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October 21, 2010 07:00

Novartis erzielt im dritten Quartal eine hervorragende Performance: Die jüngsten Produkte steuern 20%* zum Umsatz bei; Gilenya wird zugelassen; Alcon wird konsolidiert

Kennzahlen - drittes Quartal und neun Monate bis 30. September

3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung
in %
9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 12 578 11 086 13 16 36 425 31 341 16 15
Operatives Ergebnis 2 587 2 634 -2 3 9 059 7 345 23 23
Reingewinn 2 319 2 112 10 14 7 704 6 131 26 24
Gewinn pro Aktie/ADS (USD) 0,99 0,93 6 12 3,34 2,69 24 22
Free Cashflow (vor Dividendenausschüttung) 2 895 2 675 8 8 166 6 097 34
Kernergebnisse
Operatives Ergebnis 3 699 2 959 25 29 10 840 8 233 32 31
Reingewinn 3 146 2 679 17 21 9 226 7 375 25 24
Gewinn pro Aktie/ADS (USD) 1,36 1,17 16 19 4,00 3,24 23 22

kwk - bei konstanten Wechselkursen

Starke finanzielle Performance im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten

  • Der Nettoumsatz steigt um 13% (+16% bei konstanten Wechselkursen, kWk) auf USD 12,6 Milliarden; in den ersten neun Monaten wächst er um 16% (+15% kWk)
  • Das operative Ergebnis geht um 2% (+3% kWk) auf USD 2,6 Milliarden zurück, bedingt durch Wertminderungen und Akquisitionsaufwendungen von USD 794 Millionen; in den ersten neun Monaten steigt das operative Ergebnis um 23% (23% kWk)
  • Das operative Kernergebnis verbessert sich um 25% (+29% kWk) auf USD 3,7 Milliarden; die operative Kerngewinnmarge erreicht 29,4% des Nettoumsatzes; das operative Kernergebnis steigt in den ersten neun Monaten um 32% (+31 % kWk)
  • Der Kerngewinn pro Aktie wächst um 16% (+19% kWk) auf USD 1,36;
    in den ersten neun Monaten erhöht er sich um 23% (+22% kWk); der Gewinn pro Aktie steigt im dritten Quartal um 6% (+12% kWk) auf USD 0,99; in den ersten neun Monaten wächst er um +24% (+22% kWk)
  • Der Free Cashflow vor Dividendenausschüttung erreicht USD 2,9 Milliarden;
    in den ersten neun Monaten beläuft er sich auf USD 8,2 Milliarden

Die Dynamik der neuen Produkte und der Pipeline stärkt die Wachstumsaussichten

  • Mit einem Wachstum von 42% gegenüber dem Vorjahr steuern die jüngsten Produkte von Novartis 20%* (USD 2,3 Milliarden) zum Nettoumsatz bei
  • Bedeutende Innovationskraft: Gilenya wird in den USA als erster Vertreter einer neuartigen Therapieklasse zur Behandlung von schubförmig verlaufender multipler Sklerose zugelassen; Tasigna erhält positives CHMP-Gutachten und wird in der Schweiz als Primärtherapie zugelassen; Phase-III-Studiendaten sprechen für Onbrez gegenüber Salmeterol; auch zu MenB werden positive Phase-III-Daten veröffentlicht
  • Sandoz führt Enoxaparin ein und übertrifft damit in den USA alle in jüngster Zeit lancierten Injektionspräparate; Enoxaparin erzielt einen Umsatz von USD 292 Millionen

Basel, 21. Oktober 2010 - Die Ergebnisse kommentierte Joseph Jimenez, CEO von Novartis: "Ich freue mich über unsere hervorragende Performance im dritten Quartal. Unsere Innovationsdynamik und effiziente Umsetzungsfähigkeit sorgten erneut für ein starkes Wachstum des Umsatzes und des operativen Kernergebnisses. Zulassungen wie für Gilenya, ein bahnbrechendes Medikament zur oralen Primärbehandlung von Patienten mit multipler Sklerose, sowie für Tasigna zur Primärtherapie chronisch-myeloischer Leukämie bieten die Möglichkeit, die Lebensqualität der Patienten entscheidend zu verbessern. Studienergebnisse zu neuen Produkten wie MenB, unserem Impfstoffkandidaten gegen Meningokokken-Meningitis, stimmen mich zuversichtlich, dass unsere Pipeline weitere Erfolge erzielen wird."

KONZERNÜBERSICHT

Drittes Quartal
Der Nettoumsatz stieg dank kräftiger Beiträge aller Geschäftsbereiche um 13% (+16% kWk) auf USD 12,6 Milliarden, wobei der Zuwachs durch Wechselkursveränderungen um drei Prozentpunkte geschmälert wurde. Die jüngsten Produkte aller Unternehmensbereiche verzeichneten ein rapides Wachstum und erzielten einen Umsatz von USD 2,3 Milliarden. Damit generierten sie 20%* des Gesamtumsatzes. Akquisitionen steuerten sechs Prozentpunkte zum Wachstum bei, wofür vor allem der Umsatz von Alcon, Inc. (Alcon) von USD 617 Millionen verantwortlich war. Volumensteigerungen machten elf Prozentpunkte des Wachstums aus, während sich die Preise mit einem Prozentpunkt negativ auf die Umsatzentwicklung auswirkten.

Die Division Pharmaceuticals (USD 7,6 Milliarden, +6% kWk) verzeichnete weiterhin solide Volumensteigerungen von 7%. Die jüngst eingeführten Produkte trugen USD 1,7 Milliarden beziehungsweise 22% zum Divisionsumsatz bei und legten damit gegenüber dem Vorjahr um 30% (+34% kWk) zu. Die Division Vaccines and Diagnostics erwirtschaftete dank eines erfolgreichen Starts in die Grippesaison einen Nettoumsatz von USD 0,6 Milliarden (+21% kWk). Die Generikadivision Sandoz (USD 2,2 Milliarden, +23% kWk) beschleunigte ihr Wachstum durch die Einführung neuer Produkte - wie insbesondere Enoxaparin - sowie durch anhaltend kräftige Umsätze in den USA, Kanada, Russland, Italien und im Bereich der Biosimilars. Alle Geschäftsbereiche der Division Consumer Health (USD 1,6 Milliarden, +9% kWk) konnten eine starke Performance vorweisen und übertrafen das Wachstum ihrer jeweiligen Märkte.

Das operative Ergebnis ging um 2% (+3% kWk) auf USD 2,6 Milliarden zurück. Beeinträchtigt wurde das Ergebnis durch Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten in Höhe von USD 593 Millionen, die als Forschungs- und Entwicklungsaufwand erfasst wurden und in erster Linie auf die Einstellung zweier Entwicklungsprojekte zurückzuführen sind. Darüber hinaus wirkten sich Aufwendungen im Zusammenhang mit Alcon in Höhe von USD 217 Millionen negativ aus. Wechselkursveränderungen, vor allem der stärkere Schweizer Franken und die damit verbundenen Kostensteigerungen, schmälerten das operative Ergebnis um fünf Prozentpunkte.

Das operative Kernergebnis (unter Ausschluss von Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten) verbesserte sich um 25% (+29% kWk) auf USD 3,7 Milliarden, wozu Alcon sieben Prozentpunkte beisteuerte. Alle Divisionen erzielten eine starke Performance: Die Division Pharmaceuticals steigerte das operative Kernergebnis um 9%, die Division Vaccines and Diagnostics um 24%, Sandoz um 28% und die Division Consumer Health um 27%. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich um 2,7 Prozentpunkte auf 29,4% des Nettoumsatzes.

Der Reingewinn wuchs um 10% (+14% kWk) auf USD 2,3 Milliarden. Er profitierte vor allem von einem Gewinn in Höhe von USD 204 Millionen aus der Neubewertung der anfänglichen 25%-Beteiligung an Alcon sowie den Auswirkungen ausserordentlicher Aufwendungen für assoziierte Gesellschaften im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 0,93 um 6% (+12% kWk) auf USD 0,99. Der Gewinn pro Aktie stieg in geringerem Mass als der Reingewinn, da der Reingewinn - seit dem Übergang der Mehrheitsbeteiligung - 100% der Ergebnisse von Alcon beinhaltet, während der Gewinn pro Aktie nur die den Aktionären von Novartis zuzurechnenden 77% erfasst. Der Kernreingewinn erhöhte sich um 17% (+21% kWk) auf USD 3,1 Milliarden, wobei der Kerngewinn pro Aktie im dritten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode von USD 1,17 um 16% (+19% kWk) auf USD 1,36 wuchs.

Die Übernahme der zusätzlichen 52% von Alcon wurde am 25. August abgeschlossen, und Alcon wurde ab diesem Datum voll konsolidiert. Im dritten Quartal wurde ein Umsatz von USD 617 Millionen erfasst. Das operative Ergebnis (einschliesslich einmaliger Akquisitionseffekte, nähere Einzelheiten siehe Seite 20) belief sich auf USD 101 Millionen und das operative Kernergebnis auf USD 222 Millionen. Ausserdem fielen im Zusammenhang mit der Übernahme von Alcon im Corporate-Segment Kosten von insgesamt USD 96 Millionen an, was einen Nettobeitrag zum operativen Ergebnis von USD 5 Millionen ergab. Unter Ausschluss von Alcon wuchs der Konzernumsatz um 8% (10% kWk), das operative Ergebnis ging um 2% (+3% kWk) zurück, und der operative Kerngewinn erhöhte sich um 18% (22% kWk). Die operative Kerngewinnmarge erreichte 29,1% und verbesserte sich damit um 2,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Neun Monate bis 30. September
Der Nettoumsatz stieg dank kräftiger Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen um 16% (+15% kWk) auf USD 36,4 Milliarden. Die jüngsten Produkte erzielten einen Umsatz von USD 7,9 Milliarden (USD 4,3 Milliarden im Vorjahreszeitraum) und erwirtschafteten damit 22%* des Gesamtumsatzes. Volumensteigerungen machten 13 Prozentpunkte des Umsatzwachstums aus, während sich Preisänderungen im Neunmonatszeitraum mit einem Prozentpunkt negativ auswirkten. Akquisitionen steuerten drei Prozentpunkte zum Wachstum bei, was vor allem auf den Umsatz von Alcon von USD 617 Millionen zurückzuführen war.

Die Division Pharmaceuticals (USD 22,5 Milliarden, +7% kWk) erzielte in den ersten neun Monaten nach wie vor ein starkes Volumenwachstum von acht Prozentpunkten. Die jüngsten Produkte erzielten einen Umsatz von USD 4,7 Milliarden und steigerten damit ihren Anteil am Divisionsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 16% auf 21%. Die erhebliche Umsatzsteigerung der Division Vaccines and Diagnostics auf USD 2,6 Milliarden (+151% kWk) beruht vor allem auf dem Umsatz der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe von USD 1,3 Milliarden in der ersten Jahreshälfte. Dank starker Zuwächse in den USA, Kanada, Italien und in den Schwellenländern erzielte die Division Sandoz (USD 6,2 Milliarden, +15% kWk) eine zweistellige Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr. Die Geschäftsbereiche der Division Consumer Health steigerten ihre Umsätze um 9% (8% kWk) auf USD 4,6 Milliarden und übertrafen mit diesem soliden Wachstum ihre jeweiligen Märkte.

Das operative Ergebnis verbesserte sich um 23% (+23% kWk) auf USD 9,1 Milliarden. Es profitierte von volumenbedingten Umsatzsteigerungen und Beiträgen der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe. Das operative Ergebnis beinhaltet ausserordentliche Aufwendungen, wie Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten, die in den Funktionskosten unter Forschung und Entwicklung (USD 762 Millionen) erfasst wurden, sowie Aufwendungen für die Beilegung von Rechtsstreiten (USD 237 Millionen), kompensiert durch einen einmaligen Gewinn aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen von USD 265 Millionen. Die operative Gewinnmarge verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode von 23,4% um 1,5 Prozentpunkte auf 24,9% des Nettoumsatzes.

Das operative Kernergebnis (unter Ausschluss von Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten in beiden Perioden) verbesserte sich um 32% auf USD 10,8 Milliarden, wozu Alcon drei Prozentpunkte beisteuerte. Die operative Kerngewinnmarge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 26,3% um 3,5 Prozentpunkte auf 29,8% des Nettoumsatzes.

Der Reingewinn stieg um 26% (+24% kWk) auf USD 7,7 Milliarden und verbesserte sich damit stärker als das operative Ergebnis. Der Gewinn pro Aktie stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 2,69 auf USD 3,34 und damit etwa im gleichen Mass wie der Reingewinn. Der Kernreingewinn erhöhte sich um 25% (+24% kWk) auf USD 9,2 Milliarden, während der Kerngewinn pro Aktie in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode von USD 3,24 um 23% (+22% kWk) auf USD 4,00 anstieg.

Unter Ausschluss von Alcon stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten um 14% (+13% kWk), das operative Ergebnis verbesserte sich um 23% (+23% kWk), und das operative Kernergebnis wuchs um 29% (+28% kWk).

Innovation, Wachstum und Produktivität
Der Erfolg von Novartis beruht auf dem Engagement für drei strategische Prioritäten: 1. Ausbau unserer Führungsposition im Innovationsbereich durch Erforschung und Entwicklung differenzierter neuer Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika; 2. Wachstumsbeschleunigung in allen Divisionen durch Erweiterung unseres Produktportfolios, indem wir neue Produkte einführen und unsere Präsenz in neuen Märkten ausbauen; sowie 3. Steigerung der Rentabilität durch Produktivität, indem wir unsere Prozesse vereinfachen und straffen. Unser überdurchschnittliches Wachstum im dritten Quartal beweist, dass wir diese Ziele trotz Herausforderungen und Volatilität im externen Umfeld erreichen.

Ausbau unserer Führungsposition im Innovationsbereich
Innovation bildet den Kernpunkt der strategischen Ausrichtung von Novartis. Dabei verfolgen wir kontinuierlich aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen. Wir investieren unablässig in Forschung und Entwicklung, um den langfristigen Erfolg unserer Pipeline sicherzustellen: Unsere Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen machen - ohne Wertminderungsaufwand - 16% des Konzernumsatzes (20% des Umsatzes der Division Pharmaceuticals) aus. Damit liegen wir deutlich über anderen Unternehmen, die in vielen Fällen ihre Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen kürzen.

Durch diesen nachhaltigen Einsatz für Innovationen bringen wir differenzierte Arzneimittel, Impfstoffe und andere neue Produkte hervor, die den Patienten zugute kommen. So erzielten wir im dritten Quartal wichtige Fortschritte sowohl mit Zulassungen für neue Produkte als auch mit Ergänzungen unseres bereits vermarkteten Portfolios. Dazu zählen Zulassungen oder Zulassungsempfehlungen für entscheidende Produkte - wie Gilenya, Tasigna, Tekamlo, TOBI Podhaler, Enoxaparin und Aflunov - wie auch signifikante Phase-III-Ergebnisse zu Onbrez und MenB. Wir sind nach wie vor dabei, unser Portfolio in allen Divisionen und auf allen Krankheitsgebieten zu verjüngen. Dabei kommen sowohl die Bandbreite und die Fundierung des Portfolios von Novartis zum Tragen als auch die Tatsache, dass wir nicht von einzelnen Produkten oder Studien abhängig sind, um unser zukünftiges Wachstum voranzutreiben.

Ein wichtiger Durchbruch für Patienten mit multipler Sklerose (MS) gelang Novartis im dritten Quartal mit der US-amerikanischen und russischen Zulassung von Gilenya (FTY720), einem wirksamen, oral zu verabreichenden Medikament zur Primärtherapie schubförmig verlaufender multipler Sklerose, der häufigsten Form dieser Erkrankung. MS ist eine lebenslang fortschreitende, zu Behinderungen führende Erkrankung, an der weltweit 2,1 Millionen Menschen leiden. Durch die Zulassung von Gilenya erhalten die Patienten eine neue, patientenfreundliche Behandlungsmöglichkeit, die im Hinblick auf die Symptomlinderung und die Verhinderung von Schüben eine signifikante Wirksamkeit gezeigt hat.

Unser Onkologiebereich weitet sein Portfolio weiter aus: Tasigna (eine gegenüber Glivec verbesserte Therapie) wurde in der EU zur Zulassung empfohlen und in der Schweiz als Primärtherapie für Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver chronisch-myeloischer Leukämie (Ph+ CML), einer Form von Blutkrebs, zugelassen. Auch in den USA steht Tasigna für diese Indikation als Primärtherapie zur Verfügung. Ausserdem zeigen Ergebnisse aus Phase-I//II-Studien mit dem Januskinase- (JAK-) Inhibitor von Novartis unter dem Projektnamen INC424, dass dieser signifikante Vorteile in der Behandlung von Myelofibrose bietet. Dabei handelt es sich um eine lebensbedrohende Form von Blutkrebs, die durch ein Versagen des Knochenmarks und damit verbundene schwerwiegende Symptome gekennzeichnet ist. Sowohl die FDA als auch die EMA haben INC424 den Orphan-Drug-Status zur Behandlung von Myelofibrose zuerkannt.

Die Pipeline von Novartis enthält mehrere weitere vielversprechende Medikamente für Patienten mit unerfüllten medizinischen Bedürfnissen. SOM230 ist das erste Medikament, das sich in einer Phase-III-Studie bei der Behandlung des Cushing-Syndroms als wirksam erwiesen hat. Das Cushing-Syndrom ist eine zu Behinderungen führende Hormonerkrankung, für deren Behandlung derzeit keine zugelassenen Medikamente existieren. Onbrez Breezhaler erwies sich bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) im Rahmen einer klinischen Studie als überlegene Behandlungsmethode gegenüber Salmeterol, einer der derzeit am meisten eingesetzten Therapien bei dieser Erkrankung. Onbrez Breezhaler ist bereits in mehr als 40 Ländern zugelassen, unter anderem in der EU. Die Phase-III-Studie zur Untersuchung von AIN457 in der Behandlung nichtinfektiöser Uveitis bei Patienten mit Morbus Behçet (Behçet-Krankheit) verfehlte ihren primären Endpunkt. Die Daten sprechen gegen einen Zulassungsantrag für AIN457 in dieser Indikation. Wir werden jedoch den möglichen Einsatz von AIN457 in anderen Indikationen weiter untersuchen.

Unsere Division Vaccines and Diagnostics publizierte im dritten Quartal eine Phase-III-Studie, die zeigte, dass der Impfstoff MenB den seit langem erkannten, weltweit ungedeckten Bedarf an einem Breitband-Impfstoff gegen Meningokokken-Meningitis der Serogruppe B (MenB) decken könnte. Diese häufig bei Säuglingen auftretende Erkrankung verläuft in vielen Fällen tödlich. Novartis plant die Einreichung eines Zulassungsantrags für MenB in Europa noch vor Ende dieses Jahres.

Mit der Zulassung von Enoxaparin, der ersten generischen Version des Blockbuster-Antithrombotikums Lovenox® erreichte die Division Sandoz im dritten Quartal einen wichtigen Meilenstein. Das Injektionspräparat Enoxaparin wurde sofort nach seiner Zulassung eingeführt. Die erfolgreiche Entwicklung und Ersteinführung dieses Generikums unterstreicht die Fähigkeit von Sandoz, ihr Portfolio mit komplexen, differenzierten neuen Produkten auszubauen.

Wachstumsbeschleunigung
Neue und jüngst eingeführte Produkte waren im dritten Quartal ein wichtiger Wachstumsmotor. Sie generierten einen Umsatz von USD 2,3 Milliarden und steigerten damit ihren Anteil am Gesamtnettoumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal von 15% auf 20%*. In den ersten neun Monaten erzielten die jüngsten Produkte einen Nettoumsatz von USD 7,9 Milliarden - eine Steigerung von 14% auf 22%* des Nettoumsatzes gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In der Division Pharmaceuticals steigerten die jüngst eingeführten Produkte ihren Umsatz im dritten Quartal um 34% (kWk) und steuerten 22% zum Gesamtumsatz der Division bei. Auch Sandoz konnte die Einführung neuer Produkte stark optimieren: Das US-Einzelhandelsgeschäft mit Generika und Biosimilars (+76% kWk) erzielte hervorragende Zuwächse dank erfolgreicher Ersteinführungen, unter anderem von Enoxaparin, Tacrolimus und Losartan. Unsere Fähigkeit, neue Produkte unmittelbar nach ihrer Zulassung in grossem Massstab erfolgreich auf den Markt zu bringen, ist entscheidend, um die verschiedenartigen Bedürfnisse der Patienten weltweit erfüllen zu können.

Gilenya (FTY720), das bahnbrechende, oral zu verabreichende Medikament zur Behandlung von schubförmig verlaufender multipler Sklerose (MS), wurde Anfang Oktober in den USA eingeführt. Gilenya bietet Patienten mit MS erstmals eine sichere und wirksame Option der oralen Primärtherapie und wird die Lebensqualität vieler MS-Patienten wesentlich verbessern. Der Onkologiebereich hat seit der Einführung von Afinitor (Umsatz von USD 67 Millionen im dritten Quartal) zur Behandlung von Patienten mit Nierenzellkarzinomen (RCC) weiter an Dynamik gewonnen. Darüber hinaus gibt es zu Afinitor vielversprechende Daten in der Behandlung von Patienten mit Tumoren der Bauchspeicheldrüse sowie mit subependymalen Riesenzellastrozytomen (SEGA), die im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose auftreten. Für diese Indikation wurde in der EU und den USA die Zulassung beantragt. Der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselbereich verzeichnete bei Diovan (+2% kWk) im dritten Quartal trotz Konkurrenz durch ein Generikum von Cozaar® in den USA und Europa weiterhin eine sehr gute Umsatzentwicklung. Tekturna (+42% kWk) setzte sein starkes Wachstum fort, und auch Exforge (+33% kWk) erzielte in allen Märkten weltweit kräftige Zuwächse. Galvus (+114% kWk) verzeichnete im dritten Quartal ebenfalls kräftige Umsatzsteigerungen. In Europa übertrifft Galvus das Wachstum des gesamten Markts für Dipeptidylpeptidase-4- (DPP-4-) Hemmer.

Dank der starken Performance in Nordamerika, Europa, den Schwellenländern sowie im Bereich der Biosimilars erzielte Sandoz im dritten Quartal insgesamt ein kräftiges Umsatzwachstum von 18% (+23 % kWk) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieses Wachstum beruht zu einem grossen Teil auf dem Erfolg von Sandoz bei der Eroberung neuer Marktanteile im Bereich injizierbarer Medikamente und Biosimilars. Neu eingeführte Produkte, wie Enoxaparin, Losartan und Tacrolimus, waren massgeblich für das seit Jahresbeginn erzielte Wachstum verantwortlich. Besonders hervorzuheben ist die im dritten Quartal erfolgte Markteinführung von Enoxaparin. Diese Ersteinführung einer generischen Version des Antithrombotikums Lovenox® war die bisher erfolgreichste Markteinführung eines Injektionspräparats in den USA. Die Biosimilars setzten ihren starken Wachstumskurs fort - angeführt von Produkten wie Omnitrope, das gegenüber Originalmedikamenten gegen Wachstumshormonmangel stetige Zuwächse verzeichnete, sowie von Binocrit (Epoetin alfa) und Zarzio (Filgrastim), die für onkologische Indikationen eingeführt wurden. Dies bereitet den Weg für einen weiteren Ausbau der Position von Sandoz als Marktführer im Bereich der Biosimilars.

Menveo, ein bahnbrechender Impfstoff gegen Meningokokken-Erkrankungen, wurde in den USA, der EU sowie ausgewählten weiteren Ländern in Lateinamerika und der asiatisch-pazifischen Region eingeführt. Menveo ist ein wichtiges Mittel zur Prävention von Meningitis, einer lebensbedrohlichen Infektion, an der jedes Jahr fast eine halbe Million Menschen erkranken. Mögliche Indikationserweiterungen verlaufen nach Plan und dürften dazu beitragen, die Marke noch weiter zu stärken.

Prevacid24HR, ein rezeptfreies Medikament der Division Consumer Health gegen Sodbrennen, konnte sich weiter im Markt etablieren. Im wachstumsstarken Segment der Protonen­pumpenhemmer (PPI), das seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 35% verzeichnete, eroberte Prevacid24HR einen Anteil von 20%. Als weiteres Medikament der Division Consumer Health ist Voltaren, das gegen Gelenk- und Muskelschmerzen eingesetzt wird, derzeit die führende Selbstmedikationsmarke in Deutschland mit einem Zuwachs von beinahe 12% im dritten Quartal. Die Geschäftseinheit CIBA Vision verzeichnete mit ihrer Kontaktlinsenmarke AirOptix ebenfalls weitere Zuwächse.

Der Ausbau unserer Präsenz in den Schwellenländern ist ein entscheidendes Element unserer Wachstumsstrategie. Im dritten Quartal konnten wir den Kreis unserer Patienten und Kunden in diesen Märkten weiter ausbauen und verzeichneten auf Konzernebene ein Wachstum von 13%* gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den sechs führenden Schwellenländern - China, Russland, Brasilien, Indien, Südkorea und der Türkei - erzielten wir weiterhin ebenfalls eine solide Wachstumsrate von 13%*. Sandoz war in den Schwellenländern besonders erfolgreich. Mit zweistelligen Wachstumsraten in den Schwellenregionen Mittel- und Osteuropas, des asiatisch/pazifischen Raums sowie des Nahen Ostens und Afrikas konnte die Division ihre geografische Präsenz weiter auszubauen.

Steigerung der Produktivität
Produktivität ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Alle Unternehmensbereiche verfügen über umfangreiche Initiativen zur Steigerung der Produktivität, um ihre operative Leistung zu verbessern. Dies ist die Basis für Rentabilitätssteigerungen und ermöglicht gleichzeitig Investitionen in die Zukunft. Investitionen sind die unabdingbare Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum.

In den ersten neun Monaten verbesserte sich die operative Kerngewinnmarge um 3,5 Prozentpunkte auf 29,8%. Der Verkauf der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe trug mit rund 2,1 Prozentpunkten zu dieser Margenverbesserung bei. Im vierten Quartal dürfte sich dieser positive Effekt angesichts der umfangreichen A/H1N1-Impfstoffverkäufe im Vorjahresquartal jedoch weitgehend abschwächen.

Bei der übrigen Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge um 1,4 Prozentpunkte wirkten sich die Herstellungskosten der verkauften Produkte mit 0,8 Prozentpunkten negativ aus, während die Programme zur Produktivitätssteigerung für einen positiven Effekt von 2,5 Prozentpunkten sorgten, wovon etwa 0,9 Prozentpunkte reinvestiert wurden. Die wichtigsten Beiträge zur Produktivitätssteigerung lieferten Einsparungen beim Einkauf, der zunehmend über globale divisionsübergreifende Programme und E-Sourcing erfolgt, sowie der weitere Abwärtstrend der Aufwendungen für Marketing und Verkauf.

Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich im dritten Quartal um 2,7 Prozentpunkte - ohne Verzerrung durch Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe. Die Herstellungskosten der verkauften Produkte wirkten sich mit 0,6 Prozentpunkten negativ aus, Übrige Erträge und Aufwendungen trugen positive 1,4 Prozentpunkte bei, während die Programme zur Produktivitätssteigerung 3,1 Prozentpunkte generierten. Rund 1,7 Prozentpunkte wurden reinvestiert.

Alcon, Inc.
Novartis schloss im dritten Quartal den Erwerb der zusätzlichen 52%igen Beteiligung an Alcon von Nestlé ab. Damit ist Novartis jetzt zu 77% an Alcon beteiligt und hat sich als weltweiter Marktführer in der Augenheilkunde etabliert. Alcon stellt eine strategische Ergänzung des Portfolios von Novartis dar, das die Divisionen Pharmaceuticals, Vaccines and Diagnostics, Sandoz und Consumer Health beinhaltet und nun um ein dynamisches Augenheilmittelgeschäft von Weltrang erweitert wird.

Gegenwärtig werden Möglichkeiten der Zusammenarbeit erkundet, wobei in jedem Fall der Fremdvergleichsgrundsatz gewahrt werden soll. Das könnte beispielsweise bedeuten, dass im Zusammenhang mit einer möglichen Einführung von Lucentis zur Behandlung des diabetischen Makulaödems (DME) Aussendienstmitarbeitende beider Unternehmen eingesetzt werden und einander ergänzen. Ausserdem könnte durch gemeinsame Einkaufs- und Beschaffungsprogramme das kombinierte Einkaufsvolumen beider Unternehmen optimal eingesetzt werden. Weitere Möglichkeiten bieten sich unter anderem in der verbesserten Herstellung von Linsenpflegeprodukten sowie in Form von Forschungskooperationen.

Geldfluss und Nettoverschuldung
Die Nachhaltigkeit unserer Strategie beruht auf einem Geldfluss, der die Mittel für Reinvestitionen bereitstellt und den Aktionären ihre Rendite sichert. Der Free Cash Flow belief sich im dritten Quartal auf insgesamt USD 2,9 Milliarden und lag damit um 8% über dem Niveau des Vorjahresquartals. In den ersten neun Monaten betrug der Free Cashflow vor Dividendenausschüttung USD 8,2 Milliarden und stieg damit um 34% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Geldfluss wird nach wie vor durch eine zunehmende Fokussierung auf die Geldumschlagsdauer und durch Verbesserungen des Geldflusses aus operativer Tätigkeit bestimmt. Im dritten Quartal blieb der Geldfluss aus operativer Tätigkeit mit USD 3,2 Milliarden (25,7% des Nettoumsatzes) praktisch unverändert, stieg jedoch in den ersten neun Monaten auf USD 9,5 Milliarden (26,1% des Nettoumsatzes).

Mit dem Abschluss der Übernahme von 52% von Alcon am 25. August für USD 28,3 Milliarden ging das Unternehmen von einer Nettoliquiditätsposition in eine Nettoverschuldungsposition über. Diese belief sich per 30. September auf USD 19,0 Milliarden. Der langfristige Teil der Finanzierung von Alcon wurde 2008, 2009 und im ersten Quartal 2010 aufgelegt (mit Fälligkeiten zwischen drei und zehn Jahren). Der letzte Betrag von rund USD 8,2 Milliarden wird durch ein erweitertes Commercial-Paper-Programm in den USA finanziert. Bei der Commercial-Paper-Finanzierung werden sowohl die attraktiven Finanzierungssätze als auch die starke Mittelgenerierung des Unternehmens berücksichtigt, was eine schnelle Rückzahlung der Commercial Papers ermöglicht. So waren am 30. September im Rahmen des Programms in den USA USD 7,5 Milliarden an Commercial Papers ausstehend. Die langfristige Bonität des Unternehmens von AA (Standard & Poor's AA-; Moody's Aa2) bleibt dadurch unverändert.

Ausblick 2010
(Vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse)
Nach Abschluss des ersten Halbjahres erhöhten wir unsere Umsatzprognose auf den mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich bei konstanten Wechselkursen (unter Ausschluss von Alcon). Da der Konzernumsatz des Gesamtjahres den Viermonatsumsatz von Alcon einschliessen wird, dürfte das Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen voraussichtlich im unteren bis mittleren Zehnerbereich liegen. Unter Ausschluss von Alcon halten wir an unserer bisherigen Prognose fest. Im vierten Quartal 2009 wurde ein Umsatz von insgesamt USD 1,0 Milliarden aus dem Verkauf von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen erfasst, der 2010 entfallen wird.

Dank der Geschäftsexpansion und des Nettovorteils aus Produktivitätsgewinnen nach Reinvestitionen dürften sich die operative Gewinnmarge und die operative Kerngewinnmarge des Konzerns im Gesamtjahr 2010 erhöhen. Die Konsolidierung von Alcon dürfte die operative Gewinnmarge voraussichtlich leicht negativ beeinflussen und sich leicht positiv auf die operative Kerngewinnmarge auswirken.

Die Wechselkurse 2010 hatten auf den ausgewiesenen Umsatz und das operative Ergebnis in den ersten neun Monaten so gut wie keinen Einfluss. Im dritten Quartal wirkten sie sich jedoch mit drei bzw. fünf Prozentpunkten negativ auf den Umsatz und das operative Ergebnis aus. Der US-Dollar verlor im dritten Quartal gegenüber den meisten Währungen an Wert, blieb aber gegenüber dem Euro relativ stark. Das bedeutet, dass bei unveränderten Wechselkursen im restlichen Verlauf des Jahres mit einem weitgehend neutralen Einfluss auf den Umsatz und das operative Ergebnis des Gesamtjahres zu rechnen sein wird.

ÜBERSICHT ÜBER DAS GESUNDHEITSGESCHÄFT

Pharmaceuticals

3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 7 565 7 217 5 6 22 526 20 765 8 7
Operatives Ergebnis 1 844 2 211 -17 -12 6 508 6 486 0 0
In % des Nettoumsatzes 24,4 30,6 28,9 31,2
Operatives Kernergebnis 2 568 2 364 9 12 7 635 6 853 11 10
In % des Nettoumsatzes 33,9 32,8 33,9 33,0

Drittes Quartal

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg bei konstanten Wechselkursen um 6% auf USD 7,6 Milliarden. Dabei wurden Volumen­steigerungen von sieben Prozentpunkten durch staatliche Kostensenkungs­massnahmen in Europa sowie durch die alle zwei Jahre stattfindenden Preissenkungen in Japan teilweise wettgemacht. Die jüngst eingeführten Produkte trugen im dritten Quartal 2010 USD 1,7 Milliarden zum Nettoumsatz bei und wuchsen damit gegenüber dem Vorjahresquartal um 34% (kWk). Die seit 2007 eingeführten Produkte - unter anderem Lucentis, Exforge, das Exelon Pflaster, Exjade, Aclasta/Reclast, Rasilez/Tekturna, Tasigna, Afinitor, Onbrez Breezhaler, Ilaris und Fanapt - steigerten ihren Anteil am Divisionsumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal von 18% auf 22%.

Alle Regionen profitierten weiterhin von der Verjüngung des Produktportfolios. Das gilt insbesondere für Europa (USD 2,6 Milliarden, +6% kWk), wo mit neu eingeführten Produkten 29% des Nettoumsatzes erwirtschaftet wurden. Die Volumen wurden in Europa um zwölf Prozentpunkte gesteigert, bei einem negativen Preiseffekt von sechs Prozentpunkten infolge der jüngsten Kostensenkungsmassnahmen der Behörden. Die Geschäfte in den USA (USD 2,6 Milliarden, +6% kWk) sowie in Lateinamerika und Kanada (USD 0,8 Milliarden, +16% kWk) konnten ihre soliden Wachstumsraten aufrechterhalten. Die Umsatzentwicklung in Japan (USD 0,8 Milliarden, -3% kWk) war durch die alle zwei Jahre stattfindenden Preissenkungen und die gedämpfte Marktentwicklung bei den Angiotensin-II-Rezeptorblockern (ARB) beeinträchtigt. Die sechs führenden Schwellenländer (USD 710 Millionen, +7% kWk) profitierten von den besonders starken Zuwächsen in Indien (+26% kWk) und Russland (+20% kWk).

Alle strategischen Produkte trugen zur Geschäftsexpansion bei. Die Onkologie (USD 2,5 Milliarden, +9% kWk), der grösste Bereich, profitierte weiterhin vom anhaltenden Wachstum von Glivec/Gleevec (USD 1,0 Milliarden, +6% kWk), Femara (USD 343 Millionen, +6% kWk) und Sandostatin (USD 318 Millionen, +8% kWk). Die jüngsten Produkte leisteten wichtige Beiträge: Tasigna (USD 109 Millionen, +97% kWk), Afinitor (USD 67 Millionen), Exjade (USD 182 Millionen, +7% kWk). Der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselbereich (USD 2,0 Milliarden, +10% kWk) setzte mit Unterstützung von Exforge (USD 222 Millionen, +33% kWk), Tekturna (USD 113 Millionen, +42% kWk) und Galvus (USD 101 Millionen, +114% kWk) seine starke Dynamik fort. Diovan (USD 1,5 Milliarden, +2% kWk) konnte sich trotz des Markteintritts eines Generikums von Cozaar® in den USA und der gedämpften Entwicklung des ARB-Markts in Japan ebenfalls gut behaupten. Der Bereich für Neurologie und Augenheilkunde (USD 0,9 Milliarden, +13% kWk) verzeichnete ein rapides Wachstum von Lucentis (USD 398 Millionen, +22% kWk) und Extavia (USD 26 Millionen, +102% kWk).

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis ging bei konstanten Wechselkursen um 12% (-17% in USD) auf USD 1,8 Milliarden zurück. Die operative Gewinnmarge sank um 6,2 Prozentpunkte auf 24,4% des Nettoumsatzes, was vor allem auf Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten für Albuferon und Mycograb von insgesamt USD 584 Millionen (Albuferon: USD 228 Millionen, Mycograb: USD 356 Millionen) zurückzuführen war.

Das operative Kernergebnis stieg bei konstanten Wechselkursen um 12% (+9% in USD) auf USD 2,6 Milliarden und wuchs damit stärker als der Umsatz. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode um 1,1 Prozentpunkte auf 33,9% des Nettoumsatzes. Dank Produktivitätssteigerungen, die jedoch durch höhere Lizenzgebühren teilweise geschmälert wurden, verbesserten sich die Herstellungskosten der verkauften Produkte um 0,5 Prozentpunkte. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte, vor allem wegen der Verteilung von Aktivitäten im Zusammenhang mit klinischen Studien. Die Aufwendungen für Marketing und Verkauf profitierten von anhaltenden Produktivitätsbestrebungen und sanken um 0,5 Prozentpunkte auf 27,3% des Nettoumsatzes, während die Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten stabil blieben. Die Übrigen Erträge und Aufwendungen verbesserten sich vor allem vor dem Hintergrund einmaliger Aufwendungen im Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozentpunkte.

Neun Monate bis 30. September

Nettoumsatz
Dank Volumensteigerungen von acht Prozentpunkten, die durch einen negativen Preiseffekt von einem Prozentpunkt geschmälert wurden, stieg der Nettoumsatz bei konstanten Wechselkursen um 7% auf USD 22,5 Milliarden. Die seit 2007 eingeführten Produkte generierten im Berichtszeitraum einen Nettoumsatz von USD 4,7 Milliarden und steigerten damit ihren Anteil am Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 16% auf 21% (+43% kWk).

Europa war nach wie vor die umsatzstärkste Region (USD 8,0 Milliarden, +8% kWk). Das Europageschäft profitierte vor allem von den jüngsten Produkten, die 27% des Nettoumsatzes erwirtschafteten. Die Volumen konnten in Europa zwar um zwölf Prozentpunkte gesteigert werden, der ausgewiesene Umsatz war jedoch durch einen Preisverfall von vier Prozentpunkten beeinträchtigt. Die Geschäfte in den USA (USD 7,5 Milliarden, +6% kWk) sowie in Lateinamerika und Kanada (USD 2,1 Milliarden, +14% kWk) konnten ihre soliden Wachstumsraten aufrechterhalten. Die Umsatzentwicklung in Japan (USD 2,4 Milliarden) blieb trotz der alle zwei Jahre stattfindenden Preissenkungen und der gedämpften Entwicklung des ARB-Markts auf dem Niveau des Vorjahres. Die sechs führenden Schwellenländer erzielten zweistellige Zuwächse - mit Ausnahme der Türkei, wo das Geschäft durch Kostensenkungsmassnahmen beeinträchtigt war.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis blieb mit USD 6,5 Milliarden auf Vorjahresniveau. Die operative Gewinnmarge lag bei 28,9% des Nettoumsatzes. Sie war im Wesentlichen beeinflusst durch Wertminderungen auf Albuferon, Mycograb und PTZ601 in Höhe von USD 736 Millionen, die in den Funktionskosten unter Forschung und Entwicklung erfasst wurden, sowie durch Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten von USD 178 Millionen, die durch den Vergleich mit Teva bezüglich Famvir teilweise kompensiert wurden.

Das operative Kernergebnis stieg bei konstanten Wechselkursen um 10% (+11% in USD) auf USD 7,6 Milliarden und wuchs damit stärker als der Umsatz. Die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich um 0,9 Prozentpunkte auf 33,9% des Nettoumsatzes. Die anderen Erlöse gingen um 0,1 Prozentpunkte zurück, und die Herstellungskosten der verkauften Produkte stiegen vor allem wegen höherer Lizenzgebühren um 0,4 Prozentpunkte. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung verbesserte sich hauptsächlich wegen der Verteilung von Aktivitäten im Zusammenhang mit klinischen Studien um 0,3 Prozentpunkte. Die Aufwendungen für Marketing und Verkauf sowie Administration und allgemeine Kosten profitierten von den anhaltenden Bestrebungen zur Produktivitätssteigerung und verringerten sich insgesamt um 1,2 Prozentpunkte. Die Übrigen Erträge und Aufwendungen blieben im Vergleich zur Vorjahresperiode weitgehend stabil (-0,1 Prozentpunkte).

Division Pharmaceuticals - Produktübersicht

Herz-Kreislauf und Stoffwechsel



3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Bluthochdruckmedikamente
Diovan 1 483 1 464 1 2 4 477 4 399 2 1
Exforge 222 171 30 33 653 475 37 37
Rasilez/Tekturna 113 83 36 42 305 202 51 53
Zwischentotal 1 818 1 718 6 7 5 435 5 076 7 6
Galvus 101 50 102 114 267 115 132 136
Lotrel 80 75 7 4 224 244 -8 -9
Total strategische Produkte 1 999 1 843 8 10 5 926 5 435 9 8
Etablierte Medikamente 264 320 -18 -17 836 997 -16 -17
Total 2 263 2 163 5 6 6 762 6 432 5 4

Alle folgenden Erläuterungen beziehen sich vornehmlich auf Veränderungen im dritten Quartal.

Unser umfangreiches Portfolio an Herz-Kreislauf- und Stoffwechselmedikamenten wächst weiterhin stetig und erzielte gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von insgesamt 6%. Novartis verzeichnet im Bluthochdruckbereich weiterhin Umsatzsteigerungen, da die Valsartan-Produktgruppe weltweit stetige Zuwächse erzielt und in den drei Monaten von Juni bis August 2010 im Segment der Blutdrucksenker einen Marktanteil von 15,7% erreichte. Die Gruppe Rasilez/Tekturna wächst nach wie vor stetig und profitiert vor allem von kräftigen Umsatzsteigerungen in der EU.

Die Diovan Gruppe (USD 1,5 Milliarden, +2% kWk) setzte ihre starke Performance trotz der Einführung eines Generikums von Losartan und des gedämpften Wachstums am japanischen ARB-Markt fort. Weltweit stieg der Umsatz im dritten Quartal um 2% gegenüber dem Vorjahr. In den USA erzielte die Diovan Gruppe im dritten Quartal einen Umsatz von USD 627 Millionen (+4% kWk) und konnte dadurch ihre Führungsposition im ARB-Segment mit einem Marktanteil von 40,8% im Zeitraum von Januar bis August 2010 behaupten (+1,9 Prozentpunkte gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum; Quelle: IMS Health).

Die Exforge Gruppe (USD 222 Millionen, +33% kWk) erzielte weltweit solide Zuwächse. Die Umsatzentwicklung profitierte von der anhaltenden Zahl der Verschreibungen in der EU, den USA und weiteren wichtigen Regionen sowie von der laufenden Einführung von Exforge HCT in den führenden europäischen und lateinamerikanischen Märkten. Exforge ist ein Kombinationspräparat aus Diovan (Valsartan) und dem Kalziumkanalblocker Amlodipin und verzeichnet seit seiner Markteinführung 2007 weltweit nachhaltige Umsatzsteigerungen. Exforge HCT ist die erste moderne Dreifachkombination gegen Bluthochdruck, die in einer Einzeltablette zusätzlich ein Diuretikum enthält. Exforge HCT wurde 2009 in den USA eingeführt und ist weltweit in mehr als 20 Ländern zugelassen.

Die weiterhin solide Zuwachsrate von Rasilez/Tekturna (USD 113 Millionen, +42% kWk) beruht auf dessen hervorragender Performance in der EU, insbesondere in Frankreich und Deutschland. Im August wurde Tekamlo, ein Kombinationspräparat aus Aliskiren und Amlodipin durch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde (FDA) zugelassen. In der EU wird der Zulassungsantrag derzeit geprüft. Im September wurde beschlossen, einen gesonderten EU-Zulassungsantrag für Rasival, eine Kombination aus Aliskiren und Valsartan, zurückzuziehen. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) hatte zuvor zusätzliche Daten zur Einhaltung relevanter EU-Richtlinien angefordert. Novartis war nicht in der Lage, die erforderlichen Daten innerhalb des Zeitrahmens des Prüfverfahrens bereitzustellen. Die Möglichkeit eines erneuten Antrags für Rasival wird in naher Zukunft neu geprüft werden.

Galvus/Eucreas (USD 101 Millionen, +114% kWk), zwei Medikamente zur oralen Behandlung von Typ-2-Diabetes, erzielten weiterhin starke Zuwächse. Diese waren vor allem dem Kombinationspräparat Eucreas/Galvusmet zu verdanken, das 72% des Umsatzes der Produktgruppe generierte und im dritten Quartal ein Wachstum von +123% (kWk) gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Das Wachstum der Galvus Produktgruppe beruht auf den Markteinführungen in Frankreich, Japan, Korea und der Türkei sowie auf der anhaltend starken Performance in Europa - insbesondere in Deutschland, Spanien, Griechenland und Portugal.

Onkologie



3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Glivec/Gleevec 1 015 974 4 6 3 122 2 858 9 8
Zometa 363 376 -3 -3 1 116 1 077 4 3
Femara 343 329 4 6 1 025 925 11 11
Sandostatin 318 300 6 8 940 839 12 11
Exjade 182 174 5 7 553 469 18 17
Tasigna 109 56 95 97 273 144 90 89
Afinitor 67 26 n.a. n.a. 163 38 n.a. n.a.
Übrige 54 61 -11 -9 144 180 -20 -21
Total 2 451 2 296 7 9 7 336 6 530 12 11

n.a. - nicht anwendbar

Glivec/Gleevec (USD 1,0 Milliarde, +6% kWk) konnte sein Wachstum durch weitere Expansion in den Therapiebereichen der Philadelphia-Chromosom-positiven chronisch-myeloischen Leukämie (Ph+ CML) und der adjuvanten (postoperativen) Behandlung von gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) aufrechterhalten. Diese zielgerichtete Therapie gegen bestimmte Formen von CML und GIST wurde 2009 für den adjuvanten Einsatz nach kompletter makroskopischer Resektion von GIST zugelassen und ist für diese Indikation inzwischen in mehr als 55 Ländern registriert.

Tasigna (USD 109 Millionen, +97% kWk) verzeichnet dank geogra­fischer Expansion und zunehmender Marktdurchdringung ein rapides Wachstum. Als Sekundärtherapie für Patienten mit bestimmten Formen von Ph+ CML, die gegen bisherige Therapien - wie etwa Glivec/Gleevec - resistent sind oder diese nicht vertragen, ist das Medikament in mehr als 85 Ländern zugelassen. In den USA und der Schweiz ist Tasigna jetzt auch für die Behandlung erwachsener Patienten mit neu diagnostizierter Ph+ CML in der chronischen Phase zugelassen. Im September sprach sich der CHMP für eine EU-Zulassung von Tasigna für diese Indikation aus. Zulassungsanträge für die Indikation zur Primärbehandlung (First-Line-Indikation) wurden auch in Japan und weiteren Ländern weltweit eingereicht. Weitere Studien untersuchen zudem den Einsatz von Tasigna bei CML-Patienten, die nicht optimal auf Glivec/Gleevec ansprechen, sowie bei Patienten mit metastasierenden und/oder inoperablen Kit+ GIST. Im Oktober unterzeichnete Novartis einen Kooperationsvertrag mit Cepheid, der die Vermarktung und Weiterentwicklung eines Tests zur Überwachung des BCR-ABL-Gentranskripts vorsieht. Dieser Diagnostiktest gibt Aufschluss über das Ansprechen der Patienten auf eine Behandlung mit Tyrosinkinase-Inhibitoren und soll es behandelnden Ärzten ermöglichen, die Behandlung von CML-Patienten zu optimieren.

Die Volumensteigerungen von Zometa (USD 363 Millionen, -3% kWk) beruhten weiterhin auf der verbesserten Therapietreue und dem zunehmenden Einsatz dieses intravenös zu verabreichenden Bisphosphonats in der Behandlung von Krebspatienten mit Knochenmetastasen. Diese Zuwächse wurden jedoch durch Preissenkungen in der EU und Japan aufgehoben. Die FDA verlängerte die Prüfungsfrist des Ergänzungsantrags für die Zulassung von Zometa zur adjuvanten (postoperativen) Behandlung prämenopausaler Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium in Kombination mit einer Hormontherapie vom vierten Quartal 2010 bis zum ersten Quartal 2011. Die Verlängerung ist auf eine bedeutende Ergänzung des Antrags durch zusätzliche Zwölf-Monatsdaten zurückzuführen, um eine mittlere Nachbeobachtung der zulassungsrelevanten ABCSG-12-Studie (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group Trial 12) von fünf Jahren zu ermöglichen. Diese Informationen wurden auch den EU-Behörden übermittelt. Zoledronsäure, der Wirkstoff von Zometa (4 mg), ist auch unter den Handelsnamen Aclasta/Reclast (5 mg) für nicht-onkologische Indikationen in anderer Dosierung erhältlich.

Femara (USD 343 Millionen, +6% kWk), ein Medikament zur Behandlung postmenopausaler Frauen mit Brustkrebs im frühen oder fortgeschrittenen Stadium, erzielte in den wichtigsten Märkten, unter anderem in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Japan, ein anhaltend starkes Wachstum.

Sandostatin (USD 318 Millionen, +8% kWk), ein Medikament zur Behandlung von Akromegalie, profitierte vom zunehmenden Einsatz von Sandostatin LAR in der symptomatischen Behandlung neuroendokriner Tumoren (NET).

Die Expansion von Exjade (USD 182 Millionen, +7% kWk) basiert auf kräftigen Zuwächsen, die auf neue Patienten, erweiterten Zugang und erhöhte Dosierungen in den USA und wichtigen Märkten weltweit zurückzuführen sind. Exjade ist derzeit in mehr als 100 Ländern zugelassen und ist das einzige Medikament gegen transfusionsbedingte Eisenüberladung, das einmal täglich oral eingenommen wird.

Für Afinitor (USD 67 Millionen) wurden weitere Zulassungsanträge eingereicht. In der EU wurde unter dem Handelsnamen Votubia die Zulassung zur Behandlung von subependymalen Riesenzellastrozytomen (SEGA) beantragt, die im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose auftreten. In den USA durchläuft Afinitor ein vorrangiges Prüfungsverfahren für diese Indikation. Afinitor/Votubia geniesst in den USA und der EU Orphan-Drug-Status. Afinitor ist ein oral zu verabreichender Hemmer des mTOR-Signalwegs, der zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Nierenzellkarzinomen (Nierenkrebs) nach VEGF-gerichteter Therapie zugelassen ist. Mit Zulassungsanträgen für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren wird ebenfalls noch in diesem Jahr gerechnet. Afinitor wird auch im Hinblick auf die Behandlung anderer Tumortypen untersucht. Phase-III-Studien zur Behandlung von Patienten mit tuberöser Sklerose, Brustkrebs, Magenkrebs, Leberzellkarzinomen und Lymphomen sind im Gange. Everolimus, der Wirkstoff von Afinitor, ist auch unter den Handelsnamen Certican und Zortress für nicht-onkologische Indikationen erhältlich.

Neurologie und Augenheilmittel



3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Lucentis 398 335 19 22 1 139 858 33 30
Exelon/Exelon Pflaster 244 251 -3 0 747 687 9 8
Comtan/Stalevo 152 141 8 9 443 402 10 9
Extavia 26 14 86 102 84 26 n.a. n.a.
Übrige 111 108 3 6 343 343 0 -1
Total strategische Produkte 931 849 10 13 2 756 2 316 19 17
Etablierte Medikamente 137 145 -6 -6 419 426 -2 -5
Total 1 068 994 7 10 3 175 2 742 16 14

n.a. - nicht anwendbar

Lucentis (USD 398 Millionen, +22% kWk) erzielte weiterhin ein kräftiges Wachstum. Dies unterstreicht seine Position als einzige zugelassene Therapie, die das Sehvermögen von Patienten mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration (AMD) massgeblich verbessert. Novartis hat in der EU die Zulassung von Lucentis zur Behandlung von Sehbehinderungen infolge diabetischer Makulaödeme (DME) beantragt und bereitet derzeit ebenfalls in der EU einen Zulassungsantrag für die Behandlung des Makulaödems nach Retinalvenenverschluss (RVO) vor. Lucentis ist in mehr als 85 Ländern für die Behandlung von feuchter AMD zugelassen.

Der Umsatz von Exelon/Exelon Pflaster (USD 244 Millionen, 0% kWk) blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach dem Exelon Pflaster steigerte die transdermale Verabreichungsform des Medikaments ihren Anteil am Gesamtumsatz von Exelon im dritten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode von 56% auf über 70%. Das Exelon Pflaster ist in mehr als 75 Ländern für die Behandlung von leichten bis mittelschweren Formen der Alzheimer-Demenz zugelassen. In über 20 dieser Länder ist es auch für Demenz im Zusammenhang mit der Parkinsonkrankheit zugelassen.

Extavia (USD 26 Millionen, +102% kWk) verzeichnete in wichtigen Märkten, insbesondere in Deutschland, Russland, Italien, Spanien und den USA weitere Zuwächse. Extavia ist die unternehmenseigene Markenversion von Betaferon®/Betaseron® zur Behandlung von Patienten mit schubförmig verlaufender multipler Sklerose. Es wurde 2009 in der EU und den USA eingeführt und seither in mehr als 30 weiteren Ländern zugelassen.

Gilenya wurde in den USA als Primärtherapie für Patienten mit schubförmig verlaufenden Formen von multipler Sklerose sowie in Russland zur Behandlung schubförmig remittierender multipler Sklerose zugelassen. In den USA wurde Gilenya bereits eingeführt, die Lancierung in Russland ist für Anfang 2011 geplant. Ausserdem wird Gilenya derzeit durch die Zulassungsbehörden in der EU geprüft, wo der Zulassungsantrag im Dezember 2009 eingereicht worden war. Weitere Zulassungsverfahren laufen unter anderem in Kanada, der Schweiz, der Türkei, Brasilien und Australien.

Atemwegserkrankungen



3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Xolair 97 78 24 32 267 218 22 24
TOBI 70 76 -8 -5 207 219 -5 -5
Onbrez 8 0 n.a. n.a. 16 0 n.a. n.a.
Übrige 0 -2 n.a. n.a. 0 -1 n.a. n.a.
Total strategische Produkte 175 152 15 20 490 436 12 13
Etablierte Medikamente 37 40 -8 -4 126 136 -7 -9
Total 212 192 10 15 616 572 8 8

n.a. - nicht anwendbar

Xolair (USD 97 Millionen, +32% kWk) ist ein biotechnologisch hergestelltes Medikament, das in Europa zur Behandlung von schwerem persistierendem allergischem Asthma und in den USA zur Behandlung von mittelschwerem bis schwerem persistierendem allergischem Asthma eingesetzt wird. Es verzeichnet weiterhin starke Zuwächse in wichtigen europäischen Ländern und in Lateinamerika. Xolair ist in mehr als 85 Ländern zugelassen. Im September 2010 wurden Phase-III-Studien zur Unterstützung eines Zulassungsantrags in China gestartet. Xolair Liquid, eine neue Formulierung in vorgefüllten Spritzen, die die Verabreichung vereinfachen, wird voraussichtlich im Januar 2011 in der EU eingeführt. Ausserdem laufen Vorbereitungen für den Beginn von Phase-III-Studien für eine neue Indikation, chronisch-idiopathische Urtikaria, Anfang 2011.

Onbrez Breezhaler (QAB149, Indacaterol; USD 8 Millionen) erzielte eine vielversprechende Performance seit seiner EU-Zulassung im Dezember 2009 als einmal täglich zu verabreichender Beta-2-Agonist mit lang anhaltender Wirkung (LABA) zur Behandlung erwachsener Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Onbrez Breezhaler ist derzeit in acht europäischen Ländern erhältlich. Weitere Markteinführungen in der EU sind für 2010 geplant. Das Medikament ist in mehr als 40 Ländern weltweit zugelassen. Nachdem im Oktober 2009 in den USA ein "Complete Response Letter" einging, führte Novartis zusätzliche Studien durch, um das Dosierungsschema für Indacaterol näher zu charakterisieren. Bei steigenden Dosen von 75 Mikrogramm bis 300 Mikrogramm Indacaterol wurden inkrementelle Vorteile beobachtet. Dabei profitierten insbesondere Patienten mit schwererer Erkrankung von höheren Dosierungen. Nach einer Anfrage der FDA, den unteren Abschnitt der Dosis-Wirkungskurve zu untersuchen, wurden entsprechende Daten, die die 75- und 150-Mikrogramm-Dosen unterstützen, Ende September in den USA eingereicht. Auch in Japan und China wurde die Zulassung beantragt.

Integrierte Krankenhausversorgung



3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Neoral/Sandimmun 207 227 -9 -8 636 675 -6 -8
Aclasta/Reclast 143 125 14 15 408 325 26 25
Myfortic 122 93 31 30 330 256 29 25
Certican/Zortress 35 32 9 19 105 82 28 29
Ilaris 6 1 n.a. n.a. 16 1 n.a. n.a.
Übrige 74 62 19 19 214 165 30 27
Total strategische Produkte 587 540 9 10 1 709 1 504 14 12
Etablierte Medikamente 237 249 -5 -6 661 706 -6 -9
Total 824 789 4 5 2 370 2 210 7 5

n.a. - nicht anwendbar

Aclasta/Reclast (USD 143 Millionen, +15% kWk), die einzige einmal jährlich zu verabreichende Therapie gegen Osteoporose, ist in über 90 Ländern erhältlich. Neue Langzeitdaten aus einer zulassungsrelevanten Studie bei Knochenbrüchen untermauerten das Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil von Aclasta: Das Medikament erhielt die Knochenmasse von Patienten, die sechs Jahre lang einmal jährlich eine Infusion erhielten, und senkte das Risiko neuer morphometrischer Wirbelsäulenfrakturen um 52% (als sekundärer Endpunkt im Vergleich zu Patienten, die die Behandlung nach drei Jahren abbrachen). Mit weltweit bis zu sechs zugelassenen Indikationen bietet Aclasta einem breiten Spektrum von Patienten Schutz vor Knochenbrüchen - von Patienten mit frühem Verlust an Knochenmasse bis zu Patienten mit schwereren Formen dieser stoffwechselbedingten Knochenerkrankung. Zoledronsäure, der Wirkstoff von Aclasta/Reclast, ist auch unter dem Handelsnamen Zometa für onkologische Indikationen erhältlich.

Certican/Zortress (USD 35 Millionen, +19% kWk) ist ein Medikament zur Prävention von Organabstossungsreaktionen bei Erwachsenen nach Nieren- und Herztransplantationen. Es verdankt sein weiteres Wachstum der Verfügbarkeit in mehr als 80 Ländern sowie der Markteinführung in den USA für erwachsene Nierentransplantierte im April 2010 unter dem Markennamen Zortress. Das Medikament wird derzeit im Rahmen zweier Phase-III-Studien mit Herztransplantierten sowie in einer globalen Studie zu Lebertransplantationen untersucht. Everolimus, der Wirkstoff von Zortress/Certican, ist auch unter dem Handelsnamen Afinitor für eine onkologische Indikation erhältlich.

Ilaris (ACZ885, Canakinumab; USD 6 Millionen) ist ein Biologikum, das in mehr als 40 Ländern für die Behandlung von Erwachsenen und Kindern ab vier Jahren mit Cryopyrin-assoziierten periodischen Syndromen (CAPS) zugelassen ist. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe seltener autoinflammatorischer Erkrankungen, die etwa einen von einer Million Menschen betrifft. Ausserdem befindet sich ACZ885 in der Phase-III-Entwicklung für die Behandlung akuter Gichtanfälle. Ausserdem laufen Studien zu anderen Erkrankungen, wie beispielsweise Typ-2-Diabetes und systemischer juveniler idiopathischer Arthritis (SJIA).

Vaccines & Diagnostics

3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 632 543 16 21 2 557 1 037 147 151
Operatives Ergebnis 68 23 196 276 865 -211 n.a. n.a.
In % des Nettoumsatzes 10,8 4,2 33,8 -20,3
Operatives Kernergebnis 126 102 24 42 1 187 66 n.a. n.a.
In % des Nettoumsatzes 19,9 18,8 46,4 6,4

n.a. - nicht anwendbar

Drittes Quartal

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 543 Millionen auf USD 632 Millionen (+21% kWk). Die Division startete erfolgreich in die neue Grippesaison und erzielte in der Berichtsperiode einen Umsatz von rund USD 327 Millionen. Novartis Vaccines konnte etwa 35 Millionen Impfdosen gegen saisonale Grippe an Kunden in den USA liefern. Das entspricht einer Zunahme um über 40% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Medizinische Fachkräfte sind so in der Lage, den Impfschutz für ihre Patienten bereits weit im Vorfeld der diesjährigen Grippesaison vorzubereiten.

Eine weitere Expansion des Impfstoffgeschäfts in den Schwellenländern sowie die ersten Verkäufe von Menveo ausserhalb der USA verschafften dem Portfolio anhaltende Zuwächse.

Operatives Ergebnis
Aufgrund der starken Umsätze der saisonalen Grippeimpfstoffe verbesserte sich das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 23 Millionen auf USD 68 Millionen.

Das operative Kernergebnis erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode von USD 102 Millionen auf USD 126 Millionen. Die höheren Umsätze mit Grippeimpfstoffen wurden durch unerwartet hohe Herstellungskosten geschmälert, die aus einer schwachen Ausbeute bei der Impfstoffproduktion resultierten. Der Aufwand für Marketing und Verkauf erhöhte sich im dritten Quartal wegen der globalen Einführung von Menveo. Ausserdem wurden höhere Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen getätigt, um die Entwicklung von MenB und frühen Pipelineprojekten zu beschleunigen.

Neun Monate bis 30. September

Nettoumsatz
Der Nettumsatz stieg in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode von USD 1,0 Milliarden auf USD 2,6 Milliarden (+151% kWk). Lieferungen von Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffen und Adjuvanzien im Rahmen von Verträgen mit Staaten auf der ganzen Welt generierten einen Nettoumsatz von USD 1,3 Milliarden und trugen damit wesentlich zur Steigerung gegenüber der Vorjahresperiode bei. Auch unter Ausschluss der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe erzielte die Division einen starken Zuwachs (+20% kWk), der auf dem erfolgreichen Start in die Grippesaison, der Expansion des Impfstoffgeschäfts in den Schwellenländern und den ersten Verkäufen von Menveo basierte.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis belief sich in der Berichtsperiode auf USD 865 Millionen. Dagegen war in der Vorjahresperiode ein operativer Verlust von USD 211 Millionen ausgewiesen worden. Dies war im Wesentlichen den Beiträgen der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe zu verdanken, während die Vorjahresperiode von erheblichen Aufwendungen für die Aufnahme der Pandemieimpfstoff-Herstellung geprägt war.

Das operative Kernergebnis stieg gegenüber der Vorjahresperiode von USD 66 Millionen auf USD 1,2 Milliarden.

Sandoz

3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 2 177 1 850 18 23 6 151 5 350 15 15
Operatives Ergebnis 415 312 33 34 1 014 850 19 18
In % des Nettoumsatzes 19,1 16,9 16,5 15,9
Operatives Kernergebnis 492 385 28 29 1 306 1 039 26 24
In % des Nettoumsatzes 22,6 20,8 21,2 19,4

Drittes Quartal

Nettoumsatz
Die Division Sandoz (USD 2,2 Milliarden, +18%, +23% kWk) konnte ihr Wachstum gegenüber dem Vorjahr beschleunigen. Die Einführung neuer Produkte - insbesondere Enoxaparin (Generikum von Lovenox®) mit einem Umsatz von USD 292 Millionen - sorgte für Volumensteigerungen von 30 Prozentpunkten. Die Integration des Spezialgeschäfts generischer Arzneimittel von EBEWE Pharma trug im dritten Quartal vier Prozentpunkte bei. Die anhaltend starken Ergebnisse in den USA, Kanada, Russland, Polen, Italien, dem Nahen Osten und Nordafrika sowie die Performance der Biosimilars machten den Preisverfall von sieben Prozentpunkten mehr als wett.

Das Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars in den USA (+76% kWk) erzielte weiterhin hervorragende Zuwächse, die den erfolgreichen Ersteinführungen - unter anderem von Enoxaparin, Tacrolimus, Losartan und Lansoprazol - zu verdanken waren. In Deutschland wurde bei Retail-Generika und Biosimilars (-15% kWk) ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, der auf eine rückläufige Marktentwicklung infolge der Ausschreibungen der gesetzlichen Krankenversicherungen und auf niedrigere Referenzpreise zurückzuführen war. Das Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars in Westeuropa (+13%) verzeichnete trotz staatlicher Preissenkungen positive Zuwächse. Die Geschäfte in den Schwellenländern erzielten eine Wachstumsbeschleunigung, insbesondere im Nahen Osten, in der Türkei und in Afrika (+41% kWk) sowie in der Region Asien/Pazifik (+19% kWk). Die Geschäfte in Mittel- und Osteuropa wiesen weiterhin kräftige Zuwächse von +19% (kWk) auf. Die Division behauptete ihre Führungsposition im Bereich der Biosimilars (+41% kWk). Wichtige Neueinführungen für onkologische Indikationen - wie Binocrit (Epoetin alfa) und Zarzio (Filgrastim) - sowie das anhaltende Wachstum von Omnitrope (humanes Wachstumshormon) sorgten weiterhin für eine starke Dynamik.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis wuchs um 33% (+34 kWk) auf USD 415 Millionen, die operative Gewinnmarge verbesserte sich um 2,2 Prozentpunkte auf 19,1% des Nettoumsatzes. Die operative Gewinnmarge stieg um 0,4 Prozentpunkte stärker als die operative Kerngewinnmarge, die 1,8 Prozentpunkte zulegte. Dies war vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahresquartal niedrigeren Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen.

Das operative Kernergebnis verbesserte sich um 28% auf USD 492 Millionen und führte dazu, dass die operative Kerngewinnmarge um 1,8 Prozentpunkte auf 22,6% des Nettoumsatzes stieg. Die Bruttogewinnmarge ging um 3,1 Prozentpunkte zurück. Ursache dafür war vor allem das gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich veränderte Sortiment und höhere Abschreibungen auf Vorräten. Der Marketing- und Verkaufsaufwand (15,8% des Nettoumsatzes, +1,2 Prozentpunkte) wirkte sich positiv auf die operative Kerngewinnmarge aus, da er dank Produktivitätssteigerungen langsamer stieg als der Umsatz und die Investitionen in wachsende Geschäftsbereiche vollständig abdeckte. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (6,0% des Nettoumsatzes, +2,2 Prozentpunkte) gingen zurück und trugen ebenfalls zur Verbesserung der operativen Kerngewinnmarge bei. Ursache dafür waren die Erstattung von Entwicklungskosten durch einen externen Kooperationspartner und weitere Einsparungen durch Produktivitätsverbesserungen. Sandoz erzielte diese Einsparungen trotz anhaltender Investitionen in die Entwicklung differenzierter Generika - wie Biosimilars, injizierbare Krebsmedikamente und Atemwegsmedikamente. Der Aufwand für Administration und allgemeine Kosten (3,7% des Nettoumsatzes, +1,4 Prozentpunkte) ging dank laufender Kostensenkungsmassnahmen zurück. Vor allem infolge von Verkäufen diverser Vermögenswerte gingen die Übrigen Erträge und Aufwendungen (1,8% des Nettoumsatzes, +0,1 Prozentpunkte) zurück.

Neun Monate bis 30. September

Nettoumsatz
In den ersten neun Monaten erzielte Sandoz (USD 6,2 Milliarden, +15%, +15% kWk) eine zweistellige Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ursache dafür waren starke Zuwächse im US-Geschäft mit Retail-Generika und Biosimilars (+46% kWk) sowie Zuwächse in Schwellenmärkten wie Mittel- und Osteuropa (+15% kWk), der Region Asien/Pazifik (+21% kWk) sowie dem Nahen Osten, der Türkei und Afrika (+19% kWk). Die Umsatzvolumen stiegen dank der Einführung neuer Produkte, der Integration des Spezialgeschäfts generischer Arzneimittel von EBEWE Pharma (Beitrag von fünf Prozentpunkten) und dank der weiterhin soliden Ergebnisse der Biosimilars um 22 Prozentpunkte und machten dadurch den Preisverfall von sieben Prozentpunkten mehr als wett.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis wuchs in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19% auf USD 1,0 Milliarden. Die operative Gewinnmarge stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 16,5% des Nettoumsatzes. Die Gründe für den geringeren Anstieg der operativen Gewinnmarge in den ersten neun Monaten im Vergleich zur Zunahme der operativen Kerngewinnmarge um 1,8 Prozentpunkte waren die akquisitionsbedingten Aufwendungen für die Integration von EBEWE Pharma, einmalige Kosten für die Auflösung einer Entwicklungskooperation sowie Rückstellungen für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten.

Das operative Kernergebnis stieg um 24% (kWk) auf USD 1,3 Milliarden, die operative Kerngewinnmarge verbesserte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 21,2% des Nettoumsatzes. Im Berichtszeitraum wurden geringere Umsätze mit anderen Divisionen (-0,4 Prozentpunkte), höhere Andere Erlöse (+0,1 Prozentpunkte) und höhere Herstellungskosten der verkauften Produkte (‑1,1 Prozentpunkte) verzeichnet. Weitere positive Faktoren machten die negativen Effekte mehr als wett: Der um 0,4 Prozentpunkte niedrigere Marketing- und Verkaufsaufwand - dank Produktivitätssteigerungen, die durch Investitionen in Wachstumsbereiche teilweise kompensiert wurden; rückläufige Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen mit einer Verbesserung um +1,2 Prozentpunkte, da Produktivitätsgewinne weitere Investitionen in die Entwicklung differenzierter Generika finanzierten; niedrigere Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten dank anhaltender Kostensenkungsmassnahmen (+1,1 Prozentpunkte); sowie die Übrigen Erträge und Aufwendungen, die sich dank geringerer Rechtskosten mit 0,5 Prozentpunkten positiv auf die Margenentwicklung auswirkten.

Consumer Health

3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 1 587 1 476 8 9 4 574 4 189 9 8
Operatives Ergebnis 386 303 27 32 944 809 17 16
In % des Nettoumsatzes 24,3 20,5 20,6 19,3
Operatives Kernergebnis 410 323 27 30 1 016 870 17 16
In % des Nettoumsatzes 25,8 21,9 22,2 20,8

Drittes Quartal

Nettoumsatz
Alle drei Geschäftseinheiten von Consumer Health - OTC, Animal Health und CIBA Vision - trugen im dritten Quartal 2010 zur Steigerung des Nettoumsatzes (USD 1,6 Milliarden, +8%, +9% kWk) gegenüber dem Vorjahresquartal bei und übertrafen weiterhin das Wachstum ihrer entsprechenden Märkte.

In der Geschäftseinheit OTC (Selbstmedikation) waren Schmerzmedikamente die entscheidenden Wachstumsträger. In Europa trug Voltaren entscheidend zum Wachstum bei und entwickelte sich zur grössten Selbstmedikationsmarke im deutschen Markt - mit einem Marktanteil von 44% in der Kategorie der topischen Analgetika im laufenden Jahr. In den USA eroberten Excedrin und Triaminic dank erfolgreicher Werbe- und Verkaufsförderungskampagnen neue Marktanteile.

Prevacid24HR hat sich in der wachstumsstarken Kategorie der Protonenpumpenhemmer in den USA zu einer starken, konkurrenzfähigen Marke entwickelt. Diese Kategorie verzeichnete seit Jahresbeginn ein Wachstum von 35%, wobei Prevacid24HR im dritten Quartal einen Marktanteil von 20% im US-Markt rezeptfreier Protonenpumpenhemmer behauptete. Der Protonenpumpen­hemmer Pantoloc Control, der Anfang 2010 in ganz Europa zugelassen wurde, wurde wie geplant in allen 14 vorgesehenen europäischen Ländern erfolgreich eingeführt.

Die Geschäftseinheit CIBA Vision setzte ihren Wachstumskurs fort und expandierte in allen Regionen. Dies war dem Umsatzwachstum von AirOptix zu verdanken, das zu den weltweit erfolgreichsten Produkten seiner Kategorie gehörte und dazu beitrug, dass CIBA Vision ihren Marktanteil am weltweiten Kontaktlinsenmarkt auf 23% steigern konnte. Das US-Geschäft baute seinen Marktanteil gegenüber dem Vorjahr von gut 23% um mehr als drei Prozentpunkte auf einen Rekordanteil von 27% aus.

Die Geschäftseinheit Animal Health wuchs stärker als ihr Markt in den USA. Dazu trugen die starke Performance seiner Spitzenmarken Interceptor und Sentinel im Parasitizidsegment der USA sowie Milbemax in wichtigen europäischen Märkten bei. Auch die Impfstoffe für Rinder eroberten im US-Nutztiergeschäft seit Jahresbeginn neue Marktanteile.

In den USA (USD 0,5 Milliarden, +13% kWk) erzielte die Division Consumer Health mit allen drei Geschäftsbereichen eine solide Performance. In Europa (USD 0,7 Milliarden, +8% kWk) verzeichnete sie ein robustes Wachstum, vor allem in Deutschland und Italien. In den sechs führenden Schwellenländern stieg der Nettoumsatz um 12% (+9% kWk) auf USD 123 Millionen, wobei Brasilien eine solide einstellige Wachstumsrate und die übrigen fünf Länder zweistellige Zuwächse erzielten.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis stieg im dritten Quartal 2010 um 27% (+32% kWk) auf USD 386 Millionen, die operative Gewinnmarge verbesserte sich um 3,8 Prozentpunkte auf 24,3% des Nettoumsatzes.

Das operative Kernergebnis wuchs um 27% (+30% kWk) auf USD 410 Millionen. Die starke operative Leistungsfähigkeit führte zu einer Steigerung der operativen Kerngewinnmarge um 3,9 Prozentpunkte auf 25,8% des Nettoumsatzes. Die Bruttogewinnmarge (69,3% des Nettoumsatzes, +1,7 Prozentpunkte) verbesserte sich aufgrund der Preisgestaltung und der Produktivitätsgewinne. Infolge von Investitionen in die Einführung neuer Produkte und die Aufstockung des Aussendienstes in allen Geschäftsbereichen erhöhte sich der Marketing- und Verkaufsaufwand (32,8% des Nettoumsatzes, -0,1 Prozentpunkte). Die Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen (5,6% des Nettoumsatzes, in Prozentpunkten unverändert) unterstützen die Produktentwicklung in allen Geschäftsbereichen von Consumer Health nach wie vor erheblich. Die Aufwendungen für Administration und allgemeine Kosten (5,8% des Nettoumsatzes, in Prozentpunkten unverändert) tragen in Form von Produktivitäts­steigerungs­massnahmen in allen Geschäftsbereichen zu einer starken operativen Leistungsfähigkeit bei. Die Übrigen Erträge und Aufwendungen (0,7% des Nettoumsatzes, +2,3 Prozentpunkte) verbesserten sich infolge der Veräusserung einer nicht zum Kerngeschäft gehörenden OTC-Marke in den USA sowie aufgrund eines einmaligen Aufwands in der Vorjahresperiode.

Neun Monate bis 30. September

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg um 9% (8% kWk) auf USD 4,6 Milliarden, wobei alle Geschäftsbereiche der Division Consumer Health solide Zuwächse erzielten, mit denen sie ihre jeweiligen Märkte übertrafen.

CIBA Vision ist dank der Stärke von AirOptix in allen Regionen nach wie vor der wachstumsstärkste Hersteller von Kontaktlinsen und Linsenpflegeprodukten der Branche. Das Wachstum der Geschäftseinheit OTC beruhte auf der Umsatzentwicklung von Excedrin und Triaminic in den USA und von Voltaren in Europa. Auch die Neueinführungen von Prevacid24HR und Pantoloc Control in der Kategorie der Magen-Darm-Medikamente trugen dazu bei. Die Geschäftseinheit Animal Health profitierte vor allem von der starken Performance von Interceptor und Sentinel in den USA und von Milbemax in Europa sowie vom soliden Wachstum der Impfstoffe für Rinder im Nutztiermarkt der USA.

Operatives Ergebnis
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 17% (16% kWk) auf USD 944 Millionen. Dadurch stieg die operative Gewinnmarge im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,3 Prozentpunkte auf 20,6% des Nettoumsatzes.

Das operative Kernergebnis wuchs um 17% (16% kWk) auf USD 1,0 Milliarden. Aufgrund der starken operativen Leistungsfähigkeit verbesserte sich die operative Kerngewinnmarge gegenüber der Vorjahresperiode um 1,4 Prozentpunkte auf 22,2% des Nettoumsatzes. Verbesserungen der Bruttogewinnmargen, Produktivitätsgewinne sowie der Gewinn aus der Veräusserung einer nicht zum Kerngeschäft gehörenden OTC-Marke in den USA trugen massgeblich zur Verbesserung des Ergebnisses bei. Diese Faktoren wurden jedoch durch höhere Marketing- und Verkaufsaufwendungen zur Unterstützung von Neueinführungen und zur Aufstockung des Aussendienstes geschmälert.

Alcon, Inc.



3. Quartal und 9 Monate 2010
USD m
Nettoumsatz 617
Operatives Ergebnis 101
In % des Nettoumsatzes 16,4
Operatives Kernergebnis 222
In % des Nettoumsatzes 36,0

Drittes Quartal und neun Monate bis 30. September

Nettoumsatz
Novartis erwarb am 25. August 2010 zusätzliche 52% von Alcon und erhöhte damit ihre Beteiligung auf eine 77%ige Kontrollmehrheit an Alcon. Ab diesem Zeitpunkt wurden die finanziellen Ergebnisse von Alcon konsolidiert. Der für diese Periode konsolidierte Umsatz belief sich auf USD 617 Millionen.

Operatives Ergebnis
Alcon steuerte USD 101 Millionen zum operativen Ergebnis von Novartis bei.

Dieser Betrag beinhaltet einen zusätzlichen Aufwand von USD 95 Millionen im Zusammenhang mit der Neubewertung der Vorräte zu ihrem geschätzten fairen Wert im Zeitpunkt der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung, Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 7 Millionen sowie Kosten von USD 19 Millionen aufgrund des Übergangs der Mehrheits­beteiligung.

Unter Ausschluss dieser Positionen belief sich das operative Kernergebnis auf insgesamt USD 222 Millionen.

FINANZÜBERSICHT

Drittes Quartal und neun Monate bis 30. September

3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung
in %
9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung
in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 12 578 11 086 13 16 36 425 31 341 16 15
Operatives Ergebnis der Divisionen 2 814 2 849 -1 3 9 432 7 934 19 18
Nettoergebnis Corporate -227 -215 6 4 -373 -589 -37 -37
Operatives Ergebnis Konzern 2 587 2 634 -2 3 9 059 7 345 23 23
In % des Nettoumsatzes 20,6 23,8 24,9 23,4
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften 368 -21 n.a. 629 186 238
Finanzertrag 27 51 -47 90 94 -4
Zinsaufwand -188 -173 9 -496 -395 26
Steuern -475 -379 25 -1 578 -1 099 44
Reingewinn 2 319 2 112 10 14 7 704 6 131 26 24
Gewinn pro Aktie (USD) 0,99 0,93 6 12 3,34 2,69 24 22
Operatives Kernergebnis 3 699 2 959 25 29 10 840 8 233 32 31
In % des Nettoumsatzes 29,4 26,7 29,8 26,3
Kernreingewinn 3 146 2 679 17 21 9 226 7 375 25 24
Kerngewinn pro Aktie (USD) 1,36 1,17 16 19 4,00 3,24 23 22

n.a. - nicht anwendbar

Drittes Quartal und neun Monate bis 30. September ohne Alcon, Inc.

3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 Veränderung in % 9 Monate 2010 9 Monate 2009 Veränderung in %
Mio. USD Mio. USD USD kWk Mio. USD Mio. USD USD kWk
Nettoumsatz 11 961 11 086 8 10 35 808 31 341 14 13
Operatives Ergebnis 2 582 2 634 -2 3 9 054 7 345 23 23
In % des Nettoumsatzes 21,6 23,8 25,3 23,4
Operatives Kernergebnis 3 477 2 959 18 22 10 618 8 233 29 28
In % des Nettoumsatzes 29,1 26,7 29,7 26,3

Drittes Quartal

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg dank kräftiger Beiträge aller Geschäftsbereiche um 13% (+16% kWk) auf USD 12,6 Milliarden, wobei der Zuwachs durch Wechselkursveränderungen um drei Prozentpunkte geschmälert wurde. Die jüngsten Produkte aller Unternehmensbereiche verzeichneten ein rapides Wachstum und erzielten einen Umsatz von USD 2,3 Milliarden. Damit generierten sie 20%* des Gesamtumsatzes. Akquisitionen steuerten sechs Prozentpunkte zum Wachstum bei, wofür vor allem der Umsatz von Alcon von USD 617 Millionen verantwortlich war. Volumensteigerungen machten elf Prozentpunkte des Wachstums aus, während sich die Preise mit einem Prozentpunkt negativ auf die Umsatzentwicklung auswirkten.

Nettoergebnis Corporate
Das Nettoergebnis von Corporate, das die Kosten des Konzernhauptsitzes sowie Kosten für die Konzernforschung (Corporate Research) beinhaltet, wurde im dritten Quartal von einmaligen Eintragungsgebühren und transaktionsbedingten Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der zusätzlichen 52%-Beteiligung an Alcon von USD 96 Millionen beeinträchtigt. Davon abgesehen lagen die Aufwendungen um 39% unter dem Vorjahresniveau, was teilweise auf die Auflösung von Rückstellungen für Umweltsanierungen und andere Zwecke von USD 38 Millionen zurückzuführen war.

Operatives Ergebnis Konzern
Das operative Ergebnis ging um 2% (+3% kWk) auf USD 2,6 Milliarden zurück. Wechselkursveränderungen, vor allem der starke Schweizer Franken und die damit verbundenen Kostensteigerungen, schmälerten das operative Ergebnis um fünf Prozentpunkte. Beeinträchtigt wurde das Ergebnis durch Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten von USD 593 Millionen bei den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, die in erster Linie auf die Einstellung zweier Entwicklungsprojekte zurückzuführen sind, sowie durch Aufwendungen im Zusammenhang mit Alcon in Höhe von USD 217 Millionen.

Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften belief sich im dritten Quartal 2010 auf USD 368 Millionen, während im Vorjahresquartal ein Nettoverlust von USD 21 Millionen ausgewiesen worden war. Die Beteiligung an Alcon, die bis zum 25. August als assoziierte Gesellschaft bilanziert und danach vollständig konsolidiert wurde, steuerte einen Ertrag von USD 235 Millionen bei, gegenüber einem Verlust von USD 62 Millionen im Vorjahreszeitraum. Dieser Gesamtbetrag beinhaltet einen Gewinn von USD 204 Millionen aus der Neubewertung der am 7. Juli 2008 erworbenen anfänglichen 25%-Beteiligung an Alcon zum geschätzten derzeitigen fairen Wert. Die Neubewertung war aufgrund des Erwerbs der Kontrollmehrheit am 25. August 2010 notwendig geworden. Im Vorjahreszeitraum war eine ausserordentliche Wertminderung von USD 92 Millionen verbucht worden. Der Ertrag aus der Beteiligung an Roche stieg gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem bei Roche ein Restrukturierungsaufwand von USD 97 Millionen im Zusammenhang mit der Übernahme von Genentech angefallen war, von USD 43 Millionen auf USD 138 Millionen. Es folgt eine Übersicht über die einzelnen Komponenten, die im Ertrag aus assoziierten Gesellschaften enthalten sind:



3. Quartal 2010 3. Quartal 2009 9 Monate 2010 9 Monate 2009
Mio. USD Mio. USD Mio. USD Mio. USD
Anteil am geschätzten Reingewinn von Roche 173 176 480 461
Anpassung für den tatsächlichen Vorjahres­reingewinn von Roche -40
Auswirkung der Genentech-Restrukturierung -97 -43 -97
Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten -35 -36 -101 -98
Einfluss von Roche auf den Reingewinn 138 43 336 226
Anteil am gemäss US GAAP berichteten Reingewinn von Alcon, Inc. 118 139 400 368
Anpassung für den tatsäch­lichen Reingewinn von Alcon, Inc. bis zum 25. August 2010 -15 -13 5
Neubewertung der anfäng­lichen 25%-Beteiligung zum geschätzten fairen Wert 204 204
Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten -92 -92
Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten -72 -109 -289 -326
Einfluss von Alcon, Inc. auf den Reingewinn bis zum 25. August 2010 235 -62 302 -45
Reingewinn aus übrigen assoziierten Gesellschaften -5 -2 -9 5
Ertrag aus assoziierten Gesellschaften 368 -21 629 186

Die Kernergebnisse aus assoziierten Gesellschaften (unter Ausschluss von Sonderpositionen und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten in beiden Perioden) verringerten sich im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 313 Millionen auf USD 286 Millionen.

Finanzertrag und Zinsaufwand
Der Finanzertrag ging gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 51 Millionen auf USD 27 Millionen zurück, da das verbesserte Währungsergebnis durch geringere Erträge aus Finanzanlagen aufgehoben wurde. Der Zinsaufwand erhöhte sich aufgrund der zusätzlichen Kapitalaufnahmen von USD 173 Millionen auf USD 188 Millionen.

Steuern
Der Steuersatz (Prozent­satz der Steuern auf dem Vorsteuergewinn) stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal von 15,2% auf 17,0%.

Reingewinn
Der Reingewinn erhöhte sich um 10% (+14% kWk) auf USD 2,3 Milliarden und wuchs damit stärker als das operative Ergebnis. Der Kernreingewinn stieg um 17% (+21%) auf USD 3,1 Milliarden.

Gewinn pro Aktie
Der Gewinn pro Aktie wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 0,93 um 6% (+12% kWk) auf USD 0,99. Der Kerngewinn pro Aktie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von USD 1,17 um 16% (+19% kWk) auf USD 1,36. Die gegenüber dem Reingewinnwachstum geringere Zunahme des Gewinns pro Aktie beruht darauf, dass 23% des Reingewinns von Alcon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind und dementsprechend nicht in die Berechnung des Gewinns pro Aktie einbezogen werden.

Die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal von 2 268,2 Millionen um 1% auf 2 288,1 Millionen. Per 30. September hatte Novartis insgesamt 2 289,6 Millionen Aktien ausstehend.

Neun Monate bis 30. September

Nettoumsatz
Der Nettoumsatz stieg dank kräftiger Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen um 16% (+15% kWk) auf USD 36,4 Milliarden. Die jüngsten Produkte erzielten einen Umsatz von USD 7,9 Milliarden (USD 4,3 Milliarden im Vorjahreszeitraum) und erwirtschafteten damit 22%* des Gesamtumsatzes. Volumensteigerungen machten 13 Prozentpunkte des Umsatzwachstums aus, während sich Preisänderungen im Neunmonatszeitraum mit einem Prozentpunkt negativ auswirkten. Akquisitionen steuerten drei Prozentpunkte zum Wachstum bei, was vor allem auf den Umsatz von Alcon von USD 617 Millionen zurückzuführen war.

Operatives Ergebnis Konzern
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 23% (+23% kWk) auf USD 9,1 Milliarden. Es profitierte von volumenbedingten Umsatzsteigerungen und Beiträgen der Influenza-A/H1N1-Pandemieimpfstoffe. Die operative Gewinnmarge verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode von 23,4% um 1,5 Prozentpunkte auf 24,9% des Nettoumsatzes. Das operative Ergebnis beinhaltet ausserordentliche Aufwendungen, wie Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten, die in den Funktionskosten unter Segment Forschung und Entwicklung (USD 762 Millionen) erfasst wurden, sowie Aufwendungen für die Beilegung von Rechtsstreiten (USD 237 Millionen), kompensiert durch einen einmaligen Gewinn aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen von USD 265 Millionen.

Ertrag aus assoziierten Gesellschaften
Der Ertrag aus assoziierten Gesellschaften stieg in den ersten neun Monaten von USD 186 Millionen auf USD 629 Millionen. Diese Zunahme beruht auf höheren Beiträgen der Investitionen in Alcon und Roche, die auf ausserordentliche Aufwendungen in der Vorjahresperiode und auf den Gewinn aus der Neubewertung der am 7. Juli 2008 erworbenen anfänglichen 25%-Beteiligung an Alcon zum geschätzten fairen Wert zurückzuführen sind.

Das Kernergebnis aus assoziierten Gesellschaften erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 799 Millionen auf USD 873 Millionen (unter Ausschluss der ausserordentlichen Aufwendungen aufgrund der Restrukturierung von Genentech bei Roche, der Wertminderungen auf immateriellen Vermögenswerten und des Neubewertungsgewinns bei Alcon sowie der Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten bei beiden Beteiligungen).

Finanzertrag und Zinsaufwand
Der Finanzertrag ging von USD 94 Millionen um 4% auf USD 90 Millionen zurück. Um Mittel für die Übernahme von Alcon bereitzuhalten, wurden nur kurzfristige Finanzinvestitionen getätigt, was mit niedrigeren Renditen verbunden war. Infolge der Emission von US-Dollar-Anleihen im Februar 2009 und März 2010 und einer Euro-Anleihe im Juni 2009 sowie der Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Commercial-Paper-Programm stieg der Zinsaufwand gegenüber der Vorjahresperiode von USD 395 Millionen um 26% auf USD 496 Millionen.

Steuern
Der Steuersatz (Prozent­satz der Steuern auf dem Vorsteuergewinn) stieg in den ersten neun Monaten 2010 gegenüber der Vorjahresperiode von 15,2% auf 17,0%.

Reingewinn
Der Reingewinn erhöhte sich um 26% (+24 kWk) auf USD 7,7 Milliarden und wuchs damit stärker als das operative Ergebnis. Der Kernreingewinn stieg um 25% (+24% kWk) auf USD 9,2 Milliarden.

Gewinn pro Aktie
Der Gewinn pro Aktie wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von USD 2,69 auf USD 3,34 und damit etwa im gleichen Mass wie der Reingewinn. Der Kernreingewinn pro Aktie stieg von USD 3,24 um 23% (+22% kWk) auf USD 4,00. Die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien stieg in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode von 2 266,2 Millionen um 1% auf 2 284,4 Millionen. Per 30. September hatte Novartis insgesamt 2 289,6 Millionen Aktien ausstehend.

Bilanz
Die vollständige Konsolidierung von Alcon hatte erhebliche Auswirkungen auf die konsolidierte Bilanz des Konzerns. Das Anlagevermögen erhöhte sich seit dem 31. Dezember 2009 um USD 35,1 Milliarden. Die grössten Posten davon resultierten aus der vorläufigen Aufteilung des Kaufpreises für die Übernahme von Alcon, wodurch sich die identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte um USD 24,2 Milliarden und der Goodwill um USD 18,1 Milliarden erhöhten. Ausserdem verringerte sich die Summe der Investitionen in assoziierte Gesellschaften (unter Finanzanlagen und übrige langfristige Vermögenswerte erfasst) um USD 10,1 Milliarden. Das Umlaufvermögen verringerte sich um USD 6,0 Milliarden. Dies war vor allem auf die um USD 9,5 Milliarden niedrigeren flüssigen Mittel und Wertschriften zurückzuführen, da diese Mittel zum Erwerb der zusätzlichen 52%-Beteiligung an Alcon verwendet wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräte und das übrige Umlaufvermögen erhöhten sich, ebenfalls vor allem infolge der Konsolidierung von Alcon, um USD 3,5 Milliarden. Aufgrund der Konsolidierung von Alcon und anderer Faktoren belief sich die Bilanzsumme per 30. September 2010 auf USD 124,6 Milliarden, was einer Erhöhung um USD 29,1 Milliarden gegenüber dem Jahresende 2009 entspricht.

Auch auf die Passiven des Konzerns wirkten sich die Konsolidierung von Alcon und die damit verbundene Finanzierung der zusätzlichen 52%-Beteiligung deutlich aus. So erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten vor allem aufgrund der Finanzierung der Übernahme von Alcon um USD 13,0 Milliarden. Die übrigen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten stiegen um USD 7,4 Milliarden - unter anderem durch zusätzliche latente Steuerverbindlichkeiten von USD 4,4 Milliarden, die in erster Linie mit den identifizierbaren immateriellen Vermögenswerten von Alcon zusammenhängen. Vor allem aufgrund dieser Faktoren erhöhte sich die Summe der Verbindlichkeiten per 30. September 2010 um USD 20,4 Milliarden auf USD 58,4 Milliarden. Das Eigenkapital des Konzerns stieg seit Jahresende 2009 um USD 8,8 Milliarden auf USD 66,2 Milliarden per 30. September und schliesst die restlichen 23% der nicht beherrschenden Anteile von Alcon in Höhe von USD 6,1 Milliarden ein. Zu den weiteren Eigenkapitalveränderungen zählten der Reingewinn von USD 7,7 Milliarden, der durch die Dividendenausschüttung von USD 4,5 Milliarden für 2009 und durch versicherungsmathematische Nettoverluste von USD 1,4 Milliarden teilweise kompensiert wurde. Der Nettoverkauf eigener Aktien, aktienbasierte Vergütungen und positive Währungsumrechnungsdifferenzen sorgten für eine zusätzliche Erhöhung um USD 1,0 Milliarden.

Aufgrund der höheren Finanzverbindlichkeiten zur Finanzierung der Übernahme von Alcon stieg der Verschuldungsgrad (Debt/Equity Ratio) des Konzerns per 30. September gegenüber dem Jahresende 2009 von 0,24:1 auf 0,41:1. Die Finanz­verbindlich­keiten des Konzerns von USD 27,0 Milliarden setzten sich aus kurzfristigen Verbindlichkeiten von USD 12,6 Milliarden und langfristigen Verbindlichkeiten von USD 14,4 Milliarden zusammen. Die Gesamtliquidität, einschliesslich USD 3,2 Milliarden aus der Konsolidierung von Alcon, sank gegenüber dem Jahresende 2009 von USD 17,4 Milliarden auf USD 8,0 Milliarden. Die Nettoverschuldung belief sich per 30. September auf USD 19,0 Milliarden, gegenüber einer Nettoliquidität von USD 3,5 Milliarden per Jahresende 2009.

Geldfluss
Aufgrund höherer operativer Gewinne stieg der Geldfluss aus operativer Tätigkeit in den ersten neun Monaten um USD 1,8 Milliarden auf USD 9,5 Milliarden.

Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit führte zu einem Nettogeldabfluss von USD 15,2 Milliarden im Berichtszeitraum 2010. Der Geldabfluss für Akquisitionen betrug USD 26,7 Milliarden. Dieser Betrag umfasste USD 26,1 Milliarden (nach Abzug der übernommenen liquiden Mittel in Höhe von USD 2,2 Milliarden) für den Erwerb der zusätzlichen 52%-Beteiligung an Alcon sowie USD 0,5 Milliarden für die Akquisition von Corthera, Oriel und für Ratenzahlungen im Zusammenhang mit der Übernahme von EBEWE. Die Geldabflüsse für Investitionen in Sachanlagen sowie in immaterielle und andere Vermögenswerte beliefen sich auf USD 1,0 Milliarden bzw. USD 0,5 Milliarden. Diese Geldabflüsse wurden durch den Nettozufluss von USD 12,8 Milliarden aus dem Verkauf von Wertschriften teilweise wettgemacht.

Der Geldzufluss aus Finanzierungs­tätigkeit belief sich auf USD 8,2 Milliarden, da der Erlös von USD 12,3 Milliarden aus den Anleihen und Commercial-Paper-Programmen durch die Dividendenausschüttung von USD 4,5 Milliarden teilweise kompensiert wurde.

Der Free Cashflow vor Ausschüttung der Dividende stieg um 34% auf USD 8,2 Milliarden, wobei die Zunahme vor allem auf dem verbesserten Geldfluss aus operativer Tätigkeit beruhte.

AKTUELLER STAND DER INNOVATIONEN

Novartis verfügt über eine der konkurrenzfähigsten Entwicklungspipelines der pharmazeutischen Branche mit 143 Projekten in der klinischen Entwicklung. 56 dieser Projekte betreffen neue Wirkstoffe.

Zu den Entwicklungen im dritten Quartal 2010 zählen:

  • In den USA wurde das neuartige Medikament Gilenya zur oralen Primärbehandlung schubförmig verlaufender Formen von multipler Sklerose (MS) zugelassen - den häufigsten Formen dieser Erkrankung. Das Medikament senkte in klinischen Studien gegenüber dem intramuskulär verabreichten gegenwärtigen Standardmedikament Interferon Beta 1a signifikant die Schubrate und verzögerte gegenüber Placebo das Fortschreiten der Behinderung. Ausserdem besitzt Gilenya ein gründlich untersuchtes Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil, das in klinischen Studien bei mehr als 2600 Patienten charakterisiert wurde.
  • Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) sprach sich für die Zulassung von Tasigna zur Behandlung von neu diagnostizierten Patienten mit chronisch-myeloischer Leukämie (CML) aus. Die offizielle Zulassung durch die europäische Arzneimittelagentur (EMA) wird bis Ende dieses Jahres erwartet. In den USA und der Schweiz ist Tasigna bereits für die Behandlung erwachsener Patienten mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver CML in der chronischen Phase zugelassen. Zulassungsanträge für die Indikation zur Primärbehandlung wurden auch in Japan und weiteren Ländern eingereicht.
  • In den USA wurde Tekamlo (Aliskiren und Amlodipin), ein Kombinationspräparat in Tablettenform zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen. Das Medikament kombiniert in einer Einzeltablette den einzigen zugelassenen direkten Reninhemmer Tekturna (Aliskiren) mit dem weit verbreiteten Kalziumkanalblocker Amlodipin. Tekamlo senkt nachweislich den Blutdruck signifikant gegenüber Amlodipin oder Tekturna allein.
  • Der CHMP gab ein positives Gutachten für die Zulassung des Inhalationspulvers Tobramycin (TOBI Podhaler) heraus. Das Medikament dient zur Suppressionstherapie bei chronischen Pseudomonas-aeruginosa-Infektionen der Lunge bei Erwachsenen und Kindern ab sechs Jahren, die an Mukoviszidose leiden. Die offizielle europäische Zulassung wird bis Ende dieses Jahres erwartet.
  • In den USA wurde im Juli 2010 ein Zulassungsantrag für Diovan (Valsartan) zur Vorbeugung des Auftretens von Diabetes bei Bluthochdruck-Patienten mit beeinträchtigter Glukosetoleranz und erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko eingereicht.
  • Im Rahmen einer Phase-III-Studie senkte SOM230 (Pasireotid) signifikant die Konzentration des freien Cortisols im Urin bei Patienten mit Cushing-Syndrom, einer potenziell lebensbedrohlichen und behindernden Hormonerkrankung. Diese zulassungsrelevante Studie ist die bisher grösste Studie zur medikamentösen Behandlung des Cushing-Syndroms.
  • In der EU wurde für Afinitor (Everolimus) im Juli die Zulassung zur Behandlung subependymaler Riesenzellastrozytome (SEGA) im Zusammenhang mit tuberöser Sklerose beantragt. Die FDA gewährte Everolimus die vorrangige Prüfung für diese Indikation. Entscheidungstermin der FDA ist der 29. Oktober.
  • Laut Ergebnissen einer Phase-III-Studie über Afinitor bei Patienten mit neuroendokrinen Tumoren der Bauchspeicheldrüse (NET), einer seltenen und aggressiven Form von Krebs mit beschränkten Behandlungsmöglichkeiten, verlängerte Afinitor das mittlere progressionsfreie Überleben gegenüber Placebo von 4,6 auf 11 Monate und verringerte das Risiko der Krebsprogression um 65%. Die Ergebnisse dieser RADIANT-3-Studie wurden am 1. Juli 2010 beim World Congress of Gastrointestinal Cancer (WCGI) veröffentlicht.
  • Ergebnisse der Phase-III-Studie RADIANT-2 belegten, dass Afinitor in Kombinations­behandlung mit Sandostatin LAR gegenüber einer Monotherapie mit Sandostatin LAR bei Patienten mit fortgeschrittenen neuroendokrinen Tumoren den Zeitraum ohne weiteres Tumorwachstum von 11,3 auf 16,4 Monate verlängerte (Risikoquotient = 0,77 [95%-Konfidenzintervall 0,59 - 1,00]; p = 0,026). Der primäre Endpunkt des progressionsfreien Überlebens wurde nicht erreicht. Analysen auf Basis gut etablierter statistischer Modelle zur Bereinigung um Ungleichgewichte im Behandlungsarm zeigten, dass Afinitor und Sandostatin LAR gemeinsam das Risiko der Krankheitsprogression signifikant senkten.
  • Die Phase-III-Studie zur Untersuchung von AIN457 in der Behandlung nichtinfektiöser Uveitis bei Patienten mit Morbus Behçet verfehlte ihren primären Endpunkt. Die Daten sprechen gegen einen Zulassungsantrag für AIN457 in dieser Indikation. Aufgrund der Datenanalyse wird Novartis die Verlängerungsstudie zu Morbus Behçet einstellen und gleichzeitig den möglichen Einsatz von AIN457 in anderen Indikationen untersuchen.
  • Novartis hat beschlossen, die Weiterentwicklung von Mycograb (Efungumab) einzustellen. Dieser antimykotische Wirkstoff sollte ursprünglich zur Behandlung erwachsener Patienten mit invasiver Candidiasis entwickelt werden. Ausserdem vereinbarten Novartis und Human Genome Sciences, die Weiterentwicklung von Albinterferon Alfa-2b zur Behandlung von Patienten mit chronischer Virushepatitis C einzustellen. Die Weiterentwicklung von QAX028 zur Behandlung von Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) wurde im August ebenfalls eingestellt. Diese Entscheidungen unterstreichen die verstärkte Ausrichtung von Novartis auf Prioritäten innerhalb des Portfolios und auf die Produktivität des Unternehmens.
  • Laut Top-Line-Ergebnissen der Phase-III-Studie 2301 mit SMC021 in der Behandlung von Osteoarthritis wurde der erste von drei primären Endpunkten nicht erreicht. Die Daten werden gegenwärtig weiter analysiert. Die Phase-III-Studie zur Osteoporosebehandlung wird fortgesetzt.

Die wichtigsten Zulassungen in den USA, Europa und Japan im dritten Quartal 2010

Produkt Wirkstoff Indikation Zulassungsdatum
Gilenya Fingolimod Multiple Sklerose USA - September
Tekamlo Aliskiren, Amlodipin Bluthochdruck USA - August

Ausgewählte Projekte, deren Zulassungsentscheidung aussteht

Abgeschlossene Zulassungsanträge
Produkt Indikation USA EU Japan Aktueller Stand
Afinitor Sub­ependymales Riesenzell­astrozytom im Zusammen­hang mit tuberöser Sklerose 2. Quartal 2010 3. Quartal 2010 - EU-Zulassungsantrag im Juli eingereicht
- US-Zulassung aufgrund vorrangiger Prüfung Ende 2010 erwartet
Diovan Prävention des Einsetzens von Diabetes 3. Quartal 2010 - US-Zulassungsantrag im Juli eingereicht
Exelon Pflaster Alzheimer-demenz Zugelassen Zugelassen 1. Quartal 2010 - Zulassungsantrag für Japan wird geprüft; die Entscheidung der japanischen Arzneimittelbehörde dürfte im April 2011 fallen
Gilenya Multiple Sklerose Zugelassen 4. Quartal 2009 - US-Zulassung zur Primärbehandlung schubförmig verlaufender Formen von multipler Sklerose im September
- Zulassungsanträge werden durch die europäische Arzneimittelagentur (EMA) und andere Arzneimittel­behörden weltweit geprüft
Lucentis Diabetisches Makulaödem 4. Quartal 2009 - Präsentation der Phase-III-Daten der RESTORE-Studie auf Tagung der European Association for the Study of Diabetic Eye Complications im Mai 2010
- Zulassungsbeurteilung im 4. Quartal 2010 erwartet
Onbrez Chronisch-obstruktive Lungenerkran­kung 4. Quartal 2008 Zugelassen 3. Quartal 2010 - Klinische Studien zur Klärung offener Fragen des Complete Response Letter (Oktober 2009) der US-Gesundheitsbehörde (FDA) im 3. Quartal abgeschlossen und Ergebnisse Ende September bei der FDA eingereicht
- Zulassungsantrag im Juli in Japan eingereicht
Tasigna Neu diagnostizierte chronisch-myeloische Leukämie Zugelassen 4. Quartal 2009 1. Quartal 2010 - Positives Gutachten des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) im September eingegangen
- Schweizer Zulassung im August nach beschleunigter Prüfung
- Veröffentlichung der Ergebnisse der 24-monatigen mittleren Nach-beobachtungszeit der ENESTnd-Studie auf der Tagung der American Society of Hematology im Dezember
Abgeschlossene Zulassungsanträge
Produkt Indikation USA EU Japan Aktueller Stand
Tekturna und Amlodiplin Bluthochdruck Zugelassen 4. Quartal 2009 - US-Zulassung im August
- EU: CHMP-Gutachten im 1. Quartal 2011, Zulassung im 2. Quartal 2011 erwartet
- Zulassungsantrag für Rasival im Mai 2010 zurückgezogen
Tekturna, Amlodipin und Hydrochloro-thiazid Bluthochdruck 1. Quartal 2010 2. Quartal 2010 - EU-Zulassungsantrag im Mai 2010 eingereicht
TOBI Podhaler Mukoviszidose 4. Quartal 2009 - Positives CHMP-Gutachten im September eingegangen
Zometa Adjuvante Brustkrebs-behandlung 4. Quartal 2009 4. Quartal 2009 - Die FDA verlängerte die Prüfungsfrist des Ergänzungsantrags für die Zulassung von Zometa zur adjuvanten (postoperativen) Behandlung prämenopausaler Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium in Verbindung mit Hormontherapie vom 4. Quartal 2010 bis zum 1. Quartal 2011. Die Verlängerung ist auf eine bedeutende Ergänzung des Antrags durch zusätzliche Zwölf-Monatsdaten zurückzuführen, um eine mittlere Nachbeobachtung der zulassungs-relevanten ABCSG-12-Studie (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group Trial 12) von fünf Jahren zu ermöglichen. Diese Informationen wurden auch den EU-Behörden übermittelt.

Ausgewählte Projekte der pharmazeutischen Pipeline

Projekt/ Substanz Potenzielle Indikation/ Therapiegebiet Geplante Einreichung Studien-phase Aktueller Stand

ACZ885 Akute Schübe therapierefraktärer Gicht 2010 III - Zulassung soll plangemäss 2010 beantragt werden
Systemische juvenile idiopathische Arthritis 2011 III
Typ-2-Diabetes ≥2014 II
Sekundärprävention von Herz-Kreislauf-Ereignissen ≥2014 III - Start der Phase III Ende 2010 geplant
Afinitor Neuroendokrine Tumoren (NET) 2010 III - Zulassung soll plangemäss 2010 beantragt werden
- RADIANT-3-Studie bei neuro­endokrinen Pankreastumoren erreicht primären Endpunkt; Ergebnisse beim World Congress of Gastrointestinal Cancer (WCGI) im Juli 2010 vorgestellt
- RADIANT-2-Studie verfehlte den primären Endpunkt des progressionsfreien Überlebens. Analysen auf Basis gut etablierter statistischer Modelle zur Bereinigung um Ungleichgewichte im Behandlungsarm zeigten, dass Afinitor und Sandostatin LAR gemeinsam das Risiko der Krankheitsprogression signifikant senkten.
- Ergebnisse von RADIANT-2 und RADIANT-3 bei der Tagung der European Society for Medical Oncology im Oktober 2010 vorgestellt
Tuberöse Sklerose/ Angiomyolipom (AML) 2011 III
ER+ Brustkrebs 2012 III
HER2+ Brustkrebs 2013 III
Magenkrebs 2012 III
Leberzellkrebs (HCC) 2013 III
Lymphom ≥2014 III
AFQ056 Parkinsonkrankheit/
L-Dopa-induzierte Dyskinesie
2013 II - Beginn des Phase-III-Programms für 2011 geplant
Fragiles X-Syndrom 2012 II - Zulassungsrelevante Studie mit Erwachsenen soll im 4. Quartal 2010 anlaufen
AG0178 Schwere depressive Störung 2012 III - Phase-III-Programm für sublinguale Formulierung im Mai 2010 eingeleitet
Projekt/ Substanz Potenzielle Indikation/ Therapiegebiet Geplante Einreichung Studien-phase Aktueller Stand

AIN457 Nichtinfektiöse Uveitis 2011 III - Die Phase-III-Studie zur Untersuchung von AIN457 in der Behandlung nichtinfektiöser Uveitis bei Patienten mit Morbus Behçet verfehlte ihren primären Endpunkt. Die Daten sprechen gegen einen Zulassungsantrag für AIN457 in dieser Indikation. Aufgrund der Datenanalyse wird Novartis die Verlängerungsstudie zu Morbus Behçet einstellen.
Psoriasis 2013 II - Start der Phase III für 2011 vorgesehen
Rheumatoide Arthritis 2013 II - Start der Phase III für 2011 vorgesehen
ASA404 Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (Sekundärtherapie) 2012 III - Zwischenanalyse im 4. Quartal 2010
BAF312 Multiple Sklerose ≥2014 II - Phase-II-Daten im 1. Quartal 2011 erwartet
Certican Prävention der Organabstossung - Leber 2011 III
DEB025 Hepatitis C 2013 II - Start der Phase III 4. Quartal 2010 geplant
Exjade Nicht transfusions-bedingte Thalassämie 2011 II
HCD122 Hämatologische Tumoren ≥2014 I
INC424 Myelofibrose 2011 III - Ergebnisse einer Phase-I/II-Studie im New England Journal of Medicine im September veröffentlicht: bei rund 75% der Myelofibrosepatienten, die zweimal täglich INC424 erhielten, wurde eine schnelle Verkleinerung der Milz beobachtet, die in der Nachbeobachtung mehr als ein Jahr anhielt
Polyzythämie (Polycythemia vera, PV) ≥2014 II - Globale Phase-III-Studie soll voraussichtlich im Oktober mit Patienten in den USA beginnen; erste Studie ausserhalb der USA soll im 1. Quartal 2011 anlaufen
LBH589 Hodgkin-Lymphom 2010 III - Zulassung soll plangemäss 2010 beantragt werden
- Präsentation aktueller Daten aus entscheidender Phase-II-Studie bei den Tagungen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) und der European Hematology Association
Multiples Myelom 2013 III - Präsentation der Phase-I-Daten zur oralen Kombinationstherapie von LBH589 mit Velcade (Bortezomib) bei ASCO-Tagung
Hämatologische Tumoren ≥2014 II
Projekt/ Substanz Potenzielle Indikation/ Therapiegebiet Geplante Einreichung Studien-phase Aktueller Stand

LCQ908 Diabetes und Stoffwechsel ≥2014 II
LCZ696 Herzinsuffizienz ≥2014 III - Phase-II-Daten im Lancet und auf der Tagung des American College of Cardiology im März 2010 veröffentlicht; diese belegen die blutdrucksenkende Wirkung und untermauern das Behandlungs­potenzial bei Herzinsuffizienz
- Phase-III-Studie zu Morbidität und Mortalität läuft seit Dezember 2009
Bluthochdruck ≥2014 II
LDE225 Basalzellnävus-Syndrom 2012 II
Lucentis Retinaler Venenverschluss 2010 III - EU-Zulassung soll plangemäss im 4. Quartal 2010 beantragt werden
NVA237 Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung 2011 III
PKC412 Aggressive systemische Mastozytose 2011 II
Akute myeloische Leukämie 2013 III
PRT128 Akutes Koronarsyndrom, Chronische koronare Herzkrankheit ≥2014 II - Präsentation von Ergebnissen der Phase-II-Studie INNOVATE-PCI bei Tagung der European Society of Cardiology im August 2010
- Einleitung eines Phase-III-Studienprogramms zu chronischer koronarer Herzkrankheit im 1. Quartal 2011 geplant
PTK796 Komplizierte Infektionen der Haut und des Weichgewebes 2012 III
QMF149 Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung ≥2014 II - Zulassungsantrag jetzt für ≥2014 geplant; Verzögerung auf Gerätewechsel zu Concept 1 zurückzuführen
Asthma ≥2014 II - Zulassungsantrag jetzt für ≥2014 geplant; Verzögerung auf Gerätewechsel zu Concept 1 zurückzuführen
QTI571 (Imatinib) Pulmonal-arterieller Bluthochdruck 2011 III
QVA149 Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung 2012 III
RLX030 Akutes Herzversagen 2013 III
Projekt/ Substanz Potenzielle Indikation/ Therapiegebiet Geplante Einreichung Studien-phase Aktueller Stand

SMC021 Osteoarthritis 2011 III - Laut Top-Line-Ergebnissen der Phase-III-Studie 2301 mit SMC021 in der Behandlung von Osteoarthritis wurde der erste von drei primären Endpunkten nicht erreicht. Die Daten werden gegenwärtig weiter analysiert.
Osteoporose 2011 III - Zulassung soll plangemäss 2011 beantragt werden
- Verblindete Zwischenanalyse der Zwei­jahresergebnisse Ende 2010 erwartet
SOM230 Cushing-Syndrom 2010 III - In der EU soll die Zulassung plangemäss 2010 beantragt werden, in den USA im 1. Halbjahr 2011
- Phase-III-Studie erreicht Endpunkt in Dosierung von SOM230 900µg; Ergebnisse auf der Tagung der European Neuroendocrine Association im September präsentiert
Akromegalie 2011 III
Refraktäres/resistentes Karzinoidsyndrom 2011 III
Tasigna Gastro-intestinale Stromatumoren ≥2014 III
cKIT-Melanom 2012 III
TKI258 Solide Tumoren 2013 II
Xolair Chronisch-idiopathische Urtikaria 2013 II - Beginn der Phase III im 1. Quartal 2011 geplant

Ausgewählte Projekte der Impfstoff-Pipeline

Projekt/ Substanz Potenzielle Indikation/ Therapiegebiet Geplante Einreichung Studien-phase Aktueller Stand

Menveo
(Meningitis)
Prävention von Meningokokken-Erkrankungen (Serogruppen A, C, Y und W-135) bei Säuglingen 2010 (USA)
2011 (EU)
III - US-Zulassungsantrag im 4. Quartal 2010 geplant
MenB
(Meningitis Serogruppe B)
Impfstoff aus mehreren Komponenten zur Prävention von Meningokokken-Erkrankungen der Serogruppe B 2010 (EU) III - Ergebnisse der ersten Phase-III-Studie wurden im September auf der International Pathogenic Neisseria Conference (IPNC) präsentiert
- EU-Zulassungsantrag bis Jahresende geplant
Optaflu

Saisonale Grippe (Subunit-Impfstoff aus Zellkultur) 2011 (USA) III
Fluad Saisonale Grippe (Subunit-Impfstoff mit Adjuvans MF59) 2010 (EU)





2012 (Senioren, USA)
III - Studienergebnisse werden auf der Tagung der Infectious Diseases Society of America im Oktober 2010 veröffentlicht
- Phase-III-Studie wurde gestartet

Disclaimer
Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren beinhalten, die zur Folge haben können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten Ergebnissen, Leistungen oder Errungenschaften abweichen, wie sie in den zukunfts­bezogenen Aussagen enthalten oder impliziert sind. Einige der mit diesen Aussagen verbundenen Risiken sind in der englischsprachigen Version dieser Mitteilung und dem jüngsten Dokument 'Form 20-F' der Novartis AG, das bei der 'US Securities and Exchange Commission' hinterlegt wurde, zusammengefasst. Dem Leser wird empfohlen, diese Zusammenfassungen sorgfältig zu lesen.

Über Novartis
Novartis bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschliesslich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2009 erzielten die fortzuführenden Geschäfts­bereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 44,3 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 7,5 Milliarden in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 100 000 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) in über 140 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

Wichtige Termine

17. November 2010 Novartis Strategie- und Innovationsforum
27. Januar 2011 Ergebnisse des Gesamtjahres und des 4. Quartals 2010

Bei den Produktbezeichnungen in kursiver Schrift handelt es sich um eigene oder in Lizenz genommene Warenzeichen der Novartis Konzerngesellschaften.
* Alle mit einem Asterisk (*) gekennzeichneten Angaben schliessen Alcon aus.

 

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