mit Glivec behandelt wurden, einen signifikanten Überlebensvorteil gegenüber Patienten auf, die nach der Operation nur ein Jahr lang behandelt wurden. Diese Daten wurden auch bei der EMA eingereicht. Darüber hinaus aktualisierte das US National Comprehensive Cancer Network seine Behandlungsleitlinien und empfiehlt, bei GIST-Patienten mit einem potenziell hohen Rezidivrisiko eine mindestens dreijährige adjuvante Behandlung mit Glivec zu erwägen.
- Novartis erhielt ein vollständiges Antwortschreiben ("Complete Response Letter") der FDA bezüglich des Zulassungsantrags für ACZ885 zur Behandlung von Gichtarthritis (Gicht). Die FDA verlangte weitere Informationen, einschliesslich klinischer Daten zur Beurteilung des Risiko-Profils von ACZ885 bei therapierefraktären Patienten. Der mögliche Einsatz von ACZ885 zur Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse wird im Rahmen von Phase-III-Studien untersucht.
- Der im Juni eingereichte US-Zulassungsantrag für SOM230 wurde aufgrund eines Problems im Zusammenhang mit dem CMC-Verfahren (Chemistry, Manufacturing and Controls) zurückgezogen. Die Ergebnisse der klinischen Studien werden dadurch nicht beeinflusst, und Novartis plant, den Zulassungsantrag nach weiteren Gesprächen mit der FDA erneut einzureichen. In der EU hat dieselbe Angelegenheit zu einer Verzögerung des laufenden Prüfungsverfahrens geführt. Eine Entscheidung der EMA wird jetzt im Jahr 2012 erwartet.
Ergebnisse laufender Studien
- Laut den Ergebnissen einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie mit postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem ER+HER2- Brustkrebs, deren Erkrankung trotz Hormontherapie wieder aufgetreten oder fortgeschritten war, wurde mit Afinitor (Everolimus) in Kombination mit Exemestan der primäre Endpunkt des progressionsfreien Überlebens erreicht und das Risiko des Fortschreitens der Erkrankung gegenüber Exemestan allein um 57% gesenkt. Eine Zwischenanalyse zeigte, dass Everolimus in Kombination mit Exemestan das progressionsfreie Überleben auf 6,9 Monate verlängerte im Vergleich zu 2,8 Monaten (p<0,0001) bei Behandlung mit Exemestan allein. Im zweiten Halbjahr 2011 sollen weltweit Zulassungsanträge eingereicht werden.
- Im Rahmen einer Phase-III-Studie mit Everolimus zur Behandlung von Patienten mit gutartigen Nierentumoren bzw. Angiomyolipomen im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose wurde der primäre Endpunkt der besten Gesamtansprechrate der Angiomyolipome erreicht. Dazu zählen die Verringerung der Tumorgrösse und das Ausbleiben neuer Tumoren.
- Ergebnissen einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie zufolge, die auf der Tagung der European Pediatric Rheumatology Society im September präsentiert wurden, bewirkte ACZ885 (Canakinumab) bei Patienten mit systemischer juveniler idiopathischer Arthritis eine wesentliche Linderung der Symptome. Ergebnisse einer zweiten Phase-III-Studie werden im vierten Quartal dieses Jahres vorgestellt werden. Im Jahr 2012 sollen weltweit Zulassungsanträge für ACZ885 zur Behandlung systemischer juveniler idiopathischer Arthritis eingereicht werden.
- Im Rahmen der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie IMPRES ermöglichte QTI571 (Imatinib) bei Patienten mit pulmonal-arteriellem Bluthochdruck (PAH) als Zusatzmedikation zu zwei oder mehreren PAH-spezifischen Therapien eine signifikante Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit gegenüber Placebo. Die auf dem Kongress der European Respiratory Society vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass der primäre Endpunkt erreicht wurde - ebenso wie sekundäre Endpunkte im Zusammenhang mit Verbesserungen des pulmonal-arteriellen Blutdrucks, des Herzminutenvolumens und des pulmonalen Gefässwiderstands. Die Ergebnisse zeigten jedoch keine signifikante Zeitverzögerung bis zur Verschlechterung des klinischen Zustands (d.h. Tod oder Krankenhausaufenthalt wegen pulmonal-arteriellem Bluthochdruck, Verschlechterung der PAH-Funktionsklasse oder >=15%ige Verschlechterung der körperlichen Leistungsfähigkeit). Die Häufigkeit unerwünschter Nebenwirkungen war bei QTI571 ähnlich wie bei Placebo und entsprach den Erwartungen für diese Patientenpopulation und Arzneimittelkategorie. Schwere Nebenwirkungen traten bei QTI571 häufiger auf als bei Placebo.
- Für eine onkologische Studie der Phase III mit dem Biosimilar des monoklonalen Antikörpers Rituximab (Rituxan®/MabThera®) startete Sandoz die Rekrutierung von Patienten, die an bisher unbehandelten follikulären Lymphomen leiden. Das follikuläre Lymphom zählt zu den häufigsten Formen von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL). Diese Blutkrebserkrankungen beeinträchtigen das lymphatische System, das im Körper dazu beiträgt, Bakterien und Krankheiten abzuwehren.
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| 25. Januar 2012 | Ergebnisse des vierten Quartals und des Geschäftsjahres 2011 |
| 23. Februar 2012 | Ordentliche Generalversammlung der Aktionäre |
| 24. April 2012 | Ergebnisse des ersten Quartals 2012 |
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