- Novartis erzielte im zweiten Quartal bei konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum von 19% sowie eine hervorragende operative Leistungsfähigkeit
- Der Nettoumsatz stieg um 27% (+19% bei konstanten Wechselkursen, kWk) auf USD 14,9 Milliarden; im ersten Halbjahr wuchs der Nettoumsatz um 21% (+16% kWk) auf USD 28,9 Milliarden
- Das operative Kernergebnis verbesserte sich um 29% (+30% kWk) auf USD 4,2 Milliarden; die Kerngewinnmarge erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte (+2,6 Prozentpunkte kWk)
- Der Kerngewinn pro Aktie stieg um 23% (+25% kWk) auf USD 1,48
- Der Free Cashflow erhöhte sich um 39% auf USD 3,3 Milliarden
- Die Aktionärsrendite und eine solide Kapitalausstattung bleiben Priorität; die Beschränkung der Dividendenausschüttung auf 35-60% des Reingewinns wird aufgehoben
- Die Zusammensetzung des Gesundheitsportfolios und die Portfolioverjüngung verstärken die Basis für zukünftiges Wachstum
- Mit kräftigen Beiträgen von Alcon, Sandoz und Consumer Health erzielte das diversifizierte Gesundheitsportfolio ein Umsatz- und Gewinnwachstum über dem Marktdurchschnitt
- Die jüngst eingeführten Produkte verzeichneten gegenüber dem Vorjahresquartal einen Zuwachs um 46% auf USD 3,8 Milliarden
- Nach seiner erstklassigen Markteinführung erzielte Gilenya im ersten Halbjahr einen Umsatz von USD 138 Millionen
- Das Engagement im Innovationsbereich führt zu vier wichtigen Zulassungen und zwei bedeutenden Zulassungsanträgen
- In den USA wurden Afinitor zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse sowie Arcapta Neohaler zur Behandlung chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung zugelassen
- In der EU wurden Lucentis zur Behandlung von Patienten mit Retinalvenenverschluss sowie das Bluthochdruckmedikament Rasilamlo zugelassen
- Für den Janus-Kinase-Hemmer INC424 wurde in Europa die Zulassung zur Behandlung von Myelofibrose beantragt; der Antrag auf eine Indikationserweiterung von Menveo zur Impfung von Säuglingen und Kleinkindern ab zwei Monaten wurde von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) angenommen
Kennzahlen
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 14 915 | 11 716 | 27 | 19 | 28 942 | 23 847 | 21 | 16 |
| Operatives Ergebnis | 3 322 | 2 961 | 12 | 15 | 6 730 | 6 472 | 4 | 7 |
| Reingewinn | 2 726 | 2 437 | 12 | 17 | 5 547 | 5 385 | 3 | 7 |
| Gewinn pro Aktie (USD) | 1,13 | 1,06 | 7 | 12 | 2,33 | 2,34 | 0 | 3 |
| Free Cashflow | 3 297 | 2 368 | 39 | 4 919 | 5 271 | -7 | ||
| Kernergebnisse[1] | ||||||||
| Operatives Ergebnis | 4 235 | 3 276 | 29 | 30 | 8 247 | 7 141 | 15 | 17 |
| Reingewinn | 3 564 | 2 771 | 29 | 31 | 6 940 | 6 080 | 14 | 16 |
| Gewinn pro Aktie (USD) | 1,48 | 1,20 | 23 | 25 | 2,88 | 2,65 | 9 | 11 |
kwk - bei konstanten Wechselkursen
[1]Definition der Kernergebnisse sowie weitere Informationen: siehe Seite 49
Basel, 19. Juli 2011 - Die Ergebnisse kommentierte Joseph Jimenez, CEO von Novartis:
"Novartis konnte dank der hervorragenden Umsetzung einer soliden Strategie erneut ein erfolgreiches Quartal abschliessen. Wir erzielten ein kräftiges Umsatzwachstum von 19% bei konstanten Wechselkursen und eine Margenverbesserung um 0,4 Prozentpunkte in US-Dollar. Mit vier wichtigen Zulassungen und zwei Zulassungsanträgen im zweiten Quartal stellten wir den Erfolg unserer Forschungs- und Entwicklungsstrategie erneut unter Beweis. Unser diversifiziertes Gesundheitsportfolio, das auf wachstumsstarke Segmente fokussiert ist, verhilft uns zu überlegenen Ergebnissen."
KONZERNÜBERSICHT
Zweites Quartal
Der Nettoumsatz stieg um 27% (+19% kWk) auf USD 14,9 Milliarden. Währungseffekte kamen dem Umsatz mit 8% zugute, da der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Währungen an Wert verlor. Die jüngst eingeführten Produkte erzielten gegenüber dem Vorjahresquartal einen Zuwachs um 46% und steuerten USD 3,8 Milliarden zum Nettoumsatz des Konzerns bei.
Die Division Pharmaceuticals steigerte ihren Nettoumsatz um 10% (+2% kWk) auf USD 8,3 Milliarden. Dabei wurden Volumensteigerungen von acht Prozentpunkten durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt sowie einen negativen Effekt von fünf Prozentpunkten durch Generikakonkurrenz und die Veräusserung von Produkten geschmälert. Die jüngst eingeführten Produkte steuerten USD 2,3 Milliarden beziehungsweise 28% zum Divisionsumsatz bei und erzielten damit gegenüber dem Vorjahresquartal eine Umsatzsteigerung um 34% bei konstanten Wechselkursen. Alcon trug im zweiten Quartal USD 2,6 Milliarden zum Nettoumsatz bei. Mit robusten Zuwächsen aller Regionen und Produkte verzeichnete Alcon auf Pro-forma-Basis ein Wachstum von 12% (+6% kWk). Sandoz verzeichnete ein hervorragendes Quartal mit einer Steigerung des Nettoumsatzes um 25% (+16% kWk) auf USD 2,5 Milliarden. Dabei wurden Volumensteigerungen von 26 Prozentpunkten durch einen negativen Preiseffekt von 13 Prozentpunkten geschmälert. Vor dem Hintergrund der Verkäufe von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen von rund USD 200 Millionen im zweiten Quartal 2010 ging der Umsatz der Division Vaccines and Diagnostics um 47% (-50% kWk) zurück. Unter Ausschluss dieser Verkäufe von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen war der Umsatz wegen der zeitlichen Verteilung von Produktlieferungen an wichtige Kunden rückläufig. Die beiden Geschäftseinheiten der Division Consumer Health, OTC und Animal Health, verzeichneten zusammen ein Wachstum von 5% bei konstanten Wechselkursen. Dank der Umsatzentwicklung in den USA, in Kanada und Deutschland sowie zweistelligen Nettoumsatzsteigerungen in den wichtigsten Schwellenländern verzeichnete OTC ein kräftiges Wachstum über dem Marktdurchschnitt. Animal Health erzielte in Europa und den Schwellenländern eine starke Performance, die die im Vergleich zum Vorjahr zunehmende Konkurrenz im US-Haustiergeschäft wettmachte.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 12% (+15% kWk). Wechselkursveränderungen hatten einen negativen Effekt von 3%, wobei der Vorteil des schwächeren US-Dollars gegenüber den meisten anderen Währungen durch den aussergewöhnlich starken Schweizer Franken aufgehoben wurde. Zu den Sonderpositionen, die das operative Ergebnis des zweiten Quartals 2011 beeinflussten, zählte ein Veräusserungsgewinn von USD 324 Millionen aus dem Verkauf von Elidel®, der durch Wertminderungen bei Vaccines and Diagnostics (USD 62 Millionen) und Pharmaceuticals (USD 107 Millionen), Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bei Sandoz (USD 150 Millionen), Restrukturierungskosten und Wertminderungen im Zusammenhang mit der Straffung des Produktionsnetzes (USD 44 Millionen) und durch Kosten für die Integration von Alcon (USD 80 Millionen) kompensiert wurde.
Das operative Kernergebnis (unter Ausschluss von Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten) verbesserte sich um 29% (+30% kWk). Wir erzielten im zweiten Quartal eine hervorragende operative Leistungsfähigkeit mit einer Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 2,6 Prozentpunkte bei konstanten Wechselkursen. Währungseffekte schmälerten die operative Kerngewinnmarge um 2,2 Prozentpunkte, was zu einer Nettoerhöhung der operativen Kerngewinnmarge um 0,4 Prozentpunkte auf 28,4% führte. Die Division Pharmaceuticals steigerte ihr operatives Kernergebnis dank erfolgreichem Kostenmanagement um 6% bei konstanten Wechselkursen. Alcon steuerte USD 947 Millionen zum operativen Kernergebnis bei und erzielte damit auf Pro-forma-Basis einen Zuwachs von 12% (+8% kWk). Die Division Sandoz verbesserte ihr operatives Kernergebnis bei konstanten Wechselkursen um 49%, Consumer Health erzielte bei konstanten Wechselkursen eine Erhöhung um 9%. Aufgrund der 2011 entfallenen Erträge aus den Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen sowie anhaltender Investitionen in Meningokokkenimpfstoffe und Impfstoffe in früher Entwicklungsphase wies die Division Vaccines and Diagnostics einen Verlust gegenüber dem Vorjahresquartal aus.
Der Reingewinn stieg dank der kräftigen Verbesserung des operativen Ergebnisses um 12% (+17% kWk), wobei der positive Effekt eines günstigeren Steuersatzes von 16,0% (17,6% in der Vorjahresperiode) durch einen geringeren Ertrag aus assoziierten Gesellschaften teilweise kompensiert wurde. Der Kernreingewinn wuchs um 29% (+31% kWk). Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich um 7% (+12% kWk), und der Kerngewinn pro Aktie stieg um 23% (+25% kWk). Aufgrund der Erhöhung der Anzahl ausstehender Aktien im Zusammenhang mit Alcon stieg der Gewinn pro Aktie weniger stark als der Reingewinn.
Der Free Cash Flow belief sich auf USD 3,3 Milliarden und lag damit um 39% über dem Vorjahresniveau. Dies war vor allem auf das höhere operative Ergebnis, einen Geldzufluss aus der Veräusserung von Elidel® (USD 420 Millionen) und eine Verbesserung beim Umlaufvermögen zurückzuführen.
Erstes Halbjahr
Der Nettoumsatz stieg um 21% (+16% kWk) auf USD 28,9 Milliarden. Wechselkursveränderungen hatten einen positiven Effekt von fünf Prozentpunkten, da der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Währungen an Wert verlor. Die jüngst eingeführten Produkte erzielten gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Zuwachs um 47% und steuerten USD 7,1 Milliarden zum Nettoumsatz des Konzerns bei.
Die Division Pharmaceuticals steigerte ihren Nettoumsatz um 8% (+3% kWk) auf USD 16,0 Milliarden. Dabei wurden Volumensteigerungen von acht Prozentpunkten durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt sowie einen negativen Effekt von vier Prozentpunkten durch Generikakonkurrenz und die Veräusserung von Produkten geschmälert. Die jüngst eingeführten Produkte steigerten ihren Anteil am Divisionsumsatz (USD 4,3 Milliarden) gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 21% auf 27%. Getragen von starken Zuwächsen der augenchirurgischen Produkte und ophthalmologischen Pharmazeutika steuerte Alcon im ersten Halbjahr USD 5,0 Milliarden zum Nettoumsatz bei und wuchs damit auf Pro-forma-Basis um 11% (+7% kWk). Sandoz erzielte gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 ein Umsatzwachstum von 22% (+17% kWk). Volumensteigerungen von 25 Prozentpunkten, die vor allem der starken Performance in den USA, in Kanada, Westeuropa und den Schwellenländern zu verdanken waren, konnten den Preisverfall von elf Prozentpunkten mehr als wettmachen. Vor dem Hintergrund der Verkäufe von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen von USD 1,3 Milliarden im Vorjahr ging der Umsatz der Division Vaccines and Diagnostics um 65% (-66% kWk) zurück. Unter Ausschluss dieser Verkäufe stieg der Umsatz dank des Geschäfts mit Meningokokken- und Grippeimpfstoffen bei konstanten Wechselkursen um 6%. Die beiden Geschäftseinheiten von Consumer Health erzielten im ersten Halbjahr 2011 ein solides Umsatzwachstum von 13% (+8% kWk), wobei sowohl die Einheit OTC als auch Animal Health ihre jeweiligen Märkte übertrafen.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 4% (+7% kWk), wobei ungünstige Wechselkursveränderungen das Ergebnis um drei Prozentpunkte schmälerten. Zu den Sonderpositionen, die das operative Ergebnis des ersten Halbjahres 2011 beeinflussten, zählten Veräusserungsgewinne bei Pharmaceuticals aus dem für die Genehmigung der Fusion mit Alcon erforderlichen Verkauf von ophthalmologischen Pharmazeutika (USD 81 Millionen), ein Gewinn von USD 183 Millionen aus der Beilegung einer Rechtsstreitigkeit in der Division Alcon sowie ein Veräusserungsgewinn von USD 324 Millionen aus dem Verkauf von Elidel®. Diese positiven Positionen wurden kompensiert durch Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (Sandoz USD 178 Millionen), Restrukturierungskosten und Wertminderungen im Zusammenhang mit der Straffung des Produktionsnetzes (USD 99 Millionen), Wertminderungen auf Finanzanlagen bei Vaccines and Diagnostics (USD 81 Millionen), Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten bei Pharmaceuticals (USD 107 Millionen) und Kosten für die Integration von Alcon, abzüglich eines Gewinns aus der Veräusserung eines Linsenpflegeprodukts (USD 71 Millionen).
Das operative Kernergebnis (unter Ausschluss von Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten) verbesserte sich um 15% (+17% kWk). Wir erzielten im ersten Halbjahr eine gute operative Leistungsfähigkeit mit einer Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 0,3 Prozentpunkte bei konstanten Wechselkursen. Währungseffekte schmälerten die operative Kerngewinnmarge um 1,7 Prozentpunkte, was zu einem Nettorückgang um 1,4 Prozentpunkte auf 28,5% führte. Die Division Pharmaceuticals steigerte ihr operatives Kernergebnis dank erfolgreichem Kostenmanagement um 7% (+8% kWk). Alcon steuerte USD 1,8 Milliarden zum operativen Kernergebnis bei und erzielte damit auf Pro-forma-Basis einen Zuwachs von 10% (+8% kWk). Die Division Vaccines and Diagnostics verzeichnete vor allem aufgrund des Wegfalls der Erträge aus den Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen (USD 1,3 Milliarden im Jahr 2010) einen operativen Verlust. Die Division Sandoz verbesserte ihr operatives Kernergebnis um 31% (+33% kWk), und Consumer Health erzielte eine Steigerung um 17% (+26% kWk).
Der Reingewinn stieg dank der kräftigen Verbesserung des operativen Ergebnisses um 3% (+7% kWk), wobei der positive Effekt eines günstigeren Steuersatzes von 16,0% (gegenüber 17,0% im Vorjahreszeitraum) durch einen geringeren Ertrag aus assoziierten Gesellschaften teilweise kompensiert wurde. Der Kernreingewinn wuchs um 14% (+16% kWk). Der Gewinn pro Aktie lag mit USD 2,33 etwa auf Vorjahresniveau, was auf die höhere Anzahl ausstehender Aktien nach der Fusion mit Alcon zurückzuführen war. Der Kerngewinn pro Aktie stieg um 9% (+11% kWk) auf USD 2,88.
Der Free Cash Flow belief sich auf USD 4,9 Milliarden und lag damit um 7% unter dem Vorjahresniveau, was vor allem auf eine saisonal bedingte Zunahme des Umlaufvermögens zurückzuführen war.
Aktivitäten in den Bereichen Innovation, Wachstum und Produktivität
Die Wachstumsstrategie von Novartis ist darauf ausgerichtet, ein umfassendes Angebot an Gesundheitslösungen bereitzustellen. Wir sind das einzige Gesundheitsunternehmen mit Führungspositionen in den Bereichen Arzneimittel, Augenheilkunde, Generika, Impfstoffe und Diagnostik sowie im Bereich der rezeptfreien Medikamente und Tiergesundheit.
Wir gehen davon aus, dass wir dank unseres breiten Portfolios unsere Wachstumsdynamik auch in Zukunft aufrechterhalten und uns frühzeitig auf Veränderungen im Gesundheitsmarkt einstellen können. Im Zentrum unserer Strategie steht unser anhaltendes Engagement für Innovation, Wachstum und Produktivität: Innovationen, um unser Portfolio zu erweitern und zu verjüngen und um den Patienten neue medizinische Lösungen zur Verfügung stellen zu können; Wachstum, um neue Märkte zu erschliessen und die sich wandelnden Bedürfnisse von Patienten auf der ganzen Welt zu erfüllen; Produktivität, um möglichst effizient zu operieren und Ressourcen für zukünftige Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen freizusetzen.
Wachstumsbeschleunigung für ein weltweites Angebot von Gesundheitslösungen
Unser diversifiziertes Gesundheitsportfolio verzeichnete im zweiten Quartal erneut ein Wachstum über dem Marktdurchschnitt, wobei die Divisionen Alcon, Sandoz und Consumer Health eine besonders starke Performance erzielten. Die jüngst eingeführten Produkte profitierten von unseren anhaltenden Investitionen in die innovative Erweiterung und Verjüngung unseres Portfolios und erzielten im zweiten Quartal kräftige Volumensteigerungen. Dadurch konnten wir die Auswirkungen der Preisentwicklung, von Generikakonkurrenz und Desinvestitionen kompensieren. Insgesamt erzielten wir einen zugrunde liegenden Volumenzuwachs von 7%.
Entsprechend unserer allgemeinen Wachstumsstrategie tragen die Schwellenländer immer mehr zu unserer Geschäftsexpansion bei. Der Nettoumsatz in den für uns wichtigsten sechs Schwellenländern stieg im zweiten Quartal 2011 um 27% (+19% kWk) auf USD 1,5 Milliarden. Diese sechs Märkte - Brasilien, China, Indien, Russland, Südkorea und die Türkei - erwirtschafteten in diesem Quartal 10% des Nettoumsatzes des Konzerns. Mit dem Baubeginn einer neuen, hochmodernen Herstellungsanlage im russischen St. Petersburg bringen wir unser Engagement für die Wachstumsbeschleunigung in dynamischen neuen Märkten weltweit zum Ausdruck. Diese über einen Zeitraum von fünf Jahren geplante Investition in Russland ist Bestandteil eines Gesamtengagements für lokale Infrastruktur- und kooperative Gesundheitsversorgungsinitiativen.
Dank erheblicher Beiträge der jüngsten Produkte, die die Einbussen durch Generikakonkurrenz mehr als wettmachen konnten, erzielte die Division Pharmaceuticals im zweiten Quartal ein Volumenwachstum von 8%. Vor allem Gilenya, das im Oktober 2010 in den USA und nach der Zulassung im März 2011 in Teilen der EU eingeführt wurde, setzt seinen dynamischen Wachstumskurs fort und übertrifft alle früheren Neueinführungen für die Behandlung multipler Sklerose mit einem Umsatz von USD 79 Millionen im zweiten Quartal. Auch Tasigna (USD 170 Millionen, +79% kWk) erzielte als zielgerichtete Therapie der nächsten Generation zur Behandlung chronisch-myeloischer Leukämie (CML) starke Zuwächse. Studien belegen weiterhin die Überlegenheit von Tasigna in der Behandlung von Patienten mit dieser lebensbedrohenden Form von Blutkrebs - selbst gegenüber Glivec. In den USA, wo Tasigna im dritten Quartal 2010 eingeführt wurde, macht es heute 17% unseres gesamten Produktbereichs zur CML-Behandlung aus. Daneben leistete auch Lucentis (USD 541 Millionen, +27% kWk) einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der Division Pharmaceuticals. Es ist nach wie vor das einzige zugelassene Medikament, das das Sehvermögen von Patienten mit der feuchten Form altersbedingter Makuladegeneration (AMD) massgeblich verbessert. Ausserdem wurde Lucentis im ersten Halbjahr 2011 in der EU für zwei neue Indikationen - für diabetisches Makulaödem und Retinalvenenverschluss - zugelassen.
Die neue Division Alcon, die nun auch das Kontaktlinsen- und Linsenpflegegeschäft von CIBA Vision sowie ausgewählte ophthalmologische Pharmazeutika von Novartis umfasst, erzielte im zweiten Quartal ein robustes Wachstum. Nach der Umsetzung der neuen Organisationsstruktur im zweiten Quartal bildet Alcon eine vollständig integrierte Division von Novartis. Getragen von der erfolgreichen Einführung neuer Produkte stieg der Nettoumsatz auf Pro-forma-Basis um 12% (+6% kWk) auf USD 2,6 Milliarden bei ausgewogenen Beiträgen aller Regionen und Produkte. Die Umsätze in den Märkten ausserhalb der USA stiegen um 18% (+7% kWk) und trugen erheblich zum Gesamtwachstum bei, was insbesondere den Bereichen der ophthalmologischen Pharmazeutika und der augenchirurgischen Produkte zu verdanken war. In den für Novartis sechs wichtigsten Schwellenländern stieg der Umsatz um 29% (+21% kWk), wozu vor allem die Geschäfte in Russland, Indien und China beitrugen. Mit dem Gewinn eines US-Patentverletzungsprozesses im südlichen Bezirk von Indiana erreichte Alcon im zweiten Quartal ausserdem einen wichtigen Meilenstein in Bezug auf Patanol, die weltweit führenden rezeptpflichtigen Augentropfen zur Behandlung von allergischer Bindehautentzündung. Das Urteil des Bezirksgerichts wird es Alcon erleichtern, die geistigen Eigentumsrechte vor dem Ablauf des Patents von Patanol im Jahr 2015 zu verteidigen.
Die Division Sandoz setzte ihre starke Performance im zweiten Quartal mit einem zweistelligen Wachstum von 25% (16% kWk) fort. Dazu trugen die soliden Ergebnisse in den USA (+48% kWk), in Westeuropa (+19% kWk) und in Lateinamerika (+18% kWk) bei. Als weiterer Wachstumstreiber von Sandoz erwies sich die nach wie vor starke Position im Bereich der Biosimilars, deren Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei konstanten Wechselkursen um 31% zulegte. Auch die jüngst eingeführten Produkte, wie Enoxaparin, Gemcitabin und die Schmelztabletten von Lansoprazol, leisteten bedeutende Beiträge zum Gesamtwachstum.
Vor dem Hintergrund der Verkäufe von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen im Jahr 2010 (rund USD 200 Millionen) ging der Umsatz der Division Vaccines and Diagnostics im zweiten Quartal um 47% (-50% kWk) zurück. Auch unter Ausschluss dieser Verkäufe war der Umsatz wegen verzögerter Produktlieferungen eines Herstellungswerks rückläufig. Die Zuwächse der Meningokokken- und Grippeimpfstoffe im zweiten Quartal konnten diese Entwicklung teilweise wettmachen.
Mit einem Wachstum von 13% (+5% kWk) im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr entwickelten sich die Geschäftseinheiten der Division Consumer Health ebenfalls gut. Die anhaltende Ausrichtung der Geschäftseinheit OTC auf vorrangige Marken erbrachte solide Ergebnisse, wobei mehrere dieser Marken eine zweistellige Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielten. Damit konnten Umsatzeinbussen aufgrund ausgelaufener Vertriebsverträge und veräusserter Marken kompensiert werden. Die Geschäftseinheit Animal Health übertraf im zweiten Quartal das Marktwachstum ausserhalb der USA und verzeichnete solide Umsätze des Entwurmungsmittels Milbemax für Hunde und Katzen in Europa und des Antiinfektivums Denagard in den USA, China und Brasilien. Starke Zuwächse beider Geschäftsbereiche in den sechs führenden Schwellenländern trugen massgeblich zur Gesamtperformance bei.
Investitionen in Innovation
Unsere Fähigkeit, innovative neue Medikamente zu entwickeln, ist die Voraussetzung für unseren Erfolg. Dank unseres branchenweit führenden Forschungs- und Entwicklungsengagements bauen wir unsere Pipeline laufend aus und erzielen ein nachhaltiges Wachstum. Vor allem erwarten wir von unseren Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen entscheidende Durchbrüche in Bereichen, in denen bei den betroffenen Patienten ein dringender Bedarf besteht. Im zweiten Quartal 2011 erzielten wir bedeutende Fortschritte im Innovationsbereich mit vier wichtigen Zulassungen, zwei bedeutenden Zulassungsanträgen sowie mit signifikanten Ergebnissen bei neuen Produkten und Indikationen.
Vier wichtige Zulassungen
Rasilamlo, unser Kombinationspräparat zur Behandlung von Bluthochdruckpatienten, deren Blutdruck sich nicht adäquat kontrollieren lässt, wurde in der EU zugelassen. Weiter erhielten wir die EU-Zulassung für eine neue Indikation von Lucentis zur Behandlung von Patienten mit Sehbehinderungen durch Makulaödeme infolge eines Retinalvenenverschlusses (RVO). Diese plötzlich auftretende Erkrankung ist mit einem stark beeinträchtigenden Sehverlust verbunden.
In den USA wurde der neuartige, einmal täglich anzuwendende Bronchodilatator Arcapta Neohaler (Indacaterol) zur Behandlung chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zugelassen. Ausserdem wurde in den USA Afinitor (Everolimus) zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse zugelassen. Das Medikament ist seit fast 30 Jahren die erste neue Therapie gegen diese äusserst aggressive Krebserkrankung, für die bisher nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung standen.
Darüber hinaus wurde Indacaterol in Japan unter dem Namen Onbrez Inhalation Capsules zugelassen. Und in der Schweiz wurde Everolimus unter dem Namen Votubia zur Behandlung von Patienten mit subependymalen Riesenzellastrozytomen (SEGA) zugelassen. Bei SEGA handelt es sich um gutartige Gehirntumoren, die im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose auftreten. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) gab für diese Indikation von Everolimus ein positives Gutachten hinsichtlich einer Zulassung in Europa heraus.
Zwei bedeutende Zulassungsanträge
In der EU wurde für den in Lizenz genommenen Janus-Kinase-Hemmer INC424 die Zulassung zur Behandlung von Myelofibrose beantragt, einer lebensbedrohenden Form von Blutkrebs, die sich durch Knochenmarkdysfunktion und behindernde Symptome auszeichnet. Ausserdem wurde der Zulassungsantrag für eine Indikationserweiterung des Meningokokkenimpfstoffs Menveo zur Impfung von Säuglingen und Kleinkindern ab zwei Monaten von der FDA angenommen. Der Antrag basiert auf Daten von weltweit mehr als 6 000 Säuglingen und Kleinkindern dieser Altersgruppe.
Wichtige Neuigkeiten aus der Pipeline
Der Onkologiebereich präsentierte auf der Jahreskonferenz der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 140 Abstracts. Zu den Höhepunkten zählte eine Phase-III-Studie, die belegt, dass eine Verlängerung der postoperativen Behandlung mit Glivec von einem auf drei Jahre die Überlebensrate von Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren signifikant verbessern kann. Weiter wurden Daten aus zwei Phase-III-Studien über den Janus-Kinase-Hemmer INC424 vorgelegt, die für die Behandlung von Patienten mit Myelofibrose vielversprechend sind. Diese lebensbedrohende Form von Blutkrebs ist durch Knochenmarkdysfunktion und behindernde Symptome gekennzeichnet. Ausserdem wurde eine Studie zur Behandlung chronisch-myeloischer Leukämie präsentiert, wonach Patienten unter der Behandlung mit Tasigna eine geringere Tendenz zur Entwicklung von Mutationen aufweisen als mit Glivec behandelte Patienten.
Ebenfalls im zweiten Quartal belegten zwei Phase-III-Studien mit Patienten, die an schwerer Gichtarthritis leiden, dass ACZ885 eine überlegene Schmerzlinderung ermöglicht und das Risiko neuer Anfälle im Vergleich zur entzündungshemmenden Standardbehandlung um bis zu 68% senkt. ACZ885 wird derzeit unter dem Namen Ilaris vermarktet und zur Behandlung der seltenen Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndrome (CAPS) eingesetzt. Am 21. Juni 2011 äusserte sich ein FDA-Beratungsgremium positiv zur allgemeinen Wirksamkeit, nicht aber zur allgemeinen Sicherheit von ACZ885 in der Behandlung von Gichtarthritisanfällen bei Patienten, die mit nichtsteroidalen entzündungshemmenden Medikamenten oder Colchicin keine angemessene Schmerzlinderung erfahren. Die Ausschussmitglieder brachten einen möglichen Einsatz von ACZ885 bei einer kleineren Population von Gichtarthritis-Patienten zur Sprache. Novartis arbeitet derzeit mit der FDA zusammen, um geeignete Patienten zu ermitteln, die von dieser Behandlung profitieren könnten.
Zwei Phase-III-Studien ergänzten ausserdem das zunehmende Datenmaterial für den Nachweis von Indacaterol als wirksame Behandlung für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Indacaterol ist in der EU unter dem Namen Onbrez Breezhaler zugelassen. Die Studien zeigten, dass Indacaterol in Kombination mit Tiotropium eine signifikant stärkere Verbesserung der Lungenfunktion bewirkt als Tiotropium allein. Unabhängig davon zeigte eine Phase-III-Studie, dass die einmal tägliche Verabreichung von NVA237 in der Verbesserung der Lungenfunktion von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COPD gegenüber Placebo überlegen und mit Tiotropium vergleichbar ist. Diese Daten werden unseren ersten Zulassungsantrag für NVA237 unterstützen, der bis Ende 2011 eingereicht werden soll.
Im Juli zeigte eine Zwischenanalyse einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie mit postmenopausalen Frauen mit metastasierendem Brustkrebs, deren Erkrankung trotz erster endokriner Therapie fortgeschritten war, dass Afinitor in Kombination mit Exemestan das progressionsfreie Überleben beziehungsweise die Zeit ohne Tumorwachstum im Vergleich zu Placebo in Kombination mit Exemestan signifikant verlängerte. Im zweiten Halbjahr 2011 sollen weltweit Zulassungsanträge eingereicht werden. Ausserdem wurde in einer Phase-III-Studie, in der Patienten mit tuberöser Sklerose mit Afinitor behandelt wurden, der primäre Endpunkt der Reduktion der Tumorgrösse bei subependymalen Riesenzellastrozytomen (SEGA) erreicht.
Bei Vaccines and Diagnostics erwies sich der Impfstoffkandidat Bexsero in zwei zulassungsrelevanten Studien als vielversprechend im Hinblick auf den Schutz von Kleinkindern gegen Meningokokkenstämme der Serogruppe B. Diese lebensbedrohende Form der Meningokokkenerkrankung ist für Säuglinge und Kleinkinder besonders gefährlich.
Steigerung der Produktivität zugunsten von Reinvestitionen in zukünftiges Wachstum
Um Ressourcen freizusetzen und laufende Investitionen in die Forschung und Entwicklung sicherzustellen, konzentrieren wir uns im gesamten Unternehmen auf Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen. So erzielten wir im zweiten Quartal eine gute operative Leistungsfähigkeit mit einem Umsatzwachstum von 19% (kWk), einer Steigerung des operativen Kernergebnisses um 30% (kWk) sowie einer Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 2,6 Prozentpunkte (kWk). Auf Vergleichsbasis - ohne den Einfluss der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe im Vorjahr und ohne die Fusion mit Alcon - verbesserte sich die operative Kerngewinnmarge um 2,3 Prozentpunkte (kWk). Darin kommen die Fortschritte zum Ausdruck, die das Unternehmen nach wie vor bei der Steigerung der Produktivität und der operativen Leistungsfähigkeit erzielt. Im ersten Halbjahr erhöhte sich die zugrunde liegende operative Kerngewinnmarge um 2,2 Prozentpunkte (kWk).
Zum Teil erfolgt die Maximierung der Produktivität durch aktive Steuerung und Priorisierung des Portfolios. So verkauften wir im zweiten Quartal die weltweiten Produktions-, Vermarktungs- und Kommerzialisierungsrechte für Elidel® an Meda für insgesamt USD 420 Millionen in bar. Diese Vereinbarung wie auch die Einstellung des Entwicklungsprogramms für PTK796 entsprechen unserer Strategie, bei Investitionen angemessene Prioritäten zu setzen und unsere Vermarktungsaktivitäten auf die Einführung neuer Produkte und zum Kerngeschäft gehörende Marken zu konzentrieren.
Weitere Fortschritte erzielten wir auch mit unseren Bestrebungen zur Optimierung unserer Produktionskapazitäten. So schlossen wir die Veräusserung eines Standorts von Sandoz im deutschen Jena ab und kündigten unseren Ausstieg aus einem Produktionsstandort von CIBA Vision in Cidra, Puerto Rico, an. Im Zusammenhang mit dem Produktionsausstieg und Abschreibungen auf Vorräten erfassten wir im zweiten Quartal 2011 Aufwendungen von USD 44 Millionen - beziehungsweise kumulativ USD 162 Millionen seit Beginn des Programms im vierten Quartal 2010. Mit diesen Massnahmen bauen wir Überschusskapazitäten ab und ermöglichen eine Umstellung der strategischen Produktion auf technologische Kompetenzzentren.
Geldfluss
Die Nachhaltigkeit unserer Strategie beruht auf der Generierung eines Geldflusses, der die Mittel für Reinvestitionen bereitstellt und den Aktionären ihre Rendite sichert. Der Geldfluss wird durch eine weitere Fokussierung auf die Geldumschlagsdauer und durch Verbesserungen des Geldflusses aus operativer Tätigkeit bestimmt. Der Free Cash Flow belief sich im zweiten Quartal auf USD 3,3 Milliarden und lag damit um 39% über dem Niveau des Vorjahres. Im ersten Halbjahr belief sich der Free Cash Flow auf USD 4,9 Milliarden und lag damit um 7% unter dem Niveau des Vorjahres.
Kapitalausstattung und Nettoverschuldung
Dank starker Geldflüsse und einer soliden Kapitalausstattung war Novartis in der Lage, durch Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen sowie Akquisitionen selbst in turbulenten Zeiten in die Zukunft des Unternehmens zu investieren und zugleich ein AA-Rating als Zeichen finanzieller Stärke zu halten. Eine gute Ausgewogenheit zwischen attraktiven Aktionärsrenditen, Investitionen in die Geschäftsentwicklung und einer soliden Kapitalausstattung wird auch in Zukunft vorrangig bleiben. Deshalb hat der Verwaltungsrat beschlossen, die bisherige Beschränkung der Dividendenausschüttungen auf 35-60% des Reingewinns aufzuheben.
Im zweiten Quartal schloss Novartis das Aktienrückkaufprogramm ab, das zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Fusion mit Alcon festgelegt wurde. Dieses Programm umfasste insgesamt USD 5,0 Milliarden. Im zweiten Quartal wurden davon Aktienrückkäufe im Umfang von USD 1,8 Milliarden (30 Millionen Aktien) getätigt.
Die Nettoverschuldung belief sich per 30. Juni 2011 auf USD 21,9 Milliarden, wobei im Rahmen der Commercial-Paper-Programme USD 6,0 Milliarden ausstehend waren. Das entspricht einer Nettozunahme um USD 7,0 Milliarden seit dem 31. Dezember 2010, die vor allem auf die Dividendenausschüttung (USD 5,4 Milliarden) sowie Aktienrückkäufe und eine bedingte Barzahlung im Zusammenhang mit Alcon (USD 5,3 Milliarden) zurückzuführen ist. Die langfristige Bonität des Unternehmens von AA (Moody's Aa2; Standard & Poor's AA-; Fitch AA) bleibt dadurch unverändert.
Konzernausblick 2011
(Vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse)
Nach der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an Alcon im August 2010 und dem erfolgreichen Abschluss der Fusion mit Alcon am 8. April 2011 wurde die Divisionsstruktur von Novartis im zweiten Quartal angepasst. Alle Angaben in dieser Mitteilung, einschliesslich des Ausblicks, beziehen sich auf die neue Divisionsstruktur, die am 18. Mai 2011 veröffentlicht wurde.
Basierend auf der Konsolidierung von Alcon im Viermonatszeitraum 2010 rechnet das Unternehmen auf Konzernebene mit einem Umsatzwachstum um den zweistelligen Prozentbereich bei konstanten Wechselkursen.
In der Division Pharmaceuticals wird ein Umsatzwachstum im unteren bis mittleren einstelligen Bereich erwartet, wobei Volumensteigerungen den Einfluss von Generikakonkurrenz mehr als wettmachen. Alcon dürfte auf Pro-forma-Basis voraussichtlich ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erzielen. Bei Sandoz wird mit einem Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich gerechnet.
Durch weitere Produktivitätssteigerungen im gesamten Unternehmen erwarten wir eine Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen, wobei die Auswirkungen von Preissenkungen und Generikakonkurrenz sowie der Wegfall der Umsätze mit Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen wettgemacht und Investitionen in die Zukunft getätigt werden sollen.
Der US-Dollar verlor im zweiten Quartal gegenüber den meisten anderen Währungen an Wert. Sollten sich die Wechselkurse im restlichen Jahresverlauf auf dem Durchschnittsniveau vom Juni halten, ist mit einem positiven Effekt (+5%) auf den Umsatz beziehungsweise einem negativen Einfluss (-3%) auf das operative Ergebnis des Gesamtjahres zu rechnen.
ÜBERSICHT ÜBER DAS GESUNDHEITSGESCHÄFT
Pharmaceuticals
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 8 338 | 7 609 | 10 | 2 | 16 036 | 14 836 | 8 | 3 |
| Operatives Ergebnis | 2 791 | 2 260 | 23 | 25 | 5 252 | 4 505 | 17 | 19 |
| In % des Nettoumsatzes | 33,5 | 29,7 | 32,8 | 30,4 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 2 699 | 2 560 | 5 | 6 | 5 241 | 4 910 | 7 | 8 |
| In % des Nettoumsatzes | 32,4 | 33,6 | 32,7 | 33,1 | ||||
Zweites Quartal
Nettoumsatz
Dank Volumensteigerungen von acht Prozentpunkten, die durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt (vor allem aufgrund von Kostensenkungsmassnahmen im Gesundheitswesen) und durch die kombinierten Auswirkungen der Einführung von Generika und der Veräusserung von Produkten von weiteren fünf Prozentpunkten geschmälert wurden, stieg der Nettoumsatz um 10% (+2% kWk) auf USD 8,3 Milliarden. Die seit 2007 eingeführten Produkte generierten einen Nettoumsatz von USD 2,3 Milliarden und verzeichneten damit bei konstanten Wechselkursen einen Zuwachs um 34% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese jüngsten Produkte - zu denen Lucentis, Exforge, das Exelon Pflaster, Exjade, Aclasta/Reclast, Rasilez/Tekturna, Tasigna, Afinitor, Onbrez Breezhaler, Ilaris, Fanapt und Gilenya zählen - steigerten damit ihren Anteil am Divisionsumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal von 21% auf 28%.
Das Geschäft in Europa (USD 3,1 Milliarden, +3% kWk) profitierte vor allem von den jüngsten Produkten, die 34% des Nettoumsatzes der Region erwirtschafteten. Mit zehn Prozentpunkten wurden in Europa die Volumen weiterhin stark gesteigert und der negative Preiseffekt von fünf Prozentpunkten sowie die Auswirkungen der Einführung von Generika von zwei Prozentpunkten mehr als wettgemacht. In den USA (USD 2,5 Milliarden, -2% kWk) gingen die Umsätze trotz der erfolgreichen Einführung von Tasigna und Gilenya gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Ursachen dafür waren die Generikakonkurrenz für Femara und Lotrel in hoher Dosierung sowie die Desinvestition von Enablex®. Die Geschäfte in Lateinamerika und Kanada (USD 0,8 Milliarden, +8% kWk) konnten ihren soliden Wachstumskurs fortsetzen. In Japan (USD 0,9 Milliarden, -2% kWk) sank der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode aufgrund von Warenbestandseffekten, nachdem die Grosshändler als Vorsichtsmassnahme angesichts der Naturkatastrophen im ersten Quartal 2011 ihre Lager aufgestockt hatten. Das Geschäft in den für Novartis sechs wichtigsten Schwellenländern (USD 0,9 Milliarden, +5% kWk) profitierte von besonders starken Zuwächsen in China und Indien.
Alle strategischen Bereiche trugen zur Geschäftsexpansion bei. Die Onkologie (USD 2,7 Milliarden, +2% kWk), der grösste Bereich der Division Pharmaceuticals, profitierte vom anhaltenden Wachstum von Glivec/Gleevec und Tasigna (USD 1,4 Milliarden, +10% kWk) sowie von Sandostatin (USD 365 Millionen, +10% kWk) und dem kürzlich eingeführten Produkt Afinitor, das einen Umsatz von USD 102 Millionen (+72% kWk) erzielte. Die Umsatzentwicklung von Femara (USD 241 Millionen, -36% kWk) wurde durch die Einführung eines Generikums in den USA beeinträchtigt. Der Bereich der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselmedikamente (USD 2,1 Milliarden, +2% kWk) wies gestützt auf die anhaltend gute Aufnahme von Galvus (USD 165 Millionen, +65% kWk) weiterhin eine solide Wachstumsdynamik auf. Der Bereich für Neurologie und Augenheilkunde (USD 1,1 Milliarden, +18% kWk) profitierte vom robusten Wachstum von Lucentis (USD 541 Millionen, +27% kWk) und dem kürzlich eingeführten Gilenya (USD 79 Millionen), das seit seiner Einführung in den USA und Europa hohe Umsätze verzeichnet.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis stieg um 23% (+25% kWk) auf USD 2,8 Milliarden. Das Ergebnis beinhaltet einen Gewinn aus der Veräusserung von Elidel® (USD 324 Millionen), der die Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten (USD 107 Millionen) vor allem infolge der Einstellung des Entwicklungsprogramms für PTK796 mehr als wettmachte.
Das operative Kernergebnis verbesserte sich um 5% (+6% kWk) auf USD 2,7 Milliarden. Dank anhaltender Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität erhöhte sich die operative Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 1,3 Prozentpunkte. Infolge ungünstiger Wechselkursveränderungen, die sich mit 2,5 Prozentpunkten negativ auswirkten, lag die operative Kerngewinnmarge bei 32,4% des Nettoumsatzes. Bereinigt um einen negativen Währungseffekt von 1,2 Prozentpunkten verbesserte sich die Bruttogewinnmarge um 0,2 Prozentpunkte. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung verbesserte sich in Relation zum Nettoumsatz bei konstanten Wechselkursen um 1,0 Prozentpunkte. Die Aufwendungen für Marketing und Verkauf sowie Administration und allgemeine Kosten sorgten für eine Margenverbesserung um 0,9 Prozentpunkte (kWk) und profitierten dabei von den anhaltenden Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität, die die bedeutenden Investitionen in die Einführung neuer Produkte mehr als wettmachten. Die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) schmälerten die Marge um 0,8 Prozentpunkte (kWk), was vor allem durch eine Abgabe im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform in den USA bedingt war.
Erstes Halbjahr
Nettoumsatz
Die Division Pharmaceuticals steigerte ihren Nettoumsatz um 8% (+3% kWk) auf USD 16,0 Milliarden. Dabei wurden Volumensteigerungen von acht Prozentpunkten durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt sowie einen zusätzlichen negativen Effekt von vier Prozentpunkten durch Generikakonkurrenz und die Veräusserung von Produkten geschmälert. Die jüngst eingeführten Produkte steuerten USD 4,3 Milliarden zum Nettoumsatz bei und steigerten damit ihren Anteil am Nettoumsatz der Division gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 21% auf 27%.
Europa war für die Division Pharmaceuticals nach wie vor die umsatzstärkste Region (USD 5,9 Milliarden, +3% kWk). Das Europageschäft profitierte vor allem von den jüngsten Produkten, die 33% des Nettoumsatzes erwirtschafteten. Das Geschäft in den USA (USD 4,9 Milliarden, unverändert bei kWk) steuerte 31% zum Gesamtumsatz der Division bei. Die Performance in Japan (USD 1,8 Milliarden, 4% kWk) verbesserte sich dank Neueinführungen gegenüber dem Vorjahr. Die Geschäfte in Lateinamerika und Kanada (USD 1,5 Milliarden, +10% kWk) verzeichneten weiterhin solide Wachstumsraten. Die für Novartis sechs wichtigsten Schwellenländer (USD 1,6 Milliarden, +5% kWk) profitierten von zweistelligen Zuwächsen in China und Indien.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 17% (+19% kWk) auf USD 5,3 Milliarden. Das Ergebnis beinhaltet Gewinne aus der Veräusserung von Elidel® (USD 324 Millionen) und von Augenheilmitteln im Zusammenhang mit der Übernahme von Alcon (USD 81 Millionen), die Wertminderungen von USD 107 Millionen mehr als wettmachten.
Das operative Kernergebnis stieg um 7% (+8% kWk) auf USD 5,2 Milliarden. Dank anhaltender Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität verbesserte sich die operative Kerngewinnmarge bei konstanten Wechselkursen um 1,6 Prozentpunkte. Infolge ungünstiger Wechselkursveränderungen, die sich mit 2,0 Prozentpunkten negativ auswirkten, lag die operative Kerngewinnmarge bei 32,7% des Nettoumsatzes. Die zugrunde liegende Bruttomarge verbesserte sich um 0,5 Prozentpunkte (kWk). Trotz bedeutender Investitionen in die Einführung neuer Produkte sanken die Funktionskosten dank anhaltender Anstrengungen zur Steigerung der Produktivität um 1,9 Prozentpunkte. Die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) erhöhten sich vor allem vor dem Hintergrund der Abgabe im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform in den USA um 0,8 Prozentpunkte (kWk).
Division Pharmaceuticals - Produktübersicht
Alle folgenden Erläuterungen beziehen sich auf Veränderungen im zweiten Quartal.
Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Medikamente gegen Bluthochdruck | ||||||||
| Diovan | 1 513 | 1 552 | -3 | -8 | 2 918 | 2 994 | -3 | -6 |
| Exforge | 308 | 227 | 36 | 26 | 569 | 431 | 32 | 26 |
| Rasilez/Tekturna | 159 | 103 | 54 | 45 | 290 | 192 | 51 | 46 |
| Zwischentotal | 1 980 | 1 882 | 5 | -1 | 3 777 | 3 617 | 4 | 0 |
| Galvus | 165 | 90 | 83 | 65 | 297 | 166 | 79 | 68 |
| Total strategische Produkte | 2 145 | 1 972 | 9 | 2 | 4 074 | 3 783 | 8 | 3 |
| Etablierte Medikamente | 260 | 348 | -25 | -32 | 522 | 716 | -27 | -31 |
| Total | 2 405 | 2 320 | 4 | -3 | 4 596 | 4 499 | 2 | -2 |
Unser Portfolio der Bluthochdruckmedikamente, das die Produkte Diovan, Exforge und Rasilez/Tekturna umfasst, konnte im zweiten Quartal seine starke Position behaupten, da sich der Schwerpunkt weiter von Diovan zu Exforge und Rasilez/Tekturna verlagert.
Der Umsatz der Diovan Gruppe (USD 1,5 Milliarden, -8% kWk) begann weltweit zurückzugehen, was auf die erwartete Einführung eines Generikums von Valsartan in bestimmten Märkten wie Spanien, Kanada und Brasilien zurückzuführen war. In wichtigen Märkten wie China und Lateinamerika sowie in Japan wird - trotz des Verlusts der Marktexklusivität in der EU und den USA - mit einer anhaltenden Performance von Diovan gerechnet. Die Produkte der Diovan Gruppe behaupteten ihre Position als weltweit meistverkaufte Markenmedikamente zur Blutdrucksenkung mit einem Anteil von 13,7% am Weltmarkt der Blutdrucksenker (Januar bis Mai 2011) und einer Steigerung von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Marktanteil von 13,4% im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Exforge Gruppe (USD 308 Millionen, +26% kWk) erzielte weltweit solide Zuwächse. Die Umsatzentwicklung profitierte vom anhaltenden Umfang der Verschreibungen in der EU, den USA und weiteren wichtigen Regionen sowie von der laufenden Einführung von Exforge HCT in Europa, Asien und Lateinamerika. Exforge ist ein Kombinationspräparat aus Diovan (Valsartan) und dem Kalziumkanalblocker Amlodipin und verzeichnet seit seiner Markteinführung 2007 weltweit anhaltende Umsatzsteigerungen. Exforge wird derzeit in China und Japan eingeführt, zwei wichtigen Märkten mit besonders umfangreicher Verwendung von Kalziumkanalblockern. Exforge HCT ist die erste moderne Dreifachkombination gegen Bluthochdruck, die in einer Einzeltablette auch ein Diuretikum enthält. Exforge HCT steht heute Patienten in mehr als 35 Ländern zur Verfügung, wobei für 2011 und 2012 mit weiteren Markteinführungen gerechnet wird.
Die weiterhin hohe Zuwachsrate von Rasilez/Tekturna (USD 159 Millionen, +45% kWk) beruht auf soliden Umsätzen weltweit, unter anderem in der EU, den USA, Lateinamerika und Japan. Der Marktanteil von Rasilez/Tekturna am Gesamtmarkt für Blutdrucksenker stieg um 0,35 Prozentpunkte auf 1,1% (Januar bis Mai 2011).
Die Galvus Gruppe (USD 165 Millionen, +65% kWk), die Medikamente mit dem Wirkstoff Vildagliptin zur oralen Behandlung von Typ-2-Diabetes umfasst, erzielte weiterhin starke Zuwächse. Dafür sorgte vor allem das starke Wachstum in Japan nach Aufhebung der zweiwöchigen Verschreibungsbeschränkung. Das Kombinationspräparat Eucreas/Galvusmet (Vildagliptin und Metformin) verzeichnete im zweiten Quartal eine Umsatzsteigerung von 63% und erwirtschaftete 68% des Umsatzes der Produktgruppe. Die Galvus Gruppe übertrifft bereits das Produkt Januvia® in Europa und Asien.
Onkologie
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Bcr-Abl-Franchise | ||||||||
| Glivec/Gleevec | 1 203 | 1 075 | 12 | 4 | 2 279 | 2 107 | 8 | 3 |
| Tasigna | 170 | 89 | 91 | 79 | 323 | 164 | 97 | 88 |
| Zwischentotal | 1 373 | 1 164 | 18 | 10 | 2 602 | 2 271 | 15 | 9 |
| Zometa | 376 | 378 | -1 | -7 | 749 | 753 | -1 | -5 |
| Femara | 241 | 338 | -29 | -36 | 595 | 682 | -13 | -17 |
| Sandostatin | 365 | 312 | 17 | 10 | 702 | 622 | 13 | 9 |
| Exjade | 232 | 192 | 21 | 12 | 411 | 371 | 11 | 5 |
| Afinitor | 102 | 55 | 85 | 72 | 192 | 96 | 100 | 90 |
| Übrige | 39 | 41 | -5 | -24 | 75 | 90 | -17 | -25 |
| Total | 2 728 | 2 480 | 10 | 2 | 5 326 | 4 885 | 9 | 4 |
Unser Bcr-Abl-Franchise, das Glivec/Gleevec und Tasigna umfasst, verzeichnete weiterhin starke Zuwächse mit einem Umsatz von USD 1,4 Milliarden (+10% kWk) im zweiten Quartal.
Das anhaltende Wachstum von Glivec/Gleevec (USD 1,2 Milliarden, +4% kWk) beruht auf seinen Eigenschaften als zielgerichtetes Medikament im Therapiebereich der Philadelphiachromosom-positiven chronisch-myeloischen Leukämie (Ph+ CML) und zur adjuvanten (postoperativen) Behandlung von metastasierenden, inoperablen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST).
Tasigna (USD 170 Millionen, +79% kWk) verzeichnet ein rapides Wachstum als gezielte Therapie der nächsten Generation für erwachsene Patienten mit neu diagnostizierter Ph+ CML in der chronischen Phase. Inzwischen ist Tasigna in 50 Märkten weltweit zur Primärbehandlung zugelassen, unter anderem in den USA, der EU, Japan und der Schweiz. Zusätzliche Zulassungsanträge werden auch in weiteren Ländern weltweit geprüft. Tasigna verzeichnet nach wie vor Marktanteilsgewinne im Segment der Ph+ CML in der chronischen und der beschleunigten Phase bei Patienten mit Resistenzen oder Unverträglichkeiten gegenüber Imatinib. In dieser Indikation ist das Medikament in über 90 Ländern zugelassen.
Zometa (USD 376 Millionen, -7% kWk) ist ein führendes Medikament zur Verringerung oder Verzögerung von Skelettkomplikationen bei Patienten mit Knochenmetastasen (Tochtergeschwülsten) von soliden Tumoren und multiplem Myelom. Der Umsatz ging jedoch im zweiten Quartal aufgrund neuer Konkurrenz zurück.
Femara (USD 241 Millionen, -36% kWk), ein Medikament zur Behandlung postmenopausaler Frauen mit Brustkrebs im frühen oder fortgeschrittenen Stadium, verzeichnete Umsatzeinbussen aufgrund der Einführung mehrerer Generika in den USA und anderen wichtigen Märkten.
Sandostatin (USD 365 Millionen, +10% kWk) profitiert in wichtigen Märkten weiterhin vom zunehmenden Einsatz von Sandostatin LAR in der symptomatischen Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren. Es ist auch zur Behandlung von Akromegalie zugelassen.
Exjade (USD 232 Millionen, +12% kWk) expandiert weiterhin mit zweistelliger Wachstumsrate. Es ist derzeit in mehr als 100 Ländern zugelassen und ist das einzige Medikament gegen transfusionsbedingte Eisenüberladung, das einmal täglich oral eingenommen wird.
Afinitor (USD 102 Millionen, +72% kWk), ein oral zu verabreichender Hemmer des mTOR-Signalwegs, verzeichnete in wichtigen Märkten weiterhin ein starkes Wachstum. Es ist das einzige Medikament, das zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Nierenzellkarzinomen (Nierenkrebs) nach VEGF-gerichteter Therapie zugelassen ist. Der Wirkstoff Everolimus ist in den USA unter dem Namen Afinitor für die Behandlung von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse und SEGA im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose zugelassen. Auch in der Schweiz ist Everolimus unter dem Namen Votubia für die Behandlung von Patienten mit SEGA im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose zugelassen. Für die Verwendung in medikamentenbeschichteten Stents wurde Everolimus exklusiv an Abbott lizenziert sowie an Boston Scientific unterlizenziert.
Neurologie und Augenheilmittel
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Lucentis | 541 | 377 | 44 | 27 | 985 | 741 | 33 | 23 |
| Exelon/Exelon Pflaster | 264 | 252 | 5 | -3 | 515 | 503 | 2 | -2 |
| Comtan/Stalevo | 160 | 150 | 7 | -1 | 306 | 291 | 5 | 0 |
| Gilenya | 79 | 0 | n.a. | n.a. | 138 | 0 | n.a. | n.a. |
| Extavia | 44 | 38 | 16 | 4 | 78 | 58 | 34 | 26 |
| Fanapt | 7 | 0 | n.a. | n.a. | 16 | 21 | -24 | -23 |
| Übrige | 25 | 46 | -46 | -60 | 62 | 86 | -28 | -39 |
| Total strategische Produkte | 1 120 | 863 | 30 | 18 | 2 100 | 1 700 | 24 | 16 |
| Etablierte Medikamente | 142 | 149 | -5 | -13 | 278 | 282 | -1 | -8 |
| Total | 1 262 | 1 012 | 25 | 13 | 2 378 | 1 982 | 20 | 13 |
n.a. - nicht anwendbar
Lucentis (USD 541 Millionen, +27% kWk) erzielte weiterhin kräftige Zuwächse. Dieses Medikament ist die einzige zugelassene Therapie, die das Sehvermögen von Patienten mit der feuchten Form altersbedingter Makuladegeneration (AMD) sowie von Patienten mit Sehbehinderungen infolge diabetischer Makulaödeme (DME) massgeblich verbessert. In der AMD-Behandlung ist Lucentis als Standardtherapie etabliert. Im zweiten Quartal erhielt Lucentis in der EU und der Schweiz die Zulassung zur Behandlung von Patienten mit Sehbehinderungen durch Makulaödeme infolge von Retinalvenenverschluss (RVO) sowie in der Schweiz zusätzlich für die Behandlung von Patienten mit Sehbehinderungen durch diabetische Makulaödeme. Für die Behandlung von feuchter AMD ist Lucentis in mehr als 90 Ländern und für die Behandlung von Sehbehinderungen durch DME oder Makulaödeme infolge von Retinalvenenverschluss in über 30 Ländern zugelassen. Genentech besitzt die Rechte an Lucentis in den USA.
Der kombinierte Umsatz von Exelon/Exelon Pflaster (USD 264 Millionen, -3% kWk) wurde aufgrund neuer Konkurrenz durch oral einzunehmende Generika in den USA beeinträchtigt, obwohl nach wie vor Patienten von der oralen zur transdermalen Behandlung wechseln. Das Exelon Pflaster, die transdermale Verabreichungsform des Medikaments, erzielte ein Umsatzwachstum von 13% und steigerte seinen Anteil am Gesamtumsatz von Exelon im zweiten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode von unter 65% auf über 75%. Im zweiten Quartal erhielt Novartis in Japan die Zulassung für das Exelon Pflaster zur Behandlung von leichten bis mittelschweren Formen der Alzheimer-Demenz und reichte in der EU einen Zulassungsantrag für das Exelon Pflaster zur Behandlung von Demenz im Zusammenhang mit der Parkinsonkrankheit ein. Das Exelon Pflaster ist in mehr als 80 Ländern für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Formen der Alzheimer-Demenz zugelassen. In über 20 dieser Länder ist es auch für die Parkinson-Behandlung zugelassen.
Gilenya (USD 79 Millionen) erzielte als oral zu verabreichende krankheitsmodifizierende Behandlung für erwachsene Patienten mit schubförmig remittierenden und/oder schubförmig verlaufenden Formen von multipler Sklerose weiterhin dynamische Umsatzsteigerungen. Gilenya ist jetzt in mehr als 40 Ländern zugelassen, wobei die US-Umsätze das Wachstum insgesamt vorantreiben. Ausserdem laufen Zulassungsverfahren in weiteren Ländern weltweit, unter anderem in Japan, Taiwan und Brasilien. In den USA und der EU werden inzwischen mehr als 13 000 Patienten mit dem Medikament behandelt, 85% davon im Rahmen der kommerziellen Vermarktung.
Extavia (USD 44 Millionen, +4% kWk), die unternehmenseigene Marke von Betaferon®/Betaseron® (Interferon Beta-1b) zur Behandlung schubförmig verlaufender multipler Sklerose, verzeichnete in wichtigen Märkten weitere Zuwächse. Extavia wurde seit seiner Zulassung 2009 in mehr als 30 Ländern zugelassen. Betaferon® und Betaseron® sind eingetragene Marken von Bayer.
Atemwegserkrankungen
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Xolair | 125 | 90 | 39 | 30 | 232 | 170 | 36 | 34 |
| TOBI | 70 | 72 | -3 | -7 | 141 | 137 | 3 | 0 |
| Onbrez Breezhaler | 26 | 6 | n.a. | n.a. | 46 | 8 | n.a. | n.a. |
| Total strategische Produkte | 221 | 168 | 32 | 24 | 419 | 315 | 33 | 30 |
| Etablierte Medikamente | 38 | 40 | -5 | -13 | 88 | 89 | -1 | -6 |
| Total | 259 | 208 | 25 | 16 | 507 | 404 | 25 | 22 |
n.a. - nicht anwendbar
Onbrez Breezhaler (USD 26 Millionen) erzielte in Europa und Lateinamerika eine solide Performance. Das Medikament wurde erstmals im November 2009 in der EU zugelassen und wird als einmal täglich zu verabreichender Beta-2-Agonist mit lang anhaltender Wirkung bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) zur bronchialerweiternden Erhaltungstherapie der Atemwegsobstruktion eingesetzt. Onbrez Breezhaler ist nun in mehr als 60 Ländern zugelassen, seit dem zweiten Quartal 2011 auch in der Türkei. Am 1. Juli 2011 wurde die einmal täglich zu verabreichende 75-Mikrogramm-Dosierung des Medikaments unter dem US-Handelsnamen Arcapta Neohaler in den USA zugelassen. Noch am selben Tag genehmigten die japanischen Zulassungsbehörden den Einsatz der Onbrez Inhalation Capsules in einer einmal täglich zu verabreichenden 150-Mikrogramm-Dosierung.
Xolair (USD 125 Millionen, +30% kWk) ist ein biotechnologisch hergestelltes Medikament, das in Europa zur Behandlung von schwerem persistierendem allergischem Asthma und in den USA zur Behandlung von mittelschwerem bis schwerem persistierendem allergischem Asthma eingesetzt wird. Es verzeichnete starke Zuwächse in Europa, in wichtigen lateinamerikanischen Märkten und in Japan. Xolair ist in mehr als 85 Ländern zugelassen. In China läuft eine Phase-III-Studie zur Unterstützung der dortigen Zulassung. Xolair Liquid, eine neue Darreichungsform in Fertigspritzen, die die Verabreichung gegenüber der ursprünglichen lyophilisierten Formulierung vereinfacht, wird in weiteren europäischen Ländern eingeführt. In den USA wird Xolair von Novartis und Genentech/Roche gemeinsam vermarktet, wobei Novartis am operativen Gewinn beteiligt ist.
Integrierte Krankenhausversorgung
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Neoral/Sandimmun | 227 | 217 | 5 | -5 | 441 | 429 | 3 | -4 |
| Myfortic | 135 | 108 | 25 | 19 | 255 | 208 | 23 | 19 |
| Certican/Zortress | 50 | 36 | 39 | 27 | 92 | 70 | 31 | 24 |
| Ilaris | 12 | 6 | 100 | 95 | 23 | 10 | 130 | 127 |
| Übrige | 93 | 73 | 27 | 18 | 179 | 140 | 28 | 22 |
| Total strategische Produkte | 517 | 440 | 18 | 8 | 990 | 857 | 16 | 9 |
| Etablierte Medikamente | 381 | 359 | 6 | 1 | 727 | 689 | 6 | 2 |
| Total | 898 | 799 | 12 | 5 | 1 717 | 1 546 | 11 | 6 |
Zortress/Certican (USD 50 Millionen, +27% kWk) ist ein Immunsuppressivum zur Verhinderung der Organabstossung bei erwachsenen Herz- und Nierentransplantierten. Es ist heute in mehr als 85 Ländern verfügbar. Das Medikament verzeichnet nach wie vor ein solides Wachstum, insbesondere in den USA, wo es seit April 2010 unter dem Handelsnamen Zortress zur Behandlung erwachsener Nierentransplantierter erhältlich ist. Für die Verwendung in medikamentenbeschichteten Stents wurde der Wirkstoff exklusiv an Abbott lizenziert sowie an Boston Scientific unterlizenziert.
Ilaris (USD 12 Millionen, +95% kWk) ist in über 45 Ländern für die Behandlung von Erwachsenen und Kindern ab vier Jahren mit Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndromen (CAPS) zugelassen. Dabei handelt es sich um eine Gruppe seltener autoinflammatorischer Erkrankungen. Vor kurzem wurde für Ilaris in Japan die Zulassung zur Behandlung von CAPS beantragt.
Alcon
| Angepasst | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 2 625 | 516 | n.a. | n.a. | 5 041 | 1 023 | n.a. | n.a. |
| Operatives Ergebnis | 371 | 108 | n.a. | n.a. | 895 | 255 | n.a. | n.a. |
| In % des Nettoumsatzes | 14,1 | 20,9 | 17,8 | 24,9 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 947 | 115 | n.a. | n.a. | 1 787 | 270 | n.a. | n.a. |
| In % des Nettoumsatzes | 36,1 | 22,3 | 35,4 | 26,4 | ||||
n.a. - nicht anwendbar
| Pro forma | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 2 625 | 2 346 | 12 | 6 | 5 032 | 4 520 | 11 | 7 |
| Operatives Ergebnis | 371 | 367 | 1 | -8 | 884 | 673 | 31 | 26 |
| In % des Nettoumsatzes | 14,1 | 15,6 | 17,6 | 14,9 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 947 | 849 | 12 | 8 | 1 785 | 1 618 | 10 | 8 |
| In % des Nettoumsatzes | 36,1 | 36,2 | 35,5 | 35,8 | ||||
Die angepassten Finanzdaten des zweiten Quartals und ersten Halbjahres 2010 umfassen nur CIBA Vision und ausgewählte Augenheilmittel von Novartis, ohne Alcon. Die Pro-forma-Finanzdaten der Berichtsperioden von 2010 umfassen Alcon, CIBA Vision und ausgewählte Augenheilmittel von Novartis. Alle nachfolgenden Kommentare basieren auf den Pro-forma-Angaben.
Zweites Quartal
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg auf Pro-forma-Basis um 12% (+6% kWk) auf USD 2,6 Milliarden. Das breit abgestützte, robuste Umsatzwachstum von Alcon beruht auf ausgewogenen Beiträgen aller Regionen und Produkte und wurde von erfolgreichen Einführungen neuer Produkte zusätzlich vorangetrieben.
In Märkten ausserhalb der USA stieg der Umsatz um 18% (+7% kWk) auf USD 1,6 Milliarden, wobei die Bereiche der ophthalmologischen Pharmazeutika und der augenchirurgischen Produkte die wichtigsten Beiträge leisteten. In den sechs führenden Schwellenländern stieg der Umsatz um 29% (+21% kWk), was vor allem den Geschäften in Russland, Indien und China zu verdanken war. In den USA wurde ein Umsatzwachstum von 4% auf USD 1,0 Milliarden verzeichnet. Dafür sorgten in erster Linie die ophthalmologischen Pharmazeutika mit einem Zuwachs von 5%, trotz einer im Vergleich zur Vorjahresperiode schwachen Allergiesaison. Das Umsatzwachstum in den USA war durch ein unerwartet niedriges Operationsvolumen im Bereich der Kataraktchirurgie (Operationen bei grauem Star) und durch ein schwaches Kontaktlinsenpflegegeschäft gedämpft.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis stieg auf Pro-forma-Basis um 1% (-8% kWk) auf USD 371 Millionen beziehungsweise 14,1% des Nettoumsatzes. Im zweiten Quartal wurde das operative Ergebnis durch Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten (USD 474 Millionen), Integrationskosten (USD 80 Millionen) und andere Kosten hauptsächlich im Zusammenhang mit der Optimierung der Produktionskapazitäten (USD 22 Millionen) beeinträchtigt.
Das operative Kernergebnis verbesserte sich auf Pro-forma-Basis um 12% (+8% kWk) auf USD 947 Millionen beziehungsweise 36,1% des Nettoumsatzes. In dieser Verbesserung kommt der Erfolg des Geschäftsmodells von Alcon zum Ausdruck, das mit einem diversifizierten Portfolio margenstarker Produkte auf alle entscheidenden Bereiche der Augenheilkunde fokussiert ist. Die Bruttokernmarge ging vor allem aufgrund ungünstiger Währungseffekte von 75,2% auf 74,3% des Nettoumsatzes zurück. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung verbesserte sich um 0,6 Prozentpunkte des Nettoumsatzes, was vor allem der zeitlichen Verteilung der Lizenzierungsaktivitäten zu verdanken war. Die Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten blieben in Prozent des Nettoumsatzes unverändert. Trotz bedeutender Investitionen in Marketing und Verkauf in den Schwellenländern, die der Entwicklung des Aussendienstes sowie Verkaufsförderungsaktivitäten dienten, erzielte Alcon eine gute operative Leistungsfähigkeit.
Erstes Halbjahr
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg auf Pro-forma-Basis um 11% (+7% kWk) auf USD 5,0 Milliarden. Die starke Performance von Alcon wurde vor allem von den für Novartis sechs wichtigsten Schwellenländern getragen, die zusammen ein Wachstum von 28% (+21% kWk) erzielten. Auch die zweistelligen Zuwächse der ophthalmologischen Pharmazeutika, die weltweit 14% (+11% kWk) zulegten, unterstützten die Performance.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis stieg auf Pro-forma-Basis um 31% (+26% kWk) auf USD 884 Millionen beziehungsweise 17,6% des Nettoumsatzes. Die operative Gewinnmarge war im ersten Halbjahr durch einen ausserordentlichen Ertrag aus der Beilegung eines Rechtsstreits (USD 183 Millionen), durch Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten (USD 967 Millionen), Integrationskosten (USD 80 Millionen) und andere Kosten im Zusammenhang mit der Optimierung der Produktionskapazitäten (USD 37 Millionen) beeinflusst.
Das operative Kernergebnis verbesserte sich auf Pro-forma-Basis um 10% (+8% kWk) auf USD 1,8 Milliarden beziehungsweise 35,5% des Nettoumsatzes.
Alcon - Produktübersicht (pro forma)
Alle folgenden Erläuterungen beziehen sich auf Veränderungen im zweiten Quartal.
Surgical (Ophthalmochirurgie)
| Pro forma | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Kataraktchirurgie | 746 | 683 | 9 | 3 | 1 427 | 1 325 | 8 | 3 |
| Intraokularlinsen (IOL) für Kataraktchirurgie | 336 | 311 | 8 | 1 | 645 | 603 | 7 | 3 |
| Produkte für Vitreoretinal-chirurgie | 131 | 109 | 20 | 13 | 252 | 208 | 21 | 17 |
| Produkte für refraktive Chirurgie/Übrige | 50 | 31 | 61 | 51 | 93 | 62 | 50 | 44 |
| Total | 927 | 823 | 13 | 6 | 1 772 | 1 595 | 11 | 7 |
Mit einem Umsatz von USD 927 Millionen weltweit erzielte der Augenchirurgiebereich im zweiten Quartal eine Steigerung um 13% (+6% kWk) gegenüber der Vorjahresperiode. Starke Zuwächse in den Schwellenländern beschleunigten das Umsatzwachstum ausserhalb der USA. Das Wachstum in den USA war dagegen durch ein unerwartet niedriges Operationsvolumen und das Auslaufen des staatlichen Rückerstattungsprogramms für neue Technologien im Intraokularlinsenbereich beeinträchtigt. Der weltweite Umsatz der technologisch fortschrittlichen Intraokularlinsen profitierte vor allem vom verstärkten Einsatz der Intraokularlinsen AcrySof IQ Toric und AcrySof IQ ReSTOR+3.0 in der Kataraktchirurgie und stieg um 17% (+13% kWk). Der Verkauf der AcrySof IQ ReSTOR Toric Intraokularlinsen, die derzeit nur ausserhalb der USA erhältlich sind, trug zur Wachstumsbeschleunigung der technologisch innovativen Linsen in den Märkten ausserhalb der USA bei. Dieser positive Trend eines zunehmenden Einsatzes von Intraokularlinsen modernster Technologie ist von besonderer Bedeutung, um den Preisdruck im Segment monofokaler Linsen vor allem infolge geänderter staatlicher Rückerstattungsrichtlinien zu kompensieren. Das Vitreoretinalchirurgie-System Constellation trug mit einem 54%igen (+44% kWk) Zuwachs zur Umsatzsteigerung dieses Bereichs bei. Das solide Wachstum im Segment der refraktiven Chirurgie beruhte auf dem Verkauf des Produkts FS200 und der EX500-Ausrüstung wie auch auf der Marktanteilserweiterung in den USA.
Ophthalmologische Pharmazeutika
| Pro forma | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Produkte zur Glaukombehandlung | 334 | 287 | 16 | 9 | 646 | 559 | 16 | 11 |
| Antiallergika/Otologika/ Rhinologika | 266 | 266 | 0 | -2 | 519 | 468 | 11 | 8 |
| Produkte gegen Infektionen/Entzündungen | 261 | 213 | 23 | 18 | 488 | 412 | 18 | 16 |
| Produkte gegen trockene Augen/Übrige | 207 | 184 | 12 | 7 | 400 | 358 | 12 | 9 |
| Total | 1 068 | 950 | 12 | 8 | 2 053 | 1 797 | 14 | 11 |
Der Umsatz der ophthalmologischen Pharmazeutika stieg weltweit um 12% (+8% kWk) auf USD 1,1 Milliarden. Die Umsatzentwicklung wurde jedoch durch die im Vergleich zur Vorjahresperiode schwache Allergiesaison gedämpft. Dank der starken Performance der Kombinationspräparate DuoTrav und Azarga mit einem gemeinsamen Wachstum von 56% (+40% kWk) und dank der nach wie vor soliden Performance der Augentropfen Travatan und Travatan Z stieg der Umsatz der Produkte gegen grünen Star (Antiglaukomatosa) um 16% (+9% kWk). Der Umsatz der Produkte gegen Infektionen und Entzündungen wuchs um 23% (+18% kWk). Dazu trugen in erster Linie Marktanteilsgewinne der Augentropfensuspension Nevanac sowie die solide Performance der Augentropfensuspension Durezol bei. Die soliden Ergebnisse dieses Bereichs waren auch der erfolgreichen Markteinführung mehrerer bedeutender neuer Produkte im zweiten Quartal zu verdanken. Zu den Neueinführungen zählten beispielsweise die antiinfektiven Augentropfen Moxeza in den USA und die Formulierungen der Travatan und DuoTrav Augentropfen ohne Benzalkoniumchlorid in der EU. Systane und das neue Systane Balance leisteten mit soliden Umsätzen die wichtigsten Beiträge zum Wachstum der Produkte gegen trockene Augen.
Vision Care
| Pro forma | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Kontaktlinsen | 440 | 390 | 13 | 4 | 852 | 772 | 10 | 5 |
| Pflegelösungen/Übrige | 190 | 183 | 4 | -2 | 355 | 356 | 0 | -5 |
| Total | 630 | 573 | 10 | 2 | 1 207 | 1 128 | 7 | 2 |
Der Umsatz des Bereichs Vision Care stieg weltweit um 10% (+2% kWk) auf USD 630 Millionen. Das Umsatzwachstum der Kontaktlinsen beruhte auf der anhaltend starken Performance der Produktfamilie AirOptix, die im zweiten Quartal ein zweistelliges Wachstum erzielte und nach wie vor im Multifokal-Segment marktführend ist. Gleichzeitig war die Umsatzentwicklung der Kontaktlinsen durch die Einstellung des Geschäfts mit Spezialkontaktlinsen beeinträchtigt. Die Kontaktlinsenpflegeprodukte steigerten ihren Umsatz um 4% (-2% kWk), wobei der vermehrte Einsatz von Wasserstoffperoxidprodukten durch die schwache Entwicklung der Mehrzwecklösungen mehr als aufgehoben wurde.
Sandoz
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 2 466 | 1 973 | 25 | 16 | 4 839 | 3 974 | 22 | 17 |
| Operatives Ergebnis | 283 | 289 | -2 | 4 | 695 | 599 | 16 | 20 |
| In % des Nettoumsatzes | 11,5 | 14,6 | 14,4 | 15,1 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 533 | 364 | 46 | 49 | 1 067 | 814 | 31 | 33 |
| In % des Nettoumsatzes | 21,6 | 18,4 | 22,1 | 20,5 | ||||
Zweites Quartal
Nettoumsatz
Mit einer Volumensteigerung von 26 Prozentpunkten, die den Preisverfall von 13 Prozentpunkten mehr als wettmachte, erzielte Sandoz gegenüber dem Vorjahresquartal eine starke Nettoumsatzsteigerung auf USD 2,5 Milliarden (+16% kWk). Das von Alcon übertragene Generikageschäft mit dem Namen Falcon steuerte drei zusätzliche Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei. Wachstumstreiber waren die kräftigen Umsätze der jüngst eingeführten Produkte, wie Enoxaparin (Generikum von Lovenox®) und Gemcitabin (Generikum von Gemzar®), eine starke Performance in den USA, Kanada, Frankreich, Spanien, Italien und Japan sowie die anhaltend starken Zuwächse der Biosimilars und Injektionspräparate.
Das Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars in den USA (USD 849 Millionen, +48% kWk) erzielte weiterhin hervorragende Zuwächse, die zum Teil den jüngsten erfolgreichen Ersteinführungen von Enoxaparin (USD 284 Millionen), Gemcitabin und der Schmelztabletten von Lansoprazol (oral disintegrating tablets, ODT) zu verdanken waren. Der Status der Enoxaparin-Version von Sandoz als einziges Generikum sowie die Ko-Marktexklusivität von Lansoprazol ODT in den USA könnten im zweiten Halbjahr verloren gehen. Falcon steuerte USD 64 Millionen zum Nettoumsatz bei.
In Deutschland wurde bei Retail-Generika und Biosimilars (USD 339 Millionen, -15% kWk) ein Umsatzrückgang gegenüber dem starken Vorjahresquartal verzeichnet, wobei die Umsatzentwicklung durch Preiseffekte der Rabattausschreibungen der gesetzlichen Krankenversicherungen und durch die 2010 eingeführten niedrigeren Festpreise beeinträchtigt war, sich aber gegenüber dem ersten Quartal 2011 verbesserte. Das Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars in Westeuropa (+19% kWk) erzielte gute Zuwächse und wurde durch eine starke Performance in Spanien, Frankreich, Italien und Grossbritannien unterstützt. Die Geschäfte in den Schwellenländern verzeichneten kräftige Umsatzsteigerungen in Lateinamerika (+18% kWk). Die Division behauptete ihre globale Führungsposition im Bereich der Biosimilars (+31% kWk), wobei jüngste Neueinführungen für onkologische Indikationen von Binocrit (Epoetin alfa) und Zarzio (Filgrastim) sowie das anhaltende Wachstum von Omnitrope (humanes Wachstumshormon) für eine starke Dynamik sorgten.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis erhöhte sich bei konstanten Wechselkursen um 4% auf USD 283 Millionen. Die operative Gewinnmarge sank infolge einer Rückstellung von USD 150 Millionen für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in den USA um 3,1 Prozentpunkte auf 11,5% des Nettoumsatzes. Das neu hinzugekommene Geschäft von Falcon steuerte 0,7 Prozentpunkte zur operativen Gewinnmarge bei.
Das operative Kernergebnis verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 49% auf USD 533 Millionen, wodurch sich die operative Kerngewinnmarge um 5,1 Prozentpunkte (kWk) erhöhte. Währungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 1,9 Prozentpunkten auf die operative Kerngewinnmarge, was zu einer Nettoerhöhung um 3,2 Prozentpunkte auf 21,6% führte. Die Bruttogewinnmarge stieg um 1,7 Prozentpunkte (kWk). Hauptursachen dafür waren das kräftige Umsatzwachstum, die Initiativen zur Steigerung der Produktivität auf Ebene der Herstellungskosten der verkauften Produkte sowie die Eingliederung des Geschäfts von Falcon, wodurch der Preisverfall mehr als wettgemacht wurde. Dank Produktivitätssteigerungen verbesserte sich der Aufwand für Marketing und Verkauf (+1,1 Prozentpunkte kWk) trotz stetiger Investitionen in wachsende Geschäftsbereiche. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung verbesserte sich aufgrund von Grössenvorteilen und der zeitlichen Verteilung der Ausgaben für Entwicklungsprojekte um 0,7 Prozentpunkte (kWk). Dank laufender Kostensenkungsmassnahmen verbesserte sich der Aufwand für Administration und allgemeine Kosten um 0,6 Prozentpunkte (kWk).
Vor allem durch niedrigere Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten verbesserten sich die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto), trotz geringerer Gewinne aus Verkäufen von Vermögenswerten im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das neu hinzugekommene Geschäft von Falcon steuerte 1,5 Prozentpunkte zur Verbesserung des operativen Kernergebnisses bei.
Erstes Halbjahr
Nettoumsatz
Sandoz steigerte den Nettoumsatz im ersten Halbjahr 2011 (USD 4,8 Milliarden, +17% kWk) um 22% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ursachen dafür waren starke Zuwächse des Geschäfts mit Retail-Generika und Biosimilars in den USA (+57% kWk), kräftiges Wachstum in Westeuropa (+19% kWk) und den Schwellenländern, unter anderem in Lateinamerika (+12% kWk) sowie in Mittel- und Osteuropa (+11% kWk), wie auch die anhaltend starken Verkäufe der Biosimilars (+32% kWk). Dank der Einführung neuer Produkte stieg das Umsatzvolumen um 25 Prozentpunkte. Falcon steuerte zusätzlich drei Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei, so dass der Preisverfall von elf Prozentpunkten mehr als wettgemacht wurde.
Operatives Ergebnis
Im ersten Halbjahr 2011 stieg das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei konstanten Wechselkursen um 20% auf USD 695 Millionen. Die operative Gewinnmarge verringerte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 14,4% des Nettoumsatzes. Dies war auf den Preisverfall sowie Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in den USA (USD 178 Millionen) zurückzuführen, die durch Produktivitätssteigerungen und die Eingliederung des Geschäfts von Falcon teilweise kompensiert wurden.
Das operative Kernergebnis verbesserte sich bei konstanten Wechselkursen um 33% auf USD 1,1 Milliarden. Die operative Kerngewinnmarge stieg um 2,8 Prozentpunkte (kWk), wobei das zusätzliche Umsatzvolumen, die Einführung neuer Produkte und die Produktivitätssteigerungen in allen Bereichen den Preisverfall mehr als wettmachten. Infolge ungünstiger Wechselkursveränderungen, die sich mit 1,2 Prozentpunkten negativ auswirkten, lag die operative Kerngewinnmarge bei 22,1%.
Vaccines and Diagnostics
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 299 | 564 | -47 | -50 | 670 | 1 925 | -65 | -66 |
| Operatives Ergebnis | -214 | -42 | n.a. | n.a. | -315 | 797 | n.a. | n.a. |
| In % des Nettoumsatzes | -71,6 | -7,4 | -47,0 | 41,4 | ||||
| Operatives Kernergebnis | -89 | 138 | n.a. | n.a. | -113 | 1 061 | n.a. | n.a. |
| In % des Nettoumsatzes | -29,8 | 24,5 | -16,9 | 55,1 | ||||
n.a. - nicht anwendbar
Zweites Quartal
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz belief sich im zweiten Quartal 2011 auf USD 299 Millionen (-50% kWk), gegenüber USD 564 Millionen im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal des Vorjahres war aus dem Verkauf von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen ein Umsatz von rund USD 200 Millionen erzielt worden, der sich 2011 nicht wiederholte.
Das zweite Quartal ist für die Division traditionell das schwächste Quartal. Unter Ausschluss des Effekts der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe in beiden Jahren ging der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode vor allem wegen der zeitlichen Verteilung von Produktlieferungen an wichtige Kunden zurück.
Operatives Ergebnis
Im zweiten Quartal wurde ein operativer Verlust von USD 214 Millionen ausgewiesen, gegenüber einem Verlust von USD 42 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Hauptursache dafür war der Beitrag zum operativen Ergebnis aus dem Verkauf von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen im Vorjahr, der 2011 entfiel. Die Division investierte weiter in ihre Pipeline und den Ausbau des Bereichs der Meningokokken-Impfstoffe. Im zweiten Quartal 2011 wurde eine Wertminderung einer Finanzanlage von USD 62 Millionen vorgenommen, gegenüber USD 71 Millionen im Vorjahreszeitraum. Im Vorjahreszeitraum war ausserdem ein Aufwand von USD 45 Millionen für die Beilegung einer Rechtsstreitigkeit angefallen.
Im Berichtszeitraum wurde ein operativer Kernverlust von USD 89 Millionen verzeichnet, während im Vorjahreszeitraum ein operativer Kerngewinn von USD 138 Millionen ausgewiesen worden war.
Erstes Halbjahr
Nettoumsatz
Im ersten Halbjahr 2011 belief sich der Nettoumsatz auf USD 670 Millionen (-66% kWk), während in der Vorjahresperiode USD 1,9 Milliarden erzielt worden waren. Der Hauptgrund für diesen Unterschied gegenüber dem Vorjahreszeitraum war der Verkauf von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen im Umfang von USD 1,3 Milliarden im ersten Halbjahr 2010, der sich im Berichtszeitraum 2011 nicht wiederholte.
Unter Ausschluss des Effekts der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe in beiden Jahren beruhte das Wachstum der Division im ersten Halbjahr 2011 (+6% kWk) insbesondere auf den Verkäufen von Meningokokken- und Grippeimpfstoffen.
Operatives Ergebnis
Im ersten Halbjahr 2011 wurde ein operativer Verlust von USD 315 Millionen ausgewiesen, gegenüber einem Gewinn von USD 797 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies war vor allem auf das operative Ergebnis im Zusammenhang mit dem Verkauf der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe im Vorjahr zurückzuführen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode wurde 2011 eine Wertminderung einer Finanzanlage von USD 81 Millionen vorgenommen, gegenüber USD 75 Millionen im Jahr 2010. Im Vorjahreszeitraum war ausserdem ein Aufwand von USD 45 Millionen für die Beilegung einer Rechtsstreitigkeit angefallen.
Im Berichtszeitraum wurde ein operativer Kernverlust von USD 113 Millionen verzeichnet, während im Vorjahreszeitraum ein operativer Kerngewinn von USD 1,1 Milliarden ausgewiesen worden war.
Consumer Health
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 1 187 | 1 054 | 13 | 5 | 2 356 | 2 089 | 13 | 8 |
| Operatives Ergebnis | 225 | 221 | 2 | 11 | 490 | 378 | 30 | 40 |
| In % des Nettoumsatzes | 19,0 | 21,0 | 20,8 | 18,1 | ||||
| Operatives Kernergebnis | 239 | 238 | 0 | 9 | 479 | 411 | 17 | 26 |
| In % des Nettoumsatzes | 20,1 | 22,6 | 20,3 | 19,7 | ||||
Zweites Quartal
Nettoumsatz
Die beiden Geschäftseinheiten der Division Consumer Health - OTC und Animal Health - erzielten im zweiten Quartal zusammen ein Wachstum von 13% (+5% kWk).
Die Geschäftseinheit OTC wuchs im zweiten Quartal nach wie vor schneller als ihr Markt und profitierte von zweistelligen Zuwächsen seiner vorrangigen Marken und Märkte. Diese Zuwächse wurden durch Umsatzeinbussen aufgrund auslaufender Vertriebsverträge und durch die Veräusserung mehrerer nicht zum Kerngeschäft gehörender Marken teilweise aufgehoben. Prevacid24HR behauptete seinen soliden Marktanteil in den USA und profitierte nach der Lancierungsphase des Vorjahresquartals von einer normalisierten Lagerentwicklung. In Deutschland, dem zweitgrössten Markt von Novartis OTC, wurde eine zweistellige Umsatzsteigerung erzielt. Dazu trugen Investitionen in Voltaren bei, die Nummer eins unter den dort verkauften rezeptfreien Selbstmedikationsprodukten. Auch in Kanada, einem weiteren vorrangigen Markt, erzielte OTC gestützt auf die Verkäufe von Husten- und Erkältungsprodukten sowie Voltaren einen zweistelligen Zuwachs. In den wichtigsten Schwellenländern wurde bei konstanten Wechselkursen ein Umsatzwachstum von 20% erzielt. Dies war vor allem den Geschäften in Russland und Brasilien zu verdanken, wo sich die Ausrichtung auf führende Marken und Investitionen in den Aussendienst positiv auf das Wachstum auswirkten.
Mit Umsätzen auf dem Niveau des Vorjahres erzielte die Geschäftseinheit Animal Health im zweiten Quartal ausserhalb der USA ein Wachstum über dem Marktdurchschnitt. In den USA wurde die Umsatzentwicklung des Haustiergeschäfts durch neue Konkurrenzprodukte zu Interceptor und Sentinel im Bereich der Herzwurm- und Flohbekämpfung beeinträchtigt. Die solide zweistellige Wachstumsrate von Denagard, einem Therapeutikum für Schweine, wirkte sich positiv auf das Nutztiergeschäft in den USA wie auch in China und Brasilien aus. In Europa erwies sich Milbemax nach wie vor als Nummer eins unter den Entwurmungsmitteln für Katzen und Hunde, wobei die neue Kautablettenformulierung das Umsatzwachstum beschleunigte. In allen wichtigen Schwellenländern wurden kräftige zweistellige Zuwächse erzielt.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis erhöhte sich um 2% (+11% kWk) auf USD 225 Millionen. Die operative Gewinnmarge ging um zwei Prozentpunkte auf 19,0% des Nettoumsatzes zurück, wobei sich Währungseffekte mit 3,2 Prozentpunkten negativ auswirkten. Beide Geschäftseinheiten von Consumer Health haben einen relativ grossen Anteil ihrer Kostenbasis in der Schweiz.
Das operative Kernergebnis blieb stabil (+9% kWk) bei USD 239 Millionen, während sich die operative Kerngewinnmarge um 0,9 Prozentpunkte (kWk) erhöhte. Währungseffekte schmälerten die operative Kerngewinnmarge um 3,4 Prozentpunkte, was zu einem Rückgang der Nettomarge um 2,5 Prozentpunkte auf 20,1% führte. Die Bruttomarge verbesserte sich aufgrund der Zusammensetzung des Sortiments und dank Produktivitätssteigerungen um 1,1 Prozentpunkte (kWk). Der Marketing- und Verkaufsaufwand erhöhte sich im zweiten Quartal infolge von Investitionen in Werbung und Verkaufsförderung. Dazu zählten eine verstärkte Unterstützung des US-Geschäfts mit Parasitiziden sowie der Ausbau des Aussendienstes von OTC. Im Vorjahresquartal waren in diesem Bereich niedrigere Ausgaben angefallen. Sowohl die Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen als auch der Aufwand für Administration und allgemeine Kosten erhöhten sich, während die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) von einem einmaligen Ertrag aus der Veräusserung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Marken bei OTC profitierten.
Erstes Halbjahr
Nettoumsatz
Im ersten Halbjahr erzielten OTC und Animal Health zusammen ein solides Umsatzwachstum von 13% (+8% kWk), wobei beide Geschäftseinheiten ihre jeweiligen Märkte übertrafen.
Die Geschäftseinheit OTC erzielte eine zweistellige Umsatzsteigerung, die vor allem auf der Geschäftsentwicklung in den USA, in Deutschland, Kanada und den wichtigsten Schwellenländern beruhte. Gezielte Investitionen in führende Marken sorgten für kräftige Zuwächse bei Voltaren und Fenistil. Die führenden Husten- und Erkältungsmedikamente Theraflu, Triaminic und Otrivin erzielten kräftige Umsatzsteigerungen, in denen gezielte Investitionen, gut umgesetzte Markteinführungen und eine relativ starke Grippe-, Husten- und Erkältungssaison in mehreren Märkten im Vergleich zur schwachen Vorjahressaison zum Tragen kamen. Die Umsatzentwicklung von Prevacid24HR profitierte von einer im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 normalisierten vierteljährlichen Lagerentwicklung und trug dazu bei, die Umsatzeinbussen durch ausgelaufene Vertriebsverträge und veräusserte Marken auszugleichen.
Die Geschäftseinheit Animal Health erzielte im ersten Halbjahr ein solides Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, das von den Geschäften in Australien, Deutschland, Japan und den Schwellenländern getragen wurde. Als führendes Entwurmungsmittel für Katzen und Hunde in Europa verzeichnete Milbemax eine zweistellige Wachstumsrate. Im Bereich der Therapeutika für Schweine erzielte Denagard weiterhin solide zweistellige Zuwächse, insbesondere in den USA. Mit CliK und Vetrazin behauptete das Geschäft in Australien seine Führungsposition bei den Produkten für Schafe.
Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 30% (+40% kWk) auf USD 490 Millionen, wobei die operative Gewinnmarge im ersten Halbjahr 2011 um 2,7 Prozentpunkte auf 20,8% des Nettoumsatzes stieg. Das operative Ergebnis profitierte im ersten Halbjahr von ausserordentlichen Erträgen aus der Veräusserung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden OTC-Marken.
Das operative Kernergebnis verbesserte sich um 17% (+26% kWk) auf USD 479 Millionen. Aufgrund der starken operativen Leistungsfähigkeit der Geschäftseinheiten von Consumer Health erhöhte sich die operative Kerngewinnmarge um 0,6 Prozentpunkte auf 20,3% des Nettoumsatzes. Unter Ausschluss negativer Währungseffekte verbesserte sich das operative Kernergebnis im ersten Halbjahr um 26%. Die weitergeführten Initiativen zur Steigerung der Produktivität trugen dazu bei, den negativen Effekt aus der Zusammensetzung des Sortiments wettzumachen und unterstützten die Verbesserung des operativen Kernergebnisses.
Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich um 3,4 Prozentpunkte (kWk). Ungünstige Wechselkursveränderungen wirkten sich mit 2,8 Prozentpunkten negativ auf die operative Kerngewinnmarge, was zu einer Nettoerhöhung um 0,6 Prozentpunkte auf 20,3% führte. Aufgrund der Zusammensetzung des Produktsortiments und von Produktivitätsgewinnen verbesserte sich die Bruttomarge um 0,6 Prozentpunkte (kWk). Der Marketing- und Verkaufsaufwand verbesserte sich dank der Umsatzentwicklung und vor dem Hintergrund hoher Investitionen im Vorjahresquartal, die der Markteinführung von Prevacid24HR in den USA gedient hatten, um 1,1 Prozentpunkte (kWk). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Administration und allgemeine Kosten verbesserten sich um 0,3 Prozentpunkte (kWk), während die Übrigen Erträge und Aufwendungen (netto) mit 1,4 Prozentpunkten (kWk) von einem einmaligen Ertrag aus der Veräusserung mehrerer nicht zum Kerngeschäft gehörender OTC-Marken profitierten.
FINANZÜBERSICHT
Zweites Quartal und erstes Halbjahr
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | Veränderung in % | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 | Veränderung in % | ||
| Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | Mio. USD | Mio. USD | USD | kWk | |
| Nettoumsatz | 14 915 | 11 716 | 27 | 19 | 28 942 | 23 847 | 21 | 16 |
| Operatives Ergebnis der Divisionen | 3 456 | 2 836 | 22 | 24 | 7 017 | 6 534 | 7 | 10 |
| Nettoergebnis Corporate | -134 | 125 | n.a. | n.a. | -287 | -62 | 363 | 282 |
| Operatives Ergebnis Konzern | 3 322 | 2 961 | 12 | 15 | 6 730 | 6 472 | 4 | 7 |
| In % des Nettoumsatzes | 22,3 | 25,3 | 23,3 | 27,1 | ||||
| Ertrag aus assoziierten Gesellschaften | 130 | 158 | -18 | -33 | 247 | 261 | -5 | -20 |
| Finanzertrag | -16 | 14 | n.a. | n.a. | 6 | 63 | n.a. | n.a. |
| Zinsaufwand | -190 | -175 | 9 | 6 | -379 | -308 | 23 | 22 |
| Steuern | -520 | -521 | 0 | 4 | -1 057 | -1 103 | -4 | 0 |
| Reingewinn | 2 726 | 2 437 | 12 | 17 | 5 547 | 5 385 | 3 | 7 |
| Gewinn pro Aktie (USD) | 1,13 | 1,06 | 7 | 12 | 2,33 | 2,34 | 0 | 3 |
| Operatives Kernergebnis | 4 235 | 3 276 | 29 | 30 | 8 247 | 7 141 | 15 | 17 |
| In % des Nettoumsatzes | 28,4 | 28,0 | 28,5 | 29,9 | ||||
| Kernreingewinn | 3 564 | 2 771 | 29 | 31 | 6 940 | 6 080 | 14 | 16 |
| Kerngewinn pro Aktie (USD) | 1,48 | 1,20 | 23 | 25 | 2,88 | 2,65 | 9 | 11 |
n.a. - nicht anwendbar
Zweites Quartal
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg um 27% (+19% kWk) auf USD 14,9 Milliarden. Währungseffekte kamen dem Umsatz mit 8% zugute, da der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Währungen an Wert verlor. Die jüngst eingeführten Produkte erzielten gegenüber dem Vorjahresquartal einen Zuwachs um 46% und steuerten USD 3,8 Milliarden zum Nettoumsatz des Konzerns bei.
Nettoergebnis Corporate
Das Nettoergebnis von Corporate, das die Kosten des Konzernhauptsitzes beinhaltet, belief sich auf insgesamt USD 134 Millionen. In der Vorjahresperiode beliefen sich die Kosten, nach Ausschluss eines ausserordentlichen Gewinns von USD 265 Millionen aus Vorsorgeplankürzungen, auf insgesamt USD 140 Millionen.
Operatives Ergebnis Konzern
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 12% (+15% kWk). Wechselkursveränderungen hatten einen negativen Effekt von 3%, wobei der Vorteil des schwächeren US-Dollars gegenüber den meisten anderen Währungen durch den aussergewöhnlich starken Schweizer Franken aufgehoben wurde. Zu den Sonderpositionen, die das operative Ergebnis des zweiten Quartals 2011 beeinflussten, zählte ein Veräusserungsgewinn von USD 324 Millionen aus dem Verkauf von Elidel®, der durch Wertminderungen bei Vaccines and Diagnostics (USD 62 Millionen) und Pharmaceuticals (USD 107 Millionen), Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bei Sandoz (USD 150 Millionen) und durch Restrukturierungskosten und Wertminderungen im Zusammenhang mit der Straffung des Produktionsnetzes (USD 44 Millionen) kompensiert wurde.
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften ging um 18% auf USD 130 Millionen zurück. Dies war vor allem darauf zurückzuführen, dass Alcon, Inc. im Vorjahresquartal USD 35 Millionen beigesteuert hatte. Seit der vollständigen Konsolidierung wird Alcon nicht mehr als assoziierte Gesellschaft erfasst.
Es folgt eine Übersicht über die einzelnen Komponenten des Ertrags aus assoziierten Gesellschaften:
| | 2. Quartal 2011 | 2. Quartal 2010 | 1. Halbjahr 2011 | 1. Halbjahr 2010 |
| Mio. USD | Mio. USD | Mio. USD | Mio. USD | |
| Anteil am geschätzten Reingewinn von Roche | 163 | 149 | 360 | 307 |
| Auswirkung von Restrukturierungen | -41 | -43 | ||
| Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten | -41 | -32 | -79 | -66 |
| Einfluss von Roche auf den Reingewinn | 122 | 117 | 240 | 198 |
| Anteil am berichteten Reingewinn von Alcon, Inc. | 144 | 282 | ||
| Anpassung an den tatsächlichen Reingewinn des Vorjahres von Alcon | 2 | |||
| Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten | -109 | -217 | ||
| Einfluss von Alcon auf den Reingewinn | 35 | 67 | ||
| Reingewinn von übrigen assoziierten Gesellschaften | 8 | 6 | 7 | -4 |
| Ertrag aus assoziierten Gesellschaften | 130 | 158 | 247 | 261 |
Auf Vergleichsbasis, den Einfluss von Alcon ausgenommen, stieg das Kernergebnis aus assoziierten Gesellschaften (unter Ausschluss der ausserordentlichen Aufwendungen aufgrund von Restrukturierungen sowie der Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten) gegenüber der Vorjahresperiode um USD 16 Millionen.
Finanzertrag und Zinsaufwand
Das Finanzergebnis belief sich im zweiten Quartal 2011 auf einen Nettoaufwand von USD 16 Millionen (aufgrund des Einbezugs von Nettowährungsverlusten, die in dieser Kategorie erfasst werden). Im Vorjahresquartal war ein Finanzertrag von USD 14 Millionen ausgewiesen worden. Der Rückgang war auf die deutlich geringere durchschnittliche Liquidität und ein niedrigeres Währungsergebnis zurückzuführen. Der Zinsaufwand blieb mit USD 190 Millionen gegenüber dem Betrag von USD 175 Millionen im Vorjahreszeitraum stabil.
Steuern
Der Steuersatz (Prozentsatz der Steuern auf dem Vorsteuergewinn) sank im zweiten Quartal 2011 gegenüber der Vorjahresperiode von 17,6% auf 16,0%, was vor allem auf den vorteilhaften Einfluss der vollständigen Konsolidierung von Alcon, Inc. zurückzuführen war.
Reingewinn
Der Reingewinn stieg im zweiten Quartal um 12% (17% kWk), der Kernreingewinn wuchs um 29% (31% kWk).
Gewinn pro Aktie
Der Gewinn pro Aktie stieg im zweiten Quartal um 7% (12% kWk), der Kerngewinn pro Aktie erhöhte sich um 23% (25% kWk). Aufgrund der höheren Anzahl ausstehender Aktien nach der Aktienemission für den Erwerb der verbleibenden nicht beherrschenden Anteile von Alcon stieg der Gewinn pro Aktie weniger stark als der Reingewinn. Die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien stieg im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2 287,7 Millionen um 4,9% auf 2 399,0 Millionen. Per 30. Juni 2011 hatte Novartis insgesamt 2 426,5 Millionen Aktien ausstehend.
Erstes Halbjahr
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg um 21% (+16% kWk) auf USD 28,9 Milliarden. Wechselkursveränderungen hatten einen positiven Effekt von fünf Prozentpunkten, da der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Währungen an Wert verlor. Die jüngst eingeführten Produkte erzielten gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Zuwachs um 47% und steuerten USD 7,1 Milliarden zum Nettoumsatz des Konzerns bei.
Nettoergebnis Corporate
Unter Berücksichtigung eines ausserordentlichen Gewinns von USD 265 Millionen aus Vorsorgeplankürzungen im ersten Halbjahr 2010 sowie niedrigerer Aufwendungen für Unternehmensführung und Versicherungen lag das Nettoergebnis von Corporate, das die Kosten des Konzernhauptsitzes beinhaltet, unter dem Vorjahresniveau.
Operatives Ergebnis Konzern
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 4% (+7% kWk), wobei ungünstige Wechselkursveränderungen das Ergebnis um drei Prozentpunkte schmälerten. Zu den Sonderpositionen, die das operative Ergebnis des ersten Halbjahres 2011 beeinflussten, zählten Veräusserungsgewinne bei Pharmaceuticals aus dem für die Genehmigung der Fusion mit Alcon erforderlichen Verkauf von ophthalmologischen Pharmazeutika (USD 81 Millionen), ein Gewinn von USD 183 Millionen aus der Beilegung einer Rechtsstreitigkeit in der Division Alcon sowie ein Veräusserungsgewinn von USD 324 Millionen aus dem Verkauf von Elidel®. Diese positiven Positionen wurden kompensiert durch Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (Sandoz USD 178 Millionen), Restrukturierungskosten und Wertminderungen im Zusammenhang mit der Straffung des Produktionsnetzes (USD 99 Millionen), Wertminderungen auf Finanzanlagen bei Vaccines and Diagnostics (USD 81 Millionen), Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten bei Pharmaceuticals (USD 107 Millionen) und Kosten für die Integration von Alcon, abzüglich eines Gewinns aus der Veräusserung eines Linsenpflegeprodukts (USD 71 Millionen).
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften ging um 5% auf USD 247 Millionen zurück. Aufgrund eines höher geschätzten Gewinnbeitrags erhöhte sich der Beitrag von Roche von USD 198 Millionen auf USD 240 Millionen. Diese Erhöhung wurde aufgehoben durch den Wegfall des Beitrags von Alcon, Inc., die nicht mehr als assoziierte Gesellschaft erfasst wird.
Finanzertrag und Zinsaufwand
Der Finanzertrag ging im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 63 Millionen auf USD 6 Millionen zurück. Ursachen dafür waren vor allem niedrigere Erträge aus Investitionen infolge der geringeren durchschnittlichen Liquidität sowie ein geringeres Währungsergebnis. Infolge der Emission von US-Dollar-Anleihen im März 2010 stieg der Zinsaufwand von USD 308 Millionen um 23% auf USD 379 Millionen.
Steuern
Der Steuersatz (Prozentsatz der Steuern auf dem Vorsteuergewinn) sank im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode von 17,0% auf 16,0%, was vor allem auf den vorteilhaften Einfluss der vollständigen Konsolidierung von Alcon, Inc. zurückzuführen war.
Reingewinn
Der Reingewinn stieg dank der kräftigen Steigerung des operativen Ergebnisses um 3% (+7% kWk), wobei der positive Effekt eines günstigeren Steuersatzes von 16,0% (gegenüber 17,0% im Vorjahreszeitraum) durch einen geringeren Ertrag aus assoziierten Gesellschaften teilweise kompensiert wurde. Der Kernreingewinn wuchs um 14% (+16% kWk).
Gewinn pro Aktie
Der Gewinn pro Aktie lag mit USD 2,33 etwa auf Vorjahresniveau, was auf die höhere Anzahl ausstehender Aktien nach der Fusion mit Alcon zurückzuführen ist. Der Kerngewinn pro Aktie stieg um 9% (+11% kWk) auf USD 2,88. Die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien stieg im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2 282,8 Millionen um 3,1% auf 2 353,0 Millionen. Per 30. Juni 2011 hatte Novartis insgesamt 2 426,5 Millionen Aktien ausstehend.
Bilanz
Die Bilanzsumme belief sich per 30. Juni 2011 auf USD 125,9 Milliarden. Davon beziehen sich USD 65,1 Milliarden auf Goodwill und immaterielle Vermögenswerte aus den bedeutenden Akquisitionen der letzten Jahre. Das Anlagevermögen erhöhte sich in der Berichtsperiode nur geringfügig auf USD 99,3 Milliarden, vor allem durch Währungsumrechnungseffekte. Auch das Umlaufvermögen blieb während des ersten Halbjahres mit USD 26,6 Milliarden praktisch konstant. Allerdings gab es kompensierende Bewegungen innerhalb der Kategorie, da die flüssigen Mittel und Wertschriften infolge der Aktienkäufe im Zusammenhang mit Alcon um USD 2,5 Milliarden zurückgingen, während die Vorräte sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechend der Geschäftsexpansion jeweils um USD 1,0 Milliarden zunahmen.
Vor allem aufgrund der benötigten Barmittel für die Dividendenausschüttung, des Erwerbs der zusätzlichen nicht beherrschenden Anteile von Alcon sowie der Geldabflüsse für Aktienrückkäufe von Novartis erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten per 30. Juni 2011 gegenüber dem 31. Dezember 2010 von USD 23,0 Milliarden auf USD 27,5 Milliarden. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen aus Anleihen und Euro Medium Term Notes von insgesamt USD 13,1 Milliarden sowie anderen langfristigen Finanzdarlehen von USD 0,8 Milliarden. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umfassen Commercial Papers von USD 6,0 Milliarden und anderes kurzfristiges Fremdkapital von insgesamt USD 7,6 Milliarden. Die nicht-finanziellen Verbindlichkeiten stiegen gegenüber dem Jahresende 2010 von USD 30,5 Milliarden um USD 0,8 Milliarden auf USD 31,3 Milliarden.
Das Eigenkapital des Konzerns sank gegenüber dem Jahresende 2010 um USD 2,7 Milliarden auf USD 67,1 Milliarden per 30. Juni 2011. Das höhere Gesamtergebnis des ersten Halbjahres von USD 7,6 Milliarden, vor allem aufgrund des Reingewinns von USD 5,5 Milliarden, positiven Währungsumrechnungsdifferenzen von USD 2,3 Milliarden und aktienbasierten Vergütungen von USD 0,4 Milliarden wurde mehr als kompensiert durch die Ausschüttung der Dividende in Höhe von USD 5,4 Milliarden, den Nettorückkauf eigener Aktien für USD 2,3 Milliarden und den Effekt des Erwerbs der verbleibenden nicht beherrschenden Anteile an Alcon, Inc. von insgesamt USD 2,9 Milliarden. Die Übernahme der verbleibenden Anteile an Alcon, Inc. erfolgte durch den Kauf von 4,8% nicht beherrschender Anteile für USD 2,4 Milliarden vor der Fusion sowie durch den Erwerb der restlichen nicht beherrschenden Anteile im Rahmen der Fusion am 8. April 2011 durch die Ausgabe von Novartis Aktien mit einem fairen Wert von USD 9,2 Milliarden und einer bedingten Barzahlung von USD 0,5 Milliarden. Dies führte zu einem Abgang nicht beherrschender Anteile von USD 6,5 Milliarden und zu einer Verringerung des Eigenkapitals in Höhe der Differenz zwischen der ausgetauschten Gegenleistung und dem erfassten Wert der nicht beherrschenden Anteile von USD 5,6 Milliarden.
Aufgrund der höheren Finanzverbindlichkeiten zur Finanzierung der Übernahme von Alcon stieg der Verschuldungsgrad (Debt/Equity Ratio) des Konzerns per 30. Juni 2011 gegenüber dem Jahresende 2010 von 0,33:1 auf 0,41:1. Die Liquidität des Konzerns verringerte sich gegenüber dem Jahresende 2010 von USD 8,1 Milliarden auf USD 5,6 Milliarden per 30. Juni 2011. Die Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2010 von USD 14,9 Milliarden auf USD 21,9 Milliarden per 30. Juni 2011.
Geldfluss
Beeinflusst durch den höheren Finanzierungsaufwand sowie den grösseren Bedarf an Umlaufvermögen im Vergleich zum Vorjahr belief sich der Geldfluss aus operativer Tätigkeit im ersten Halbjahr 2011 auf USD 5,4 Milliarden. Die Zinsen und anderen Finanzeinnahmen und -ausgaben resultierten in einem Nettogeldabfluss von USD 0,2 Milliarden gegenüber einem Nettogeldzufluss von USD 0,7 Milliarden in der Vorjahresperiode. Die im Umlaufvermögen gebundenen Mittel erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um USD 0,7 Milliarden. Dies war auf die Übernahme von Alcon und auf die zur Unterstützung von Wachstumsinitiativen erforderlichen Mittel zurückzuführen, aber auch auf das niedrige Niveau des Vorjahres, das vom Zahlungseingang für Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe profitierte. Dadurch lag der Geldfluss aus operativer Tätigkeit um USD 0,9 Milliarden unter dem Vorjahresbetrag von USD 6,3 Milliarden.
Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf USD 0,6 Milliarden. Dabei überstieg der Erlös aus dem Verkauf von Wertschriften (USD 1,6 Milliarden) und aus dem Verkauf materieller und immaterieller Vermögenswerte (USD 0,7 Milliarden, vor allem aus den Vermarktungsrechten für Elidel®) die Investitionen von USD 1,1 Milliarden in materielle, immaterielle und finanzielle Vermögenswerte sowie den Geldabfluss von USD 0,6 Milliarden für Akquisitionen (insbesondere für Genoptix, Inc.). In der Vorjahresperiode hatte die Investitionstätigkeit aufgrund von Investitionen in Wertschriften zu einem Geldabfluss von USD 4,5 Milliarden geführt.
Der Geldabfluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr auf USD 7,0 Milliarden. Dieser Betrag setzt sich aus der Dividendenausschüttung von USD 5,4 Milliarden für 2010, einem Nettobetrag von USD 2,1 Milliarden für den Erwerb eigener Aktien sowie USD 3,2 Milliarden für die Übernahme von Alcon zusammen. Diese Geldabflüsse wurden teilweise durch eine Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten von USD 3,7 Milliarden finanziert. In der Vorjahresperiode führten die Finanzierungstätigkeiten zu einem Geldzufluss von USD 1,0 Milliarden, wobei der Geldzufluss aus der Emission von Anleihen und aus Transaktionen mit eigenen Aktien in Höhe von USD 5,5 Milliarden durch die Dividendenausschüttung von USD 4,5 Milliarden teilweise kompensiert wurde.
Der Free Cash Flow stellt einen Geldabfluss von USD 0,4 Milliarden dar, da die im Februar 2011 ausgeschüttete Dividende für 2010 von USD 5,4 Milliarden den Geldfluss aus operativer Tätigkeit von USD 5,4 Milliarden und die Nettoinvestitionen in materielle und immaterielle Vermögenswerte von USD 0,4 Milliarden überstieg.
AKTUELLER STAND DER INNOVATIONEN
Zu den wichtigsten Entwicklungen im zweiten Quartal 2011 zählen:
- In den USA wurde Afinitor (Everolimus) zur Behandlung von fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren (NET) der Bauchspeicheldrüse bei Patienten mit inoperabler, lokal fortgeschrittener oder metastasierender Erkrankung zugelassen. Weiter erhielt Everolimus in der Schweiz die Zulassung unter dem Namen Votubia zur Behandlung von Patienten ab dem Alter von drei Jahren, die an subependymalen Riesenzellastrozytomen (SEGA) im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose leiden und für die eine Operation keine geeignete Behandlungsmöglichkeit darstellt. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) gab ausserdem ein positives Gutachten für Votubia zur Behandlung dieser Patientengruppe in der EU heraus.
- Die Europäische Kommission bewilligte die Zulassung für Lucentis (Ranibizumab) zur Behandlung von Patienten mit Sehbehinderungen durch Makulaödeme sowohl infolge eines Verschlusses eines Seitenastes der Netzhautvene (retinaler Venenastverschluss) als auch infolge eines Zentralvenenverschlusses (RVO). Die Zulassung von Lucentis stützte sich auf Daten aus zwei zulassungsrelevanten Phase-III-Studien, die eine schnelle und nachhaltige Verbesserung des Sehvermögens der Patienten nach sechs monatlichen Behandlungen mit Lucentis im Vergleich zur Standardbehandlung belegten. In der anschliessenden sechsmonatigen Beobachtungsphase blieb die Verbesserung der Sehschärfe über diesen Zeitraum erhalten, wobei bei Bedarf mit Lucentis behandelt werden konnte.
- In Europa wurde auch Rasilamlo, ein Kombinationspräparat aus Aliskiren und Amlodipin, zur Behandlung von Patienten mit Bluthochdruck zugelassen, deren Blutdruck sich durch Aliskiren oder Amlodipin allein nicht kontrollieren liess.
- Im Juli bewilligte die US-amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) die Zulassung von Arcapta Neohaler (Indacaterol-Inhalationspulver) für die einmal tägliche Verabreichung in der 75-Mikrogramm-Dosis zur langfristigen bronchialerweiternden Erhaltungstherapie der Atemwegsobstruktion bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), wie chronischer Bronchitis und/oder Emphysemen. Dieser Entscheid macht Arcapta Neohaler zum ersten einmal täglich zu verabreichenden Beta-2-Agonisten mit lang anhaltender Wirkung, der in den USA für Patienten mit COPD zugelassen ist. Ebenfalls im Juli wurde Indacaterol (einmal täglich zu verabreichende 150-Mikrogramm-Dosis) in Japan unter dem Namen Onbrez Inhalation Capsules zur Behandlung von COPD zugelassen.
- Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt liess Exelon (Rivastigmin) Pflaster für Patienten mit leichten bis mittelschweren Formen der Alzheimer-Demenz zu. Auch in den USA und der EU ist das Medikament für diese Indikation zugelassen.
- Für den Janus-Kinase-Hemmer INC424 (Ruxolitinib) wurde in Europa die Marktzulassung zur Behandlung von Myelofibrose beantragt. Diese Form von Blutkrebs ist durch Knochenmarkdysfunktion und eine Vergrösserung der Milz gekennzeichnet. Der Antrag basiert auf Ergebnissen aus den beiden Phase-III-Studien COMFORT-I und COMFORT-II. Im Rahmen von COMFORT-I wurde INC424 über 24 Wochen mit Placebo verglichen. Den Ergebnissen zufolge verringerte sich die Grösse der Milz bei 41,9% der behandelten Patienten um mindestens 35%, gegenüber 0,7% der Patienten, die ein Placebo erhielten (p<0,0001). Bei COMFORT-II wurde INC424 mit der besten verfügbaren Therapie über 48 Wochen verglichen. Dabei verringerte sich die Grösse der Milz bei 28,5% der mit INC424 behandelten Patienten um mindestens 35%, während eine derartige Verkleinerung der Milz bei 0% der mit besten verfügbaren Therapie behandelten Patienten (p<0,0001) beobachtet wurde.
- Den Ergebnissen aus der Phase-III-Studie GLOW2 zufolge bewirkte NVA237 bei Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) im Vergleich zu Placebo eine signifikante Bronchodilatation, gemessen anhand des 24-stündigen Trough-FEV1-Werts (forciertes exspiratorisches Volumen in einer Sekunde). Die Studie beinhaltete einen nicht verblindeten exploratorischen Vergleich mit Tiotropium, wobei die Wirkung von NVA237 mit derjenigen von Tiotropium vergleichbar war. NVA237 wurde von den Patienten im Allgemeinen gut vertragen, das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen war mit Placebo vergleichbar oder geringer. Diese Ergebnisse bilden die Basis für Zulassungsanträge, die im Lauf dieses Jahres geplant sind.
- Einer Phase-III-Studie zufolge wiesen Patienten mit resektierten KIT+ gastrointestinalen Stromatumoren, die nach der Operation über drei Jahre adjuvant mit Glivec (Imatinib) behandelt wurden, einen signifikanten Überlebensvorteil gegenüber Patienten auf, die nach der Operation nur ein Jahr lang behandelt wurden. Die Ergebnisse wurden fünf Jahre nach der Operation erfasst. Von den Patienten, die drei Jahre lang die adjuvante Behandlung mit Glivec erhalten hatten, blieben 66% rückfallsfrei (primärer Endpunkt), gegenüber 48% der Patienten, die nur ein Jahr lang adjuvant mit Glivec behandelt wurden (p<0,0001). Ausserdem waren 92% der Patienten, die über drei Jahre mit Glivec behandelt worden waren, nach fünf Jahren noch am Leben (sekundärer Endpunkt), gegenüber 82% der Patienten mit nur einjähriger Behandlung mit Glivec (p=0,019). Diese klinischen Daten werden den Zulassungsbehörden im zweiten Halbjahr 2011 vorgelegt werden, um die angestrebte Verlängerung der adjuvanten Behandlung mit Glivec auf drei Jahre zu unterstützen.
- Im Rahmen einer Phase-III-Studie wurden Patienten mit tuberöser Sklerose mit Afinitor behandelt, wobei der primäre Endpunkt einer Volumenverringerung der subependymalen Riesenzellastrozytome (SEGA) erreicht wurde. Dies war die bisher grösste prospektive klinische Studie der Phase III mit dieser Patientenpopulation. Den Ergebnissen zufolge verringerte sich bei mehr als einem Drittel der mit Afinitor behandelten Patienten die Grösse der Tumoren um mindestens 50%, gegenüber 0% bei Placebo.
- Im Juli zeigte eine Zwischenanalyse einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie mit postmenopausalen Frauen mit ER+HER2- metastasierendem Brustkrebs, deren Erkrankung trotz erster endokriner Therapie fortgeschritten war, dass Afinitor in Kombination mit Exemestan das progressionsfreie Überleben im Vergleich zu Placebo in Kombination mit Exemestan signifikant verlängerte. Die Studie wurde frühzeitig beendet, nachdem die Zwischenergebnisse belegt hatten, dass der primäre Endpunkt des progressionsfreien Überlebens erreicht war. Die Ergebnisse werden demnächst im Rahmen eines medizinischen Kongresses vorgestellt. In der zweiten Jahreshälfte 2011 sollen weltweit Zulassungsanträge eingereicht werden.
- Die Ergebnisse aus zwei zulassungsrelevanten Phase-III-Studien mit ACZ885 (Canakinumab) wurden auf dem Kongress der European League Against Rheumatism (EULAR) 2011 vorgestellt: Bei Patienten mit Gichtarthritis, für die nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente oder Colchicin kontraindiziert, unverträglich oder unwirksam sind, bewirkte ACZ885 im Vergleich zu injizierbaren Steroiden (Triamcinolonacetonid) eine bessere Schmerzlinderung während akuter Anfälle und senkte das Risiko neuer Anfälle. Zulassungsanträge für die Behandlung dieser Patientengruppe mit ACZ885 wurden in der EU, den USA, Kanada und der Schweiz eingereicht. Ein Beratungsausschuss der FDA äusserte sich positiv zur allgemeinen Wirksamkeit, nicht aber zur allgemeinen Sicherheit von ACZ885 bei dieser Patientengruppe und sprach sich damit gegen eine Zulassung der beantragten Indikation aus. Die Ausschussmitglieder brachten einen möglichen Einsatz von ACZ885 bei einer kleineren Population von Gichtarthritis-Patienten zur Sprache. Novartis arbeitet derzeit mit der FDA zusammen, um geeignete Patienten zu ermitteln, die von dieser Behandlung profitieren könnten.
- Novartis hat den bei der EMA eingereichten Antrag für Afinitor zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren des Magen-Darm-Bereichs, der Lungen oder der Bauchspeicheldrüse dahingehend abgeändert, dass er nur noch neuroendokrine Tumoren der Bauchspeicheldrüse im fortgeschrittenen Stadium betrifft. In den USA wurde Afinitor für diese Indikation in diesem Jahr bereits zugelassen. Derzeit beträgt die mittlere Überlebenszeit von Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse lediglich 24 Monate. In diesem kritischen Bereich verspricht Afinitor, die Bedürfnisse der Patienten besser zu erfüllen.
- Gestützt auf Daten von weltweit mehr als 6 000 Kindern zwischen zwei und 23 Monaten bewilligte die FDA den Antrag auf eine Erweiterung der Indikation von Menveo zur Impfung von Säuglingen und Kleinkindern ab zwei Monaten. Im Fall einer Zulassung wäre Menveo der erste konjugierte Vierfach-Impfstoff gegen Meningokokken-Erkrankungen, der im ersten Lebensjahr Schutz bietet, in dem die meisten dieser Infektionen auftreten.
- Drei Studien zu Bexsero, die der European Society for Paediatric Infectious Diseases (ESPID) vorgelegt wurden, belegten ein signifikantes Potenzial für einen breiten Schutz gegen Infektionen mit Meningokokkenstämmen der Serogruppe B (MenB). In der ersten Studie mit mehr als 1 800 Säuglingen löste Bexsero bei einer Verabreichung allein oder zusammen mit anderen Routineimpfstoffen eine robuste Immunantwort gegenüber MenB aus. Den Daten aus der zweiten Studie mit mehr als 1 500 Kleinkindern zufolge bewirkte Bexsero eine schützende Immunreaktion bei Verwendung als Booster nach einer Erstimpfung oder nach zwei Impfdosen bei zuvor noch nicht mit Bexsero geimpften Kleinkindern. Eine dritte vorgestellte Studie belegte, dass Bexsero bei Jugendlichen eine starke Immunreaktion gegen MenB auslöst.
Eine vollständige Übersicht über den aktuellen Stand der Pipeline findet sich auf der Novartis Website unter http://www.novartis.com.
Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren beinhalten, die zur Folge haben können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten Ergebnissen, Leistungen oder Errungenschaften abweichen, wie sie in den zukunftsbezogenen Aussagen enthalten oder impliziert sind. Einige der mit diesen Aussagen verbundenen Risiken sind in der englischsprachigen Version dieser Mitteilung und dem jüngsten Dokument 'Form 20-F' der Novartis AG, das bei der 'US Securities and Exchange Commission' hinterlegt wurde, zusammengefasst. Dem Leser wird empfohlen, diese Zusammenfassungen sorgfältig zu lesen.
Über Novartis
Novartis bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf den Gesundheitssektor ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, ophthalmologischen Produkten, kostengünstigen generischen Medikamenten, Verbraucherprodukten sowie Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2010 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 50,6 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 9,1 Milliarden (USD 8,1 Milliarden unter Ausschluss von Wertminderungen und Abschreibungen) in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 121 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.
Wichtige Termine
| 13. September 2011 | Novartis Innovation and Strategy Forum II/Alcon Day |
| 25. Oktober 2011 | Ergebnisse des dritten Quartals 2011 |
| 25. Januar 2012 | Ergebnisse des vierten Quartals und des Geschäftsjahres 2011 |
Bei den Produktbezeichnungen in kursiver Schrift handelt es sich um eigene oder in Lizenz genommene Warenzeichen der Novartis Konzerngesellschaften.